News-Redaktion / 02.04.2024 / 12:00 / Foto: Montage Achgut.com / 59 / Seite ausdrucken

Der Crash der E-Auto-Aktien

Nachdem der E-Auto-Hype zu Ende geht, stürzen die Aktien der einschlägigen Hersteller ab, und die Anleger suchen das Weite, bevor es zu spät ist.

Die Entwicklung der E-Auto-Aktien gleicht für die Anleger einem Desaster. In den Jahren 2021 und 2022 glaubten viele Anleger fest an den Durchmarsch der Batterieautos – trotz Warnungen von Fachleuten. Viele Newcomer stiegen in den Markt ein, und auch die traditionellen Hersteller fühlten sich genötigt, bei dem Run auf den E-Automarkt mitzumachen. Anleger steckten ihr Geld massenhaft in Aktien der neuen Hersteller von E-Autos – und überschätzten dabei Wachstums- und Gewinnaussichten. Die Stimmen über die technisch-physikalischen Beschränkungen der neuen-alten Technik (wie z.B. auf Achgut.com etwa hier und hier) wurden ausgeblendet, riesige Elektroautohalden in China  ignoriert. Jetzt ist der Katzenjammer groß. 

Unter der Überschrift "Der Börsen-Crash der E-Auto-Aktien" schreibt das Handelsblatt heute: "Wenn Aktionäre an eine Zukunftsvision glauben, legen sie darin gerne ihr Geld an. Oft blenden sie dabei Stimmen aus, die vor einem Hype warnen und zur Vorsicht mahnen. Selektive Wahrnehmung nennt sich das. So erging es auch vielen Anlegerinnen und Anlegern, die an der Vision des emissionsarmen Individualverkehrs mitverdienen wollten".

Die Folge sei ein dramatischer Kurssturz der E-Autobauer im Vergleich zum Höchstwert um bis zu 91 Prozent. Selbst Pionier Tesla sei von dem Negativtrend nicht verschont geblieben. Das zeige sich beim Blick auf die unternehmerischen Kennzahlen. Nachdem sich das operative Ergebnis 2020 und 2021 noch verdoppelt hatte, sank es im Jahr 2023 um 13 Prozent.

"Allein bei den zehn größten US-Herstellern, zu denen Tesla, Rivian und Lucid gehören", so schreibt das Handelsblatt, "sackte die Marktkapitalisierung von 1,5 Billionen Dollar auf aktuell unter 600 Milliarden". Nähme man die chinesischen Hersteller BYD, Xpeng und Nio hinzu, betrage der Verlust fast eine Billion Dollar.

Doch obwohl der E-Auto-Markt die hohen Erwartungen in den letzten Jahren nicht erfüllen konnte, bleiben viele Autohersteller – zumindest nach außen – ihrer Elektrostrategie treu, schieben den Termin der angekündigten E-Autowende jedoch langsam aber sicher in die fernere Zukunft, wohl in der Hoffnung auf technische Innovationen und politischen Zwang zum E-Auto. Die investierten Summen sind zu gewaltig, um sie jetzt einfach abschreiben zu können, auch in Deutschland gibt es zahlreiche Durchhalteparolen. Doch selbst die verschärften Emissionsvorschriften und üppige Subventionen können den Kursverfall der E-Auto-Hersteller nicht verhindern. Olaf Stotz von der Privatuniversität Frankfurt School of Finance & Management sagte zum Handelsblatt. „Das ist ein Lehrbuchbeispiel für eine psychologisch getriebene Übertreibungsphase.“

Foto: Montage Achgut.com

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Gert Köppe / 02.04.2024

Für mich stand das “E” am Nummernschild eigentlich für “Esel”. Ich finde schon das man ein Esel sein muss, wenn man glaubt das, wenn man eine Tonnen schwere, brandgefährliche und nachlassende Energiequelle mit sich herum schleppt, wo weder die spätere Entsorgung und die Lade-Infrastruktur gesichert ist, um die Zukunftssichere und sauberste Mobilität handelt. Das sehe ich etwas anders. Hier wird der größte Dreck nur schon bei der Herstellung gemacht und den sieht dann halt keiner.

Wolfgang Schüler / 02.04.2024

@finn waidjuk / “Was haben E-Autos, mRNA-Impfstoffe und der menschengemachte Klimawandel gemeinsam? Ihre Zielgruppe natürlich! Nämlich die Dümmsten der Dummen. “ Falls ich mal wieder genug Geld für sowas übrig haben sollte, werde ich, wenn das für Sie copyright-technisch ok ist, mir ein T Shirt mit genau diesem Text drauf drucken lassen. Gerne auch mit dem Namen des genialen Autoren, ganz wie Sie möchten. Versprochen. Auf der Vorderseite die Frage, hinten die Antwort. Mit dem Psychologiecrashkurs (mit 59)  geht es mir tendenziell ähnlich wie Ihnen. Allerdings habe ich immer noch immer wieder schwer dran zu beißen. Über manches bin ich bis jetzt noch nicht hinweg. Alles Gute.

A. Ostrovsky / 02.04.2024

@L. Luhmann & Fred Burig : >>Die, die ganz oben sind, schöpfen den Rahm ab und bekommen ihre Boni. Die, die ganz unten sind, bezahlen den Grünen Betrug.<< ## Mir ging es vor allem darum, dass diese Beschreibung überhaupt nicht als Beschreibung taugt, was Grün ist. Das war immer so. Das ist der Sinn der Macht. Und Macht war zu allen Zeiten “Umverteilung” von unten nach oben. Denn unten ist dort, wo es weggenommen wird und oben dort, wo es dann ankommt. Das ist eine Binsenweisheit, mit der man den Feudalstaat, den Faschismus, jede Diktatur, egal ob Militärdiktatur oder Mafia, bestens beschreiben kann. Jedes Verbrechersystem nimmt es den anderen weg, um es selbst anzuhäufen. Die “Grünen” waren aber lange Zeit über gar nicht an der Macht. Deren wesentliche Eigenschaft ist der Dilettantismus. Sie können es gar nicht, weil der Betrug immer schon auffliegt, bevor die richtig kassiert haben. Schauen Sie sich doch mal lieber an, wer seit langer Zeit absolut erfolgreich kassiert. Die sind nicht grün, die tun nur so! Nun werfen Sie mir aber bitte nicht vor, ich würde behaupten, der richtige Grünsozialismus wäre nur noch niemals richtig verwirklicht worden. Darum geht es nicht. Es geht darum, dass die üblichen Verdächtigen, die schon immer vom Gold berieselt werden wie einst Goldmarie, sich nur ein grünes Mäntelchen umgehängt haben, weil das modern ist und die Massen mit der Mode gehen. Im Kern sind die MONOPOLISTEN, GLOBALISTEN, KAPITALISTEN und FEUDALISTEN. Und Gewaltherrscher. Und windige Gesellen dazu! Es ist absolut lächerlich, wenn die größten Kapitalhaufen (Fonds) jetzt von ESG (Environment Social Governement) säuseln. Was hat Governement mit Environment zu tun? Nichts, das wird zu reinem Schwachsinn zusammengeklebt, damit irgendwelche Verrückt-Schwätzer viel Geld für nichts bekommen können. Das ist Show Business, Karneval, Ablenkung durch Klamauk, Zauberkunststücke, die schmerzhaft enden.

Wolfgang Richter / 02.04.2024

@ W. Leich - “Und man muss nach vorne schauen und planen, wie viel Geld ist noch erforderlich um das Ziel zu erreichen.”—Nach dem selben Muster agieren die EU- u. BundesPolitdarsteller beim Rausballern von Milliarden an die Ukraine, um der Phantasie der russischen Niederlage dort ” noch Futter zu geben”. Mit der selben fatalen Psychologie ruinieren sich krankhafte Zocker im Spielcasino.

Wolfgang Richter / 02.04.2024

@ finn waidjuk - “Was haben E-Autos, mRNA-Impfstoffe und der menschengemachte Klimawandel gemeinsam? Ihre Zielgruppe natürlich! Nämlich die Dümmsten der Dummen.” - - Und bei vielen von denen steht eine neue “Luft-Wärmepumpe” vor der Tür, ggf mit dem Aufbau von Solarplatten aufs Dach kombiniert, um etwas von dem teuren Strom für die neue “Heizung” einzusparen.

Michael Scheffler / 02.04.2024

Herr Wegner, ein E-Auto hat null Gebrauchswert. Daher werden wir auch in ein paar Jahren noch von deutschen Autos sprechen. Aber ich glaube, Ihnen fehlt MINT-Wissen. Ich schätze, Humanmediziner, Zahnarzt oder sonst jemand, der für wenig Nachdenken zu viel Geld bekommt.

Elias Schwarz / 02.04.2024

Und trotzdem wollen 15% die grünen grünen wählen und noch 65% die anders lackierten grünen.

Sam Lowry / 02.04.2024

p.s.: Deutschland ist geistig und wirtschaftlich so dran wie das “Lilium-Flugtaxi”... geisteskrank und bankrott…

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