News-Redaktion / 17.02.2020 / 16:00 / Foto: Re: Publica / 0 / Seite ausdrucken

„Dass Wetter als Erfolg von Politik verkauft wird, ist erbärmlich“

Der für seine meinungsstarken Beiträge bekannte Schweizer Moderator und Wetter-Experte Jörg Kachelmann hat die wissenschaftliche Korrektheit von Aussagen des deutschen Regierungssprechers Steffen Seibert zur Stickoxid-Belastung hinterfragt, und Seibert in diesem Zusammenhang „Skrupellosigkeit“ vorgeworfen. Letzterer hatte am 12. Februar auf Twitter gepostet: „Die Umwelt- und Verkehrspolitik von Bund, Ländern und Kommunen wirkt! Aktuelle Messdaten zeigen: In deutschen Städten hat sich die Luftqualität 2019 deutlich verbessert.“ Dazu teilte Seibert eine Grafik, in der Kenndaten zur Stickoxid-Belastung in den Jahren 2018 und 2019 verglichen werden.

Laut Kachelmann ergibt es wenig Sinn, die gesunkene Stickoxid-Belastung als Erfolg der Umweltpolitik zu verbuchen. Wie der Journalist in einem Konter-Post erklärt, müsste man die Entwicklung über zehn Jahre hinweg ansehen, um ernsthaft Trends bei der Luftreinhaltung feststellen. Beim Vergleich von Einzeljahren sehe man nicht die Schadstoffentwicklung, sondern vielmehr die Zahl der Tage mit ausbreitungsarmen Wetterlagen. „Die war 2019 sehr gering.“

„Dass eine rein meteorologisch bedingte Senkung der Schadstoffwerte als Erfolg von Politik verkauft wird, macht mich fast sprachlos“, schreibt Kachelmann weiter. Aussagen wie die von Seibert seien „erbärmlich“ und offenbarten „eine neue Dimension von Skrupellosigkeit.“ Der Regierungssprecher hat sich nach Angaben des Magazins Merkur bisher noch nicht öffentlich zu den Vorwürfen Kachelmanns geäußert.

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