Galerie von Jan Tomaschoff / 17.10.2019 / 15:30 / Foto: Tomaschoff / 6 / Seite ausdrucken

Dating mit Tom: Sprich mit mir!

Nichts geht über gute Kommunikation, denn Missverständnisse lauern an jeder Ecke. Aber wer nimmt sich heute noch die Zeit für große Worte? Vielleicht liegt hierin die Geburtsstunde für neue Berufe. Denn angesichts sich häufender Massenentlassungen braucht es dringend neue Tätigkeitsfelder. Digitale Tröster, professionelle Zuhörer, einfühlsame Märchen-Vorleser ... Der Vorstellung sind keine Grenzen gesetzt, findet Achgut.com-Karikaturist Jan Tomaschoff.

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Lars Schweitzer / 17.10.2019

So ist es tatsächlich inzwischen überall. Und deshalb brüllen alle so laut und dumm durcheinander. Die Leisen, die etwas zu sagen hätten, hört hingegen niemand mehr.

Werner Arning / 17.10.2019

Ja, die Leute nehmen sich zu wenig Zeit füreinander. Es tut so gut, ein paar nette Worte zu wechseln. Ein bisschen Interesse zu zeigen. Ein bisschen Wohlwollen zu zeigen. Etwas Freundlichkeit, ohne Voreingenommenheit. Ist gar nicht schwer. Tut gar nicht weh. Kostet nichts. Und bewirkt so viel. Eine gute Dosis „cariño”, wie sie Spanier sagen, würde uns guttun.

Thomas Taterka / 17.10.2019

Okaayyy : ich nehm’ die Bar, weil man den Tarif fürs Zuhören selbst bestimmen kann - und weil ich gerne aparten Frauen beim Flirten zuschaue. Manchmal tue ich das auch, wenn ich ” involviert ” bin. Aus rein sportlichem Ehrgeiz. Von Zeit zu Zeit muß man überprüfen, was man noch wert wäre. Die Melancholie des Alters : Man weiß ja, daß man ” gehen ” muß, aber nicht heute bitte. ” Ich nehm’ noch ein Glas, bevor der Schmerz des Abschieds kommt. ” Kurze ,höfliche Verabschiedung, man möchte nicht ganz vergessen werden. Auf dem Heimweg lacht man alles weg. Seine Narrheit. Die Verlockung. Die Jugend, die, man kann es nicht glauben, vorbei ist. Man denkt : ” Sie könnte deine Tochter sein. ” Der Heimweg ist still und gelöst. Zu Hause wartet eine liebe Frau. Man versteht sich blind. Lange tägliche Übung. Das üppige Haar, das immer stört in der Nacht und das man dennoch liebt. Wenn man einschläft, denkt man : eines Tages wird es vorbei sein, aber nicht heute. Für den Duft des Haars würde man Kriege führen, aber nicht mehr heute. Jetzt kommt die Katze, die dazwischen liegen möchte. Komm her, du liebe Katze, du darfst auch hier sein. Wehe dem, der unrechtmäßig stört. Er weiß nicht, wen er weckt.

Wolfgang Kaufmann / 17.10.2019

Ist die Wortwahl „Bleichgesichter“ nicht rassistisch? Und dann auch noch der Generalverdacht, dass die Völker der Alten Welt unfähig seien, drahtlos zu kommunizieren? Geht ja gar nicht.

Karla Kuhn / 17.10.2019

Alle Karikaturen wieder SUPER aber “RENT A TALK” und “Ich höre Ihnen zu” , mit dem Hut daneben sind mein Favoriten. Im Prinzip ist es traurig, daß die Einsamkeit, nicht nur bei älteren Menschen so zugenommen hat. Aber bei einer Politik, bei der wirtschaftliche und finanzielle Interessen global im Vordergrund stehen, ebenso Waffenverkäufe und das Bestreben, so viel wie möglich Menschen ins Land zu holen, von denen sehr viele gar nicht mit unseren Werten und Gesetzen kompatibel sind und ein Teil von ihnen das auch OFFEN auslebt, ziehen sich immer mehr Menschen in die Einsamkeit zurück. Zumal für alte pflegebedürftige Menschen, von den ein großer Teil JAHRZEHNTE diesen Staat unterstützt hat, trotzdem Renten beziehen, die zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel sind und die, wenn sie in Pflege Einrichtungen kommen, teilweise KATASTROPHALE Erfahrungen machen müssen, dann “verstummen” diese Menschen ganz einfach.  Für ALLES mögliche und oft überflüssiges (Demokratie leben u.a.) sind Milliarden vorhanden aber um die Pflegekräfte, die eine wirklich schwere und psychisch sehr belastbare Arbeit leisten müssen, GUT zu bezahlen, ist kein Geld da, ebenso, um wesentlich mehr Pfleger/innen einzustellen. In Deutschland würde es genügend Pflegekräfte geben, wenn die VERHÄLTNISSE in den Altenheimen sich GRUNDLEGEND zum POSITIVEN entwickeln würden.  Da müßte Herr Spahn nicht nach Mexiko CO² belastend fliegen und und von dem Geld,  könnte er zusammen,  mit dem Geld von Flügen anderer Politiker, deren Flüge nicht dringend nötig sind im DIGITALEN Zeitalter,  schon wieder ein Pflegekraft bezahlen !!

Ilona G. Grimm / 17.10.2019

Soll ich vielleicht über unsere seelenlose Gesellschaft, die Sie so gekonnt abbilden,  auch noch lachen? Fällt mir grad schwer. Am ehesten gelingt es bei der NichtErreichBAR. Am gruseligsten finde ich die Angst vor der OP und Alexas Beruhigungsmusik.

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