Zuerst schien der Sachverhalt klar, doch je mehr die Presse aufdeckt, umso mehr gerät das vermeintliche Opfer ins Zwielicht. Dominik Brunner betrieb aktiv Kickboxen und hat womöglich zuerst zugeschlagen. So was schickt sich nicht für das saubere Image eines Opfers. Der hätte mal schön warten sollen. Demnächst wird noch aufgedeckt, dass er Geschäftsmann war, mithin zur oberen Mittelschicht gehörte, wogegen die Opfer, sorry, die mutmaßlichen Täter, der benachteiligten Unterschicht zuzurechnen sind, so das sich auf dem Bahnsteig eine Form von Klassenkampf zugetragen hat, was schon daran zu ersehen ist, dass sie von den Kindern im Zug einen vergleichsweise lächerlich geringen Betrag erbeten hatten. Wäre Dominik Brunner tatsächlich ein Held, so werden uns demnächst Zeit und Süddämliche gewiss erklären, hätte er ihnen das Geld gegeben oder noch besser einer der sozialen Einrichtungen gespendet, die sich um die Jugendlichen in bewährter Weise gekümmert haben, auch wenn das bekanntlich zu nichts geführt hat außer noch mehr Gewalttätigkeiten, was aber nur belegt, wie chronisch unterfinanziert sie sind und wie frustriert/verzweifelt die jungen Menschen dadurch wurden, denen man nun nicht die Zukunft verbauen kann, nur weil ein Geschäftsmann einen Blackout gehabt hat.