Gastautor / 12.10.2020 / 06:00 / Foto: Stephan Clausen / 192 / Seite ausdrucken

Das Argument der “unschönen Bilder”

Von Gerhard Schindler.

Die Zeit ab dem zweiten Halbjahr 2015, als hunderttausende von Flüchtlingen in unser Land strömten, wird oft als Flüchtlingskrise bezeichnet. Da die hohen Zugangszahlen inzwischen abgeflacht sind, könnte man den Eindruck gewinnen, diese Krise sei damit auch vorbei. Es ist im Übrigen kaum ausschlaggebend, ob im Zuge der sogenannten Flüchtlingskrise etwa eine Million oder „nur“ 890.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind. Es ist unbestritten, dass zigtausende junge männliche Muslime darunter waren. Nicht bei allen, aber bei etlichen, wird die Integration in unsere Gesellschaft scheitern – trotz guten Willens auf allen Seiten. Dieses Scheitern bedeutet, dass die Krise erst beginnt, worauf ich schon im Zusammenhang mit der Terrorismusgefahr hingewiesen habe.

Der Satz der Bundeskanzlerin „Wir schaffen das!“ war in seiner Pauschalität nicht gut. Er hat eine enorme, wenn auch sicherlich nicht gewollte Sogwirkung entfaltet. Zigtausende von Menschen haben sich daraufhin erst auf den Weg nach Deutschland gemacht. So richtig übelnehmen kann man der Bundeskanzlerin ihren Satz wiederum auch nicht, denn was hätte sie sonst sagen sollen? „Wir schaffen das nicht“, wäre als Botschaft der Regierungschefin einer der stärksten Wirtschaftsnationen der Welt auch nicht gut gewesen. Aber es bleibt ein Spruch, der die Alltagsrealität in Deutschland nicht positiv verändert hat. Ähnlich wie die Losung des Zehnten Parteitags der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, der SED, 1981 in der damaligen DDR. „Das schaffen wir!“, lautete damals die Durchhalteparole – genutzt hat es wenig. 

Ich selbst war und bin in dieser Frage hin- und hergerissen. Im August 2015 befand ich mich mit meiner Frau und einem befreundeten Ehepaar auf einer Segeltour in der Ägäis. An einem Abend kreuzten wir in der Passage zwischen der griechischen Insel Lesbos und der türkischen Küste und trauten plötzlich unseren Augen nicht. Etwa hundert Meter vor Lesbos trieben im Meer fünf oder sechs Menschen mit orangefarbenen Schwimmwesten, und man konnte an ihren hilflosen Bewegungen erkennen, dass sie nicht schwimmen konnten und panische Angst hatten. Bevor wir auf unserem sicheren Boot die Situation überhaupt richtig erfassten, kam ein Schnellboot der norwegischen Küstenwache mit mehreren Beibooten und sammelte die hilflosen Menschen aus dem Meer auf. Wir konnten trotz der Dämmerung erkennen, dass auf dem Deck des norwegischen Schiffes über zwanzig Menschen, eingewickelt in wärmehaltende Folien, kauerten. Wir vier waren völlig aufgewühlt ob dieser Tragödie, und bei allen späteren Diskussionen über Für und Wider von Maßnahmen zur Eindämmung des Flüchtlingsstroms hatte ich diese Bilder im Kopf. Wie hoffnungslos mussten die Menschen hinsichtlich ihrer verlassenen Heimat sein, und wie hoffungsvoll mussten sie hinsichtlich ihres Zieles sein, um das Risiko des Ertrinkens – schwimmen konnten sie meist nicht – auf sich zu nehmen?

Mir lag daher daran, sowohl in den Lageberichten als auch bei Interviews pauschale Vorverurteilungen dieser bedauernswerten Menschen zu verhindern. In einem Interview mit der BILD-Zeitung im September 2015 habe ich auf die Frage „Sind unter den Flüchtlingen Terroristen?“ entgegen vielen gut gemeinten Ratschlägen – unter anderem auch aus dem Kanzleramt –, mich nicht festzulegen, geantwortet: „Wir haben derzeit keine Hinweise darauf, dass unter den Flüchtlingen aus dem Nahen Osten und Afrika Terroristen sind. Allerdings kann man auch nicht gänzlich ausschließen, dass Terroristen die vorhandenen Schleuserstrukturen nutzen. Aber es ist doch unwahrscheinlich, dass Terroristen die waghalsige Bootsflucht über das Mittelmeer nutzen, um nach Europa zu gelangen. Das können sie mit gefälschten oder gestohlenen Papieren und einem Flugticket im Zweifel viel leichter haben.“

Ich fand diese Aussage offen genug, zumal sie einer realistischen Lagebeurteilung entsprach. Ich hielt diese Aussage auch für geeignet, einer diffusen Panikmache entgegenzuwirken. Der Terroranschlag in Paris am 13. November 2015 mit 130 getöteten Menschen, vor allem im Konzertsaal „Bataclan“, belegte allerdings, dass unter den Attentätern auch zwei Syrer waren, die wenige Tage zuvor als Flüchtlinge, getarnt über die West-Balkan-Route, nach Frankreich gekommen waren. Der gesamte Tatablauf zeigte, dass die Terrororganisation Islamischer Staat ganz gezielt zwei Flüchtlinge eingesetzt hatte, um insgesamt die Migration nach Europa zu diskreditieren. Der Islamische Staat hatte den Flüchtlingsstrom nicht aus operativen Gründen genutzt, sondern er wollte damit ein politisches Signal senden. Für die Tat selbst spielten die beiden Migranten keine entscheidende Rolle, sie waren mehr Statisten als Täter. Ihre Aufgabe bestand vielmehr darin, als Flüchtlinge dabei und später anhand der mitgeführten Pässe auch als solche identifizierbar zu sein. Dies empfand ich nicht als Widerspruch zu meiner Aussage, was mir dennoch mehrmals vorgehalten wurde.

Die Flüchtlingswelle nach Europa selbst kam nicht über Nacht. Seit Jahren stiegen die Zahlen an. Anfangs vor allem auf der zentralen Mittelmeerroute von der libyschen Küste nach Italien, insbesondere auf die italienische Insel Lampedusa. Und im Laufe des Jahres 2015 verstärkte sich der Zustrom über die Balkanroute rasant mit Steigerungsraten um die 1.000 Prozent. Auf die steigende Tendenz hatten im Vorfeld zahlreiche Organisationen und Institutionen hingewiesen, ohne dass dies in Deutschland ernsthaft wahrgenommen wurde. Unter anderem FRONTEX als Grenzschutzorganisation der Europäischen Union, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und besonders die Bundespolizei hatten auf die steigenden Zahlen aufmerksam gemacht. Und da die Aufnahme der Flüchtlinge in Deutschland lange Zeit von der Politik als alternativlos angesehen und propagiert wurde, machten sich immer mehr Menschen auf den Weg nach Deutschland.

Einmal mehr spielten das Internet und die neuen Medien eine herausragende Rolle bei der Kommunikation. Völlig übertriebene Erfolgsmeldungen, wie gut es einem in Europa ginge, wurden von den Flüchtlingen an ihre Familien im Herkunftsland abgesetzt. Geld, Wohnung, Auto und vieles mehr erhalte man im gelobten Land. Warum wurde kein realistisches Bild zum Beispiel über die bescheidenen Verhältnisse in den Aufnahmelagern, warum also nicht die Wahrheit nach Hause übermittelt? Für viele Migranten hatten die Verwandten oder auch das ganze Dorf all ihr Hab und Gut zusammengetragen, um die Flucht nach Deutschland zu finanzieren. Die vielen Schlepper und Schleuser kassierten unterwegs gnadenlos ab. Mit schlechten Nachrichten wollte man wahrscheinlich die Hoffnungen der Familien in der Heimat nicht enttäuschen. Im Internet waren auch die besten Fluchtrouten zu finden, dort wurde umgehend auf Probleme, zum Beispiel auf verschärfte Kontrollen in einem Staat auf dem Westbalkan, hingewiesen und alternative Routen empfohlen. 

Natürlich kam in der Politik immer wieder die Forderung auf, man brauche noch bessere Lagebilder, um darauf aufbauend die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. An den Lagebildern lag es aber nicht. Vielmehr ging es darum, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

In dieser Situation wäre ein rechtzeitiges Signal in die Herkunftsländer – zum Beispiel durch ein Schließen der Grenze zu Österreich – wichtig gewesen; ein Signal, dass Deutschland nicht das gelobte Land ist und dass nicht jeder hier willkommen sein kann, da dies einfach nicht zu schaffen ist. Dieses Signal blieb leider aus, vor allem aus Angst vor unangenehmen Fernsehbildern an den deutschen Grenzen, da man katastrophale Zustände auf der österreichischen Seite als Folge der Grenzschließung mutmaßte. Das Argument der „unschönen Bilder“ konnten ich und viele meiner Kollegen erst gar nicht glauben. Es würde bedeuten, dass deutsche Politik dadurch bestimmt wird, ob Fotografen oder Fernsehkameras vor Ort sind oder nicht. Im Amtseid der Bundesminister heißt es, dass sie ihre „Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden“ sollen. Von schönen Bildern ist nicht die Rede. Es fehlte wohl die „Kraft“, es fehlte der Mut. Vielmehr wurde versucht, das Thema schönzureden. Von einem europäischen Problem und dementsprechend einer europäischen Lösung war die Rede, von einer Bereicherung für unser Land wurde gesprochen, während immer mehr Menschen sich fragten: Wie soll das gehen?

Das Dogma der bedingungslosen Offenhaltung unserer Grenzen wurde auch damit begründet, dass faktisch eine Grenzschließung gar nicht möglich sei. Im Zuge der Corona-Krise ging es dann doch.

Nicht die Opposition oder Stimmen aus den Sicherheitsbehörden, sondern das Oberlandesgericht Koblenz hat in einer bemerkenswerten Entscheidung vom 14. Februar 2017 die Situation an der deutschen Grenze wie folgt beschrieben: „Die rechtsstaatliche Ordnung in der Bundesrepublik Deutschland ist in diesem Bereich seit rund eineinhalb Jahren außer Kraft gesetzt, und die illegale Einreise ins Bundesgebiet wird momentan de facto nicht mehr strafrechtlich verfolgt.“

Ähnlich kritisch sehen es zahlreiche renommierte Juristen, darunter zum Beispiel die Verfassungsrechtler und Professoren Hans-Jürgen Papier, Udo Di Fabio und Rupert Scholz. Papier war nicht nur von 1998 bis 2010 Richter am Bundesverfassungsgericht, sondern zuletzt auch dessen Präsident. Di Fabio war ebenfalls Richter am Bundesverfassungsgericht von 2002 bis 2011, und Scholz war unter anderem ehemals Bundesminister der Verteidigung.

Viele fanden die Offenhaltung der deutschen Grenzen hingegen gut. So erklärte sich etwa Kardinal Reinhard Marx in einem Interview im September 2015 zur Entscheidung der Bundeskanzlerin: „Ich habe ihr öffentlich dafür gedankt. Sie hat sich sogar über das Gesetz hinweggesetzt. Das gehört auch zur politischen Führung.“ Wenn man berücksichtigt, dass sich auch die Kirchen mit ihrem Kirchenasyl außerhalb unserer Rechtsordnung bewegen, dann ist die Wertung von Kardinal Marx gar nicht mehr so erschreckend.

Bei meinen Gesprächen mit Amtskollegen aus aller Welt war dagegen ausnahmslos Fassungslosigkeit über die deutsche Vorgehensweise zu verzeichnen. Innerhalb eines halben Jahres, der zweiten Jahreshälfte 2015, hatten die hierfür Verantwortlichen es geschafft, Deutschland in Europa zu isolieren und die Gesellschaft in Deutschland zu spalten. 

Die massenhafte Zuwanderung und die Spaltung der Gesellschaft haben verhängnisvolle Folgen – auch für die Sicherheit. Während der Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung in Deutschland im Jahr 2019 insgesamt 13,5 Prozent zählte, betrug der Anteil nichtdeutscher Verdächtiger bei der Gewaltkriminalität nach der jüngsten Polizeilichen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes für 2019 insgesamt 37,5 Prozent. Bei der Fallgruppe Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen waren es 39,7 Prozent, bei der Fallgruppe Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall 36,8 Prozent. Solche Zahlen und die Berichte über die Alltagskriminalität arabischer Clans in unseren Großstädten lassen die Akzeptanz für die Zuwanderung Schritt für Schritt, Tat für Tat sinken. Die Versuche, diese Zahlen zu negieren, insbesondere mit dem Hinweis, bei den Tätern handle es sich überwiegend um junge Männer aus einem anderen Kulturkreis, für deren Lage man Verständnis aufbringen müsse, bewirken nur noch eine größere Distanzierung in der Breite der Bevölkerung.

Ein mutiges und offenes Ansprechen der Probleme allein wird aber nicht mehr ausreichen, um das Dilemma zu lösen. Wir müssen entschlossen handeln, als Signal nach innen und außen.

Handeln heißt, wir brauchen eine weitere deutliche Reduzierung des Zuzugs nach Deutschland. Wenn wir schon mit den bereits hier lebenden Migranten an die Grenzen der Integrationsfähigkeit kommen, dann ist es kontraproduktiv, die weitere Zuwanderung von 400 bis 500 Asylsuchenden pro Tag als Erfolg anzusehen. Rund 450 Menschen pro Tag war die Zahl der Asylsuchenden vor der Schließung der Grenzen im Zuge der Corona-Krise. Sie bedeutete pro Jahr den Zuwachs von über 150.000 Migranten, das entspricht einer Großstadt, was man auch bei gutem Willen nicht als belanglos bewerten kann. 450 Menschen pro Tag waren aber nur ein Teil des Zuzugs. Nicht mitgezählt sind etwa der Familiennachzug und diejenigen, die sich erst gar nicht an unseren Grenzen haben registrieren lassen. Und inzwischen wissen auch alle, dass nicht nur ausgebildete Facharbeiter zu uns kommen.

Wir brauchen aber nicht nur eine Reduzierung des Zuzugs, sondern auch eine konsequente Abschiebung von abgelehnten und straffälligen Asylbewerbern. Die derzeitigen Zahlen sind bedauernswert niedrig. Die knapp über 20.000 Abschiebungen im Jahr 2019 gegenüber den rund 250.000 Personen, die im gleichen Zeitraum ausreisepflichtig waren, zeigen eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit auf. Die zahlreichen offiziellen Bekundungen, dass Deutschland verlassen müsse, wer keine Anerkennung als Asylbewerber erhalten habe, finden sich in der Alltagsrealität nicht wieder. Um die Zahl der Abschiebungen signifikant zu erhöhen, fehlt es in einigen Bundesländern am politischen Willen. Dies belegt auch die geringe Zahl von insgesamt nur rund 500 Abschiebehaftplätzen in Deutschland, wobei noch nicht einmal alle Bundesländer solche Abschiebeeinrichtungen betreiben. Die wiederholt geforderte Übertragung der Zuständigkeit dieser unbeliebten Aufgabe auf die Bundespolizei ist nicht sinnvoll, da die Bundespolizei dann mit den rund 600 lokalen Ausländerbehörden jede einzelne Abschiebung koordinieren müsste. Sinnvoller wäre es, wenn die Bundesebene zentrale Dienstleistungen als Unterstützung zur Verfügung stellen würde, etwa bei der Bereitstellung von Charterflügen oder der Beschaffung von fehlenden Reisedokumenten.

Bei Diskussionen oder Talkshows zum Thema Migration konnte man bisweilen den Eindruck gewinnen, wenn Deutschland endlich ein sogenanntes Einwanderungsgesetz habe, sei der ungeregelte Zuzug Geschichte, und alle Probleme seien gelöst. Ein solches Gesetz, das „Fachkräfteeinwanderungsgesetz“, ist am 1. März 2020 in Kraft getreten und wird die Fluchtbewegung nach Deutschland nicht stoppen. Das Gesetz regelt, wer zu Arbeits- und Ausbildungszwecken nach Deutschland kommen darf und hat mit der Asyl- und Flüchtlingsproblematik wenig zu tun.

Auch die Erfolgsmeldung, alle Migranten nach Deutschland würden inzwischen registriert werden, darf hinterfragt werden. Das ist zweifellos eine wichtige und gute Maßnahme. Aber wir haben in Deutschland und anderswo keine Datei aller „bösen“ Menschen dieser Welt, mit der wir die Daten der Einreisenden abgleichen könnten. So können trotz Registrierung unter den Migranten Straftäter, Extremisten oder Folterer sein, ohne dass wir sie mangels Abgleichmöglichkeiten erkennen können. Die wichtige und richtige Registrierung gibt also leider keine hinreichende Sicherheit.

Der Text ist ein Auszug aus Gerhard Schindlers neuem Buch „Wer hat Angst vorm BND?“ Es ist bei Econ erschienen.

 

Gerhard Schindler war von Dezember 2011 bis Juni 2016 Präsident des Bundesnachrichtendienstes. Er war der Erste, der in einer Transparenzoffensive regelmäßig Journalisten zum Gespräch eingeladen hat und die Decknamen von bereits öffentlich bekannten BND-Standorten austauschen ließ. Gerhard Schindler ist Mitglied der FDP und gilt als Fachmann für kriminelle und terroristische Netzwerke, IT-Sicherheit und Computerkriminalität.

Foto: Stephan Clausen CC0 via Wikimedia Commons

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Leserpost

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J. Flint / 12.10.2020

Nix neues !!! Scheint im Moment Mode zu sein im ” Wohlverdienten Ruhestand ” das Mau… aufzureissen. Als die Möglichkeit Bestand Einfluss auf die sich entwickelnden Ereignisse zu nehmen, fehlten wohl Zwei entscheidende Dinge in der Hose. Jetzr so zu tun als wär man nicht Mitschuld an der damaligen ” Flüchtlingskrise ” ist einfach nur widerlich heuschlerisch.

Frances Johnson / 12.10.2020

Im Prinzip würde nur helfen, offizielle Schiffe einzusetzen, auf denen direkt die Asylverfahren abgewickelt werden. Der Rest müsste in Sichtweite der Küste mit intaktem Schlachboot und GPS nach Süden wieder ausgeladen werden. Das gäbe prima Bilder in Afrika. Wenn sie nach Norden hinkommen mit dem Boot, kommen sie auch nach Süden zurück. Im Osten vor den Inseln dasselbe, an Land Grenze wie gehabt. Wenn man sich es erleichtern will, gibt es ja auch noch Botschaften.

Hans-Peter Kimmerle / 12.10.2020

Giovanni Brunner: Sie liegen mit Ihrer Einschätzung völlig richtig. Es ist einfach unvorstellbar, dass sich solch naive Herren wie Herr Schindler in einem Geheimdienst in leitender Stellung befinden. Ein Gerhard Schindler ist halt kein Hans-Georg Maaßen.

María José Blumen / 12.10.2020

Wer unschöne Bilder nicht aushalten kann, dem wird irgendwann noch viel Unschöneres blühen. Das Leben ist kein Wunschkonzert, auch wenn sich diese Illusion inzwischen fest bei unserer medialen und politischen Elite eingeprägt zu haben scheint. Politiker sondieren “was gut ankommt” beim Wähler und weil sie wissen dass das was “gut ankommt” beim Wähler das ist was der Journalistenschwarm in seinen linken Brutstätten, den “geisteswissenschaftlichen” Fakultäten der Univeritäten erträumt, wird eben gegendert, Klima gerettet und Open Borders betrieben. Solange die deutsche Wirtschaft und damit das deutsche Sozialsystem nicht ganz an die Wand fährt wird weiter geträumt und weiter Wählertäuschung betrieben werden. “Wir schaffen das!” ist ähnlich dem Glauben an den Endsieg und an Wunderwaffen. In beiden Fällen ist nicht zu erkennen wie das zu Schaffende eigentlich bewerkstelligt werden soll und wie das drohende Unheil noch abzuwenden ist, aber alleine der Zweifel dass dies alles vielleicht doch nicht zu Schaffen sei und dass man schleunigst den Kurs ändern müsste, kommt dem Zweifler teuer stehen.

Frances Johnson / 12.10.2020

@ Ilona Grimm: “Das hat Merkel zwar gewusst, aber „Deutschland verrecke“, „Deutschland du mieses Stück Sch…“ ist offenkundig auch ihre Maxime. Deshalb hat sie alle ins Land gelassen, die rein wollten. Und deshalb unterhält sie ihre Politik des Migranten-Imports um jeden Preis.” Damit bin ich deswegen nicht einverstanden, weil ich meine, dass es von den UN ausgeht, sie den UN gehorcht und vor allem gern UN-Vorsitzende werden würde. Deutschland ist ihr egal, wozu der Spruch passt: Nu sin sie halt da. Mieses Stück Scheiße denkt sie nicht, sondern es ist ihr wurscht. Und das finde ich noch schlimmer, denn Hass beinhaltet immer enttäuschte Liebe, also Hassliebe. Dieses Gefühl sehe ich da nicht. Ich sehe nur Teflon oder gut gespielte Rührung wie beim Mädchen Rehm, die aber eine vollkommen andere Geschichte hat. Ihres ist eine Unterstellung, meins allerdings ebenfalls. Zusätzlich unterstelle ich ein sehr schlechtes Selbstbewusstsein, was gefährlich ist. Ich meine, dass man das auch in dem alten Interview mit Gaus sieht. Frau mit Schutzschild. Eine Frau mit gutem Selbstbewusstsein (Kristina Schröder) wurde entsorgt, eine weitere (UvdL) permanent mit unpassenden Positionen bedient und schließlich praktisch in Brüssel untergebracht, solches abgeguckt bei Helmut Kohl (z.B. Biedenkopf). Merz wurde abgedrängt usw. Was getan wurde, um Seehofer zu zähmen, erschließt sich mir nicht, ich nehme aber an, dass eine Unterstützung für eine bayerische Kandidatur als KK vorgeschlagen wurde. Nur haben wir jetzt die Situation, dass manche hier die nicht wollen.

Katja Bauder / 12.10.2020

Hier kann man “aus berufenen Munde” lesen, was ein Jeder, der bis auf Drei zählen kann, schon lange weiß. - Nur mit dem Talent zum Zählen ist es beim Michel offenkundig nicht reich bestellt. ..

Frank Rotschedl / 12.10.2020

Die Forderungen sind ja schön und gut und vom gesunden Menschenverstand getragen, aber wie realistisch sind diese? Selbst dem letzten Bildungsversager mit politischer Karriere müsste klar sein, dass man das Ertrinken im Mittelmeer innerhalb kürzester Zeit vom Tisch hätte, wenn man die “Geretteten” direkt zurück nach Nordafrika bringen würde. Ebenso dürfte klar sein, dass es dämlich ist, jeden ohne Papiere illegal einreisen zu lassen, Ausweisung aber nur mit gültigen Papieren vorzunehmen… Jetzt zoomen wir aber mal raus und sehen: Eine Regierung, die alles unternimmt, um dem produktiven Teil der Bevölkerung Knüppel zwischen die Beine zu werfen, die Mobilität möglichst beschränken will, die den Bürgern von allen Seiten in die Tasche greift - freuen wir uns auf den CO²-Preis ab 1.1.21 - der Wirtschaft das Rückgrat bricht, die Energieversorgung destablisiert - der große Knall kommt sicher, wenn an der Strategie nichts geändert wird - und Strom beliebig verteuert… Man könnte noch ergänzen: Die Polizei nach Möglichkeit behindert und natürlich die Bundeswehr voll gegen die Wand fährt… Mit so einer Regierung braucht man keine Feinde von außen… Fazit: Mit dieser Regierung wird es keine sinnvolle Flüchtlings- und Einwanderungspolitik geben… keine Score-Modell für sinnvolle Einwanderung nach Deutschland und ne nette Lotterie für eine definierte Anzahl “Rest”, keine EU-Anlaufstellen für Flüchtlinge in der Nähe der Fluchtursache - z.B. in Nordafrika - wo dann in einer sicheren Zone mit EU-Bewirtschaftung über Asylanspruch etc. entschieden wird und sich die Menschen ganz ohne Lebensgefahr auch für Einwanderungsprogramme verschiedener EU-Länder bewerben könnten… Wir haben kein Problem mit Flüchtlingen - wir haben ein Problem mit einer Regierung, die konsequent Ihren Amtseid verletzt und nichts auslässt, was der rechtmößigen Bevölkerung (egal wo sie geboren wurde, um das mal festzuhalten) schadet. PS: Die FDP spielt dieses Spiel offensichtlich auch einfach mit.

Steffen Huebner / 12.10.2020

Die niedrige zweistellige Zahl von wirklichen Asylbewerbern nach dem Grundgesetz sind nicht das Problem. Ansonsten brauchen wir bis auf wenige tausend Hochqualifizierte überhaupt keine Einwanderung, denn wir sind ein dicht besiedeltes Land und überall, wo man hinkommt, sitzt schon Einer. Das Wort „Flüchtlinge“ ist vollkommen unangebracht. Es sind Versorgungssuchende, die um den halben Erdball reisen um an die weltweit für Gäste wohl einmaligen Sozialleistungen für nix zu gelangen. Und das lebenslang, erarbeitet von der Verkäuferin, der Krankenschwester usw., denn auf den deutschen Arbeitsmarkt haben die meisten keine Chance.  Hunderttausende Migranten der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland integrieren sich bis heute nicht und bilden inzwischen Parallelgesellschaften - Assimilation, nicht nur Integration, wäre notwendig. Deutliche Worte vom Hirnforscher Dr. Peter Dogs bei Peter Hahne (ZDF,2017): Bei Hirnforschern ist Konsens, dass die grundlegende kulturelle und soziale Prägung der Persönlichkeit des Menschen mit zwölf Jahren abgeschlossen ist. Sie können vielleicht noch die Sprache lernen, mehr nicht. —-  Deutschland steht in weltweiter wirtschaftlicher Konkurrenz, da muss man den hochqualifizierten unter Vierzigjährigen gute Einkommen, niedrige Steuern und - nicht zuletzt - Sicherheit (!) bieten, denn die können mit den Finger über die Landkarte fahren, wie über eine Speisekarte, sind überall willkommen, und wenn von denen viele gehen, hat Deutschland ein Problem…

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