Der Physiker und Kernkraftbefürworter André Thess hat ein kluges Buch geschrieben. Ausgehend von dem Satz des Hamburger Universitätspräsidenten Dieter Lenzen auf einer Online-Diskussionsveranstaltung vom Oktober 2021: „Die Energiewende hat das Potenzial zum Bürgerkrieg“, untersucht Thess eine Möglichkeit, diesen Krieg, der aufgrund der anscheinend unerschöpflichen Geduld und Leidensfähigkeit der Deutschen noch nicht ausgebrochen ist, zu verhindern.
Selbst das Bekenntnis des Finanzministers Klingbeil, er brauche keine Kennzahlen, um zu wissen, dass es richtig sei, auf erneuerbare Energien zu setzen, löste keine sichtbare Reaktion bei der betroffenen Bevölkerung aus, die anders als der Minister die verheerenden Folgen der gescheiterten „Energiewende“ schmerzhaft in ihrem Geldbeutel zu spüren bekommt. Auch nicht von der Wirtschaft, die dabei ist, abgeschafft zu werden. Klingbeil hat mit seinem Satz die „Energiewende“ als ideologisches Projekt entlarvt, das ungeachtet seiner Negativbilanz bis zum bitteren Ende fortgesetzt werden wird.
Thess will verhindern, dass die Folgen des sich abzeichnenden Energiewende-Kollapses nicht durch die Wiedereinsetzung der Vernunft vermieden werden. Er orientiert sich an „zwei Erfolgskapiteln deutscher Geschichte: Der Versöhnung verfeindeter Religionen im Westfälischen Frieden 1648 und dem Wirtschaftswunder der alten Bundesrepublik, welches durch die Befreiung der Bürger und Unternehmer von staatlicher Gängelung eingeläutet worden war“. Thess sieht richtig den „Schlüssel für die Befriedung des gesellschaftlichen Konflikts in einer Einigung über die Rolle des Staates in Energie- und Klimapolitik“.
Das Gegenteil von Berechenbarkeit, die in einer Demokratie maßgeblich sein sollte
Sehr hellsichtig hält Thess freie Wahlen nicht für geeignet, den tiefgreifenden Klimakonflikt aufzulösen. Dabei hat er das Buch zu einer Zeit geschrieben, als noch nicht vor aller Augen Vorbereitungen getroffen wurden, um nach einem möglichen Wahlerfolg der AfD das Regieren schwer bis unmöglich zu machen. Kämen die Kritiker der „Klimarettung“ an die Macht und machten alle schädlichen politischen Beschlüsse rückgängig, könnte das Gegenteil eintreten, wenn nach der nächsten Wahl die Klimaideologen wieder die Mehrheit hätten. Das ist das Gegenteil der Berechenbarkeit, die in einer Demokratie maßgeblich sein sollte.
Als Ausweg schlägt Thess einen Gipfel vor, bei dem Vertreter der verfeindeten Parteien den Auftrag bekommen, einen Energie- und Klimafrieden zu verhandeln. Thess macht konkrete Vorschläge, wie groß die Verhandlungsgruppe sein soll und wer daran teilnehmen sowie die Moderation übernehmen könnte. Der Verhandlungsprozess sollte vierstufig verlaufen.
Im ersten Schritt haben die Gipfelteilnehmer die Aufgabe, die wichtigsten Entscheidungen der letzten 70 Jahre zusammenzutragen, die die Energie- und Klimapolitik Deutschlands geprägt haben. Im zweiten Schritt soll die Frage beantwortet werden, wie die Energieversorgung Deutschlands heute aussähe, wenn es weder politische energie- noch klimapolitische Maßnahmen gegeben hätte, abgesehen von Antimonopol- und Emissionsschutzgesetzen.
Im dritten, kompliziertesten Schritt haben die Teilnehmer die Aufgabe, die Wirkung aller acht Maßnahmen, die in der „Klimaschutzpolitik“ getroffen wurden, auf Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltverträglichkeit zu überprüfen. Das ergibt 24 Fragen, die beantwortet werden müssen. Im vierten Schritt soll der Konvent einen Friedensplan entwickeln, der für alle annehmbar ist.
Thess trägt alle Fakten zusammen, untersucht alle Maßnahmen aus der Sicht beider verfeindeter Parteien und fasst das Ergebnis zusammen. Sein Buch ist ein Kompendium, das das wesentliche Wissen der Klimapolitik prägnant und übersichtlich zusammenfasst. Es bietet einen schnellen Überblick für einen leichten Einstieg in die komplexe Problematik. Das Ganze ist sehr verständlich und kurzweilig geschrieben. Insofern war Thess mit seiner Wahl, die Kontroverse in ein fiktives Szenario zu verpacken, erfolgreich. Falls die Vernunft zurückkehrt, hat Thess eine perfekte Blaupause geliefert, wie man ein scheinbar unlösbares Problem in den Griff bekommen kann.
Im Achgut-Buchshop erhältlich:
„Der Energiegipfel – Ausweg aus dem Klimakampf“ von André D. Thess, Langen Müller Verlag 2021, hier bestellbar.


Eine Forderung nach einem logisch Ablauf, der von allen Restverstandbesitzend*Innen einseh- und nachvollziehbar ist? Damit darf man jenem Großteil der politischen Kaste, der Sachwissen als unzulässige Eingrenzung der Diskursfähigkeit ansieht, wohl nicht kommen.
„Ihr habt noch nicht einmal aufgeblickt, als man euch ein batterieelektrisches Auto, das mit Gleichstrom fährt, vorgesetzt hat, das TESLA hieß, statt Edison.“
So kann nur ein Laie reden. Kein Tesla fährt ohne Inverter. Also nix Gleichstrom. Nix Edison.
Wir diskutieren also mit den Grünen über die Energieversorgung Deutschlands und schließen mit denen Frieden. Klar doch. Frauen und Wessi ähneln sich in der absoluten Abwesenheit der Vernunft. Also die höher Ungebildeten. Idiot, Vollidiot, Großes Latinum.
„als man euch ein batterieelektrisches Auto, das mit Gleichstrom fährt, vorgesetzt hat, das TESLA hieß, statt Edison“
Liegt am Motor. Edison steckt da nicht drin. Tesla schon. Schulwissen!
Die Lösung unserer Energieprobleme sind doch Fusionskraftwerke. Vermutlich an Bord batteriebetriebener Hubschrauber. Man nehme es mir übel, ich bin 1991 als Ostdeutscher in den Westen gekommen. Die fundamentale Ungebildetheit, um nicht zu sagen fundamentale Dummheit war schon frappierend. Deswegen werden im Westen ja Grüne gewählt. Und deswegen geben sich Grüne Mühe, Kinder in den Schulen zu verblöden. Wenn man die Unterstützerszene der faschistoiden Furie (Euphemismus) Klette mit der grünen und sozialistischen Jugend abgleichen würde, wie viele Übereinstimmungen gäbe es wohl? Billigung und Unterstützung von Straftaten soll übrigens auch eine Straftat sein. Habt Ihr die selbstgerechte Larve von der gesehen? Ich bin immer noch der Meinung, daß Hexenverbrennung eine zutiefst humanistische Handlung war.
„das TESLA hieß, statt Edison. Weil ihr keine Geschichte kennt und keinen Plan habt.“
Wie immer grob falsch. Die Motoren in einem Tesla-Elektroauto basieren auf den genialen Entdeckungen und Arbeiten von Nikola Tesla. Thomas Alva Edison hat damit technisch nichts zu tun.
1944 bestand Churchill auf einer bedingungslosen Kapitulation der Deutschen.. Jedes Wenn und Aber mußte vorher vom Tisch. Die Zeit des Verhandelns ist heute längst vorbei, es hat sich erneut gezeigt, daß Verhandeln mit Fundamentalisten nie zielführend ist. Deren uneingestandene Sucht nach dem maximal Machbaren ist übermächtig. Das sehen wir mit dem Iran. Netanjahu hat dies schon lange begriffen, Rußland, zuletzt Putin hat versucht, einen Weg in den Westen zu erreichen. Gescheitert. Verhandlungen bedürfen der Einsicht, Vorteile für beide Seiten zu ermöglichen. Havard- Konzept. Für Fundamentalisten besteht hingegen das unverhandelbare Ziel einer Vernichtung der Gegenseite. Leute, die mit Ängsten arbeiten, mit Brandmauern rumfuchteln gehören nicht in die Politik. Das läßt sich belegen, vor allem in Deutschland..