Archi W. Bechlenberg / 26.12.2018 / 06:15 / Foto: Pixabay / 11 / Seite ausdrucken

Das Weihnachts-Antidepressivum (4)

Gerade hatte Leif-Lasse Thorenson die erste Treppenstufe betreten, da ging die Türe auf. Es waren Urbi et Orbi. Sie wedelten mit ihren – nein, mit Thorensons –  Schaufeln und riefen: „Da kommt eine Drohne! Eine Drohne!“

Der Kommissar hatte sich bereits instinktiv umgeschaut, mit was er nach den alten Lappen werfen könnte, aber er hätte dafür schon zur Werkstatt gehen müssen, wo der Amboss stand. 

„Eine WAS?“ fragte er daher nur. „Was wisst ihr denn von Drohnen?“

„Hallo? Drohnen sind seit Jahren ein Thema. Selbst in der letzten „Ren- und Huhn-Revue“ stand ein großer Artikel...“

„Schnüss!“ brüllte Thorenson, er hatte die Treppe verlassen und stürmte an Laus und den beiden Schraten vorbei zur Türe und sah hinaus. Tatsächlich, da näherte sich von Süden her ein helles Licht.

„Es könnte natürlich auch ein Ufo sein“ gniffelte Tryggve deutlich vernehmbar in Thorensons Rücken. „Oder der Stern von Bethlehem“ ergänzte sein Bruder. Laus hingegen enthielt sich jeglicher Stimme, er ahnte, dass ein Wort zu viel ein Wort zu viel sein könnte.

„Ihr Hirntoten, ihr Pyroklasten, ihr zehntausend struppigen Höllenhunde, das ist ein Heli! So einer, wie ihn Ellias Beinhoern, der Pilot von Bitipoelser, fliegt. „Habt ihr den noch nie gehört und gesehen?“ Thorenson griff hinter sich und erwischte Torkel. Oder war es Tryggve? „Da, schau, Dumpfbacke! Ein Hubschrauber! Siehst du die Rotoren?“

Tryggve stierte angestrengt vor sich hin. „Tut mir leid, Chef, die drehen sich einfach zu schnell!“

Thorenson ließ den Lappen los und trat ein paar Schritte Richtung Vorgarten. Der Hubschrauber hatte sich inzwischen nahe genug herangearbeitet, um zu landen. Und so standen dann Sekunden später ein ausgewachsener roter Marauder mit Straßenzulassung und ein nicht weniger imposanter, gelb-blau gestrichener Helikopter vor der Polizeistation von Hyventowers. Die Rotoren kamen zur Ruhe („Siehst du sie jetzt, Torkel???“ „Ich bin Tryggve, aber ich sehe sie auch!“) und drei Personen verließen das bekannte Flugobjekt, in der typischen, vorgebeugten Haltung, in der Passagiere stets das Weite suchen, wenn sie aus einem Heli aussteigen. 

Gunilla, die Assistentin des Doktors, auch sie war dabei!

Thorenson trat automatisch zur Seite, so dass die drei dick vermummten Gestalten ins Haus konnten. Dann schloss er die Türe mit einem wuchtigen Hieb; Tryggve schaffte es gerade noch rein, ohne das massive Stück Nordeiche abzubekommen.

Die drei Neuankömmlinge schälten sich aus der winterlichen Kleidung. Da war Ellias Beinhoern, der Pilot von Bitipoelser, als nächstes entpuppte sich Dr. Wolfson und die dritte Person – Thorensons Herz setzte für einen Moment aus – ja, sie war es tatsächlich! Anna-Gunilla Undqvist, die Assistentin des Doktors, auch sie war dabei! Thorenson erwischte sich, wie er die sensationelle, nordischländische feminine Erscheinung starren Blickes beim Entkleiden beobachtete. Es war wie in Zeitlupe! Und unter ihrer dicken Eiderdaunenjacke, die ihr bis an die schlanken Fesseln reichte, trug sie nichts als...

„Na, Kommisssar, mit uns hast du wohl nicht gerechnet, woll?“ Jovial klopfte Dr. Wolfson dem sprachlosen Ordnungshüter auf die Schulter, wobei er Thorenson den Blick auf Anna-Gunilla versperrte. Inzwischen war auch Laus näher getreten und lachte. „Unser Gastgeber scheint etwas verwirrt zu sein, Herrschaften! So viele Leute auf einen Haufen hat er vermutlich im ganzen letzten Jahr nicht gesehen! Ho ho ho!“

Thorenson hörte Laus wie durch eine Wattewand. „In der Tat“, dachte er, „vier Leute hier in der Stube, plus Urbi et Orbi, die beiden Vielfraße, das ist tatsächlich mehr, als sich verkraften lässt. Zudem...“ Hier fielen dem Kommissar die Lemminge wieder ein. Grundgütiger! Die dürften inzwischen höchstens noch als Kohletabletten bei der nächsten Durchfallattacke zu brauchen sein. 

„Ich muss schnell mal nach oben!“ japste Thorenson panisch, „Moment, Leute!“ Und mit diesen Worten hechtete er blindlings Richtung Treppe. Er kam bis zur dritten Stufe, dann rutschte er auf den beiden Lappen aus, die dort über der Kante zum Trocknen lagen. 

Die helle Stimme eines Engels drang durch den Nebel

Es gab kein Halten, da es unverantwortlicher Weise kein Geländer gab und Thorenson ohnehin vor lauter Hektik jeglichen Überblick verloren hatte, und mit einem unschönen „Paduff! Klompingklompingklomp!“ schepperte Leif-Lasse Thorenson kopfüber Richtung Amtsstubenboden. Dann war alles sehr, sehr still.

Stille.

Stille.

„Ich glaube, er kommt zu sich!“ Die helle Stimme eines Engels drang durch den Nebel, der sich in Thorensons Dachstube breitgemacht hatte. 

„Lass mich mal sehen!“ sagte eine andere Stimme. Die klang weniger engel- , als eher petrushaft. Im nächsten Moment leuchte erst in das eine, dann in das andere Auge ein helles, sehr helles Licht!

„Ich sehe das Licht!“ dachte Thorenson. „Das Licht! Wir bringen die Band wieder zusammen!“ Das Licht erlosch, Leif-Lasse blinzelte vorsichtig, um mehr zu erkennen. Über ihn gebeugt standen mehrere Wesen. Thorenson kam ein Cartoon in den Sinn, in dem man ein halbes Dutzend Indianer sieht, die über etwas gebeugt stehen; der Cartoon trug den Titel „Das Letzte, das General Custer sah.“

Eine der Gestalten war unzweifelhaft eine Frau, sie hatte lange blonde, zu zwei Zöpfen geflochtene Haare und trug etwas sehr weißes, ätherisches. „Bin ich im Himmel?“ murmelte Leif-Lasse. „Bin ich wirklich im Himmel?“

„Er spricht!“ sagten alle, was sich durch die sehr unterschiedlichen Stimmlagen wie ein Schlager der Comedian Harmonists anhörte. „Da liegt er auf dem Sofa, und er spricht, spricht, spricht!“

„Noch nicht!“ sprach die basslastige Stimme. „Du könntest es durchaus sein, zum Glück haben dich die Brüder Thorfinn gefunden. Hier, unsere Helden von Hypoplasta!“

Zwei Lappen beugten sich freundlich grinsend über Leif-Lasse und verzogen ihre wettergegerbten Mienen. „Na Chef, alles klar?“

„Geht mal auf Seite, Jungs!“ Das war die Engelsstimme. Im nächsten Moment beugte sich  Anna-Gunilla Undqvist über ihn. Sie duftete wie ein frisch geborenes Elchkalb, unschuldig, tapsig, offen für die Welt, bereit, in warme Decken gewickelt zu werden und ihre erste feste Nahrung zu sich zu nehmen... 

Heilig Abend mit Anna-Gunilla, nur sie beide

Mit der rechten Hand zupfte sie Leif-Lasse zärtlich ein paar Haare aus der Stirn. „Könnten die Anderen jetzt bitte gehen“ dachte der Kommisssar und beeilte sich, ins Leben zurückzukehren. „Heilig Abend mit Anna-Gunilla, nur sie beide, mit ein paar verkohlten Lemmingen und ein paar Flaschen Château Chasselet... Was bitte konnte schöner sein?“

Jetzt merkte Thorenson auch, dass er auf dem Sofa in der Amtsstube lag, unter ihm eine Daunendecke, über ihm eine Daunendecke. „Was ist denn nur los hier?“ fragte er, nun schon deutlich fester bei Stimme. Er versuchte, den Oberkörper aufzurichten, gab es aber sofort wieder auf. Ein heftiger Stich durchfuhr seinen Kopf.

„Du weißt gar nichts mehr? Das dachte ich mir schon.“ Dr. Wolfson trat neben den weißen Engel. „Es würde mich auch wundern, wenn es anders wäre. So ein Eiszapfen vom Gewicht einer gut genährten Katze kann echt böse Folgen haben. Du hast wirklich Schwein gehabt, dass Torkel und Tryggve dich rechtzeitig gefunden haben. Sonst lägst du jetzt vor deiner Hütte wie einst Yoyneh Shagal in den Südkarpaten. Muahahahaha!“

Die Thorfinns linsten sich verständnislos an. Woher sollten sie auch wissen, was der Doktor meinte. Hier oben gab es weder Kino noch TV. Leif-Lasse hingegen schauderte es.

„W a s  g e h t   h i e r  v o r ?“ Leif-Lasse hatte nun endlich wieder fast zu seiner Amtsstimme zurück gefunden. „Was macht ihr alle hier, und das an Heilig Abend?“

„Heilig Abend?“ Jetzt mischte sich Ellias Beinhoern, der Pilot von Bitipoelser, ein. „Der ist erst kommenden Montag. Dein Dachschaden scheint gar nicht so ohne zu sein.“

„Schnüss, Beinhoern!“ unterbrach Dr. Wolfson. „Wenn Leif-Lasse nur mit dem Kalender etwas durcheinander ist, sollten wir alle froh sein. Das gibt sich in ein paar Tagen wieder. Zum Glück waren wir ja nach dem Alarm durch Torkel und Tryggve innerhalb einer Stunde hier in Fawltyhyggn. Also, Kommissar, ich habe dir die Wunde mit einem tüchtigen Zwirn genäht, das Blut ist gestillt, gegen die Schmerzen bekommst du meine selbst destillierte Tinktur aus salix tundrae, die Beule wird noch ein, zwei Wochen auf deiner Omme glänzen. Wenn du noch ein, zwei Tage liegen bleibst, dürftest du Heilig Abend schon wieder auf den Beinen sein...“

„Oh, Vollversammlung? Habe ich was verpasst?" 

Leif-Lasse glaubte zu träumen. Er sah die um ihn Herumstehenden fragend an. Dann merkte er, dass einer fehlte. „Wo ist Laus?“ rief er, so laut er konnte. Der folgende Stich quer durch seinen Kopf brachte ihn umgehend zur Vernunft. „Wo ist Laus?“ flüsterte er. „Suchen Sie mir Laus!“ 

Die Anwesenden nickten freundlich. „Das wird schon wieder, Kommisssar. Wer soll das sein, dieser Laus? Außer uns ist hier niemand.“

Was nicht ganz richtig war. Die Türe sprang auf, und mit einem lustigen „Ho ho ho!“ betrat Brynjolf Kjellbarn, der Fallensteller von Riksgränsen, die Amtsstube. 

„Oh, Vollversammlung?“ lachte er fragend. „Habe ich was verpasst? Ich wollte nur ein Dutzend bereits ausgenommene und abgezogene Berglemminge vorbei bringen, die zusammen mit einer Sauce aus Preiselbeeren und fermentierter Gerbrindenrinde ein geradezu unvergleichliches Festmahl ergeben werden. Heilig Abend, meine ich, der ist ja Montag!“

Leif-Lasse gab noch nicht auf, die Sache zu verstehen. Er könnte sie alle verhaften und der Reihe nach verhören. Sie würden schon singen. Aber er entschied sich, bei der sanften Tour zu bleiben.

„Doc“ flüsterte er, „bist du sicher, dass ich außer der Wunde nichts weiter davon getragen habe?“

„Na ja,“ antwortete Wolfson, „wir sind jetzt seit ein paar Stunden hier. Du hast bis eben geschlafen, ziemlich viel seltsames Zeug gebrabbelt und etliche Male um dich geschlagen. Einmal wolltest du auch aufstehen, aber natürlich hat Anna-Gunilla dich daran gehindert. Es kann sein, dass in deinem Oberstübchen noch ein wenig Unordnung herrscht. Halluzinationen vor allem. Eine leichte Ausprägung von geistiger Insolvenz. Aber ich bin guter Dinge. Wie schon gesagt, so ein Schlag auf den Kopf ist nicht ohne. Mir wäre am liebsten, es würde jemand noch ein, zwei Tage bei dir bleiben und auf dich aufpassen...“

„Anna-Gunilla! Könnte sie nicht...?“ Thorenson war jetzt doch wieder in eine etwas lautere Stimmlage verfallen. Der blonde Engel schob sich lächelnd neben den Doktor. „Ist ja süß, dass du da gleich an mich denkst, Leif-Lasse. Das würde ich auch zu gerne machen. Aber ich fliege morgen mit Erika-Erdmute nach Mykonos. Ein wenig Sonne tanken...“

Der Stich in Leif-Lasses Herz war schlimmer als der in seinem Kopf, und jeder sah ihm die Enttäuschung an. 

„Du brauchst keine medizinische Hilfe!“ sagte Dr. Wolfson. „Bevor die Fäden gezogen werden, ist das nicht nötig. Du brauchst nur ein wenig Unterhaltung und jemand, der darauf achtet, dass du im Bett bleibst. Jungs, wie ist es mit euch? Habt ihr in den nächsten Tagen was vor?“

Torkel und Tryggve Thorfinn schüttelten freundlich gniffelnd die Köpfe.

Ende.

 

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Foto: Pixabay

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Hjalmar Kreutzer / 26.12.2018

Einfach danke, danke, danke, danke, was für eine herrliche Weihnachtsserie! Ellis Beinhoern, politisch völlig inkorrekt und auch noch völlig falsch herum gegendert nein aber auch! Applaus, Applaus!

armin wacker / 26.12.2018

Aber ein richtiges Happy End war das ja wohl nicht.

A. Witzgall / 26.12.2018

Ich habe mir erlaubt, ihre schöne Geschichte auszugsweise am Mittagstisch zu erzählen. Noch Niemand hatte bisher etwas von geschmorten Lemmingen gehört. Es waren am Ende aber auch noch niemals so viele Rouladen für mich übrig. Vielen Dank, frohe Weihnachten und guten Rutsch.

E.W.U. Putzer / 26.12.2018

Die ‘schlimmsten Tage im Jahr’ sind mit dem ‘nachgooglen’ der vielen (mir als gnadenlos zu spät geborenen) unbekannten Namen und Begriffe der Weltgeschichte in dieser echten Weihnachtsgeschichte wie im Flug vergangen. Jetzt mach ich mir erstmal einen besonders fetten Lemming, hoffentlich gibt es auch eine Neujahrsgeschichte als Nachtisch?!

Paul Siemons / 26.12.2018

Was haben wir denn jetzt da, mal schauen: Rassismus (“Lappen”), Umweltverdieselung (der “Schlitten”), Wildfrevel (die Lemminge), Waldfrevel (die Saucenzutaten, streng geschützt), Fleischverzehr (zumindest geplant), CO2 Ausstoß (der Herd), Sexismus in besonders schwerem Fall (Anna-Gunilla), Verächtliochmachung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften (Anna-Gunilla : Erika-Erdmute) ,Verstoß gegen Bauvorschriften (kein Treppengeländer), fahrlässige Vernichtung von Lebensmitteln (die Lemminge), Verstoß gegen die Schnee- und Eisräumpflicht. Und wenn das stimmt, was Herr Thorenson auflistet, ist der Ofen wohl ganz aus. Ich bin dafür, den Autor in ein irdisches Paradies zu verbannen, nicht unter zwei Jahre. Vielleicht nach Malmö, Marxloh oder Marzahn. Oder Marokko.

Leif-Lasse Thorenson / 26.12.2018

Sehr geehrter Herr Bechlenberg, - oder sollte ich lieber Relotius-Bechlenberg schreiben? - zu sehen, in welch infamer Weise Sie das kurze Interview zwischen mir und Ihnen vom 21.12.2018 verfälscht haben löst außerordentliche Empörung in mir aus. Nicht nur, dass Sie mir mehrmals cholerische Anwandlungen zuschreiben und mich amouröser Anwandlungen gegenüber der Assistentin meines langjährigen Freundes und Arztes Dr. Wolfson bezichtigen. Auch sind mehrere der von Ihnen beschriebenen Szenen, sowie die Person des Herrn Laus frei von Ihnen erfunden! Ebenfalls war der mich betreffende Eiszapfen keinesfalls vom Gewicht einer “gut genährten Katze”, sondern allenfalls einer mittelmäßig genährten bis leicht kachektischen Katze. Alles in allem kann ich die Geschichte so nicht stehenlassen und bestehe auf einer unverzüglichen Berichtigung und umfassenden Aufarbeitung seitens der ACHSE. Mit freundlichen Grüßen, Leif-Lasse Thorenson

Wilhelm Stock / 26.12.2018

Danke, lieber Herr Bechlenberg, irgendwie musste solch ein abruptes Ende kommen… Spannend und voller Nordmannlyrik… aber ein Rezept für Lemminge habe ich nicht gefunden… Guten Rutsch!

Manni Meier / 26.12.2018

Äehh hömma Archi, dat is ja ga keine Weihnachtsgeschichte. Estens tut die ja ga nich an Weihnachten spielen, zweitens wird da auch kein Kindlein geborn und drittens hat die kein Happy End. Und de Anna-Gunilla flicht au noch mit de Erika-Erdmute zu de Griechen, man weiß ja watt die Weiber da so machen tun. Und de arme Kommisar is mit seine Lappen und die vakokelten Lemminge allein an Nordpol. Ne ne, Bechlenburch du hass mich schwer enttäuscht. Ich geh jetz est ma zu meine Tauben un tu die Viecher frohe Weihnachten wünschen, die wissen noch watt Weihnachten bedeuten tut, die vastehn jedes Wot.

Bernd Ackermann / 26.12.2018

“Geistige Insolvenz”...gefällt mir. Ist ja bei vielen Leuten so die “aufstehen” wollen. Mir kam es ja gleich verdächtig vor als der Nikolaus im XXL-SUV mit Dieselmotor vorgefahren ist, da konnte irgendwas nicht stimmen. Er ist zwar ein alter weißer Mann, also wär’s ihm durchaus zuzutrauen, aber normalerweise fährt damit Frau Nikolaus die Elfen zur Schule. Und Yoyneh Shagal, Tanz der Vampire, einer meiner Lieblingsfilme, besonders die Szene, in der der schwule Vampir einen “Engel durch den Raum” gehen lassen will - und dann das Buch zwischen die Reißzähne geschoben bekommt. “Custer’s last view” von Gary Larson habe ich vor 30 Jahren gesehen und immer noch in Erinnerung - vielleicht habe ich irgendwann auch mal einen Eiszapfen abbekommen. Danke für die (wie immer) gute Unterhaltung und die Lachtränen!

Mathias Vogel / 26.12.2018

Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte. Vielen Dank dafür. Und frohes Schaffen 2019.

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