Wahrscheinlich wird es die Ampel nicht auf eine Totalkonfrontation mit den Bauern ankommen lassen, sondern durch Teilrücknahme versuchen, die Proteste zu beenden, denn in Berlin sind bereits Rufe nach Neuwahlen laut geworden. Mist könnte der Abschiedsgeruch für die Ampel werden.
Nein, es sind beileibe nicht die ersten Bauernproteste, die Deutschland erlebt. Es gibt sie schon seit Jahren, ohne dass sie den meinungsmachenden Medien eine Erwähnung wert gewesen wären. Es ist auch nicht das erste Mal, dass Trecker am Brandenburger Tor stehen. Seit Jahren wird den Bauern von der Politik das Leben schwer gemacht. Während deutsche Landwirte von der EU mit immer mehr Tierwohl- und Umweltschutzregeln kujoniert werden, entstehen mit Unterstützung derselben EU Hühnerfabriken, Schweine- und Rinderzuchtanstalten in Osteuropa, für die diese Bestimmungen nicht gelten und die folglich konkurrenzlos billig produzieren können. Das Höfesterben hat längst begonnen.
Theoretisch wäre Deutschland in der Lage, sich autark zu ernähren. Praktisch ist das schon längst nicht mehr möglich. Die Lebensmittel verarbeitende Industrie ist in Größenordnungen abgewandert, dass Bauern Probleme haben, ihr Getreide, Fleisch und Eier im Land verarbeiten zu lassen.
Statt Brotgetreide werden „Energiepflanzen“ wie Raps und Mais angebaut, weil die staatlich gefördert werden. Man darf es den Bauern, die auf diese Weise versuchen, ihre Höfe zu retten, nicht zum Vorwurf machen. Es ist die Politik, die durchpeitscht, dass Pflanzen mit geringer Energiedichte für „Biodiesel“ und Super E5-Benzin verarbeitet werden. Zwar war im ersten Corona-Jahr angesichts der befürchteten Nahrungsmittelknappheit in den Entwicklungsländern davon die Rede, die Verwendung von Nahrungsmitteln für den Tank zurückzufahren, aber das ist nicht geschehen. Das Sterben der deutschen Landwirtschaft ist politikgemacht. Die konventionelle Landwirtschaft soll aus Deutschland verschwinden. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern grüne Politik, die man in den einschlägigen Programmen nachlesen kann.
In unverschämter Art und Weise ausgebeutet
Warum konnten die Bauernproteste der Vergangenheit erfolgreich verschwiegen werden? Weil die Bauernverbände bisher diese Proteste kaum unterstützt haben. Das hat sich jetzt geändert. Die von der Ampel beschlossene Abschaffung der „Agrarsubventionen“ hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Die eine Milliarde, die man von den Bauern dabei einziehen will, hat die Verbände wachgerüttelt.
Bauernpräsident Joachim Rukwied forderte die Ampel-Koalition zur Rücknahme von Einsparplänen beim Agrardiesel und der Kfz-Steuer auf. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat das von der Bundesregierung angestrebte Ende der Steuervergünstigungen für Bauern kritisiert. Sie sagte: „Wir brauchen eine starke Landwirtschaft, auch damit die Preise stabil bleiben. Die Kürzungen für die Landwirtschaft gehen zu weit und kommen zu plötzlich".
Auch Landwirtschaftsminister Özdemir äußerte Verständnis für den Unmut der Bauern. Die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag hat ein Veto angekündigt. Allerdings hat Finanzminister Lindner (FDP) diesen Plan mit ausgeheckt. Die durch die unqualifizierte Ausgabenwut der Ampel entstandene Finanzlücke im Bundeshaushalt soll nicht etwa durch tatsächliche Einsparungen, wie Verzicht auf Verteilung deutscher Steuergelder weltweit oder die Rücknahme der Erhöhung des „Bürgergeldes“, das Arbeiten im Niedriglohnbereich unattraktiv macht, sondern durch verdeckte Steuererhöhungen gestopft werden.
Diejenigen, die mit ihrer Arbeit unser Land am Laufen halten, werden von der Regierung inzwischen in so unverschämter Art und Weise ausgebeutet, dass es an Feudalabsolutismus erinnert. Die Bezieher leistungsloser Einkommen am oberen Rand der Gesellschaft sichern ihre Macht durch die Vermehrung der Bezieher leistungsloser Einkommen am unteren Rand.
Durch Teilrücknahme versuchen, die Proteste zu beenden
Im nächsten Jahr wird an die Reformation und an den Bauernkrieg 1524 gedacht. Bei dieser Gelegenheit sollte sich die Politik damit beschäftigen, was die Bauernaufstände verursacht hat. Es war die immer unverschämtere Ausbeutung der Bauernschaft, um die Ausgabenwut der Adeligen zu finanzieren. Zwar mussten die Bauern am Ende „Geschlagen ziehen wir nach Haus“ singen, aber ihr Aufstand hatte dennoch Erfolg. Die Abgabenlast der Bauern wurde erheblich reduziert und ihnen ein auskömmliches Einkommen ermöglicht. In der Folge gedieh die Landwirtschaft und wurde eine der besten der Welt. Die Ampel ist dabei, die Axt auch an dieses Erfolgsmodell zu legen.
Der Bauernpräsident hat einen „heißen Januar“ angekündigt, wenn die Pläne der Regierung nicht zurückgenommen werden. Wahrscheinlich wird es die Ampel nicht darauf ankommen lassen, sondern durch Teilrücknahme versuchen, die Proteste zu beenden, denn in Berlin sind bereits Rufe nach Neuwahlen lautgeworden. Die große Mehrheit der Leistungsträger unseres Landes will Neuwahlen. Meines Wissens ist es seit 1949 noch nie der Fall gewesen, dass Mist auf deutsche Straßen gekippt wurde mit der Botschaft, dieser Mist sei klüger als die Regierung, jedenfalls nutzbringender. Dieser Mist könnte der Abschiedsgeruch für die Ampel werden.
Vera Lengsfeld, geboren 1952 in Thüringen ist eine Politikerin und Publizistin. Sie war Bürgerrechtlerin und Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR. Von 1990 bis 2005 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages zunächst bis 1996 für Bündnis 90/Die Grünen, ab 1996 für die CDU. Seitdem betätigt sie sich als freischaffende Autorin. 2008 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.

An Heiko Loeber: Ggf hilft ja das Verteidigungsministerium. Überlegungen die Bundeswehr im Inneren einzusetzen sind ja nicht neu. Das mit den Bauern geht dann 08/15 und die Zahlenkombination steht für ein Maschinengewehrmodell mit dem deutsche Soldaten reihenweise Franzosen im ersten Weltkrieg erschossen haben. Wenn es die Politik will nimmt Sie Tote in kauf. Vgl, Tote in der Ukraine oder als Nebenwirkung von Massenimpfungen.
Ich würde keine Mistgabel zur Demo mitbringen. Eine Gülleausbringmaschine ist im Vergleich dazu nicht lebensbedrohlich.
@Richard Reit Das ist nicht nur schlimm für die Bauern, die können sich notfalls noch autark ernähren. Aber die nicht-Bauern werden nichts mehr zu fressen haben, wenn sie mit Hilfe der Klimalüge die Land- und Viehwirtschaft zerstören, so wie sie es auch gerade in Holland tun. Allerdings bieten sie dem Pöbel schöne Alternativen, denn die Konzerne, allen voran unser Menschenfreund Bill, lassen uns doch nicht allein und bereiten derzeit krebserregendes Kunstfleisch und Insektenfraß vor. Später kommt dann vielleicht noch CO2 neutrales Soylent Green dazu, ein Träumchen! Und für einen Großteil der Bevölkerung alles bequem und nachhaltig in einer 15-Minuten-Stadt, die man nicht mehr verlassen darf. Wer wünscht sich sowas nicht?
Dabei wurden nur in Deutschland für über 1,5 Milliarden Euro Impfdosen vernichtet… das Geld in die Ukraine und für Ukrainer noch gar nicht berechnet
@Gabriele Klein – „Zum Thema Feudalismus würde ich sagen, der war besser, weil so was wie ein Gewissen schon noch vorhanden war. Zur Schamlosigkeit sind die meisten Feudalisten nicht degeneriert.“ Da muss ich Sie leider enttäuschen. Doch! Die waren total degeneriert, wie zeitgenössische Beschreibungen und Kritik belegen. Der Feudsaladel war die reinste Plage. Die bezahlten Historikerlakein und Geschichtslaffen, haben natürlich anderes aufgeschrieben.
Im Hintergrund lauert Amazon. Merkel hat sehr gezielt auf Digitalisierung gesetzt und sich dabei von einem Amazon-Mann beraten lassen. Im Programm stehen Zuchtplantagen mit Nährstofflösungen. Es gibt auch eine Doku über das Ende des Supermarktes. Zudem steigen die Aktienwerte der Konzerne. Börsianer sind mit der Politik scheinabar zufrieden, die haben nämlich keine Gewisse? Diese dummen Besatzer-Ausländer sind die neue Sklavenschicht. Es gibt ja schon lange kein richtiges Wissen mehr, was in Schulen und Unis und Ausbildungen vermittelt wird. Das werden austauschbare Sklaven, Zahnräder, Hiwis. Die Arbeit ist genormt und von Hiwis ausführbar, Bau, Straßenbau, Büro,Kkaufhauskette, Autos, Technik, egal. Und je mehr es davon gibt, desto billiger sind die. „Das Bürgertum sei ebenso zu entwurzeln wie die Arbeiterschaft. Aber man müsse auch die geistigen Konsequenzen berücksichtigen. Man müsse den Mut zum Analphabetismus ebenso haben wie zum Heidentum. Bildung und Wissen enthielten gewisse Gefahren für die Herrenschicht. Aber sie bildeten auch in anderem Sinne große Gefahren für die Erhaltung einer Sklavenschicht.“- Die Parolen stammt von unserem „Führer“. Guido Westerwelle postulierte damals einen „breiten Niedridglohnsektor“ als Säule des Reichstums. Fischi und Schrödi haben das umgesetzt. „Hitler wurde verdächtigt, daß er mit Absicht und vollem Bedacht die wirtschaftlichen Machtpositionen gewisser Gesellschaftsschichten zerstören wollte.“ Zu wessen Vorteil? Also alles deutet darauf hin.
Jungbauer, zum ersten Mal in Berlin, Regierungsviertel: „Himmel, wie das hier stinkt! Dagegen ist unsere Gülle ja das reinste Eau de Parfum!“
Blödsinn. Die Bauern werden weiter CDU/CSU wählen, und die Bio-Bauern grün.
Der kognitive Vorsprung zum Rest der Bevölkerung, die gutmenschelnd tolerant die anderen Parteien der SED 2.0 wählt, ist nicht vorhanden.
Die Vorgehensweise samt Anzahl der jeweiligen Opfer ist bekannt: Der große Sprung (Mao), der lange Marsch (Pol Pot), Lyssenko/Holodomor (Stalin), und jetzt eben die „Große Transformation“.
Immer war die Landwirtschaft bzw. deren Verhinderung das Ziel der Maßnahmen, stets begleitet von den Aussichten auf eine glückliche Zukunft, in der mühelose Gerechtigkeit und Wohlfahrt für alle herrschen würde.
Wer glaubt, dass Menschen je Widerstand geleistet hätten oder leisten würden, darf gerne in der Geschichte nach Anzeichen dafür suchen.
Liebe Kinder, gebt gut acht: Morgen, Kinder, wird’s nix geben.