
Mal so aus dem Hinterkopf laut gedacht: ich wundere mich wirklich warum es im aktuellen 2. deutschen Corona-Herbst noch keine Attentate gegeben hat. Dieser Staatsterrorismus ist doch zutiefst provozierend.// Gestern abend musste ich mir erklären lassen, dass der Habitus der jungen Leute (Maske, Handy, Ohrstöpsel) die moderne Form der drei Affen sind, die nix sehen, hören und sagen. Das bietet dann die Erklärung zum ersten Satz.
Einmal wurde mir damals bei einer Straßensperre zwischen dem westfälischen Münster und Warendorf als Entenfahrer, lange Haare bis auf die Schultern, Vollbart, ein Maschinengewehr ins hochgeklappte Fenster gehalten. Sehr höfliche, ja freundliche Polizisten kontrollierten meinen Ausweis, schauten sich lächelnd meine dadurch aufwachende süße zweijährige Nichte im Kindersitz auf der Rückbank an und waren’s zufrieden. Das ist das einzige, was mir außer ein paar Tagesschaufetzen in Erinnerung geblieben ist von der Zeit… Der jetzige Zustand brennt sich tiefer ein!
@ Günter Schaumburg, zu solch einer Betrachtung der Zeitgeschichte kann man nur gelangen, wenn einer sein Fernglas wie Sie verkehrt herum hält, ihr Nachkriegsdeutschland mit Siegern und Verlierer. Als hätten die Menschen in Westdeutschland Einfluss darauf gehabt, ob sie zu IHREN Siegern gehören wollen oder die Menschen in der Sowjetische Besatzungszone zu Verlierern gemacht worden sind. Was Sie schreiben ist die reinste Legendenbildung. Die Wiedervereinigung haben meine Frau und ich mit viel Sekt auf der Straße “Unter Den Linden” 1989 gefeiert. Aber das die alten Kader um Marcus Wolf und die Stasi - Journalisten in Westdeutschland, dass die vereint das Neue Deutschland in ein Trümmerfeld à la DDR_XXl verwandeln werden, das allerdings habe ich mir nicht vorstellen können. Aber solche Trojaner des DDR - Sozialismus haben sie schon Willy Brand in den Pelz gesetzt und mit Merkel vollendet. Die Wiedervereinigung war Scheiße.
Sorry, aber in Alles und Allem, auch der Corona-Krise immer nur eine Links-Rechts-Problematik hineinzuinterpretieren, ist nicht nur höchst unterkomplex und hohl, sondern legitimiert letztendlich genau die demokratiezersetzenden Zustände, die wir im Moment haben. Der eigentliche und zentrale Grunddisput in der Gesellschaft ist immer der zwischen Demokratie/Individuelle Rechte und Macht/Kollektives Denken. Und der Protest der Linken Bewegung in den 60/70ern richtete sich gegen die Ungerechtigkeit und Verlogenheit der damaligen Machtstrukturen. Nun, nach dem Gang durch die Instanzen, haben die „Linken“ nach einigen Jahrzehnten quasi die Macht inne. Und es passierte das, was in solchen Fällen eigentlich immer passiert. Die „Revolutionäre“ von gestern sind die Despoten von heute. Und wieder entsteht eine Gegenbewegung (APO), die sich gegen den MACHTMISSBRAUCH positioniert.// Anscheinend gibt es aber auch genügend Leute, die das Ganze als Links-Rechts-Problematik trivialisieren wollen. Brot und Spiele! Wie werden in solchen Polit-Spielen Machtstrukturen legitimiert? Die Linken verweisen auf die Rechtsradikalen. Die politisch Rechten verweisen auf den Links-Terrorismus, und die Corona-Konformisten verweisen auf die Corona-Leugner (der Virus existiert gar nicht)// Solche Artikel helfen, vom eigentlichen Problem abzulenken, nämlich dass autoritäre und totalitäre Strukturen Menschen gleichschalten und zu entindividualisieren suchen. Ob das jetzt von rechts oder links erfolgt, ist so was von scheißegal…
@Th. Rosché Ozeanien ist mir nicht nur geografisch ein wenig zu nah an Rotchina: Südaustralien setzt nun eine App mit Geo-Location und Gesichtserkennung ein, die es der Polizei erlaubt, nach dem Zufallsprinzip Heimkasernierte anzurufen. Diese müssen dann innerhalb von 15 Minuten ein Foto von sich im vorgesehenen Ort ihrer Quarantäne schicken. Sonst kommt die Polizei. Neuseeland hob den landesweiten Coronalockdown nach drei Wochen weitgehend wieder auf, der verhängt worden war, weil EIN Bürger eine Grippe hatte. Über die Zustände im woken Nordamerika oder Skandinavien brauche ich kein Wort zu verlieren. Tatsache ist, dass es keine lohnenswerten Destinationen mehr gibt in der Ersten Welt, in denen die Zustände besser wären als hier. Man kann nur dableiben und um sein Erbe kämpfen. Und wenn man dies anderen überlässt, wird man auch davon nichts mehr sehen.
„Das Leben der Andersdenkenden“ Findet sich in D noch jemand, der diesen Film prodziert? Wahrscheinlich nur, wenn auch klar herausgestellt wird, dass das blondgezopfte Prepper der Querdenkerszene mit Anleihen von QAnon sind.
Wie immer, lieber Herr Röhl, klasse und lässig geschrieben. Hier hilft nur bester Monty Python Humor. Ironisch, Sarkastisch, zynisch bis zum Abwinken, und John Cleese führt Regie bis das Böhmermännchen eine Gallenkolik bekommt.
Das Erstaunliche war, dass übrigens nicht nur der RAF-Terror unser Land erfasste, als die SPD die Regierungen anführte und mit der FDP koalierte. Es gab bereits 1972 das schreckliche Attentat von Palästinenser auf israelische Sportler anlässlich der olympischen Spiele in München und viele andere, wo man dann auch teilweise “rechte” Verbrechen vortäuschen wollte. Der Staat hat damals oft hysterisch reagiert, anstatt kühl zu analysieren, um dann aber knallhart gegen die Drahtzieher vorzugehen. Man war aber auf “Entspannungskurs” zur SED-Diktatur und gerade die hatte mit ihrer Stasi fast überall ihre schmutzigen Hände im Spiel. In der DDR wurden Terroristen ausgebildet, Häuser- und Straßenkämpfe geübt sowie die Logistik für die meist aus dem arabischen Raum agierenden Terroristen geliefert. Davon wollte unsere “ewig Unverantwortlichen” nichts wissen, ließen dem Terror freien Lauf und verfolgten schon mal Unschuldige. Der Berliner Polizist Kurras, der anlässlich des Schah-Besuches 1967 den Studenten Benno Ohnesorg hinrichtete, war kein “Faschistenschwein”, sondern ein Agent der Stasi und auch der Fotograf, der das berühmte Foto von dem sterbenden Ohnesorg aufnahm, war von der Firma. Dass sich danach die Terrorgruppe 2. Juni bildete, lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass es sich um einen Auftragsmord handelte, um Westberlin ins Chaos zu stürzen. Übrigens sollte nie bekannt werden, dass Kurras ein Stasiagent war, der Historiker Müller-Enbergs, der das publik machte, wurde deswegen mit Dienstaufsichtsverfahren überzogen. Man ist eben immer noch auf Entspannungskurs. Die Bürger haben das auszubaden.
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