Nachdem es der Energiewende gelungen ist, Wälder und Felder nachhaltig durch Windräder zu verunstalten, geht es nun an die Anmut unserer Städte. Bautzen, eine der östlichsten der Bundesrepublik, nahe den Grenzen zu Polen und zu Tschechien, war bislang bekannt für ihren imposanten mittelalterlichen Stadtkern. Jetzt hat die Stadt nun mit einem neuzeitlichen Ereignis Schlagzeilen gemacht.
Niemand interessierte sich bislang für die Stromversorgung dieser romantischen Stadt, sie war einfach da: unauffällig und zuverlässig. Seit diesem Jahr kommt der Strom aber auch aus Lithium-Batterien, und die sind alles andere als unauffällig und zuverlässig. Sie sind in wenig malerischen Containern untergebracht, und die gehen öfter mal spontan in Flammen auf.
Genau das passierte zu Beginn dieser Woche in Bautzen, und das „Löschen“ solch eines Brands ist nicht einfach. Die Anlage wurde in den Berichten durch „1,5 Megawatt“ charakterisiert. Das sagt nichts über ihre Kapazität aus, nichts über die Menge an Elektrizität, die dort gespeichert ist. Die 1,5 Megawatt geben nur an, wie schnell sie ihre Energie abgeben kann.
So ein typischer Lithium-Container kann vielleicht die Energie von vier Megawattstunden speichern. Die angeblich vier Container in Bautzen brächten es also 16 MWh. Damit könnte man die 40.000 Einwohner Stadt ein bis zwei Stunden mit Strom versorgen. Dann muss die Dunkelflaute beendet sein.
Die hilflose Feuerwehr
Die größte Stärke der Lithium-Batterie ist auch ihre größte Schwäche: Ihre hohe Energiedichte. Bei gleichem Gewicht und Volumen können Li-Batterien wesentlich mehr Energie speichern als herkömmliche Akkus, etwa die aus Blei. Viel Energie auf kleinem Raum ist eine schöne Sache, sofern wir sie unter Kontrolle haben. Falls es aber einen „thermal runawy“ gibt, falls die Batterie durchbrennt, dann richtet sie umso mehr Schaden an, je mehr Energie sie gespeichert hat. Und das einstehende Feuer kann man nur schwer löschen, Weil es kein „Feuer“ ist!
Benzin beispielsweise hat eine wesentlich höhere Energiedichte als eine Li-Batterie, d.h. es hat mehr Kilowattstunden pro Kilogramm. Allerdings gibt es die nur ab, wenn auch eine ganze Menge Sauerstoff mit von der Partie ist. Ohne den gibt‘s kein Feuer. Das nackte Benzin hat keine Energie, und es brennt auch nicht. Daher kann ein herkömmliches Feuer gelöscht werden, indem man Sauerstoff fern hält, etwa durch eine Feuerdecke, Schaum oder Pulver. Oder natürlich Wasser.
Eine Batterie bleibt von diesen Maßnahmen unbeeindruckt, da sie keinen Sauerstoff braucht, um ihre Energie entfalten. Sie trägt die ganze Energie in sich. Darum können die Feuerwehrmänner in Bautzen nur hilflos zusehen und warten, bis der Spuk vorbei ist.
Der Bestseller des Autors „Grün und Dumm“, und andere seiner Bücher, sind bei Amazon erhältlich. Weitere Artikel und Kontakt zum Autor bei www.think-again.org

Es wird nicht das letzte Feuer in dieser Art sein.
„Niemand interessierte sich bislang für die Stromversorgung dieser romantischen Stadt, sie war einfach da: unauffällig und zuverlässig.“ -> Es war der große Fehler, dass sich niemand dafür interessierte. Denn dieses Desinteresse haben die anders Interessierten gnadenlos ausgenutzt. Jetzt haben wir den Salat: Eine auffällige und unzuverlässige Stromversorgung. Das Werk der (Öko-) Sozialisten.