Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein wünscht sich Diskussionen über die deutsche Staatsräson, da die Israelis die Palästinenser aushungerten. Doch warum sollten Juden diejenigen nähren, die sie auslöschen wollen?
„Antisemitismusbeauftragter Klein fordert Debatte über 'Staatsräson‘“, titelte vor wenigen Tagen der Spiegel. Grund dafür waren Aussagen des Antisemitismusbeauftragten des Bundes Dr. Felix Klein, die er zuvor in der FAZ getätigt hatte:
„Ich plädiere sehr dafür, ehrlicher über den Begriff Staatsräson zu diskutieren, genauso wie über das Wort Existenzrecht. Beide Begriffe sind für das deutsche Staatsverständnis und das Verhältnis zu Israel existenziell, aber sie sind auch unscharf und erschweren dadurch die Debatte. Wir müssen uns mit aller Kraft dafür einsetzen, die Sicherheit Israels und der Juden weltweit zu bewahren. Aber wir müssen auch klar sagen, dass das keine Rechtfertigung für alles ist. Die Palästinenser auszuhungern und die humanitäre Lage vorsätzlich dramatisch zu verschlimmern, hat nichts mit der Sicherung des Existenzrechts Israels zu tun. Und es kann auch nicht deutsche Staatsräson sein.“
Nein, Felix Klein, Deutschland muss Israel mitnichten daran erinnern, dass es in der angeblichen Verpflichtung steht, diejenigen zu nähren, die Juden auslöschen wollen. Felix Klein ist ein netter Kerl, der auch in der Vergangenheit nicht dadurch auffiel, ein mutiger Kämpfer zu sein. Nun erfüllt der Antisemitismus-Beauftragte der Regierung brav die Erwartungen seines Arbeitgebers. Es ist eben doch leichter, sich an den Gräbern der toten Juden pflichtschuldigst zu verbeugen, als den lebenden Juden im Existenzkampf unverrückbar beizustehen. Bin ich über die Feigheit des ehemaligen Diplomaten verwundert? Nein, das bin ich nicht. Bin ich enttäuscht? Ja, irgendwie stirbt die Hoffnung doch zuletzt und so gibt es doch immer auch den Glauben daran, dass Anstand den Opportunismus besiegt.
Tragischer Erfüllungsgehilfe ohne Rückgrat
Auch sein Zurückrudern in der FAZ bezogen auf einen anderen Aspekt des Gazakrieges ist ebenfalls tragisch. Der Journalist fragte ihn: „Zu diesen Grenzüberschreitungen gehört für viele, dass Netanjahu Donald Trumps Plan etwas abgewinnen kann, die Palästinenser zwangsumzusiedeln und den Gazastreifen in eine 'Riviera' zu verwandeln. Auch Sie schienen im Frühjahr in einem Interview Sympathie dafür zu äußern. Tut Ihnen das im Nachhinein leid?“
Devot antwortete der Antisemitismus-Beauftragte:
„Ich würde das heute so nicht mehr sagen. Mir ist aber bösartig unterstellt worden, ich wolle ethnische Vertreibung billigen, was völliger Unsinn ist. Mein Punkt war: Die bisherige Nahostpolitik hat den Konflikt nicht gelöst, sondern nur zu unendlichem Leid auf beiden Seiten geführt. Und man kann Trump, bei aller Kritik an seinen radikalen und oft absurden Gedanken, immerhin bescheinigen, dass seine disruptive Art grundsätzlich kein schlechter Ansatz sein muss. Natürlich darf Israel die Palästinenser nicht vertreiben. Und es müsste der palästinensischen Bevölkerung grundsätzlich helfen. Das Fatale ist, dass Israel bis heute keine strategischen Ziele für die Zeit nach dem Militäreinsatz definiert hat. Auch in diesem Punkt muss Deutschland auf Klarstellung drängen.“
Zunächst ist es zu begrüßen, dass Trump neue Wege sucht. Die Mär der Zweistaaten-Lösung hat bekanntermaßen ausgedient. Dass Klein seine richtige Aussage bei dem kleinsten Gegenwind zurückzieht, entzaubert ihn als tragischen Erfüllungsgehilfen ohne Rückgrat. Dass er meint, Deutschland müsste auf eine Klarstellung dahingehend drängen, wie Israels strategische Ziele nach dem Militäreinsatz in Bezug auf Gaza aussehen, zeugt von Größenwahn.
Mitnichten ist Israel der deutschen Regierung in irgendeiner Form Rechenschaft schuldig, noch befindet sich Deutschland in der Position, Israel zu irgendetwas drängen zu können. Von Israel wird erwartet, dass es einen Krieg beendet, den es nicht begonnen hat.
Es soll Geiseln befreien, die es nicht gefangen genommen hat.
Es soll diejenigen nähren, die seine Bevölkerung umbringen wollen.
Es soll mit denjenigen Frieden schließen, die gar keinen Frieden wollen.
Es soll das perfekte Opfer sein, dass sich nicht wehrt.
Allen Oberlehrern sei gesagt: Das wird nicht passieren. Deutschland sollte den Mund nicht so voll nehmen. Denn das wäre so, als wenn die berühmten islamistischen „Einzeltäter“ hierzulande sich zu einer Dschihad-Terrorgruppe formierten, unschuldige Deutsche abschlachteten, deutsche Geiseln nähmen und man dann über „Verhältnismäßigkeiten“ spräche. Eines ist nun klar, das Steuergeld für das Amt des Beauftragten der Bundesregierung gegen Antisemitismus können wir jetzt, wo er sogar im Spiegel gefeiert wird, getrost einsparen. Juden brauchen ihn nicht.
Malca Goldstein-Wolf ist eine deutsch-jüdische Aktivistin und Publizistin, die sich gegen Judenhass einsetzt. Neben ihrem Aktivismus als ehrenamtliches, geschäftsführendes Mitglied des deutschen Präsidiums von Keren Hayesod, Israels größter Spendenorganisation, sammelt sie Gelder für israelische Menschen in Not.
Was ist eigentlich mit Ägypten? Haben die keine Grenze mehr mit den Palästinensern? Warum unterstützen die denn ihre Glaubensbrüder eigentlich nicht? Ich frage für einen Freund.
…wer als Mörder seinen Nebenmenschen zwingt, sich nachhaltig vor ihm zu schützen, kann sich, wie der Fall zeigt, selber in die Scheiße inklusive Hunger manövrieren. Wenn er strunzdumm ist, wie einer, der mit Mühe kaum und das nicht sieht…
Es tröstet nicht, aber den deutschen Minderheiten im Banat und Siebenbürgen geht es viel schlimmer. Als 2018 rumänische Politiker die Organisation der deutschen Minderheit als Nachfolgeorganisation der Nazis diskreditiert hat und die Öffentlichkeit mitbekommen hat bzw. mitbekommen hätte, wie es den deutschen im Alltag gehen muss, gab es im Gegensatz zu Juden in Deutschland nicht ein mal öffentliche Betroffenheit. Der damalige Aussiedlerbeauftragte, Fabritius, (selbst ein Siebenbürger) reiste nach Rumänien, nicht etwa um sich über die unbefriedigende Situation in der sich die deutsche Minderheit seit 1998 zu Beschwerden, sondern um die Sache kleinzureden, um es schnell unter den Teppich zu kehren. Die Bundesrepublik lehnt seit 1998 die Aussiedleranträge dieser Gruppe ab und verlangt einen individuellen Nachweis, ( die Schröder-Fischer Regierung haben es eingeführt) ,dass der Antragsteller aufgrund der deutschen Volkszugehörigkeit benachteiligt ist, etwas was man von 90 % der Antragsteller davor nicht verlangt hat. Man hat es davor vermutet. Der Achse ist die Situation seit Jahren bekannt. Das Thema deutsche Volkszugehörigkeit ist aktueller denn je und ein Recht welches im Art.116 GG den Betroffenen zusteht, einfach unter Ausschluss der Öffentlichkeit seit 27 Jahren verweigert wird. In der Bundesrepublik erfindet man ( die neuen Medien leider auch) die letzten 27 Jahren immer wichtigere Themen, Hauptsache, das Thema wird verschwiegen bis alle deutschen im Banat und in Siebenbürgen gestorben sind. Über Fabritius hatte die Achse nach dessen Abwahl nur Lob übrig. Die neue Aussiedlerbeauftragte, Pawlik setze es durch, dass Russen die nicht nachweisen können, dass sie deutsche sind, Aufnahme als Aussiedler bekommen. Genau wegen diese Aussiedler aus Russland, hat Oskar Lafontaine den Begriff in den 90er in ein und dieselbe Ecke mit dem des Ausländers gebracht. Betroffene Aussiedler aus dem Banat können nicht einmal ihre pflegebedürftige Eltern in der Bundesrepublik holen.
Kann es sein, dass das versammelte Antisemiten- und Antiisrael-Kontingent des Westens, vom Strassenmob bis zur letzten Politcharge, gerade ausklinkt, weil die Israelis vor dem entscheidenden Sieg über Hamas stehen? Weil das jahrzehntelange milliardensschwere Palästina/Hamas-Investment und das zentrale Terrorinstrument dieser Akteure wertlos sein werden wenn sich die Machtverhältnisse im Nahen Osten fundamental und irreversibel ändern? Merz und sein antisemitismusbeauftragter Staatsräsonierer geben in diesem Fall ja ´nur´ die Nachhut der Starmer, Macron, Carney, deren talking points, garniert mit der abgelaufenen Munition der deutschen Vergangenheitswaffe, sie gedankenlos nachplappern. Die USA jedenfalls haben gestern noch Netanyahus Politik und die israelische Kriegsführung in Gaza sehr explizit begrüsst, mit Secretary Noem in Jerusalem.
Endlich mal Klattext.
Wie wär’s denn zur Abwechslung mal, humanitäre Hilfslieferungen von Ägypten, Jordanien, Syrien und Libanon zu verlangen? … ach nee, ich vergaß: die wollen mit ihren palästinensischen Brüdern so überhaupt gleich gar nichts zu tun haben …
In der Medizin im allgemeinen und der Psychiatrie im Besonderen gibt es zum einen die Praxis sich nicht wechselseitig zu behandeln und zum anderen, wenn doch, sich spätestens zu trennen wenn die innere Distanz fehlt. Das ist hier offensichtlich auch angebracht. Ich schlage vor das sich Deutschland um Deutschland kümmert und Israel um Israel.