
Geht mir im Prinzip ähnlich, aber als geborene Westlerin habe ich Sprecher auf Tribünen immer als etwas erlebt, an dem man freiwillig oder gar nicht vorbeiging und dem man keine Ehrfurcht entgegen zu bringen brauchte, wenn man nicht wollte. Was mich stört, sind also nicht die Parteisprecher selbst. Eher schon das, was sie sagen (“Zero-Covid-19-Politik” und ähnlich Geniales). Am meisten stören mich aber die brüllenden Anhänger, die aufgeputschte Menge, die Aggressivität der Schlagworte, die sich fast immer gegen irgendeinen angeblichen Feind richten. Selbst ein Virus wird massivst ideologisiert, und der Kampf gegen die Coronen ist längst mit dem Kampf-gegen-Rechts verschmolzen. Die Klima-Aktivisten, bzw. ihre Ideengeber, versuchen bereits, die übermäßige Reaktion auf Covid-19 zur genauso übermäßigen Reaktion auf den Klimawandel zu machen, wobei über den notwendig weniger bekannt ist als über ein noch so neues Virus. Kein Klima-Aktivist rechnet damit, dass natürliche Klimaschwankungen mit menschgemachten wechselwirken könnten und dass es vielleicht auch Wechselwirkungen von Klimawandel und weiteren ökologischen Baustellen gibt, die dann eine wirkliche Gefahr sind. Nein, der Klimawandel ist monokausal, und wenn die Dt. in strengster Askese leben, wird die Welt gerettet. Diese stets sehr aggressiv verkündeten Verrücktheiten sind das was mich stört. Nicht irgendein Schwätzer, im besseren Fall Redner, auf einer Tribüne.
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