Thilo Schneider / 11.04.2018 / 18:00 / 12 / Seite ausdrucken

Der Bürgermeister schenkt den Syrern ein Haus

Die Bundesregierung stellt auf ihrer Internetseite „rumoursaboutgermany.info“ ein paar von Schleusern verbreitete Gerüchte glashart klar. So beispielsweise, dass es eben nicht für jeden Flüchtling 2.000,- Euro Begrüßungsgeld gibt. Das ist natürlich Unsinn. Es sind nur 1.858,- Euro und die kriegt man als Abschiedsgeld, wenn man Deutschland wieder verlässt. Und das Pech hatte, in Lörrach zu landen. Ansonsten gab und gibt es zwischen 3.000,- Euro und 6.000,- Euro, je nachdem, welches Programm in Anspruch genommen wird, wo man landet und wer gerade Innenminister ist. Einzige Bedingung: nicht mehr herkommen. Ansonsten muss das schöne schnöde Geld wieder zurückbezahlt werden. Fragt sich dann nur, von wem und wovon. Aber ganz klar: Hier wurden von Schleusern Fake-News verbreitet.

Eine weitere Fake-News, die Schleuser so verbreiten, ist, dass „Deutschland jedem Flüchtling ein Haus schenkt“. Da stimmt nicht. Erstens sind das keine Einfamilienhäuser, sondern Doppelhaushälften, zweitens bekommen Flüchtlinge die nicht geschenkt, sondern lediglich zur Nutzung überlassen, bis, ehm, also, auf jeden Fall aber nicht geschenkt. Die haben auch nur 110 m² und da wohnen Ausländer nebenan. Auch hier – klare Fake-News der Schleuser, kaltherzig klargestellt von der Bundesregierung.

Betrachten wir den letzten Fall näher und einmal ohne Polemik, dafür mit etwas Finanzmathematik a lá Milchmädchen: Das Doppelhaus kostet 480.000,- €, das sind 240.000,- € für jede Hälfte. Bei 1% Zins und 5% Tilgung müsste eine alleine bauende Familie 1.200,- € im Monat hierfür auf den Tisch des Bankhauses legen und wäre dann in rund 18 Jahren schuldenfrei. Wird nur mit 3% getilgt, dann ist unsere Familie ohne Eigenkapital mit 800,- € monatlich dabei, in 30 Jahren fertig und sitzt dann in einem 30 Jahre alten Haus, das sie auf eigene Kosten renovieren darf. Erst recht, wenn dann die rot-rosa-grüne Regierung unter Kanzlerin Katja Kipping und Vizekanzlerin Uekermann neue Verpackungsmaßnahmen für Wohnhäuser wegen des Klimaschutzes beschließt.

Nette Geste des Steuereinnehmers

„Najanaja“, könnte nun der buntgeneigte Betrachter einwenden, „da wird jetzt aber eine schöne Neiddebatte losgetreten, nur, weil ein paar armen verfolgten Familien aus dem Morgenlande, von denen jede vier Kinder hat, ein Sozialhaus zur unentgeltlichen Nutzung überlassen wird, auf dass sie sich wohl integrieren und zu ordentlichen Facharbeitern werden mögen, die das Rentensystem stützen. Wenn die biodeutschen Neidnazis ein eigenes Haus haben wollen, dann können sie ja nach Syrien gehen und sich dort eines bauen. Liegt ja genug Baumaterial herum.“ Allerdings wage ich zu behaupten, dass die ungeflohene syrische Bevölkerung auch nicht sonderlich begeistert über christliche oder atheistische schwäbische Häuslebauer wäre. Zumal, wenn deren Töchter unzüchtig gekleidet herumliefen. Aber das ist nur eine Vermutung. Kein Mensch ist ja so bekloppt und zieht in eine unfreundliche Gegend. Auch nicht für ein Haus. Auch nicht für geschenkt.

Nein, wir reden hier über eine nette Geste des Steuereinnehmers, dessen Kapital wie einst Manna quasi von Zauberhand vom Himmel fällt und mit dem er Gutes tun kann, wie es ihm beliebt. Da haben die deutschen Einfach- und Doppelverdiener einfach Pech gehabt. Sollen sie mehr arbeiten gehen und sich darum kümmern, ihre unmündigen Kinder zu toleranten und unmündigen deutschen Steuerzahlern und Wählern zu erziehen. Gut, zu Hause bleiben und sich um die Kinder kümmern, sieht der Gesetzgeber leider nun einmal erst ab sechs Kindern und drei Ehe-Frauen vor. Und auch nur als wirklich absolute Ausnahme. Oder ab 23 Kindern. Wenn die vier Ehefrauen häusliche Hilfe brauchen und sich über den Landkreis verteilen. Also quasi als absolute Ausnahme von der Ausnahme. Und wozu gibt es schließlich Kinderkrippen, in denen staatlicherseits bereits der kleine junge Bürger auf die freundliche Welt da draußen vorbereitet wird?

Ach, ich will nicht maulen und wenn das der Integration nutzt und für mündige, selbstbestimmte Facharbeiter in der Industrie sorgt – warum nicht? Nur erklärt – erklärt hätte ich gerne, warum ich noch arbeiten gehen muss. Ich habe immerhin drei Kinder in die Welt gesetzt und habe zwei Frauen, von denen eine auch zwei Kinder hat, sind also fünf, aber nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Lässt sich das nicht irgendwie auch kumulieren? Wohin muss ich meinen Antrag schicken? Wer kann mir hier in Deutschland oder in Damaskus helfen? Ich will endlich auch mein Haus! Könnte ich bitte meine bisher geleisteten Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zurück bekommen? Dann reicht das völlig aus! Ich nehme das Ganze auch zu 0% Zins und 0% Tilgung als KfW-Darlehen. Ich bin da flexibel. Das muss man heutzutage sein.

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Leserpost (12)
Gerdlin Friedrich / 11.04.2018

Nein, lieber Thilo, das bekommst Du nicht.  Das bekommst Du nur, wenn Du Opfer bist von Krieg oder Flucht aus edlen Weltregionen oder Rassismus oder Diskriminierung und von allem, woran die Gesellschaft hier schuld ist. Diese Opfer sind beliebt. Weil man sich durch sie so echt und kostenlos gut vorkommen kann im Kampf gegen Krieg, Flucht, Rassismus, Diskriminierung und überhaupt alles, woran die hiesige Gesellschaft schuld ist. Man hält sich seine Opfer und ist unversehens ein guter Mensch. Aber Sache ist: das hat nur Sinn, wenn die Opfer Opfer bleiben, und das bleiben sie, weil man sie versorgt und sie bekommen, was sie möchten. So hat Jeder was er will, der Eine will ein guter Mensch und der Andere versorgt sein. Ja, weil man ein guter Mensch sein will, kann das Opfer auch nur gut sein. Der Mann mit den zwei oder den drei Frauen und den 27 Kindern und Opfer von Krieg, ist doch bestimmt ein guter Mann, da muss man doch nachsichtig sein, wenn das mit den Frauen nicht so übereinstimmt mit unseren Gesetzen. Und sind nicht erst recht der Busengrapscher,  der IndenSchrittfasser,  der Messerstecher und der Vergewaltiger nicht doppelte Opfer ? Schon, weil sie nicht wissen konnten, es zuvor nicht lernten, dass man das nicht tut?  Darf man ihnen, den Opfern von Krieg und Flucht, den Irrtum, an dem sie doch nicht selbst schuld sind einfach zurechnen - und muss man nicht i h r e Opfer großzügig einfach mal in Kauf nehmen?  Der gute Gutmensch beantwortet dies mit einem stillen Ja. Der gute Gutmensch braucht diese Opfer von Krieg, Flucht, so für sein Selbstgefühl, dass er andere Opfer, die begrapschten Frauen, die Niedergestochenen, dafür in Kauf nimmt, mitleidlos, empfindungslos. Und das offenbart ihn, den guten Gutmenschen, offenbart die eisige Kälte des Narzissmus. Ihn Wahrheit sind ihm die Objekte seiner Güte ebenso egal, sie sind der Spiegel der eigenen Güte, in den er schaut, nichts sonst Dies zur Psycho/Dynamik dieser Güte, die uns in jeder Hinsicht “kostet”.  

Jochen Lindt / 11.04.2018

Das BVerfG hat soeben die Grundsteuer für illegal erklärt, wegen Verstosses gegen den Gleichheitsgrundsatz.  Eigentlich müsste das in Sachen Asyl auch passieren, denn nur ein Moslem darf mit mehreren (sogar minderjährigen) Ehefrauen hier einreisen und wird lebenslang vollversorgt, während ein Nichtmoslem sich mit demselben Anliegen strafbar macht.  Ein deutscher Inländer würde gar umgehend in Haft genommen.  Wir sind also längst Schariastaat mit Privilegierung islamischer Männer.

Gudrun Meyer / 11.04.2018

Am billigsten, sozial gerechtesten und weltoffensten wäre es natürlich, den kulturellen Bereicherern (mit denen so gut wie immer Muslime gemeint sind) einfach die Häuser zu schenken, die gegenwärtig noch einheimischen (oder migrierten, aber ungläubigen) Finsterlingen gehören, die sie zwanzig Jahre lang abgezahlt und instandgehalten haben. Okay, das würde nicht völlig der Gesetzlage entsprechen. Aber hat unsere unerhörte Kanzlerin und haben ihre willigen Helfer in der Bürokratie uns nicht klargemacht, dass Gesetze dazu da sind, politkorrekt überwunden zu werden?

Peter Wachter / 11.04.2018

Da fehlen aber noch ein paar Kosten, u.a. Grundsteuer und Versicherung, auch die die Höhe der Nebenkosten, sind egal, wenn man sie nicht selbst bezahlen muss. Da können dann ruhig die Energiekosten und die gesplitteten (!?) Abwassergebühren steigen.

Hjalmar Kreutzer / 11.04.2018

In meiner Nachbarschaft wird gerade ein Wohnblock saniert. In diesem Stadtteil herrscht die größte Bevölkerungsdichte an Transferleisungsbeziehern in meiner Heimatstadt. Ehemalige Mieter, die wegen der Sanierung ausziehen mussten, haben mir berichtet, dass sie sich eine Rückkehr in ihre bisherigen Wohnungen wegen der nach Sanierung höheren Mieten nicht leisten könnten. Wer soll also in diesem relativ „armen“ Stadtteil in die sanierten Wohnungen einziehen? Ich habe bei Wohnungsverwaltung nicht nachgefragt. Mir fallen nur diejenigen ein, für die ohnehin vom deutschen Steuerzahler ohne Prüfung der Bedürftigkeit zu alimentieren sind.

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