Peter Heller, Gastautor / 22.07.2022 / 12:00 / Foto: Pixabay / 34 / Seite ausdrucken

Das Selbstbestimmungsgesetz als Akt politischer Esoterik

Die Zweigeschlechtlichkeit ist eine biologische Tatsache. Vor dem Hintergrund des chemischen Fundaments des Lebens erweist sich das geplante Selbstbestimmungsgesetz als vollendete Narretei. Es verlässt den Boden der Wissenschaft zugunsten eines spiritistisch-esoterischen Aberglaubens. 

Seit jeher trachten Ideologien aller Art danach, sich gegen Fakten und Tatsachen durch irrationale Glaubenssätze abzuschirmen. Gestattet doch nur dies den Fortbestand weltfremder Dogmen über Sein, Zweck und Sinn. Gedeihen können solche Lehren ohnehin nur im geschützten Raum abstrakter Gedankenexperimente. Denn mindestens als untauglich, wenn nicht gar gefährlich entlarvt sie jedes Zusammentreffen mit der Realität. 

Die Veröffentlichung der Eckpunkte des sogenannten „Selbstbestimmungsgesetzes“ durch Familienministerin Lisa Paus (Grüne) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) am 30. Juni des Jahres 2022 markiert den Beginn einer solchen Kollision. Die Genderideologie, nach der eine binäre Einteilung des Geschlechtes in entweder „weiblich“ oder „männlich“ lediglich als soziale Konstruktion und daher fremdbestimmter Eingriff in die individuelle Autonomie anzusehen ist, hat nun endgültig den empirischen Wissenschaften den Krieg erklärt. Diesen offensichtlichen Unfug auf die Agenda einer Bundesregierung zu setzen, stellt den ersten Sieg einer fanatischen, von ihrer selbstgesteckten Mission bedingungslos überzeugten Sekte dar. 

Jeder soll also in Zukunft alle zwölf Monate sein Geschlecht wechseln können. Hierzu genügt die Abgabe einer einfachen Eigenerklärung beim Standesamt. Mediziner werden nicht mehr gefragt. Behandlungen bis hin zu physiologischen Angleichungen sind nicht mehr erforderlich und müssen auch nicht mehr angestrebt werden. Allein eine Änderung des Vornamens ist notwendig. „Peter“ heißt jetzt „Petra“ und sonst ändert sich nix. „Petra“ kann nach einem Jahr wieder zu „Peter“ werden, ganz nach Laune. Ob „Petra/Peter“ wirklich transsexuell ist oder das nur aus Spaß an der Freude behauptet, interessiert niemanden mehr. 

Und es kommt noch besser. Wer „Petra/Peter“ aufgrund seiner Physiognomie, seiner Stimme, seines Bartwuchses und seiner gegebenenfalls sichtbaren (Sauna, FKK und weiteres) Geschlechtsorgane weiterhin als Mann identifiziert und anspricht, begeht mitunter eine bußgeldbewehrte Ordnungswidrigkeit. Schließlich missachtet ein solcher, implizit als rückständiger Anhänger einer „biologistischen“ Sichtweise angesehener Zeitgenosse nach Auffassung der Bundesregierung „Peter/Petras“ Persönlichkeitsrechte. 

Was die Biologie dazu sagt

Nun spricht man in der Biologie immer dann von „sexueller“ Fortpflanzung, wenn die Erzeugung von Nachkommen mit einer Rekombination des elterlichen Erbguts einhergeht. Was natürlich weder zwingend mit der Paarung zweier Individuen verbunden ist noch mit der Aufteilung einer Art in mehrere Geschlechter. Die mit zunehmender Komplexität der Lebensformen immer konsequenter verfolgte Zweigeschlechtlichkeit stellt allerdings eine unbezweifelbare Beobachtungstatsache dar. Während Pflanzen und Pilze, Wirbellose und Insekten noch auf eine breite Vielfalt an Varianten der sexuellen Vermehrung zurückgreifen können, sind Fische und Amphibien da schon deutlich eingeschränkter. Unter den Reptilien schließlich existiert mit der Blumentopfschlange nur noch eine einzige Vertreterin, die unter widrigen Umständen zur Jungfernzeugung (bei der ein Weibchen Klone von sich selbst erzeugt) in der Lage ist. Vögel, Säugetiere und der Mensch hingegen reproduzieren sich ausschließlich zweigeschlechtlich.  

Was erklärungsbedürftig ist, wäre doch die asexuelle Vermehrung hinsichtlich der Arterhaltung wesentlich zielführender. Genotypen, die überlebens- und fortpflanzungsfähige Phänotypen beschreiben, blieben erhalten. Statt nur der Hälfte könnten alle Individuen einer Art Nachkommen zur Welt bringen und der Aufwand für die Suche nach geeigneten Partnern würde entfallen. Prokaryoten, also Zellen ohne Zellkern wie Bakterien und Archaeen, halten es so. Und sind damit seit vielen Milliarden Jahren überaus erfolgreich.

Allerdings arbeitet die molekulare Genkopiermaschine niemals perfekt. Es schleichen sich immer Fehler ein, die in der Regel die Fitness eines Organismus nicht verbessern. Bei fortwährender Erstellung bloßer Kopien häufen sich diese negativen Mutationen von Generation zu Generation an. Bis schließlich eine Schwelle überschritten wird, ab der die Überlebensfähigkeit der Nachkommen nicht mehr gegeben ist. Arten, die sich ausschließlich asexuell vermehren, sterben zwangsläufig aus. Prokaryoten umschiffen diese Klippe durch lateralen Gentransfer, bei dem sich zwei Individuen treffen und einige zufällig gewählte Genschnipsel miteinander austauschen. Dieser Ausweg ist jedoch Eukaryoten wie uns versperrt, da wir unser Erbgut in unseren Zellen an einem Ort bündeln und es durch eine spezielle Hülle abschirmen. Zellkern und Zellmembran, als Schutz vor chaotischen Zuständen beim Eindringen parasitärer viraler oder bakterieller DNA in das Cytoplasma sinnvoll, zwingen uns ein anderes Reproduktionsverfahren auf. 

Die Effektivität der Mitochondrien

Dabei erweist sich die Rekombination der Erbinformation in jeder Generation vor allem hinsichtlich der Fehlerkorrektur dem lateralen Gentransfer sogar als überlegen. Denn Mutationen verteilen sich nicht mehr gleichmäßig auf alle Nachkommen. Bei manchen häufen sie sich an, wodurch sowohl negative als auch positive Effekte für die Mechanismen der natürlichen Selektion eher und deutlicher sichtbar werden. Und eine größere Variationsbreite an Phänotypen erleichtert die Anpassung an sich ändernde Umweltbedingungen. So sichert die sexuelle Fortpflanzung einer Population das langfristige Überdauern, und deswegen ist sie, sobald gefunden, auch beständig.   

Die Funktionsfähigkeit einer im Vergleich zu Prokaryoten morphologisch erheblich differenzierteren eukaryotischen Zelle hängt empfindlich vom Leistungsvermögen ihrer Mitochondrien ab. Diese Zellorganellen gibt es nur bei Eukaryoten. Als Kraftwerke verwandeln sie elektrische Membranpotenziale in chemische Energie, die überall in der Zelle unterschiedlichste Reaktionsketten füttert. Höchstwahrscheinlich konnten Eukaryoten durch die Mitochondrien überhaupt erst entstehen. Weil nur diese die Energiemengen verfügbar machen, die es für die Bildung von Strukturen wie dem Zellkern oder für Reaktionsmechanismen wie der sexuellen Fortpflanzung braucht. 

Der Bauplan der Mitochondrien ist nicht vollständig im Zellkern konzentriert. Ein kleiner Bruchteil von 37 ihrer ungefähr eintausend Gene, die dreizehn der insgesamt achtzig Proteine der Atmungskette beschreiben, verbleibt bis heute in ihnen selbst (Zahlen beziehen sich auf menschliche Zellen). Das gestattet zwar schnelle Reparaturen aus Bordmitteln, könnte sich doch das Warten auf eine entsprechende Boten-RNA aus dem Zellkern im Ernstfall verheerend auswirken, entzieht aber diese 37 Gene nicht nur der sexuellen Fortpflanzung, sondern überhaupt jeder Form der induzierten Variation. Was allerdings aufgrund der überragenden Bedeutung der Effektivität der Mitochondrien für die Fitness des gesamten Organismus durchaus keine dumme Idee ist. Getreu dem Motto, niemals mutwillig zu verändern, was bereits gut genug arbeitet, sind die Schlüsselgene des mitochondrialen Erbgutes sehr weitgehend konserviert.  

Es gibt Frauen und es gibt Männer

Mehr noch ist bei hochdifferenzierten Lebewesen neben der Güte der einzelnen Zellen auch das reibungslose Zusammenspiel unterschiedlicher Gewebe und Organe von höchster Bedeutung. Ein Organismus mit fein ziselierter Arbeitsteilung zwischen seinen Bestandteilen ist nur so fit wie sein schwächstes Glied. Angesichts dessen sollten alle Mitochondrien in allen Geweben jedes Individuums einen möglichst einheitlichen Leistungsstandard aufweisen. Und um das zu gewährleisten, dürfen bei der sexuellen Fortpflanzung jene 37 Schlüsselgene nur von einem Elternteil stammen. 

Dies erklärt die Aufteilung vieler Arten in genau zwei genetisch wie physiologisch unterscheidbare Geschlechter. Von denen eines seine mitochondriale DNA an die Nachkommen weitergibt, das andere dagegen nicht. Erstgenanntes bezeichnet man nach gängiger Konvention als „weiblich“, das letztgenannte als „männlich“. Je komplexer die Lebensform, desto wichtiger die Konservierung der mitochondrialen Gene und desto häufiger die zweigeschlechtliche sexuelle Fortpflanzung. 

Es sind also die Prinzipien der Evolution, die im Anspruchsdreieck aus effizientem Ressourceneinsatz, effektiver Fehlerkorrektur und ausgeprägter Anpassungsfähigkeit für höhere Arten bis hin zum Menschen eine Kombination aus sexueller (für fast das gesamte Genom) und asexueller (nur wenige mitochondriale Gene betreffend) Fortpflanzung erzwingen, die die Zweigeschlechtlichkeit bedingt. Es handelt sich hier um einen bereits im chemischen Fundament des Lebens angelegten Zusammenhang. Es gibt Frauen und es gibt Männer. Und sonst gibt es nichts. 

Auch die physiologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern ergeben sich unmittelbar aus diesem molekularbiologischen Determinismus. Die weibliche Keimzelle ist groß, weil vollgestopft mit bis zu 150.000 Mitochondrien, die zur Ausstattung aller Zellen des Embryos im Verlauf der ersten Teilungsschritte benötigt werden. Die wenigen, nur der Selbstversorgung dienenden Mitochondrien der männlichen Spermien dringen bei der Befruchtung in der Regel nicht in die Zygote ein. Und es ergibt zusätzlich Sinn, das wertvolle, unter hohem Aufwand produzierte Ei im geschützten Raum des weiblichen Körpers zu belassen, statt es den Risiken einer Übertragung auf das Männchen auszusetzen. Deswegen verfügen die Weibchen neben den Eierstöcken auch über die Gebärmutter und (bei Säugetieren) die Milchdrüsen, sie übernehmen die Schwangerschaft und die Erstversorgung der Neugeborenen.

Der Irrtum der Selbstbestimmung

Wie nun Geschlechterrollen (Gender) in einer menschlichen Gemeinschaft gesehen beziehungsweise gelebt werden, unterliegt natürlich veränderbaren sozialen Normen und Konventionen. Aber zu welchen Formen und Ausprägungen eine Gesellschaft auch immer neigt, ist es doch das biologische Geschlecht (Sex), das einen universellen, nicht überwindbaren Rahmen physischer wie mentaler Unterschiede zwischen Frauen und Männern vorgibt. 

So bestätigt gerade das Phänomen der Transsexualität, das zwischen 0,4 und 0,7 Prozent der Bevölkerung betrifft, die geschlechtliche Dualität in besonderer Weise. Kann doch bei den Betroffenen eine physiologische Geschlechtszuweisung immer eindeutig vorgenommen werden, sie sind Frauen oder Männer und nichts anderes. Ob man Menschen, die dennoch unter der Wahrnehmung leiden, im falschen Körper zu leben, dadurch hilft, sie in eine frei erfundene und obskure zusätzliche Kategorie zu zwingen, erscheint höchst fragwürdig. Wollen sie doch gerade die Identität des jeweils anderen Geschlechts so umfänglich wie möglich annehmen und in dieser leben. Ob man sie dabei unterstützt oder ob man therapeutisch versucht, das Empfinden mit der körperlichen Realität in Einklang zu bringen, ist individuell zu entscheiden.

Unter die Diagnose „Intersexualität“ hingegen fällt eine Vielzahl unterschiedlicher genetischer Abweichungen, die aber alle innerhalb des Spektrums der Zweigeschlechtlichkeit liegen und eben kein „drittes Geschlecht“ definieren. Inter- und Transsexuelle rechtlich gleichzustellen, wird zudem den spezifischen Ansprüchen (und Leidenscharakteristika) beider Gruppen nicht gerecht. Und Hermaphroditen oder „nicht-binäre Personen“ im Sinne der biologischen Definition, also Individuen, die Eier und Spermien parallel ausbilden und sich gegebenenfalls sogar selbst befruchten könnten, gibt es bei Säugetieren nicht. Medizinisch versteht man unter Hermaphroditismus beim Menschen eine Form der Intersexualität, in der zwar durchaus die Anlagen für Hoden wie Eierstöcke vorhanden sind. Im Verlauf des Wachstums bildet sich aber – hormonell gesteuert – in jedem Fall nur eines von beiden Organen vollständig und funktionsfähig aus. 

Der grüne Jubel über das Selbstbestimmungsgesetz ist verständlich, unterwerfen sich die Ökologisten doch seit jeher einer Weltanschauung, nach der sich die Naturgesetze menschlichen Phantasien anpassen müssen und nicht umgekehrt. Die Begeisterung vieler liberaler Geister jedoch scheint eher auf einen falsch verstandenen Freiheitsbegriff zu beruhen. Freiheit ist eben nicht gleichbedeutend mit vollständiger Handlungsfreiheit (bis hin zur Geschlechterwahl). Dem stehen nicht nur die Rechte anderer Menschen entgegen, sondern – allzu häufig unbeachtet – auch die Naturgesetze.  

Ein Machwerk der Beliebigkeit

Man kann nun einmal weder frei darüber bestimmen, ob man überhaupt geboren wird, noch kann man sich die Welt aussuchen, in die man dabei gelangt. So wenig, wie sich in diesem Universum die Gravitation oder die Gesetze der Thermodynamik (die Energiewende lässt grüßen) ganz nach aktueller Laune ausschalten lassen, ist es möglich, sich von den chemischen Grundlagen seiner eigenen Existenz zu entkoppeln. Niemand kann sein Geschlecht frei wählen. Es wird zufällig festgelegt und keine noch so fortgeschrittene Medizin vermag einen weiblichen in einen männlichen Körper zu verwandeln oder andersherum. Entweder hat man das Potenzial, bei einer Reproduktion seine Mitochondrien auf seine Kinder zu übertragen (kann also Eierstöcke bilden) oder man hat es nicht (kann keine Eierstöcke bilden). Es existieren nur diese beiden Möglichkeiten, zwischen denen es keinen Mittelweg und zu denen es keine Alternative gibt. Damit müssen wir uns alle abfinden, vom Individuum bis hin zum Gesetzgeber.

Vor diesem Hintergrund erweist sich das geplante Selbstbestimmungsgesetz als vollendete Narretei. Keines der mit ihm verfolgten Ziele wird es erreichen, da es den Boden der Wissenschaft zugunsten eines spiritistisch-esoterischen Aberglaubens verlässt. Es verhöhnt die wirklich Betroffenen, weil es ihnen implizit sagt, es wäre doch alles nicht so schlimm und durch die bloße Änderung des Vornamens sei die Angelegenheit zufriedenstellend geklärt. Es setzt bereits Kinder ab vierzehn sektiererischer Propaganda aus, die in einer ohnehin schwierigen Phase der Selbstfindung eigentlich klare Orientierungshilfen benötigen. Es öffnet vielen Formen der Diskriminierung die Tür, da es zahllose weitere gesetzliche Regelungen für alle möglichen Bereiche induziert, in denen vernünftigerweise zwischen Frauen und Männern unterschieden wird, was bei Sport, Strafvollzug oder sanitären Einrichtungen bei weitem nicht endet. Es brüskiert alle Frauen, die im Sinne der Gleichberechtigung auf ihrer spezifischen Biologie bestehen müssen, wenn es etwa um die medizinische und pharmazeutische Forschung geht. Und es verletzt die Rechte Dritter, von flüchtigen Bekannten bis hin zu Eltern, Ehe- und Lebenspartnern oder Kindern, denen es vorschreibt, was diese zu denken und zu sagen haben. 

Wahre Freiheit bedeutet, frei von der Willkür anderer Menschen, insbesondere der Obrigkeit, handeln zu können. Das „Selbstbestimmungsgesetz“ hingegen ist ein Machwerk der Beliebigkeit, in dem sich eben jene Willkür manifestiert. Es ordnet sich damit nahtlos in das Regierungshandeln der vergangenen Jahre ein, man denke an die Pandemiemaßnahmen oder die Energiepolitik. Es drückt vor allem aus, welche Art der Freiheit unsere Regierung für sich in Anspruch nimmt. Die offensichtlich die endgültige Befreiung von Kompetenz und Verantwortung anstrebt.

 

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Foto: Pixabay

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Leserpost

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Helge Grimme / 22.07.2022

Als “Esoteriker” beschimpfen woke Eiferer jeden, der sich außerhalb ihrer Echokammer befindet und nicht direkt als Nazi oder Querdenker diffamiert werden kann. Einen perfiden Kampfbegriff wie “Esoterik” zu übernehmen schadet nur der eigenen Sache, der Vernunft.

Karl Georg Lempenheimer / 22.07.2022

Wissenschaftlich sauber durchdekliniert! Danke. ¶ „Sprituell“ für Ideologien verstehe ich als Karikatur mit Prefix „pseudo“ gedacht, denn gerade der wache, erkennende Geist fehlt den Schöpfern des Nonsens. Schöpfer, die mithilfe von Verstümmelungen gegen die Schöpfung anstinken wollen. ¶ Keine menschengemachte Ideologie bringt eine Lösung! Diese Ideologien sind trotz aller Reflektion nicht universell. Sie beruhen auf Mangelwissen über Mensch und Leben, ersetzen dies durch eigene Gedankenkonstrukte und Wunschglauben. Sie bleiben oberflächlich. Partikulardenken, sowie gewollt oder ungewollt versäumtes Erfassen, teils als Folge von verschmähten Ideen, auch mit Selbstverständlichkeiten, die nicht selbstverständlich sind, führen nie zu etwas Vollständigem und Funktionierendem. ¶ Ideologen und dogmatische Lobbyisten verweigern sich verantwortungslos zuletzt offensichtlichen Realitäten und enden deshalb vorhersehbar mit der Unmenschlichkeit von Zwängen zur Bestätigung ihres falschen Glaubens. Niemand kann nachhaltig gegen die Wirklichkeit verstoßen ohne Schaden zu nehmen und zu verursachen. ¶ Die Logik der erschließbaren (nicht zu konstruierenden) Ethik befindet sich hingegen im Einklang mit den Belangen des Lebens und steht auf gänzlich anderen Füßen. ¶¶ Die Lösung liegt im Erkennen, nicht im Konstruieren. ¶¶ Leider wird der unperfekte Mensch nicht ohne Weiteres zu richtigen oder gar endgültigen Erkenntnissen gelangen. Wer ist schon allsehend? Die logische und gleichzeitig moralische Konsequenz daraus: Zurückhaltung mit den unperfekten, konstruierten Überzeugungen.

M. Corvinus / 22.07.2022

Vielen Dank für diesen erhellenden Beitrag! Der Bio-LK liegt doch schon einige Monde zurück ;-)  +++ Träte dieses “Gesetz” in Kraft, wäre es mit großer Sicherheit willkürlich und damit nichtig. Doch wer klagt dagegen? Für eine Verfassungsbeschwerde nach Art. 93 Abs. 1 Nr. 4 a GG (“Jedermannsregel”) fehlt vermutlich die nötige individuelle Beschwer. Und ein Viertel der Mitglieder des Bundestags (Art. 93 I Nr. 2 GG) bekommt nur die CDU zusammen. Und dass die gegen ein so fortschrittliches Gesetz klagt, glaubt zumindest hier ja wohl niemand ...

Hans Reinhardt / 22.07.2022

Ich möchte in dieser Angelegenheit niemandem Verdruss machen. Ich bezeichne solche Personen unabhängig von ihrem tagesaktuellen Geschlecht als “dummes Arschloch” (Klaus Kinsky). Diese Bezeichnung ist geschlechtsneutral und kann juristisch nicht gegen mich verwendet werden.

Dr Stefan Lehnhoff / 22.07.2022

@ Peter Holschke: Stimmt nicht ganz: Es gibt- extrem selten tatsächlich XXY - Menschen und XXX gibt es auch (Diese Frauen erfüllen lustigerweise fast alle klassische Frauenklischees extrem). Natürlich ist das kein Exttra Geschlecht, sondern ein Gendefekt. Ein XXY Mensch ist sowohl Mann als auch Frau- zumindest genetisch. Also auch kein 3. oder sonstiges Geschlecht.

Dr. Wolfgang Monninger / 22.07.2022

Dass Bekloppte an ihren Wahn glauben, ist nicht das Problem. Aber vollkommen rätselhaft ist mir, warum und wie diese Narretei sich Zugang zu unseren Institutionen verschaffen konnte. Dies kann kein vernunft-gesteuerter Vorgang sein ! Es gelingt es den Bekloppten offenbar, Angst zu verbreiten - dabei trifft die Wucht ihres Angriffs auf Schwäche, Verwirrung, Feigheit und Opportunismus. Ein einfaches “Basta !” müsste doch wohl genügen, um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Das Ganze verweist auf ein viel schlimmeres Problem: unsere wohlstandsverwahrloste Gesellschaft ist wehrlos geworden, ein Lufthauch (oder ein Furz) kann uns knicken (Physik: Kraft = Gegenkraft !). Ich hoffe auf einen kalten Winter und einen langen Blackout. Den aufrechten Gang muss man üben, und da bieten Krisen sich an.

Sam Lowry / 22.07.2022

Ich wiederhole mich: Es gibt XX-Chromosom und XY—- dazwischen kann man zwar etwas anderes hineindenken; es ist und bleibt Unsinn.

Bernhard Freiling / 22.07.2022

Anarchie - darauf wird es wohl hinaus laufen. Was, wenn “Peter” seinen eingegangenen Verpflichtungen nicht mehr nachkommt? Sich durch Umbenennung in “Petra” einer Verfolgung durch seine Gläubiger entzieht? Rechtsgültige Vertragsabschlüsse nur noch mit DNA-Hinterlegung oder durch Fingerabdruck? Analog auf alle Bereiche auszudehnen. Arbeitsverträge, Bankkonten, Gerichtsurteile, Vorstrafen usw. usf. Und: Wer sagt denn, daß aus “Peter” “Petra” werden muß? “Marie-Chantalle” ginge doch auch. # Für mich gibt es keine Spur des Zweifels mehr: Deutschland wird von Idioten regiert. Da besteht auch keinerlei Hoffnung auf Besserung. Schauen Sie sich die letzten 20 Jahre an: Nur noch “mittlere Regierungen”. Jede für sich schlechter als die voran gegangene, aber besser als die auf sie folgende.

Frank Stricker / 22.07.2022

Der Irrsinn begann wohl 2014 beim ESC, wo ein gewisser oder gewisses Conchita Wurst gewonnen hatte. Seitdem ist der Gender-Trans -Dingsbums-Zug nicht mehr aufzuhalten. Wokeness bis zur völligen Absurdität ist hier die Marschroute, und gnadenlose Hetze über Diejenigen, die es wagen von 2 !! Geschlechtern zu sprechen…...

Karl-Heinz Boehnke / 22.07.2022

Es geht nur um Beugung und Verleumdung der Wirklichkeit, weil nur eine Lügenwelt Möglichkeit und Schutz für totalitäre Macht seitens Minderbemittelter bietet. Je dreister die Betrügerei und Verunsicherung, desto geringer ist deren Vertrauen auf die Kraft der Staatsgewalt. Wenn die Menschen doch erkennen würden, welche Gelegenheiten sie jetzt noch haben, bevor sie selbst aber auch die Möchtegerndiktatoren untergehen.

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