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Das britische Königshaus bietet nach wie vor viel Unterhaltungswert. Herz, Schmerz, Intrigen und Drama. Wir haben Frank Walter und sein saures Fischfilet. Da haben es die Briten wirklich besser getroffen.
Frisches Blut tut nicht immer gut. Prinz Harry, offensichtlich von Dianas Reitlehrer (oder Stallknecht, ich erinnere mich nicht so genau, pater semper incertus est) montiert, bringt mit seiner Misalliance die Windsors nun gehörig auf die Zinnen. Ehrlich gesagt, habe ich ihn immer für viel cooler gehalten als seinen vor der Zeit erkahlten langweiligen Bruder. Kann ja mal vorkommen, dass man Coolness mit Einfalt verwechselt. Ausgerechnet die nirgendwo weltbekannte Schaustellerin Meghan Merkel musste es sein, deren ganze Lebensleistung darin besteht, sich rechtzeitig einen Prinzen geangelt zu haben. Dabei wollte sie nie Prinzessin sein. Wenn man ihr Glauben schenken darf, hat sie also erst nach der Hochzeit gemerkt, dass Harry von Beruf Prinz ist und nicht Bankkaufmann oder Fliesenleger zum Beispiel. Wahrscheinlich ist ihr auch erst nach der Hochzeit aufgefallen, dass er rote Haare hat. How shocking! Und wer sich damals fragte, ob klein Archie eher der Mutter oder dem Vater ähnelt, der konnte nur ein übler Rassist sein. Oder ein Nazi. Abe halt, da war doch auch mal was mit Harry und seiner Nazi-Uniform, aber egal, ich schweife vom Thema ab. Wie auch immer, ich wünsche den beiden ein kerngesundes, pechschwarzes Baby mit wunderschönen negroiden Zügen und feuerroten Kraushaar.
Fürwahr, das breit angekündigte Interview wäre in seiner Wirkung schnell verpufft, wäre da nicht der dem Zeitgeist bedienende PR-wirksame Vorwurf des Rassismus gewesen und der tränenreich inszenierte Hinweis auf temporäre suzidale Gedanken während des Palastlebens. Man muß das Interview gesehen haben, um zu verstehen, welchen Zweck Mrs. Markle damit verfolgte. Dass familiäre Porzellan, das damit zerschlagen wurde, war ihr egal, denn für sie war die Medienwirkung in den US-Medien wichtig, strebt sie erklärtermaßen doch schließlich höhere politische Weihen an. Eine unerschrockene Kämpferin für die Rechte der - aus ihrer Sicht - unterdrückten Farbigen und Frauen - das ist die Botschaft, die sie mit diesem grotesken Interview vermitteln wollte. Prince Harry ist nichts anderes als Mittel zum Zweck. Sie scheint hierbei professionell beraten zu sein, denn geschickt läßt sie im Interview offen, wer der Böse Royal mit dem vermeintlich rassistischen Gefrotzel gewesen ist. Man will das Feuer am Glühen halten! Nun ist kluges Krisenmanagement in der “Firma” gefordert. “Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter”- es wäre nicht unklug auf jegliche Stellungnahmen zu verzichten. Amüsant war der heutige Einwurf von Meghans Vater zu Harry’s SA-Kostümierung und seiner nackten Pool-Parties. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
Es ist nichts, was von Interesse wäre. Die Beiden brauchen Geld. Beide haben nichts wirklich Richtiges gelernt. Und was muss man tun, um Geld hereinzuholen? Mit Dreck schmeißen. Ende der Durchsage.
Two millionaires whine in front of “WOKE—LIBERAL” billiardaires about their dire fate! Erbärmlich, aber passt vollkommen in die Zeit!
Mäßig begabtes Showsternchen angelt sich “Prinz ohne Land” und glaubt sie wird Königin der Welt. Leider den falschen Prinzen gepimpert. keine Hollywoodkohle, dafür strenges Zeremoniell und Papparazzi in Legionsstärke am Hacken. Reaktion beleidiget Leberwurst welche nun die Rassenkarte spielt. Ich vermute die Publicity-Ehe wird nicht zu lange halten. Dann langjähriges Tingeln durch abnehmend bekannte Talk-Shows. Ende im Dschungelcamp.
Kleine Bemerkung am Rande: Ich lese heute in ‘El Pais’, dass der Sender CBS an Harpo Productions ( Oprah Winfrey ) sieben Millionen Dollar für die Rechte auf das Interview bezahlt hat. Dafür hat der Sender 350 000 Dollar für 30 Werbesekunden im Zusammenhang mit der Aussendung verlangt, fast das Doppelte dessen, was die Werbeeinlagen zur gleichen Zeit sonst kosten. - Man sieht: die Dummen sind nicht die Produzenten, sondern die Konsumenten der Skandal-Geschichtchen.
Gibt es nichts Seriöseres? Das passt nicht zu Achgut.
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