Julian Marius Plutz, Gastautor / 09.03.2022 / 14:00 / Foto: Pixabay / 15 / Seite ausdrucken

Der Arbeitsmarkt im Februar – Energiepreise treffen

Monat für Monat führt die Agentur für Arbeit ein Theaterstück auf, das im Programmheft als „Märchen“ deklariert werden würde. Seit nunmehr einem Jahr bemühe ich mich, das ins rechte Recht zu rücken.

Pikant dabei sind stets zwei Dinge: Die Zahlen aus dem Monatsbereich, je nachdem 60 Seiten und mehr, sind korrekt, nur leider werden diese in der Presseinfo schöngerechnet und den Medien präsentiert. Womit ich zum zweiten Punkt komme, der der Grund ist für diese monatliche Kolumne: Alle Medien übernehmen diese Zahlen, ohne sie zu reflektieren. Denn beim genauen Betrachten ist die monatliche Statistik, wenn man es nett formuliert, „schöngerechnet“. Und wer es etwas deutlicher im Wort haben möchte, kann sie getrost als „Fake News“ bezeichnen.

So sind die Arbeitslosenzahlen laut Pressemitteilung, die stets die Medien übernehmen, bei 2.904.000 Millionen, also nahezu gleichgeblieben (+4.000). Doch eigentlich liegt die Zahl schätzungsweise zwischen 5,5 und 6 Millionen. Vielleicht sogar noch mehr. Denn viele Größen werden gar nicht berücksichtigt. Allen voran die viel besprochenen „Maßnahmen“, in der viele Arbeitslose stecken und im Übrigen eine Vielzahl an sogenannten privaten Unternehmen am Leben halten. Diese tauchen zwar in dem Monatsbericht bei „Unterbeschäftigung“ auf, finden aber in die monatliche Legendenzahl, die dann Tagesschau, Spiegel und Co verbreiten, keinen Raum. Auch ALG I Bezieher und Beschäftigte über 58 Jahre werden nicht berücksichtigt. So gesehen, ist eine Arbeitslosenzahl von 5,5 Millionen konservativ geschätzt.

Abhängigkeit von Russland könnte fatale Folgen haben

Die absurd hohen Energiepreise, ob Gas oder Sprit, werden sich auf kurz oder lang auf die Beschäftigung auswirken und zwar in nahezu jeder Branche. Am meisten jedoch sind die Unternehmen betroffen, die viele Kilometer auf den Straßen zurücklegen, da in den letzten Monaten die Preise explodierten. Zeitweise ist sogar der Diesel, wir reden von knapp zwei Euro pro Liter, teurer als Benzin. Seit Anfang des Jahres ist der Benzinpreis um knapp 50 Prozent gestiegen. Die Gründe sind vielfältig.

Zum einen, das betrifft Diesel, ist die Nachfrage nach Heizöl unüblich hoch. Da die Preisentwicklung zur Zeit nicht einschätzbar ist, decken sich Kunden untypisch früh mit dem Energiestoff ein.

Natürlich spielt auch der Krieg in der Ukraine eine wesentliche Rolle. Die militärische Auseinandersetzung verunsichert die Protagonisten auf dem Öl-Markt. Man hat Angst vor Lieferausfällen oder sogar Einfuhrstopps aus Russland. Andererseits aber droht Putin mit einem Ausfuhrstopp von Öl aus Russland. Das Land gehört zu den größten Exporteuren und Förderern von Öl in der Welt, was sich auch auf Deutschland auswirkt. Viele reden von russischem Gas, doch kaum einer merkt an, dass der Anteil an russischem Öl hierzulande bei fast 35 Prozent liegt.

Doch auch der Staat mit seinen Abgaben leistet einen erheblichen Beitrag. Unterstellen wir einen Verkaufspreis von 1,827 Euro pro Liter (E10) an der Tankstelle. In diesem Betrag stecken

  • 19% Mehrwertsteuer, also 0,2917 €
  • Energiesteuer: 0,6545 €
  • Erdölbevorratungsabgabe: 0,00356 €
  • Warenwert des Benzins: 0,79324 € sowie
  • die seit 2021 neue CO2-Bepreisung zu Rettung des Klimas: 0,0840 €

Das ergibt eine Summe von 1,03466 € an gesetzlichen Abgaben, was rund 57% ausmacht. Würde man das Benzin ohne Steuern verkaufen, käme man auf einen Preis von 88 Cent pro Liter, statt 1,827 €, was dieser Tage an manchen Zapfsäulen sogar noch höher sein dürfte.

Langfristig werden die Energiepreise auch Auswirkungen auf die Arbeitslosenzahlen haben. Unternehmen werden abwandern, Dienstleistungen werden noch teurer oder verschwinden ganz. Sicher: Die ganze westliche Welt leidet gerade an den hohen Preisen für Öl und Gas. Jedoch hat nicht jedes Land eine solche horrende Abgabenlast auf den Liter Benzin (aber auch Strom). Hier könnte die Regierung regulieren. Polen hat es vorgemacht und seinen Bürgern somit rund 30 Cent auf den Liter Sprit gespart. Hier im Land hat Christian Lindner, immerhin Finanzminister, diese Forderung bereits kategorisch ausgeschlossen. Das wird sich noch rächen.

Mehr Videoberatung und „faire Migration“ in die Sozialsysteme

Bei aller Millionenzahlen von Arbeitslosen und tendenziell betrüblichen Aussichten stellt sich die Agentur für Arbeit ganz offensichtlich auf erneute Lockdowns ein und baut die unpersönliche Videoberatung weiter aus. Hierzu schreibt die Behörde aus Nürnberg: „Die BA bietet ihren Kundinnen und Kunden inzwischen in vielen Bereichen die Möglichkeit zur Videokommunikation dauerhaft an, beispielsweise in der Beratung zu Aus- und Weiterbildung oder zu Rehabilitations- und Teilhabebedarfen. Seit Anfang dieses Jahres können alle Kundinnen und Kunden, die sich online arbeitsuchend melden, online einen ersten Beratungstermin für ein Videogespräch buchen. Inzwischen nutzen auch rund 160 Jobcenter erfolgreich die Videokommunikation als zusätzlichen Kommunikationskanal neben der persönlichen und telefonischen Beratung.“ Ob das die Qualität der Beratung verbessert, darf bezweifelt werden.

Am „Tag der sozialen Gerechtigkeit“ setzt die BA ganz auf „faire Migration“. Das hört sich dann so an: „Soziale Gerechtigkeit bei Rekrutierung und Vermittlung soll durch Transparenz unterstützt werden, z.B. mit mehrsprachigen Informationen über die Arbeitsmärkte in Europa, nationale Arbeitsregelungen und soziale Rahmenbedingungen wie durchschnittliche Entgelte.Die BA arbeitet dabei eng mit allen EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz zusammen.“

Hintergrund ist eine Verordnung der Europäischen Union, die darauf abzielt, die Sozialversicherungssysteme der Mitgliedstaaten der EU zu koordinieren. Die Formulierung ist hierbei spannend: Zunächst ist von „fairer Migration“ in den Arbeitsmarkt die Rede, während anschließend von Sozialsystemen die Rede ist. Ob und inwieweit es sich hierbei um eine Manifestierung der Einwanderung in die Sozialsysteme handelt, wird sich noch zeigen.

Alles in allem ist der Arbeitsmarkt weiter – trotz positiv klingender Pressemitteilung seitens der Agentur für Arbeit – einer hohen Belastung ausgeliefert. Die stets steigenden Energiepreise steuern ihr Übriges zu der ohnehin angespannten Lage bei. Trotz warnender Stimmen setzt die Behörde ganz auf Nebelkerzen einer „Remote-Beratung“, als wäre die Live-Beratung nicht schon erfolglos genug und systematische Einwanderung in die Sozialsysteme – getarnt in hübschen Vokabeln. Alles in allem kein Grund zur Entspannung.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Neomarius.

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Stanley Milgram / 09.03.2022

Ach ja, noch etwas: Mit den astronomischen Energiepreisen kann man natürlich auch die Bewegungsfreiheit der Menschen super einschränken. Win-Win…

Heribert Glumener / 09.03.2022

Linksgrüner Dummsprech: „Deutschland ist reich“ – Die Fakten: Gemessen am aussagekräftigen Medianvermögen ist Deutschland ein trostloser Haufen, der u.a. weit hinter Spanien, Italien oder Frankreich rangiert. Weltmeisterliche Leistungen allerdings bei Strompreisen. Bei Steuern. Und nun auch bei Gas (“wir setzen auf Flüssiggas”).

N.Lehmann / 09.03.2022

Merkelland ist abgebrannt, Maikäfer flieg! Hat Scheele sich den 5 Jahresplan von IM Erika diktieren lassen?! Die BDR wird nur 16+10 Jahre existieren, dann ist Eutopia+Merkelland am Arsch und die Micheldeppen geben gern ihr letztes Hemd, um einfach dabei zu sein, natürlich mit Lauterfurzens Buusterdiktat 5 x 4 = 20 Pikse nach Jahresplan. Das beste Dummland aller Zeiten.

Stanley Milgram / 09.03.2022

Der Ölpreis ist heute um 12 % gefallen. Weitergegeben wird das an den Tankstellen natürlich nicht. Und warum fiel er heute um 12 %? Weil er vorher von Spekulanten hochgezockt wurde. Russland hat doch weiter geliefert, also bestand überhaupt kein Grund für den Preissprung. Pro Liter bezahlt man etwa einen Euro an Steuern; je höher der Preis, desto mehr MwSt. wird fällig. Abzocke. Wer verdient?

Frank Stricker / 09.03.2022

Der größte Trick ist ja bekanntermaßen, Flüchtlinge oder je nach Gusto auch “Goldstücke” genannt, jahrelang in Sprachkursen zu parken. So gab es erstaunlicherweise nach 2015 keine signifikante Erhöhung der Arbeitslosenquote…......

R. Reger / 09.03.2022

Das Land ist fertig. Kontrollierter Kontrollverlust. Alle und alles wird über einen Kamm geschert, bis am Ende überhaupt keine anständige Statistik mehr möglich ist. Die Kriminalstatistik macht es vor. Man kann sich nur noch am Netto-Steuerzahler orientieren, an dessen Lohn immer mehr Empfänger hängen.

Günter Hölzer / 09.03.2022

Danke, Herr Plutz, dass Sie dieses Thema immer wieder ansprechen. @K.Schmidt bringt es genau auf den Punkt. Mein Reden seit Jahren. Es ist erstaunlich, wie lange der marode “Laden” trotzdem durchgehalten hat. Nun haben “wir” es ja bald geschafft. Bin (75) nach 50 Jahren produktiver Arbeit nur noch wütend, muss mich von dahergelaufenen Schnöseln als Sozial-Schmarotzer (ungeimpft) beschimpfen lassen. L.m.a.A!

R. Reiger / 09.03.2022

Zum einen sind hohe Spritpreise gewollt. Zum anderen sollte das über höhere Steuereinnahmen erreicht werden. Letzteres ist jetzt ein Problem für den Staat, die Staatsverschuldung, Staatsanleihen mit Minuszinsen die nur noch die EZB kauft, was eine schleichende Inflation antreibt, also ohne Wohlstandverluste in keiner Weise ewig geht. Halten wir also fest: Höhere Spritpreise waren das Argument für höhere Steuern darauf.  Höhere Spritpreise sind erreicht, wenn auch aus anderen Gründen. Jedenfalls fällt das Argument für höhere Steuern damit weg, es sei denn es war vorgeschoben !!! Das eigentliche Problem: Wenn auch höhere Steuern zur Verteuerung der Energie und das Abschmelzen unserer Wettbewerbsfähigkeit noch bei uns lokal waren, so sind die jetzigen Verteuerungen global. Das ganze beginnt (nur mal z.B. !!!) bei den Transportketten und endet beim Fundamentalsten, bei der Ernährung, ausgehend von der Verteuerung der Düngemittelproduktion. Es drohen Hungersnöte. Und das macht das ganze zur Katastrophe für die ärmeren Länder und somit zur globalen Katastrophe. Wenn wir hier nur auf uns schauen, dann sehen wir nicht das schlimmste.

K. Schmidt / 09.03.2022

Arbeitslosenzahlen sind lange Makulatur. Nur die Zahl der Beschäftigten in produktiven Branchen zählt. Die meisten anderen Mitbürger lassen sich von denen mitversorgen. Produktivität und Innovation sind bei uns am Arsch. Rohstoffe haben die anderen.

R. Reiger / 09.03.2022

@ Dieselpreis: das ist noch das kleinste Problem: Energiepreise und Düngemittel: Ammoniak wird nach dem Haber-Bosch-Verfahren hergestellt, wobei Erdgas als bisher billigste Quelle des Wasserstoffs und der Energie für die Synthese verwendet wird. Dies macht 70 bis 90 % der variablen Produktionskosten aus. Die Erdgaspreise sind schon 2021 um über 300 % gestiegen, was auch zur Schließung von Stickstoffanlagen in der EU geführt hat. Düngemittel allgemein: Betroffen sind Ammoniumnitrat, Phosphor und Kali. Auf Russland entfallen immerhin 13 Prozent des Welthandels mit Düngemittel-Zwischenprodukten und 16 Prozent des Handels mit fertigen Düngemitteln. Sehr schwerwiegend sind die Folgen beim Export von Ammoniumnitrat, denn Russland bestreitet insgesamt 40 % der weltweiten Exporte von Ammoniumnitrat. Ein erheblicher Teil davon geht auch nach Europa. Außerdem ist Russland mit 17 % des weltweiten Handels-Volumens auch ein wichtiger Lieferant von Phosphaten bzw. Phosphordünger. Auch die globale Kaliversorgung ist gefährdet. Hier kommt Russland ebenso wie Weißrussland auf rund 20 % der globalen Handelsmenge, also zusammen auf 40 %. Die Probleme sind somit viel elementarer: Welthungerhilfe: Preisanstieg der Liebesmittel verschärft Hunger: Schon 2021 sind die Preise für Lebensmittel weltweit teils um 28 % gestiegen. Für viele ohnehin arme Länder kann der Lebensmittelpreisanstieg schlimme Folgen haben und zu Hunger, Hungersnöten oder sozialen Unruhen führen. Das zeigt der aktuelle Nahrungsmittel-Preisindex der Welternährungsorganisation FAO. Dafür gibt es viele Gründe: Logistische Probleme, hohe Energiepreise und teure Düngemittel. Die Auswirkungen sind gravierend, Hungersnöte drohen. Neben weiteren Faktoren, trägt auch der Lebensmittelpreisanstieg dazu bei, dass Fortschritte in der Hungerbekämpfung konterkariert werden und weltweit bis zu 811 Millionen Menschen hungern und über zwei Milliarden an Mangelernährung leiden.

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