Immer deutlicher wird nämlich, dass die genannte Familienähnlichkeit zwischen SS und RAF so zufällig nicht ist. Um nur einige verstörende Daten in Erinnerung zu bringen: Der RAF-Anwalt Horst Mahler ging nicht nur von der RAF zur NPD, er kam auch von ganz rechts zur mordbereiten Linken. Der offensiv antisemitische Kommunarde Kunzelmann verübte am 9. November 1969 in Berlin einen Anschlag auf das jüdische Gemeindehaus. Auf dem Flug nach Entebbe selektierte der Entführer und Gründer der Roten Zellen, Wilfried Böse, die Juden vom Rest der Passagiere. In palästinensischen Ausbildungscamps wurden die RAF-Leute mit Hitler-Fotos und dem Ausruf „Hitler – guter Mann“ begrüßt; dort lernten sie auch, was die Generation ihrer Nazi-Väter gelernt hatte: wie man Juden tötet. Ulrike Meinhof hatte dazu aufgefordert, sich wegen der Nazigeschichten nicht das Recht auf den Kampf gegen Israel ausreden zu lassen. Die DDR war sich nicht zu schade, schützend die Hand über die antisemitischen Mörder der RAF zu halten. http://www.fr-online.de/politik/meinung/das-schweigen-der-moerder/-/1472602/8451604/-/