Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach schlägt Alarm, weil die Arbeitsbelastung der Bundestagsabgeordneten zu hoch sei. Lange Sitzungen, inhaltliche Arbeit und die Planung der kommenden Wochen – all das wäre unheimlich kräftezehrend. Das ist sicher richtig, doch dass Genosse Professor Dr. Lauterbach deshalb jetzt Alarm schlägt, ist peinlich, denn es ist Jammern auf hohem Niveau. Vielleicht sollte es einen „Gesundheitspolitiker“ mehr bekümmern, wie überlastet beispielsweise Pflegekräfte oder Notärzte in deutschen Krankenhäusern sind.
Aber – das macht diese Meldung dennoch unterhaltsam – der Genosse Lauterbach hat auch Schuldige für die schädliche Abgeordneten-Belastung ermittelt. Und auf wen ist er da wohl gekommen? Ahnen Sie es? Es ist natürlich die AfD. Und warum ausgerechnet die AfD? Ganz einfach: Sie stellt zu viele Anträge mit denen sich die Abgeordneten dann zeitraubend beschäftigen müssen. Die Welt berichtet:
„An der Belastung der Abgeordneten trage auch die AfD eine Mitschuld, findet der SPD-Politiker. ‚Es ist leider Teil der AfD-Politik im Bundestag, die Abgeordneten zu schikanieren‘, klagte Lauterbach. Er führte häufigere Hammelsprungentscheidungen und Debatten an, die nur der Profilierung der Partei dienten.“
Andere Fraktionen versuchen natürlich nie, Debatten zu führen, die nur der Profilierung ihrer Partei dienen. Und es ist ja unerhört, feststellen zu lassen, dass der Bundestag beschlussunfähig ist, wenn er mangels anwesender Abgeordneter beschlussunfähig ist. Und aus medizinischer Sicht sollte Prof. Dr. Lauterbach doch dankbar für den Hammelsprung sein. Wenn die Sitzung wegen Beschlussunfähigkeit beendet werden muss, geht für die wenigen verbliebenen Parlamentarier der kräftezehrende Arbeitstag endlich zu Ende.
Beitragsbild: Martin Kraft CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Ja, der Herr Lauterbach! Bisher war für ihn bekanntlich Kochsalz die Wurzel allen Übels. Jetzt ist es halt die AfD. Wenn die mal nicht das Kochsalz erfunden hat!
Womöglich ist es ebenfalls Schuld der AfD, dass regelmässig derart wenige Abgeordnete im Bundestag vorzufinden sind. Sicher sogar.
Der Genosse Karl hat keinen Stil (eine Fliege nur zum Smoking!) und keinen Friseur. Weiterhin hat er auch keine Ahnung, wie er rüberkommt. Eigentlich - keinen Kommentar wert.
Ich würde generell Nachtsitzungen (Bundestag und alle anderen Gremien) verbieten. Da ist noch nie etwas Vernünftiges herausgekommen. Vielmehr sind es immer faule Kompromisse, die sich in der Praxis nicht bewähren oder vom BVerfG kassiert werden. Was bis 20 Uhr nicht entschieden ist, kann auch am nächsten Tag entschieden werden. Belgien hatte sehr lange überhaupt keine Regierung und keiner hat es gemerkt. Lieber weniger machen und das in einer besseren Qualität.
Ich wiederhole mich jetzt ein bisschen, aber es ist unfassbar, von welchen Politclowns sich dieses Volk regieren lässt.