Bernhard Lassahn / 06.12.2017 / 07:03 / Foto: Tim Maxeiner / 3 / Seite ausdrucken

Der Achgut-Adventskalender (6): Das schönste Wort

Das schönste Wort zur rechten Zeit

Zum „Schönsten Wort der deutschen Sprache“ wurde vor ein paar Jahren – Wer hätte es gedacht? – das Wort „Habseligkeiten“ gekürt.

Auf Platz 5 landete „Rhabarbermarmelade“, was Frank N., der das Wort vorgeschlagen hatte, so begründet: „Was für ein Klang! Und welches Wohlgefühl umfällt mich, wenn ich Sonntagmorgens zu meinem Schatz sagen kann: ‚Barbara, reich mir doch bitte die Rhabarbermarmelade‘ – Der Tag ist gerettet!" 

Ich wiederum meine, dass die meisten Lorbeeren an seine Barbara gehen sollten: Erst in ihrer – schon rein klanglichen – Nähe entfaltet die besagte Marmelade den vollen Geschmack. Andere Frauen haben auch schöne Namen und andere Geschmacksrichtungen. An einem 6. Dezember könnte Frank N. mit seiner ewigen Marmelade zum Frühstück ziemlich alt aussehen im Vergleich zu dem Glücklichen, der sagen kann: „Los, Ute, gib mir die Rute!"

Übrigens: Brian O’Gott, der als Gigant der Kleinkunst stets unterwegs ist, meldet, dass er jetzt weiß, warum der Nikolaus kein Navi hat: Er hört es nicht gerne, wenn es ständig heißt: „Die Rute wird neu berechnet.“

Foto: Tim Maxeiner

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Leserpost (3)
Esther Burke / 06.12.2017

Die Losung der Herrnhuter Brüdergemeine für den heutigen 6.Dezember 2017 finde ich auch nicht so schlecht :   “Ich will meiner Herde helfen,  dass sie nicht mehr zum Raub werden soll.”      Hesekiel 34 ,22

Jens Frisch / 06.12.2017

Alles falsch! Das schönste Wort der deutschen Sprache kann nur lauten: “ausgesorgt”.

Frank Holdergrün / 06.12.2017

Haha. Wenn ich meine Habseligkeit Rhabarbermarmelade dabei habe, ist alles gut. Vom Wortklang bis zum Auftreffen im Geschmackszentrum: ein echtes Fest!

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