Es ist noch ein wenig hin bis Weihnachten, aber von Geschenken bis hin zum Gaumenschmaus könnte dieses Fest mau ausfallen. Schuld sind Lieferengpässe und Preissteigerungen.
Noch ist es ein wenig hin bis Heiligabend, doch das Fest, das vor allem bei Kindern für große Augen sorgt, wirft bereits seine Schatten voraus. Es dürften vielerorts trübe Weihnachten werden, und die großen Augen wird mancher Spross diesmal vor allem deswegen machen, weil viel Platz unter dem Weihnachtsbaum herrscht. Ob Handy, Tablet oder Konsole – all die schönen Dinge, die den Kleinen Freude machen, sind in diesem Jahr schwer zu bekommen. Aber nicht nur bei der Elektronik sieht es mau aus. Auch mancher Gaumenschmaus wird nicht in der üblichen Fülle zu haben sein. Und schon gar nicht zu den gewohnten Preisen.
Überall auf der Welt gibt es spürbare Versorgungsengpässe. Die ersten leeren Regale präsentieren sich auch deutschen Kunden in Möbelhäusern und Supermärkten, nachdem viele kurz zuvor noch die Briten belächelt und sich hämisch über angebliche „Brexit“-Folgen gefreut hatten. Was jahrzehntelang wie selbstverständlich zu haben war, ist auch für Industriebetriebe zum raren Gut geworden oder gar nicht mehr erhältlich. Dazu kommt eine veritable Energiekrise, die erste Gas- und Stromanbieter zum Rückzug gezwungen hat und zu massiven Preissteigerungen für Unternehmen und Verbraucher führt.
Die Gemengelage ist explosiv. Und doch scheinen viele Bürger den Ernst der Lage noch gar nicht begriffen zu haben. Sie wollen von Politikern regiert werden, die sich mit Schauermärchen in ihr Bewusstsein eingeschlichen und sich der vermeintlichen Lösung von Scheinkrisen verschrieben haben. Sie rennen Rattenfängern hinterher, die behaupten, ohne Energie-, Verkehrs- und Mobilitätswenden sei das Überleben der Menschheit ungewiss. Sie haben sich jenen ausgeliefert, die ihnen einen Gesundheitstotalitarismus verordnen.
Wenige werden bereit sein zur nötigen Ehrlichkeit
Das eigentliche Problem unserer Zeit erkennen die Menschen jedoch nicht. Statt das Klima in dreißig Jahren zu „retten“, was sich schon in der Begriffswahl als grober Unfug entlarvt, wäre es sicher klüger, den energiepolitischen Herausforderungen im Hier und Jetzt zu begegnen. Statt die Mobilität immer weiter zu beschränken, sei es durch die Verteufelung des Individualverkehrs oder durch monatelange Lockdowns, bedarf es intelligenter Alternativen, die vor der Zerstörung bisheriger Strukturen verfügbar und erschwinglich sein müssen. Erst recht gilt dies für die Energieversorgung. Für die Organisation komplexer internationaler Lieferketten sowieso.
Wer also zur Weihnachtszeit dumm aus der Wäsche schaut, weil die Kinder jammern und das Konto leer ist, der sollte sich fragen, was sein eigener Anteil an der misslichen Lage ist. Wenige werden bereit sein zur nötigen Ehrlichkeit. Wer gibt schon gerne zu, dass er selbst die Schuld trägt? Dem enttäuschten Nachwuchs müssten Mama und Papa erklären, warum sie Machteliten, Krisengewinnlern und Systemumstürzlern auf den Leim gegangen sind, die eine Verachtung für das Gemeinwohl, für gelebte Werte und für eine funktionierende Demokratie eint.
Kaum einer derer, die spätestens nach dem Jahreswechsel vor der Frage stehen, wie sie der Flut an Teuerungen standhalten sollen, wird aufrichtig genug sein, sich und anderen einzugestehen, dass erst die wohlstandsverwahrloste Dekadenz der Hinwendung zu ideologischen Heilslehren das bestehende Gleichgewicht zerstört und Krisen heraufbeschworen hat. Manche haben das Unheil kommen sehen. Sie beklagten immer autoritärere Maßnahmen, zunehmend weniger politische Ausgewogenheit sowie das Entstehen totalitärer Strukturen – und wurden davongejagt statt angehört.
Morbide Faszination der Krise
Nun liegt das Kind im Brunnen. Doch die Politik des zurückliegenden Jahrzehnts hat viele Krisen erst geschaffen. Falsche Weichenstellungen hätten sich hier und da korrigieren lassen, Fehler macht jeder. Wo aber das schnelle Löschen schwelender Brandherde nötig gewesen wäre, haben Regierungen Öl ins Feuer gegossen, gerade so, als sei eine regelrechte Lust an der Katastrophe erwacht, um sich zu profilieren und sein Dasein aufzuwerten. Letzteres trifft aber nicht nur auf die Berufspolitik zu.
Auch auf Millionen von Bürgern üben Krisen eine morbide Faszination aus – so lange sie die Konsequenzen nicht selbst zu spüren bekommen. Wer Teil einer Bewegung ist, die nicht weniger als die Rettung der Menschheit anstrebt, fühlt sich wertvoll und darf sich der Wertschätzung Gleichgesinnter sicher sein. Riesige Weltenretter-Gemeinschaften sind auf diese Weise entstanden, sektengleich in Struktur und Wirkung. Doch es ist wie mit allen Sekten: Am Ende kommt das böse Erwachen und nicht selten die Erkenntnis, sich Scharlatanen und falschen Propheten angedient zu haben. Künftig wird für viele der Alltag schwieriger – und der Wohlstand schwindet.
Allmählich erhalten wir einen Vorgeschmack. Die Mächtigen des Weltwirtschaftsforums beschrieben dies bereits im Jahr 2016, als sie prophezeiten, dass in der von ihnen geschaffenen neuen Welt der Normalbürger schon 2030 nichts mehr besitzen wird. „Aber du wirst glücklich sein“, beruhigen sie uns. Es ist zu befürchten, dass dies für die Masse sogar zutrifft. Wer sich Endzeitsekten anschließt und Geborgenheit im eigenen Stockholm-Syndrom findet, wird erst recht als mittelloser, aber von jeder Eigenverantwortung befreiter Abhängiger eines kontrollwütigen totalitären Systems zufrieden einschlafen können. Willkommen im „Great Reset“!
Dieser Beitrag erschien zuerst auf Ramin Peymanis Blog Liberale Warte.

Die Mehrheit der Wähler ist nicht so dumm und hat sich deshalb auch nicht geirrt: sie will Umkehr und Buße. Der Monotheismus hat sich überlebt. Die Mehrheit besinnt sich deshalb zurück auf die religiöse Verabsolutierung der Natur. Ein Blick in Kirchen zeigt, dass Religiosität nicht nach einem Preis fragt. Je teurer das Unterfangen, die Natur zu retten (der Glaube allein macht selig), desto mehr Schmerz bereitet die Umkehr, die damit verbundene Buße und um so reinigender ist deren Wirkung. Religion bezieht sich auf etwas Transzendentes und entzieht sich deshalb einer rationalen Durchdringung. Das Grundgesetz garantiert die Religionsfreiheit, aber alle werden gezwungen, diesen religiösen Kult zu finanzieren und die daraus resultierenden Konsequenzen mitzutragen. Nützt aber nichts, das Bundesverfassungsgericht hat bereits gesprochen.
Ja, es gibt wirklich nicht wenige Leute, die sich wundern werden, dass nach der Abschaltung der Kraftwerke kein Strom mehr aus der Steckdose kommt. Das nennt man Wohlstandsverwahrlosung oder -verblödung, wies beliebt.
Leere Regale? Misswirtschaft allerorten? Von wegen „Great Reset“, schlichtweg der nächste Schritt in Richtung DDR-Auferstehung – wenn sie denn überhaupt jemals tot war. Und geliefert wie vom Wähler bestellt.
Ich habe das nicht gewählt und immer wieder andere darauf hingewiesen – nutzt nix. Ich muß es aber mit ausbaden.
Letzte Woche sah ich Diesel für 1,51 und Super für 1,78 , und war erfreut. Heute sah ich Diesel für 1,55 und Super für 1,83, und war entzückt. Dummerweise war die Autobahn immer noch voll. Ich hoffe, daß ändert sich, wenn wir in die Preisspanne zwischen 2 und 3 €/l kommen. Spätestens nach der Heizkostenabrechnung im nächsten Jahr werden die Menschen wieder singen: „Auf meinem Konto steht das Komma zu weit links….“ Wir Älteren sind ja einiges gewöhnt. Für die hüpfenden Fruchtzwerge wird es hart. Aber tröstet euch, wenn es sonst gar nichts mehr gab, hatte Mutter immer noch ein Margarinebrot mit Zucker.
Das Gefühl für Gefahr scheint vielen Menschen abhanden gekommen. Man erzählt ihnen, die Welt würde untergehen, sie glauben das und begruseln sich freudig bis erwartungsvoll. Die reale Gefahr von kalten Wintern ohne Heizung und fehlenden Lebensmitteln sehen sie nicht.
„“Aber du wirst glücklich sein„, beruhigen sie uns. Es ist zu befürchten, dass dies für die Masse sogar zutrifft. Wer sich Endzeitsekten anschließt und Geborgenheit im eigenen Stockholm-Syndrom findet, wird erst recht als mittelloser, aber von jeder Eigenverantwortung befreiter Abhängiger eines kontrollwütigen totalitären Systems zufrieden einschlafen können.“
Warum ist das zu „befürchten“? Dann kriegt doch die übergroße Mehrheit genau das was sie will. Da gibt es nichts und niemanden zu bedauern. Reisende soll man nicht aufhalten und ich habe dazu auch nicht mehr die geringste Lust. Ein Zivilisationskollaps hat schließlich auch einen hohen Unterhaltungswert. Und in meinem Alter gehört fast jeder, der in einem westlichen Land geboren ist zu den Jackpot Gewinnern im ewigen Spiel des Lebens. Und daran ändert sich auch nichts mehr, egal was noch passiert.
Jetzt gilt es, sich die notwendige Flexibilität und Härte anzutrainieren um noch möglichst lange auf den Wellen der rauer werdenden See zu balancieren. Von den Nichtschwimmern möchte ich mich schon mal herzlich verabschieden.