Russlands Krieg gegen die Ukraine wird derzeit vom israelisch-iranischen Luftkrieg überlagert und oft immer noch falsch verstanden. Er ist kein bloßer Territorialkonflikt, sondern ein Herrschaftsinstrument, um ein politisches System zu stabilisieren, das auf Repression, Ideologie und Eskalation fußt.
Nach dem Scheitern von Donald Trumps Versuch, den Krieg durch direkte Verhandlungen zu beenden, forcierte der Kreml seine Eskalationsstrategie. Präsident Putin erklärte die Sommermonate explizit zur Zeit militärischer Expansion – im Bewusstsein, dass das operative Zeitfenster begrenzt ist. Doch nicht nur die Saison, auch strukturelle Verluste engen die russische Schlagkraft ein: Die Armee operiert zunehmend am Limit ihrer personellen, logistischen und ökonomischen Belastbarkeit.
Im Juni 2025 meldete das russische Verteidigungsministerium Vorstöße in die Oblast Dnipropetrowsk – ein symbolischer Schritt, der suggerieren sollte, die Front verschiebe sich über den Donbass hinaus. Doch weder Videoaufnahmen noch unabhängige OSINT-Analysen belegen nennenswerte Geländegewinne. Vieles spricht für eine propagandistisch aufgeladene Aktion mit begrenztem taktischem Wert. Die Kämpfe konzentrieren sich auf kurze Vorstöße einzelner Stoßtrupps über vorgelagerte Gräben hinweg in bewaldetes Terrain – Gelände, das militärisch kaum nutzbar ist.
Und doch gelingt es Russland, in mehreren Sektoren eine personelle Übermacht von bis zu 9:1 herzustellen – Ausdruck eines Mobilisierungsapparats, der nicht auf Qualität, sondern auf Quantität setzt. Gefallene werden mit einer Geschwindigkeit ersetzt, die für westliche Armeen unvorstellbar ist – unter Inkaufnahme enormer Verluste. Dass es Moskau trotz zahlenmäßiger Überlegenheit nicht gelingt, operative Durchbrüche zu erzielen, verweist auf gravierende Mängel in Ausbildung, Führung, Ausrüstung und taktischer Koordination.
Gleichzeitig sind die menschlichen Kosten kaum noch zu verschleiern. Eine systematische Auswertung öffentlicher Quellen – von Nachrufen über Behördenmeldungen bis zu Friedhofsdokumentationen – weist bis Mitte Juni 2025 mehr als 113.000 namentlich identifizierte Gefallene aus. Geheimdienstnahe Schätzungen gehen davon aus, dass dies nur 45 bis 65 Prozent der tatsächlichen Verluste abbildet.
84 russische Gefallene pro Quadratkilometer
Daraus ergibt sich ein Spektrum von 174.000 bis über 250.000 getöteten russischen Soldaten – zuzüglich Tausender Gefallener aus den Separatisteneinheiten in Donezk und Luhansk. Die Gesamtverluste könnten somit bis zu 275.000 Tote betragen – eine Zahl, die jede militärstrategische Rationalität infrage stellt.
Das offizielle Russland schweigt. Die letzte formelle Opferzahl datiert vom September 2022: 5.937 Gefallene. Seither klafft die Lücke zwischen Realität und offizieller Darstellung immer weiter auseinander. Russlands Krieg folgt einer paradoxen Logik: Je katastrophaler die Kosten, desto intensiver die Inszenierung von Kontrolle. Es ist ein Krieg, der sich nicht über Erfolge, sondern über die Reproduzierbarkeit von Verlusten definiert.
Westliche Nachrichtendienste schätzen, dass Russland allein zwischen Januar 2024 und April 2025 über 400.000 Soldaten als getötet oder verwundet verloren hat. Die NATO geht von bis zu 900.000 kumulierten Verlusten seit Kriegsbeginn aus. Diesem Blutzoll steht ein Zugewinn von lediglich 4.700 Quadratkilometern ukrainischen Territoriums gegenüber.
Diese Zahlen offenbaren nicht nur ein dramatisches Missverhältnis von Aufwand und Ertrag, sondern legen die dysfunktionale Logik eines Krieges offen, dessen Strategie nicht auf Effizienz, sondern auf schiere Durchhaltefähigkeit setzt.
Statistisch bedeutet das: Für jeden Quadratkilometer eroberter Fläche mussten etwa 84 russische Soldaten sterben – eine Relation, die das Ausmaß militärischer Ineffektivität in den Strukturen der russischen Kriegsführung sichtbar macht.
Nur die Materialschlachten des Ersten Weltkriegs übertreffen diese Verlustintensität. In Verdun starben 1916 auf rund 120 Quadratkilometern etwa 300.000 Soldaten – rechnerisch mehr als 2.500 pro Quadratkilometer. Der Vergleich verdeutlicht nicht nur die Brutalität des russischen Vorgehens, sondern auch die historische Rückwärtsgewandtheit eines militärischen Denkens, das trotz moderner Waffen und asymmetrischer Mittel auf Masse statt Präzision setzt.
Menschenleben als kalkulierbarer Verschleißfaktor
Noch gravierender ist die soziale Zusammensetzung der Verluste: Über die Hälfte der getöteten Soldaten hatte den Dienst erst nach Kriegsbeginn angetreten – viele als Strafgefangene, ökonomisch gedrängte „Freiwillige“ oder Zwangsrekrutierte. Das System rekurriert zudem systematisch auf bereits verwundete oder ausgetauschte Kämpfer. Eine von Militärärzten durchgestochene Patientenliste dokumentiert dutzende Fälle mehrfach behandelter Frontsoldaten, die trotz schwerer Verletzungen erneut eingesetzt wurden.
Auch rückgeführte Kriegsgefangene aus Straflagern gelangen nach kurzer Überprüfung direkt zurück an die Front. Dieses Prinzip der „biopolitischen Wiederverwertung“ zeigt, wie das russische Kriegsmodell menschliches Leben nicht als strategische Ressource begreift, sondern als kalkulierbaren Verschleißfaktor.
Der Kreml reagiert auf die Verluste mit systematischer Verdrängung. Während in der Ukraine öffentliche Nachrufe und staatliche Ehrungen sichtbar bleiben, werden in Russland Todesmeldungen gelöscht, Angehörige eingeschüchtert und Medien zensiert. Der Kampf um die Deutungshoheit über die Opferzahlen ist selbst Teil der Kriegsführung – denn Transparenz würde die politische Legitimität untergraben.
Die häufig kolportierten Millionenverluste auf ukrainischer Seite umfassen im Gegensatz dazu nicht nur Gefallene, sondern auch Verwundete, Vermisste, Gefangene sowie psychisch und physisch Ausgeschiedene – eine Differenzierung, die in der öffentlichen Wahrnehmung oft verloren geht.
Aus amerikanischer Sicht bleibt der Blutzoll folgenlos. Donald Trump erklärte am 11. Juni, Russland verliere wöchentlich rund 5.000 Soldaten – doch Präsident Putin zeige keinerlei Bereitschaft zum Einlenken. Es wirke, so Trump, als sei das Schicksal der russischen Soldaten für ihn „irrelevant“. Gleichzeitig behauptete er, es habe Fortschritte bei direkten Verhandlungen gegeben – bis eine Eskalation auf dem Schlachtfeld das Vertrauen zerstört habe.
Doch diese Lesart verkennt die Lage: Nie seit Trumps Präsidentschaft war eine diplomatische Annäherung zwischen Moskau und Kiew unwahrscheinlicher. Der Krieg ist längst zu einem strukturellen Machtinstrument geworden – für beide Seiten. Während Kiew ihn zur sicherheitspolitischen Westbindung nutzt, hat sich Moskau in eine Sackgasse manövriert, deren Ausweg nur über maximale Forderungen führt. Strategisch ruinös, taktisch jedoch funktional – dieser Widerspruch kennzeichnet den gegenwärtigen Kriegszustand.
Dauerhafter Machtkampf
Russland profitiert überdies – zumindest kurzfristig – von externen Instabilitäten. Nach dem israelischen Luftangriff auf iranisches Territorium am 13. Juni stieg der Ölpreis binnen Stunden um über fünf Prozent – Brent-Futures erreichten 74,47 US-Dollar pro Barrel. Für Moskau hat das unmittelbare fiskalische Relevanz: 2024 stammten rund 30 Prozent der Staatseinnahmen aus Öl- und Gasexporten. Jeder Preisanstieg verschafft dem Regime neue Spielräume für Aufrüstung, Sozialtransfers – und die Fortsetzung des Krieges.
Putin reagiert auf solche Gelegenheiten mit doppelter Strategie: außenpolitisch inszeniert er sich als Vermittler zwischen Teheran und Jerusalem, während er Israels Vorgehen als „völkerrechtswidrig“ verurteilt und dem Westen „Hysterie“ gegenüber dem Iran unterstellt. Die Kalkulation dahinter ist schlicht: Jede Krise, die den Ölpreis treibt, verlängert Russlands Kriegsfähigkeit – und stabilisiert ein System, das vom permanenten Ausnahmezustand lebt.
Parallel dazu treibt der Kreml eine systematische Aufrüstungsphase voran. Im Rahmen der angekündigten „Staatlichen Wiederbewaffnung 2027–2036“ kündigte Putin massive Investitionen in Luftabwehr, Raumfahrt, Drohnentechnologie und Künstliche Intelligenz an. Dabei geht es weniger um kurzfristige Gefechtswirksamkeit als um den Aufbau eines autarken militärisch-industriellen Komplexes.
Die Behauptung, seit 2022 fast 80.000 Luftziele abgeschossen zu haben, ist militärisch kaum überprüfbar – erfüllt aber eine zentrale propagandistische Funktion: Sie soll Kontrolle und Überlegenheit suggerieren in einem zunehmend asymmetrisch geführten Krieg.
Von größerem strategischem Gewicht ist Putins Ankündigung, eine eigenständige Teilstreitkraft für unbemannte Systeme zu schaffen – eine direkte Reaktion auf das ukrainische Drohnenmodell von 2024. Damit wird die Drohnenkriegsführung zum festen Bestandteil russischer Militärdoktrin. Gleichzeitig forderte Putin eine „mehrfache Steigerung“ der Bodenkampfkraft – ein klares Signal, dass Moskau den Konflikt nicht als temporäre Eskalation, sondern als dauerhaften Machtkampf mit dem Westen versteht. Ziel ist eine Abschreckungsarchitektur, die über die Ukraine hinaus reicht.
Diese Rüstungsstrategie markiert einen fundamentalen Wandel im sicherheitspolitischen Selbstverständnis des Kremls. Die Ukraine – so die Befürchtung – gilt nicht mehr als isoliertes Kriegsziel, sondern als Vorfeld eines möglichen Großkonflikts mit der NATO. Entsprechend soll die russische Rüstungsindustrie – trotz Sanktionen, Engpässen und Ressourcenmangel – in eine semi-permanente Kriegswirtschaft überführt werden. Wie diese Transformation finanziert werden soll, bleibt offen. Doch das Beispiel vom 13. Juni zeigt, auf welche Hebel Russland setzt: nicht auf Friedensdividenden, sondern auf Krisendividenden.
Rascher Truppenumbau nach einem Waffenstillstand?
Im Westen wächst unterdessen die strategische Alarmbereitschaft. Generalinspekteur Carsten Breuer warnte öffentlich, selbst ein Waffenstillstand sei kein Grund zur Entwarnung – „es werde keinen Frieden in Europa geben, solange Russland aufrüste.“ Carlo Masala wurde noch deutlicher: „Russland bereitet sich auf einen großen Krieg vor.“
Eine gemeinsame Lagebewertung von Bundeswehr und BND kommt zu dem Schluss, dass Russland ab 2030 in der Lage sein wird, einen großmaßstäblichen konventionellen Krieg zu führen. Die Einschätzung stützt sich auf Satellitendaten, geheimdienstliche Erkenntnisse und offene Quellen – und wurde mehrfach als „nahezu sicher“ eingestuft, der höchsten Vertrauensstufe im Nachrichtendienstwesen.
Ein interner Bericht des litauischen Sicherheitsdienstes VSD ergänzt diese Analyse: Zwar sei ein umfassender Angriff auf die NATO derzeit unwahrscheinlich, begrenzte militärische Operationen gegen Einzelstaaten jedoch nicht auszuschließen. Die russische Rüstungsproduktion – insbesondere bei Artillerie und Raketen – habe trotz Sanktionen deutlich zugelegt. Für 2025 sind Militärausgaben von rund 120 Milliarden Euro vorgesehen, bis 2026 sollen bis zu 1,5 Millionen neue Soldaten rekrutiert werden. Diese Zahlen deuten auf langfristige Kriegsplanung – nicht auf ein baldiges Ende der Kampfhandlungen.
Im Baltikum zeigt sich ein strategisches Ambivalenzszenario. Zwar sind derzeit etwa drei Viertel der russischen Landstreitkräfte in der Ukraine gebunden, doch Luftwaffe und Marine bleiben einsatzbereit. Ein akuter Angriff gilt als unwahrscheinlich – ein rascher Truppenumbau nach einem Waffenstillstand jedoch jederzeit möglich.
Entscheidend ist daher weniger das aktuelle Bedrohungspotenzial als die Fähigkeit zur Re-Mobilisierung. Gleichzeitig hat sich die Resilienz der baltischen Staaten spürbar erhöht: Politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich ist der russische Einfluss in Estland, Lettland und Litauen deutlich zurückgegangen.
Krieg als innenpolitisch funktionalisiertes Herrschaftsinstrument
Trotz vereinzelter Warnungen bleibt ein großflächiger Angriff auf NATO-Gebiet strategisch unplausibel. Russland verfügt weder über die operative Kapazität noch über die wirtschaftlichen oder diplomatischen Ressourcen, um einen Mehrfrontenkrieg gegen einen technologisch überlegenen, wirtschaftlich übermächtigen und politisch koordinierten Gegner zu führen. Ein solcher Angriff würde unweigerlich den NATO-Bündnisfall nach Artikel 5 auslösen und Moskau in die völlige geopolitische Isolation treiben – ein strategischer Suizid ohne realistische Aussicht auf Gewinn.
Es wäre irrational, wenn der Kreml seine Ressourcen über den Ukrainekrieg hinaus durch zusätzliche Eskalationen überdehnen würde – ein Schritt, der weder militärisch noch ökonomisch vertretbar wäre. Tatsächlich ist der Krieg längst nicht mehr nur das Ergebnis einer initialen Fehleinschätzung, sondern Ausdruck eines Regimes, das seine strukturellen Schwächen durch Ideologie, Repression und aggressive Außenpolitik zu kompensieren versucht.
Auf meine Frage, wie das Thema in Moskau derzeit diskutiert werde, antwortete mir ein Freund knapp: „Es ist verboten, darüber zu sprechen. Bei Verstößen drohen Inhaftierung und Anklage.“ Diese Antwort bringt auf den Punkt, was sich analytisch bereits zeigt: Der Krieg ist längst keine defensive Reaktion auf externe Bedrohungen mehr, sondern ein innenpolitisch funktionalisiertes Herrschaftsinstrument – tief eingeschrieben in die institutionelle Architektur des russischen Staates.
Viele westliche Analysen unterschätzen diese Systemlogik. Der Fokus auf Waffensysteme, Frontverläufe und Verluste greift zu kurz. Die entscheidende strategische Frage lautet nicht, ob Moskau die nächste Offensive plant – sondern wie lange das Regime seinen gegenwärtigen Kriegsmodus aufrechterhalten kann, ohne ökonomisch zu kollabieren, gesellschaftlich zu erodieren oder politisch zu implodieren.
Das eigentliche Dilemma: Beide Szenarien bergen Risiken für den Westen. Ein militärisch erfolgreiches Russland wäre ein autoritärer Machtstaat, der sich durch Gewalt internationale Geltung verschafft – ein gefährlicher Präzedenzfall. Ein geschwächtes, innerlich zerfallendes Russland hingegen könnte instabil, unberechenbar und potenziell noch gefährlicher werden – insbesondere als Nuklearmacht.
Zwischen diesen Polen droht eine Phase strategischer Ungewissheit – ein Raum, in dem das autoritäre System in Moskau versucht, seinen sich durch gezielte außenpolitische Eskalation zu stabilisieren. Gerade deshalb ist es höchste Zeit, dass Europa nicht nur den Krieg aushält, sondern politische Zielbilder für dessen Ende und die Zeit danach formuliert. Ohne strategischen Kompass droht der Westen, in der Reaktivität zu verharren – während in Moskau längst an der nächsten Eskalationsstufe gearbeitet wird.
Dr. Christian Osthold ist Historiker mit dem Schwerpunkt auf der Geschichte Russlands. Seine Monographie über den russisch-tschetschenischen Konflikt ist in der Cambridge University Press rezensiert worden. Seit 2015 ist Osthold vielfach in den Medien aufgetreten.
@Günter H. Probst: So ist es, hoffen wir, dass Russland bald ein anständiges Land wird – vor allem für die Russen selbst. Der Moslem hat seinen schlimmsten Feind, den Islam noch lange an der Backe – das muss uns aber nicht so sehr stören.
Hier schätzt man wohl vor allem die Achse von Gerhard Löwenthal. Eben bewährte BRD Tradition.
Europa kommt in dem gesamten Artikel, der sich mit einem als „falsch verstanden“ dargestellten Krieg befaßt, genau zwei mal vor. Obwohl in diesem Krieg ja Demokratie und unsere Freiheit verteidigt werden. Ungeheure Blutopfer des Angreifers werden thematisiert, der jedoch ungeachtet dessen, so der Artikel, bereits an der nächste Eskalationsstufe plant. Dies, obwohl bereits der Angriff auf die atomare Luftflotte Rußlands gem. START- Abkommen diesen die Berechtigung zum atomaren Gegenschlag zugeschustert hatte. Von welcher Eskalationsstufe ist hier also die Rede. Plant das heimtückische Rußland, die Implosion Europas abzuwarten, auch indem es diese zu immer weiteren Sanktionen animiert?
@ Holschke: „Im Übrigen wurde der genaue Angriffstermin der Russen, im Jahr 2030 von unseren Geheimdienst bereits exakt ausgerechnet. Irgendwas mit 5:30 Uhr. Das ist so sicher, wie der Buster.“ Muss befuerchtet werden, leider. Weiss Russland aber.
@ Autor: Die Passage ist unlogisch: „Statistisch bedeutet das: Für jeden Quadratkilometer eroberter Fläche mussten etwa 84 russische Soldaten sterben – eine Relation, die das Ausmaß militärischer Ineffektivität in den Strukturen der russischen Kriegsführung sichtbar macht.Nur die Materialschlachten des Ersten Weltkriegs übertreffen diese Verlustintensität. In Verdun starben 1916 auf rund 120 Quadratkilometern etwa 300.000 Soldaten – rechnerisch mehr als 2.500 pro Quadratkilometer. --------- Der Vergleich verdeutlicht nicht nur die Brutalität des russischen Vorgehens, sondern auch die historische Rückwärtsgewandtheit eines militärischen Denkens, das trotz moderner Waffen und asymmetrischer Mittel auf Masse statt Präzision setzt.“ ……………… Im Vergleich zu Verdun sind nur 3%, in Worten DREI Prozent, gefallen, so die Zahlen stimmen. Da auf der Gegenseite anscheinend bedeutend mehr gefallen sind, erscheinen die Zahlen fragwuerdig, weil ein Gefallener nicht mehr agiert. Diese Woche sehr antirussischer Doppelosthold. Zu wenig Vodka.
„Die Armee operiert zunehmend am Limit ihrer personellen, logistischen und ökonomischen Belastbarkeit.“
Also Herr Osthold jetzt mal ganz ehrlich, wenn dem so wäre warum machen wir uns dann vorm Russen so in die Hose?
Warum zig Milliarden in Rüstung verplempern?
Entweder wissen Sie es nicht besser dann will ich nichts gesagt haben oder sie schreiben wieder besseren Wissen was Sie dann sind möchte ich hier nicht schreiben.
Aber diese ganzen gedanklichen Verrenkungen Woche für Woche kann doch nicht gut sein.
Druschba
Russland, dass seit Jahren nicht mit der UA fertig wird, soll Europa angreifen? Die NATO? Echt? Ab 2030 könne Russland großflächig Krieg führen? Was sind das für Experten? „Russland bereitet sich auf einen Krieg vor“? Echt? Was soll es denn machen, wenn die NATO ihre Rüstungsausgaben in astronomische Höhen schraubt obwohl sie auf allen Gebieten jetzt schon vielfach überlegen ist außer bei den Atomsprengköpfen, wo es ungefähr unentschieden steht? Und wo sie die Osterweiterung wider die Zusage bis an Russlands Grenzen betreibt und rund um Russlands Süden weiter Staaten „einsammelt“ und dem Bären auf den Pelz rückt? Wären die USA in der Position, sie hätten schon lange einen großen Verteidigungskrieg angezettelt. Und den Konflikt zwischen Israel und Iran nun noch als Gewinn für Putin darzustellen ist geradezu absurd. Natürlich steigt der Ölpreis, aber wenn Iran fällt, dann ist Russland im Nahen Osten fast komplett außen vor und der Westen hat freie Fahrt. Russland ist gezwungen, den Iran zu unterstützen, was Russland extrem belasten wird. Mehr als dass die Ölpreise vorteilhaft sind. Es dürfte ein Schachzug des Westens gewesen sein, Israel vorzugschicken, um den Iran genau jetzt anzugreifen, denn es dürfte politisch schwierig werden, gegen Israel zu verteidigen, da ein nennenswerter Angriff gleich das Ende des kleinen Israels bedeuten könnte und damit massive Reaktionen gegen den Zerstörer Israels weltweit auslösen könnte. Das könnte den Krieg in die Länge ziehen. Fragt sich wer hier der Kriegstreiber ist und wie sich der BRICS-Block verhalten wird, denn es ist klar, dass der Westen mit dem Nahen Osten und Russland nicht aufhören wird, seine „Freiheit“ in die Welt zu „exportieren“.