Von Michael Rubin.
Die Waffenstillstands-Vereinbarung ist ein Desaster. Die Freilassung von Mördern und unverbesserlichen Terroristen bedeutet, dass weitere Gewalt vorprogrammiert ist.
Israel und Hamas haben Berichten zufolge eine Waffenstillstandsvereinbarung erzielt, die in der ersten Phase einen Austausch vorsieht: Frauen, Kinder und verletzte Israelis, die von der Hamas festgehalten werden, sollen gegen Hunderte von Hamas-Mitgliedern in israelischen Gefängnissen ausgetauscht werden. In der zweiten Phase würde Israel noch mehr Hamas-Mitglieder freilassen, darunter solche, die wegen Mordes verurteilt wurden, im Austausch gegen von Israel festgehaltene männliche Militärangehörige und wehrfähige männliche Gefangene.
Der gewählte Präsident Donald Trump könnte dies als Erfolg feiern. Er könnte behaupten, dass sowohl sein Versprechen, „die Hölle losbrechen zu lassen“, wenn die Hamas keine amerikanischen Geiseln freilässt, als auch die Drohungen seines Nahost-Gesandten Steve Witkoff Premierminister Benjamin Netanjahu dazu zwangen, einen Waffenstillstand zu akzeptieren, den dieser lange abgelehnt hatte. Präsident Joe Biden und sein Team werden wahrscheinlich ebenfalls für sich in Anspruch nehmen, dass ihre diplomatische Beharrlichkeit zu der in letzter Minute erzielten Vereinbarung geführt hat.
Das Waffenstillstandsabkommen ist kein Deal für Israel
Der Waffenstillstand ist jedoch ein Desaster für Israel. Die Familien der Geiseln könnten dies anders sehen, wenn ihr Ziel lediglich darin bestand, ihre Angehörigen nach Hause zu holen. Doch die Freilassung von Mördern und unverbesserlichen Terroristen bedeutet, dass weitere Gewalt vorprogrammiert ist. Die Angriffe vom 7. Oktober 2023 – das größte Massaker an Juden an einem einzigen Tag seit dem Holocaust – fanden nicht nur während eines laufenden Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas statt, sondern wurden auch von Yahya Sinwar geplant und angeführt, einem in einem früheren Geiselaustausch freigelassenen Gefangenen. Um eine Hamas-Geisel, Gilad Schalit, freizulassen, ließ Netanjahu damals – er war auch bei diesem Austausch Premierminister – nicht nur mehr als 1.000 Hamas-Häftlinge frei, sondern bereitete rückblickend auch den Weg für das Massaker an über 1.200 Israelis. Die Hamas folterte Geiseln und verbreitete Videos als psychologische Kriegsführung; Netanjahu belohnte ihre Strategie.
In der israelischen Geschichte wird Netanjahu nun nicht nur als der Mann in Erinnerung bleiben, der den 7. Oktober 2023 durch fehlgeleitete Verhandlungen mit Terroristen und mangelhafte Überwachung von Militär und Geheimdienst vor den Angriffen erst möglich gemacht hat, sondern auch als derjenige, der dem Druck nachgab und der Hamas letztlich einen Rettungsanker warf.
Es gibt kein Vertun darüber, dass Hamas den Waffenstillstand als Sieg feiern wird und es wahrscheinlich die endgültigen Freilassung aller Geiseln verzögern wird, um ihre Hebelwirkung aufrechtzuerhalten und Zeit für den Wiederaufbau zu gewinnen.
Auch Biden und Trump werden nicht lange Zeit haben, ihre vermeintlichen Erfolge zu feiern. Man denke an Ronald Reagan: Der von ihm eingefädelte Waffen-für-Geiseln-Plan, der amerikanische Geiseln freibekommen sollte, führte nicht nur zu einem Skandal, der seine zweite Amtszeit lähmte, sondern schlug auch fehl: Sobald der Iran und seine Stellvertreter ihre Lösegeldzahlungen erhielten, nahmen sie immer wieder neue Geiseln. Diese Dynamik setzt sich bis heute fort, wobei die Geiselpolitik Irans mittlerweile zu Milliardenzahlungen an die Revolutionsgarden und einer Situation geführt hat, die das Regime wahrscheinlich am Leben hält.
Reagans Nachgiebigkeit hatte jedoch weitaus tödlichere Folgen für Amerikaner. Während er US-Marines als Friedenswächter zur Unterstützung eines fragilen Waffenstillstands in den Libanon entsandte, bewirkte seine Entscheidung, nach dem Bombenanschlag auf die Marinekaserne im Oktober 1983 abzuziehen, dass Al-Qaida-Chef Usama Bin Laden davon überzeugt wurde, dass die USA keinen langen Atem haben und dass Terrorismus funktioniere.
Heute schlägt Netanjahu einen ähnlichen Weg ein, jedoch mit katastrophalen Folgen. In der späteren Betrachtung der Geschichte dieser Epoche wird man kaum umhin kommen, Netanjahus Entscheidungen während seiner gesamten Karriere als ermutigend, belohnend und fördernd für den Terrorismus gegen den jüdischen Staat zu werten. Zwar mag es ihm gelingen, einige Geiseln freizubekommen, doch zu welchem Preis?
Dieser Beitrag erschien zuerst im Middle East Forum.
Michael Rubin ist Direktor für politische Analysen beim Middle East Forum und Senior Fellow am American Enterprise Institute.
Warum tritt Israel nicht der NATO bei? Im Kampf gegen die Jihadis käme so ein Bündnissfall wie gerufen. Und die Türkei könnte Israel im Kampf gegen Iran beistehren.
Ich bin entsetzt, weil die westlichen Staaten und die EU von Idioten geführt werden die unsere westliche Kultur längst verraten haben mit der Aufnahme der Millionen von Muselmannen die unsere westlichen Staaten unterwandern und kampflos besetzen werden. Bei vielen ist der Kippunkt bereits erreicht. Das hat dazugeführt, daß die Mehrheit dieser Staaten offen und öffentlich gegen Israel und seine Jüdische Bevölkerung opponiert. Anstatt den angegriffenen beizustehen und in allem was es braucht um die Angreifer endgültig zu vernichten, hat sich der Westen gegen Israel in seinem nicht nur moralisch richtigem Verteidigungskampf gestellt und mit verlogener Motivation und falscher Menschenliebe, für die s.g. „Zivilisten“ in Gaza gestellt. Anstatt, daß druck auf Ägypten auszuüben damit diese die kleine Zahl der echten Zivilisten, während der Kampfhandlungen auf dem Sinai aufnehmen und von der UN ernährt werden, wurde Israel gezwungen diese hin und her im Gaza umzusiedeln, beschützen und ernähren. Trotzt dieser unmenschlicher Bedingungen, (gab es je so was ?!) hat Israels IDF Armee geschafft die Epochal niedrigste Fatalitätsrate unter den s.g. „Zivilbevölkerung“ unter 1:1 gegenüber zu den kämpfenden Terroristen zu bringen. Als „Belohnung“ dafür, haben Norwegien, Irland usw. „Palästina“, ein nie existierenden Staat oder arabische Menschen, offiziell anerkannt, es wurden Waffenembargos gegen Israel verhängt und UN’s ICC auf seine regierenden Politiker gehetzt. EU und auch deren individuellen Staaten haben den Terroristen im Gaza bereits Aufbauhilfen (für Tunnels & Waffen) in hunderten Millionen EUR’s zugesagt. Es gibt auch internen Druck von der Linken Opposition die an die Macht kommen will und deswegen die Familien der Geiseln gegen die Regierung indoktriniert.. Und jetzt plötzlich fragen s.g. westliche Journalisten „wie könnte Bibi so einem schlechtem “deal„ zustimmen ? “ Ich glaube die Spinnen alle. Aber die Endrechnung kommt noch an all die Judenhassenden Heuchler !
@Richard Loewe: Es kommt sehr selten vor, aber es kommt eben vor, dass ich vollkommen gegensätzlicher Meinung bin als Sie. Für mich gilt: eine Unterscheidung zwischen der islamischen Bevölkerung und islamischen Terrororganisationen ist Propaganda zur Vertuschung des Wesens dieser Religion. Zu dieser Vertuschung gehört auch das von Westen erfundene Wort Islamismus. Die Anhänger des Islam sind in ihrer Gesamtheit und auch ihrem Selbstverständnis nach eine einzige Terrororganisation, denn sie haben einen Auftrag in dieser Welt, der niemals ohne Terror erfüllbar ist. Jedes Taktieren gegenüber dieser Religion ist völlig irrational. Dass es Millionen Muslime gibt, die hinter der Deckung der bekannten Organisationen ein „normales und friedliches Leben“ zur Schau stellen, ändert sich an dem Tag, an dem ihre Führer den Zeitpunkt für gekommen halten, ihre Glaubensbrüder zum Endkampf gegen die „Ungläubigkeit“ aufzurufen. Wir sind wertloser als jedes Tier, Herr Loewe, und ich bete für Sie, mich und alle, die es mögen, dass wir diesen Zeitpunkt nicht mehr erleben.
Sie haben Recht, das ist kein ausgewogener Handel. Nur wenn die Hamas zuerst alle Geiseln zurückgegeben hat, kann man über Austausch von Gefangenen im Gegenzug reden. Nur wenn Israel die Hoheit über Gaza behält, kann ein friedliches Zusammenleben ermöglicht werden.
Andernfalls, immer gegenhalten, nur der Starke erhält Achtung bei Arabern!
Überschrift: Israel verliert! Immer der gleiche Bewertungs-Blödsinn!
Nur wenn die sich endlich die Hand reichen, wird es Frieden geben. Solange aber die eine Seite Israel ins Meer versenken will und die andere Seite eben das Gleiche mit den Anderen vorhat, wird da nichts draus.
Egal, ob die nun mal wieder aufhören zu ballern! Der Croupier schiebt wieder die Kugel an und wird dann erneut verkünden: Die Einsätze sind gesetzt, rien ne va plus!
Und die bekannten Spielsüchtigen bleiben weiter am Tisch, lechzen nach der nächsten Runde und hören nicht auf in ihrer Gier!
Man muss realistisch sein.
In Syrien haben der Westen und die Türkei einen geschwächten und von Russland kontrolierten Assad, den man bestens zu Verhandlungen „ermutigen“ konnte,
durch Islamisten ersetzt. Diese Leute treten, genau wie Al Husseini, Mufti von Jerusalem, Onkel Arafats und Verbündeter der Nazis, für ein Großsyrien unter Einschluss des Libanons und Israels ein.
Das war so ziemlich der wahnsinnigste Regime-Change der letzten Jahrzehnte.
Islamistische Fanatiker sind dafür bekannt, dass sie kein Blutbad scheuen, um ihre Ideen durchzusetzen.
Israel hat einen neuen kampfhungrigen Erzfeind, um nicht zu sagen Hauptfeind.
Dafür muss sich Israel rüsten, anstatt jahrelang den Gaza-Streifen mitsamt zahlreicher Zivilisten plattzumachen. Und vom Libanon sollte man ebenfalls die Finger lassen. Israel kann keinen Dreifrontenkrieg gegen Hisbollah, Hamas und die Islamisten in Syrien führen.
Warten wirs ab bis Trump wirklich an der Macht ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Entwicklung in seinem Sinne ist. Er macht nur gute Mine zum bösen Spiel. Biden ist so ein parasitärer Mensch der in seinen letzten verbleibenden Tagen noch Riesenschäden anrichtet. Aber die Rechnung bekommt er noch, so oder so.