Behauptungen wie die, dass CORONA das Werk skrupelloser Eliten sei, die nach der Weltherrschaft streben, verdienen nicht, weiter erwogen zu werden. Sie sind lächerliche Ausgeburten überhitzter Gehirne, Versuche der Hilflosen, einen Sinn hinter dem zu entdecken, was ihnen unerklärlich erscheint. Heraus kommt dabei stets das Gleiche: purer Unsinn. Wer an anonyme Mächte glaubt, die im Verborgenen agieren, unterirdisch, auf dem Grund der Meere oder hochoben im All, hat zu viel Bond-Filme gesehen, Horror-Videos, wenn er oder sie der jüngeren Generation angehören.
Verschwörungstheorien führen allemal auf den Holzweg, einerseits. Andererseits sind es durchaus reale Zustände und Entwicklungen, die ihre Ausbreitung befördern. So abstrus die Phantastereien von Fall zu Fall sein mögen, sie würden nicht ins Kraut schießen, würden wir nicht gerade einen weltgeschichtlichen Umbruch erlebten: den Beginn einer neuen Epoche diktatorischer Herrschaften: Keinen Krimi, in dem es damit getan wäre, dass 007 die eine Zentrale des Bösen ausschaltet, vielmehr einen historischen Prozess, der in allen Ländern der westlichen Zivilisation ähnlich und nahezu zeitgleich abläuft.
Buchhalter der Macht
Schuld daran trägt keine fremde Macht, sondern allein die bürgerliche Gesellschaft. Unter den Bedingungen eines stetig wachsenden Wohlstands hat sie tatenlos zugesehen, wie sich in den Jahrzehnten der Demokratie eine politische Kaste absonderte, die es als ihre Aufgabe ansieht, den Staat bürokratisch zu verwalten. Aus Politikern wurden Buchalter der Macht. Für Merkel gilt das ebenso wie für Spahn, Altmaier oder Söder.
Das Geschäft des politischen Kartells sind die Zahlen, öfter die gewünschten als die belegbaren. Mit ihnen begründet die Exekutive den Anspruch, unbehelligt von der Demokratie schalten und walten zu können, gerade jetzt während der CORONA-Krise. Damit haben sie das Parlament in die Pflicht genommen. Das eben beschlossene Bevölkerungsschutzgesetz dient zuerst der juristischen Legitimierung einer Diktatur von Beamten. Ihr berufliches Selbstverständnis entspricht dem ehrgeiziger Verwalter.
Die entfesselte Bürokratie
Das unterscheidet sie von den Diktatoren früher Zeiten. Während diese autokratisch regierten, um Ideologien wie den Antisemitismus oder den Kommunismus durchzusetzen, geht es ihren Nachfolgern nur noch um die entfesselte Bürokratie. Ihr haben sie sich als Berufspolitiker verschrieben. Der unumschränkten Machtausübung bedürfen sie, um die eigene Existenz zu rechtfertigen, vorsorglich abgesondert von der Gesellschaft. Ein moralischer Vorwurf ist ihnen daraus nicht zu machen. War es doch das Volk selbst, das sie im Überdruss von der Leine ließ.
Was wir gerade erleben, ist der Übergang von der Demokratie zu einer buchhalterisch gerechtfertigten, scheinbar notwendigen Diktatur der Apparate. Eine Selbstaufgabe der bürgerlichen Gesellschaft, wie sie sich noch kein Verschwörungstheoretiker auszumalen vermochte. Der Endsieg der Bürokratie über eine Freiheit, die viele noch immer mit Wohlstand verwechseln.
Beitragsbild: The Conmunity Flickr CC BY 2.0 via Wikimedia Commons

Für mich nicht ganz schlüssig. Über Verschwörungstheoretiker, die an anonyme, über- oder unterirdische Mächte glauben, brauchen wir nicht zu reden. Aber wenn der Autor von einer politischen Kaste schreibt, die sich von der demokratischen Gesellschaft absonderte, nur um den Staat "bürokratisch" verwalten zu wollen, ist das meiner Meinung nach eine Verharmlosung sondersgleichen und wird sicherlich von den Kastenmitgliedern wohlwollend zur Kenntnis genommen. Gleichzeitig ist der Autor in deren Augen ein Verschwörungstheoretiker, denn selbst diese Verharmlosung werden sie als Verschwörungstheorie abqualifizieren. Und das Ganze als bloßen Akt von "buchhalterischer Bürokratie" ohne jeden Bezug zu ökonomischen Interessen erkennen (zu wollen?), dürfte regelrechte Begeisterung bei den Betroffenen auslösen.
Nachtrag : Der ältere Film ueber die sogen. Wannsee-Konferenz zeigt unter anderem Bürokratie, Bürokraten und Technokraten in m. E. sehr gelungener Form. Aber es geht, wie hoffentlich jeder weiss, hier nicht um die Begeisterung fuer die Bürokratie, sondern um "andere Ziele", fuer deren Umsetzung folgsame, akribisch tätige und sehr korrekte Beamte hilfreich waren. So aehnlich, wie es in diesen Zeiten "hilfreich" ist, wenn die Behörden und die Vollstreckung, z. B. gegen Demonstranten, funktionieren.
Alleine die Synchronizität der auf Basis von Corona getroffenen Beschränkungen weltweit lässt Ihre Erklärung vom Niedergang der Zivilisation durch Bürokraten äußerst zweifelhaft erscheinen. Die Neudefintion einer "Pandemie" durch die WHO eröffnet den Beginn einer Kampagne, die sich ohne jede Verschwörungstheorie nachvollziehen lässt. Eine zu erwartende Zwansgsimpfung als gentechnisches Experiment an ganzen Bevölkerungen dürfte der vorläufige Höhepunkt sein. Nicht die Bürokraten sind hier die Drahtzieher, sondern hauptsächlich die Medien, die mit maßloser und grundverlogener Angst- und Panikverbreitung die Völker in Schach halten.
Mit Verlaub, aber das ist wieder einmal deutlich zu kurz gesprungen. Natuerlich hilft eine Bürokratie aus verschiedenen Gruenden bei einer Machtergreifung und Machtsicherung. Davon abgesehen duerfte fuer Merkel und Co. und den Raeten in Brüssel der Begriff Technokraten (der totalen Macht) noch zutreffender sein. Diese Technokraten bedienen sich der partiell ueberbordenden Bürokratie und vor allem der Mechanismen einer Bürokratie. Migration, Energiewende oder die Abschaffung des GG haben doch nichts mit Bürokratie zu tun, deren Beamte natuerlich ein nahezu ideales Mittel zur Durchsetzung nahezu jedes Systems darstellen. Diese Bürokratie mit den Bürokraten und Technokraten hat bereits 1933 bis 1945 sehr gut funktioniert, ein Beispiel ist Eichmann selbst. Das waren und sind aber "nur" Werkzeuge von Machthaberinnen fuer ihre Transformation. Ein Sozialismus ohne eine massive Bürokratie ist kaum vorstellbar. Ich empfehle neben diverser Literatur den aktuellen Artikel auf TE " was der great reset bedeutet" . Da kommt man der Sache deutlich naeher und das ohne Verschwörungstheorie. Keine Ahnung warum der Autor sich nicht vorstellen kann oder will, dass es gemeinsame Interessen von Politikern und Kapital an einem neuen kollektivis tischen System gibt, das mit der FDGO nichts mehr gemein hat, mit totalitaerer Macht sehr viel. Natuerlich liegt dieser Transformation ein bestimmtes Menschenbild und vor allem ein bestimmtes Zielobjekt Mensch zugrunde. Es wird bürokratisch erfasst und rundum verwaltet. Dazu braucht es eine Bürokratie, die aus dem Menschen eine gläserne Nummer macht und ein System, das aus ihm einen Funktionstraeger macht. Man sollte irgendwann Mittel von Zweck oder Ziel unterscheiden. Merkel macht das. Linksgruene Parteien auch ebenso wie Soros, die NGOs und Zuckerberg. Great reset oder große Transformation. Waere sehr hilfreich, sich mal damit zu beschaeftigen. Es fuegt sich. Es sei denn, man vermutet in der "Davosgesellschaft" nur Altruisten und Demokraten
Naja, es stellt sich für mich schon die Frage, ob es rechtens ist, dass Milliardäre aus den USA über eigene NGOs und große Spenden an sonstige Organisationen politische Entscheidungen fremder Länder beeinflussen. Wenn man sich damit näher beschäftigt, staunt man, was da für Beträge fließen. Der Unterschied zu Blofeld und Spectre ist vielleicht, dass es nicht (ausschließlich) um Selbstbereicherung geht. Gewählt sind die Leute jedenfalls nicht. Ansonsten deckte sich die Analyse mit Beobachtungen aus meinem beruflichen Umfeld. Man ist schier fassungslos, wieviel fachliche Inkompetenz sich mit Borniertheit in Personen mancher EU-, Bundes- und Landesbehörden paaren. Und diese Institutionen wachsen unaufhaltsam und gewinnen permanent an Macht.
Das funktioniert aber nur, weil die hier genannten Buchhalter der Macht selber keine innere Überzeugung der Werte und Prinzipien haben, die sie nach außen vertreten. Die inneren Maßstäbe wurden zuerst verschoben oder aufgehoben, bevor dies nach außen manifestiert werden konnte. "Wofür muss ich eigentlich sein, damit ich gewählt werde?" Dass davon nicht viel übrig bleibt, sobald Amt und Würden errungen sind, dürfte jedem klar sein. Und trotzdem glaube ich den Politikern, wenn sie sagen, dass sie durch Corona die Chance erhalten haben Dinge zu tun, für die sie sonst keine gesellschaftliche Zustimmung gefunden hätten. So wie die Dunkelheit nicht das Werk skrupelloser Diebe ist - aber von ihnen ausgenutzt wird, ihr Machwerk zu verrichten.
So wird es gemacht: Alle Macht dem Staate: Beamte und Angestellte im ÖD bekommen Gehaltserhöhung und Corona-Zuschlag, Mitarbeiter in der freien Wirtschaft bekommen erst Kurzarbeitergeld dann die Kündigung, Selbstständige vermehren ihre Schulden und gehen dann in die Insolvenz, Migranten beziehen vollausgestattete Neubauwohnungen mit Einbauküche ......................................Finde die Fehler