Thomas Rietzschel / 02.12.2016 / 17:36 / 7 / Seite ausdrucken

Demnächst in Berliner Schulen: Deutsch auf Türkisch

Wenn einen Hund der Mut verlässt, weil ein anderer lauter kläfft und aggressiver anschlägt, legt sich der Verängstigte prompt auf den Rücken. Er präsentiert dem Draufgänger seine ungeschützte Unterseite. Der treuherzige Hundeblick bettelt um Gnade. Er signalisiert dem raubeinigen Bello, dass der Furchtsame keine Anstalten machen wird, ihm mit irgendwelchen Ansprüchen in die Quere zu kommen. Vielmehr wird er ihm hinterher trotten. Unter den Hunden geht es eben auch nicht anders zu als unter den Menschen, zum Beispiel in der politischen Gesellschaft der Bundeshauptstadt.

Deren Rot-Rot-Grüner-Senat hat laut dpa eben verkündet, „arabischstämmige Schüler“ zukünftig „in ihrer Muttersprache“ unterrichten zu wollen. Ein bislang beispielloser Akt der Unterwerfung. Geht es doch nicht darum, den Lehrplan deutscher Schulen um ein zusätzliches Fremdsprachenangebot zu erweitern, wogegen nichts einzuwenden wäre, sondern um die Unterrichtung sämtlicher Fächer „auf Arabisch, Türkisch und Kurdisch“. Das sei, sagt die Grünen-Bildungsexpertin Stefanie Remlinger, „ein wichtiger Schritt für mehr Bildungsgerechtigkeit“. Es könne „den Lernerfolg vieler Schüler verbessern". Wie sich diese sprachliche Abspaltung, Deutsch auf Türkisch, mit der versprochenen Integration vertragen soll, bleibt das unergründliche Geheimnis derer, die den Schwanz einkneifen.

Fraglos haben sie längst kapituliert vor einer islamisch-arabischen Community, die den Aufbau ihrer Parallelgesellschaft zügig vorantreibt. Dass ihr der Berliner Senat nun auch noch bildungspolitisch den Weg ebnen will, dürfen die Islam-Verbände als einen weiteren Etappensieg feiern. Denn nur mit ihrer Hilfe werden sich die benötigten Lehrer in der Türkei und anderen Ländern der arabischen Welt anwerben lassen. Davon, dass sie Mohammeds Weltbild im Gepäck haben, ist in den allermeisten Fällen auszugehen. Und keine Schulbehörde wird nachher in der Lage sein, zu überprüfen, was die DITIB-Kader den Kindern in der fremden Sprache vermitteln. Es sei denn, das Türkische und die arabischen Dialekte würden hierzulande zur Verkehrssprache erhoben.

Da aber davon fürs erste nicht auszugehen ist, wird den Kindern, die demnächst mit Türkisch, Kurdisch oder Arabisch als Unterrichtssprache aufwachsen sollen, die Möglichkeit der Integration von vorneherein verbaut. Noch bevor sie selbst über ihren Lebensweg entscheiden können, werden sie in die fremdsprachige Parallelgesellschaft abgeschoben.

Dass es sich dabei immer häufiger um religiös aufgeheizte Jugendliche handelt, derer die deutschen Lehrer nicht mehr Herr werden; um Rüpel, die sich tätlich durchsetzen, das Messer zücken oder die Lehrerin in den Hintern treten, das alles änderte nichts am Versagen einer überforderten Politikerkaste. Ihre Willkomenskultur war von Anfang scheinheilig, ein ideologischer Schuss in den Ofen. Die Einrichtung arabischer Schulghettos, wie sie Berlin jetzt als erstes Bundesland plant, bringt das abermals an den Tag.

Abermals winselt die Politik vor denen, die keine Scheu haben, Zähne zu zeigen, weil ihnen die westliche Zivilisation ein Dorn im Auge ist. Als müsste es so sein, wedelt der Schwanz mit dem Hund. Die Bemäntelung dieser Niederlage als einen „wichtigen Schritt für mehr Bildungsgerechtigkeit“ kann nicht vertuschen, was das politische Establishment auf dem Gewissen hat: Die Zerstörung der europäischen Hochkultur, die der deutschen insbesondere. 

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Leserpost (7)
Geert Aufderhaydn / 03.12.2016

Gezielter Verrat! Keinen Cent mehr für dieses verrottete Gemeinwesen! Schluß mit Ländersozialausgleich!

Hannah Berg / 03.12.2016

Bezüglich des Kommentares von Christian Eckert: Sie haben vermutlich weder ausreichende Kenntnisse über die Geschichte des Judentums, noch das Konzept der Integration hinreichend verstanden. In fast allen europäischen Ländern wurden Juden über die Geschichte hinweg entweder zum Übertritt in das Christentum gezwungen oder ermordet oder vertrieben.  Die, die im Land bleiben und ihre Identität bewahren konnten, waren gerade in Deutschland treueste Staatsbürger.  Das letzte, was Juden gefordert haben, war die Anpassung der Mehrheitsgesellschaft an ihren Glauben und Lebensstil. Integration bedeutet nicht die Aufgabe der eigenen Identität,  sondern muss die strikte Akzeptanz und Befolgung der Normen, Werte und Gesetze des jeweiligen Landes sein. Integration setzt das Bestreben jedes einzelnen gesellschaftlichen Mitgliedes voraus,  zum Wohle der gesamten Gesellschaft zu arbeiten. Die Bewahrung der eigenen Identität ist wünschenswert, kann aber nicht Aufgabe des Staates sein,  sondern muss von jedem Einzelnen persönlich kommen.

Klaus Thiesen / 03.12.2016

Die AfD kann sich zukünftig jeden Wahlkampf sparen. Dies übernehmen die “Linkspopulisten”.

Wilfried Cremer / 02.12.2016

Die deutsche Vergangenheitsbewältigung war also im Wesentlichen nur vorgetäuscht. Daher jetzt dieser reflexive Nachlauf an Selbstbestrafung. Aber ok, dann wird der Showdown des Mohammedanertums eben in Europa stattfinden.

Christian Eckert / 02.12.2016

Man stelle sich bitte vor, Juden in der Diaspora wären so vehement aufgefordert worden , ihre kulturelle Identität aufzugeben und sich zu integrieren, wie es sich manch einer gerade wünscht. Juden, als Extrembeispiel in der Geschichte der Emmigration, würde es heute nicht mehr geben—nicht ein Zeugnis existierte noch—, hätten damalige Gastländer soviel Intoleranz an den Tag gelegt, wie Ihr Kommentar der Mehrheitsgesellschaft anzuempfehlen scheint. Natürlich stellt mein Gedanke keine Verharmlosung noch einen Vergleich an. Ich möchte in an dieser Stelle als Eckpfeiler und äußersten hypothetischen Orientierungspunkt in den Raum stellen. Mir hilft er bereits jetzt.

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