Thilo Schneider / 10.05.2019 / 13:00 / Foto: Joel Ormsby / 36 / Seite ausdrucken

Der Haltungsvorzeiger

Früher, in der guten alten Zeit, gab es sie noch gelegentlich: die Exhibitionisten oder, wie sie liebevoll genannt wurden, Gliedvorzeiger. Oder, unter uns Jugendlichen: Arme Wichte (ich habe hier ein Niveau zu halten!). Also Männer, die sich an einen See oder in eine Baumgruppein die Straßenbahn oder sonst wohin gestellt und den Mantel geöffnet und/oder die Hosen heruntergelassen haben. Um sich öffentlich gegenüber Damen am Pillermännchen herumzuspielen. Womöglich in der Hoffnung, dass eine der Damen mal „Oh ja, toll, nimm mich, gleich hier auf dem Feldweg, während dein blöder Hund zuschaut“ ausruft. Aber ich glaube, das hat nie geklappt und klappt bei den einsamen traurigen Hängewürsten auch heute noch nicht. Es ist einfach nur eklig. Und irgendwie auch blöd und peinlich und zum Fremdschämen.

Virtuell und auch real hat der fröhliche Froschvorzeiger allerdings heute einen erbitterten Konkurrenten bekommen, der mindestens genauso unangenehm ist: den Haltungsvorzeiger. Oder, unter uns alten Männern: Arme Wichte (Niveau! Niveau!). Und auch die sind einfach nur eklig und blöd und peinlich und zum Fremdschämen.

Das aktuell passende Beispiel für so einen ein bisschen schmierigen Haltungsvorzeiger wäre das Restaurant „Bocca di Bacco“das der AfD eine Tischreservierung verweigert. Begründung: Die Herren(menschen) möchten keine „Partei und deren Angestellte bedienen“, die "Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, politischer Einstellung oder Hautfarbe diskriminiert und diskreditiert". Und das erklären die Wirte auch noch ausgerechnet einer Frau mit dem altgermanischen Namen Trùòng, die für die AfD einen Tisch in ihrem Lokal reservieren möchte. Und damit tun die beiden Kochprofis genau das, was sie der AfD vorwerfen. Haltungsvorzeiger eben. Einmal, wenn Frau Schmitt nicht im „Gasthaus zum Hirschen“ reserviert… 

Du bist Selbstständiger? Aha, Du bist also unsolidarisch.

Aber das Ganze funktioniert ja bereits im Kleinen:  Da sitzt du da in der netten Runde und erwähnst, dass du dir demnächst wieder ein Auto kaufen musst, weil das immer noch die bessere Alternative zu einer Steuernachzahlung ist, und der Haltungsvorzeiger blökt dir ein „Wozu brauchst Du denn ein Auto? Für kurze Strecken nehme ich immer mein Fahrrad, bei längeren Strecken fahre ich mit der Bahn“ entgegen. Dann bestellst du dein Steak, und der Haltungsvorzeiger sieht dich eine Sekunde zu lange an, bevor er laut „einen Cesar-Salat, aber bitte komplett ohne Fleisch, ich bin nämlich Vegetarier“ bestellt. Und als du vor die Türe gehst, um bei einer Zigarette deinen Ärger herunter zu rauchen, ruft dir der Haltungsvorzeiger ein aufmunterndes „von mir aus müssten Zigaretten noch viel teurer werden“ hinterher. Da hast du auf die Cola schon gar keine Lust mehr, weil du weder hören willst, wie ungesund die ist, noch, warum zuckerhaltige Getränke höher besteuert gehören als bisher. Der Haltungsvorzeiger – du weißt es – wird sich jetzt ein Stilles Wasser ohne Kohlensäure bestellen, denn auch Kohlensäure ist Säure und setzt CO2 frei. Irgendwie. Und das kann niemand ernsthaft wollen, denn wir haben den Planeten ja nur von unseren Kindern geborgt, laber rhabarber…

Du erzählst, dass du im Urlaub nach Molwanien willst und hast im Nu eine Diskussion an der Backe, welches Verkehrsmittel du am besten dazu benutzt und warum der Haltungsvorzeiger nie nach Molwanien fahren würde und wenn doch, warum auch nicht. Die haben da nämlich eine rechtspopulistische (um nicht zu sagen: nationalistische) Regierung, und so etwas unterstützt man nicht auch noch durch Tourismus. Kuba wäre da politisch in Ordnung, das aber am besten mit einem umweltfreundlichen Segelboot mit Solarantrieb. Alles andere ist klimaschädlich.

Du bist Selbstständiger? Aha, Du bist also unsolidarisch. Du bist Unternehmer? Soso, also auch so einer, der seine Mitarbeiter ausbeutet. Du bist leitender Angestellter? Naja, Beziehungen und/oder ein knapper Rock sind kein Fehler in deiner Position. Du bist Angestellter? Aber, um Himmels Willen, doch nicht bei DER Firma. Du bist Beamter? Das ist gut, Du tust etwas für die Allgemeinheit und bist absolutiert.  

Sehr deutsch. Überheblich. Von-Oben herab

Egal, was du weißt und was du tust: Der Haltungsvorzeiger weiß es besser und handelt moralisch überlegen. Und er hat es andauernd mit der AfD. Egal bei welchem Thema. Wenn es um Speiseeis geht, dann bemerkt er, dass „die AfD-Wähler“ wohl am liebsten braunes Haselnusseis essen (hihihi). Zum neuen Album von Helene Fischer fällt ihm ein, dass „die AfDler“ am liebsten wohl Marschmusik hören (höhöhö), zum Urlaubsbericht über die Camargue entdeckt er, dass „AfDler sowieso nie ins Ausland fahren, außer, sie wollen es erobern“ (hahaha), bei einer Reportage über Pantoffeltierchen kommt garantiert eine Analogie zum Gehirn von AfD-Wählern (hohoho). Irgendein Seitenhieb auf die AfD muss immer dabei sein, sonst ist der Haltungsvorzeiger unglücklich. Sehr nervig. 

Mich verblüfft das, denn ich frage mich, was sich der Haltungsvorzeiger erhofft? Er bekommt normalerweise ebensowenig Applaus wie der Gliedvorzeiger (gut, außer auf einem Grünen-Parteitag) und kann günstigstenfalls mit einem geheimen Augenrollen der anderen Anwesenden und Lesenden rechnen – alleine: Das schert den Haltungsvorzeiger nicht. Ich vermute, der Haltungsvorzeiger tut genau das, was er bei anderen scharf kritisieren würde: Er verhält sich sehr deutsch. Überheblich, Von-Oben herab, immer mit moralisch erhobenem Zeigefinger und stets auf der trüffelschweinischen Suche nach Verhaltensweisen, die er irgendwie kritisieren und natürlich „richtigstellen“ kann. Vulgo – „richtig“ nach seinem Gusto, da alle Anderen leider irren.

Nun muss ich mich im realen Leben da draußen ja nicht mit einem Haltungsvorzeiger abgeben. Ein Guru wurde einst gefragt, wie er es zur Erleuchtung geschafft habe, und er entgegnete: „Ich habe es aufgegeben, mit dummen Menschen zu diskutieren.“ Der Frager antwortete daraufhin: „Das sehe ich aber ganz anders.“ Der Guru sah ihn kurz an und meinte: „Du hast recht.“ Ich muss mir ja kein Konzertticket für singende Kondolenzkarten vom Schlage Campino Lindenbergrönemeyer kaufen. In der Realität funktioniert das also. Leidlich.

#ichbinhier oder #wirsindmehr

Aber: Im Unterschied zu dem Gliedvorzeiger tritt der Haltungsvorzeiger im Internet gerne in Gruppen auf. Da hängt er sich dann ein wichtiges Hashtag mit der Beschriftung #ichbinhier oder #wirsindmehr vor die heruntergelassene Hose und zeigt Haltung vor, dass die Schwarte kracht. Fachlich und sachlich hat er da natürlich immer noch nichts beizutragen, aber er fühlt sich in der Haltungsvorzeigermasse wenigstens einmal wohl und nicht von vorneherein abgelehnt.

Es gibt den schönen Satz: „Religion is like a penis. It's fine to have one and it's fine to be proud of it, but please don't whip it out in public and start waving it around...“ Genau das würde ich mir für die Haltungsvorzeiger auch wünschen. Immerhin ist „Haltungsvorzeiger“ noch nicht in den asozialen Medien indiziert und kann noch sanktionsfrei zur Kalmierung von Diskussionen verwendet werden. Normalerweise genügt dann auch ein Hinweis, dass dem Haltungsvorzeigenden seine Haltung aus der Hose hängt und er sie bitte wegpacken möchte. Die meisten Haltungsvorzeiger trollen dann. Und zwar sich vom Acker.  

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Leserpost

netiquette:

M. Schneider / 10.05.2019

Einfach wunderbar, Herr Schneider, ich habe laut gelacht, aber eigentlich ist das, was, Sie hier so treffend analysieren mehr als traurig, und wir alle, die wir das genau so sehen wie Sie, werden immer einsamer, weil die “Haltungsvorzeiger”, so kommt es mir vor, immer mehr werden.

Ilona G. Grimm / 10.05.2019

Auf den Begriff „Haltungsvorzeiger“ hat die Welt gewartet. Ich habe ihn umgehend in mein Wörter-Schatzkästchen gelegt. Vorläufig werde ich Sie ganz bestimmt als Urheber nennen; aber irgendwann werde ich den Urheber vergessen und nur noch den Begriff behalten haben. Verzeihen Sie mir?

M. Ahlgrimm / 10.05.2019

Ab sofort stelle ich mir Haltungsvorzeiger mit geöffnetem Mantel vor, ....wie gut das tut! Vielen Dank!

Rex Schneider / 10.05.2019

Als ich so in der 2. Klasse war und genüsslich meinen Apfel schnurpsend zum wegwerfen des Griebsches ausholen wollte, doch halt diese liebliche Stimme einer Haltungsanzeigerin. Die Blüte kann man Mitessen. In meiner Ritterlichkeit gab ich ihr die Büte natürlich sofort samt Stiel, die Undankbare hat sie sofort unter wildem Geschrei wieder ausgespuckt und ich wurde vom Lehrkörper für meine soziale Ader natürlich getadelt. Zur Moral von der Geschicht, Apfelblüten schmecken nicht oder was ich Selbst nicht gern tu mut ich keinem Andern zu.

Karl-Heinz Vonderstein / 10.05.2019

Im Internet sieht man häufig so Hashtags wie #fckafd, #noafd oder #fcknazis oder #gegenrechts, ist ja auch ok so, warum aber nicht auch #noislamisten, #fckislamisten oder #nosalafisten oder #noantifa oder #gegenlinks oder #nogrüne, #nolinke, #nospd, #nocdu, #nocsu oder #nofdp?

Ulrich Jakob / 10.05.2019

Hallo Herr Schneider, wenn ich so ihre Artikel durchlese, die meistens sehr treffend sind, bleib aber festzustellen, dass auch in ihnen ein zumindest kleiner Haltungsvorzeiger steckt. Oder wie sonst sind ihre regelmäßigen, darin untergebrachten, Seitenhiebe auf die AfD zu erklären?

Sabine Schönfelder / 10.05.2019

Lieber Herr Schneider, daß wir das hier alle noch erleben dürfen, Sie, nehmen die AFD in Schutz! Das nenne ich jetzt aber mal großartig!!! Sie sind angekommen in der Demokratie, Herzlichen Glückwunsch! Sie werden mir ständig sympathischer. Witzig waren Sie ja schon immer, und jetzt sind Sie auch noch tolerant und ganz nebenbei konnten Sie ein paar Witze über den klassischen AFDler ablassen, wobei der übers Ausland ganz amüsant ist…....

Andreas Rühl / 10.05.2019

Wie schon mal angemerkt, kann man das Haltungsvorzeigen schnell beenden, wenn man nur unerschrocken ist. Denn bei aller zur Schau gestellten ueberlegenheit liegt tief im innern verborgen Unsicherheit, minderwertigskomplex, angststoerung. Also einfach draufhauen. Bekenntnis zur afd, auch wenn es gelogen ist. Bekenntnis zu trump, inklusive Frisur. Sprüche wie…. Ich habe keine Meinung zum Islam, aber ich mag einfach keine Muslime. Sind auch gut. Den amtierenden Papst als jesuitischen Kommunisten beschimpfen. Umweltschutz als schimaere. Das Auto feiern, nicht bloß fahren. Und so weiter. Außerdem sollte man andeuten, dass man gewalt nicht rundheraus ablehnt. Sondern gerne auch mal zuschlägt. Danach hat man seine Ruhe und ist sehr bald ein sehr einsamer Mensch, der nur noch ueber die Kommentarfunktion der Achse kommuniziert.

Matthias Braun / 10.05.2019

” Strenge Moralisten sagen: Um glücklich zu sein, muß man alle Leidenschaften aus sich verdammen. Dieser Rat ist ungefähr so gut, als wie wenn man einem, der über enge Stiefel klagt, sagt, er soll sich beide Füß’ amputieren lassen, damit er kein Verdruß mehr hat.” ( Johann Nepomuk Nestroy )

Werner Arning / 10.05.2019

Ein Bekannter von mir, hinter dessen Kopf vor lauter „Haltung zeigen“ und fast täglichem politisch korrekten Predigen und Aufrufen via Facebook, bereits ein Heiligenschein seine Konturen andeutet, postete dieser Tage : „Mit Typen, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, oder ihrer Religion diskriminieren, möchte ich nichts zu tun haben“. Wo er Recht hat, hat er Recht. Doch am Heiligenschein bilden sich Tropfen. Es trieft Scheinheiligkeit. Die Moralapostel haben Hochkonjunktur. Die „die Welt in Hell- und Dunkeleinteiler“ sind im Dauereinsatz. Eifrigst sind sie bei der Sache. Die „die Welt-vor-den-Rechten-Retter“ haben Dauereinsatz. Die „Nazi“-Jäger haben Jagdfieber. Sie lieben sich und ihre Aufrufe. Sie bewundern ihren Einsatz für das Gute. Sie halten ihr Antlitz der Sonne entgegen in der Gewissheit zu den Besseren zu gehören. Ja, sie lieben ihre Rolle. Hätten die diese nicht entdeckt, würden sie diese erfinden müssen. Sie fühlen sich neuerdings fast schon zu gut für diese Welt.  Sie wachsen über sich hinaus und sie lassen die Welt teilhaben an ihrem Glück. Sie glauben sich auf Mission. Sie missionieren die Welt. Sie sind die Missionare der richtigen Lebenseinstellung. Und diese zu verbreiten, sehen sie als ihre Aufgabe an. Fotografiert mich von leicht schräg unten, wenn mein Blick philosophierend in die Ferne schweift. Und seht, wie viele ausländische Freunde ich habe. Nehmt euch ein Beispiel an mir. So geht Leben. Ach, ich bin so schrecklich toll.

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