Der Vorwurf, Deutschland tue zu wenig für die Bildung, ist nicht länger haltbar. Gut, es gibt keinen Deutschunterricht, der die Schüler befähigen würde, drei Sätze fehlerfrei zu schreiben. Manche Abiturienten geraten ins Grübeln, sollen sie 3 x 3 im Kopf ausrechnen. Geschichte wird nebenher gelehrt, oft eingebunden in „Gesellschaftskunde“. Der Blick deutscher Bildungspolitiker ist nicht zurück, sondern nach vorn gerichtet. Wenn es um die Förderung zukunftsweisender Schnapsideen geht, lassen sie sich nicht lumpen.
An drei höheren Bildungsanstalten in Kassel, Frankfurt und Wiesbaden entstehen jetzt Lehrstühle für Fahrradfahren. Bundesweit sollen vier weitere folgen. Hessens grüne Wissenschaftsministerin Angela Dorn freut sich über die „führende Position auf dem Weg in eine so klimafreundliche wie leistungsfähige Mobilität“. Fünf Jahr lang wird die neue Bildungsinitiative jährlich mit 400.000 Euro je Professur finanziert. Andreas Scheuer höchstpersönlich übergab die Förderbescheide in der letzten Woche.
Schon zum Herbstsemester könnten sich die ersten Studenten einschreiben, um dann nach zwei oder drei Jahren ihren Bachelor oder Master of Fahrrad zu machen. An Forschungsthemen wird es nicht fehlen, angefangen von der Entwicklung neuer Methoden zur Anbindung der Trinkflasche am Rahmen, über die Konstruktion von Gender-Sätteln bis hin zu Planungen für den Ersatz der Autobahnen durch „Fahrradschnellwege“ in der nahen Zukunft.
Mit der Erhebung des Radfahrers zur akademischen Disziplin haben es die deutschen Bildungspolitiker den anderen wieder einmal gezeigt. Auf dem Drahtesel werden wir den Rest der Welt mit Hals- und Beinbruch überholen. Beim Radeln macht uns so schnell keiner was vor.
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Ist der Ruf erst ruiniert,...Die beste deutsche Universität ranggiert international auf etwa Rang 60. Da kann man sich nicht einmal mehr lächerlich machen. Aber wir haben doch so viele ausländisch Studenten an deutschen 'Hochschulen. Natürlich, hier wird jeder genommen und kosten tuts auch nichts und BFÖG gibts obendrauf. Und Student hört sich besser an als Harz4er. Nach dem Diplom Sozialwirt, dem Diplom Bahnhofswirt haben wir bald einen Diplomradfahrer und den Dr. radl.
@Steffen Huebner, es gibt keine "Forschungsgruppe Pferd" sondern einen "Parlamentskreis Pferd". Das ist ein Zusammenschluss von Pferdefreunde im Bundestag. Man muss nicht jeden Quatsch der AfD glauben.
Passt doch zur Änderung des zukünftigen Bedarfs. Also demnächst statt Mechatroniker Diplom-Kettenwechsler.
Lieber Herr Rietzschel, in einem Land, dessen Bundeswirtschaftsminister nicht weiß, dass seine Partei in der Hitlerzeit noch gar nicht existierte und welcher der Meinung ist, dass seine Partei Hitler und seine Ermächtigung ermöglicht hat, geht eine Menge, sofern es sich um Versionen der Umjubelung des totalen Wahnsinns handelt.
Das Fahrrad kennt deine Handynummer. Es spricht und macht Männchen, z.B. an Weiberfastnacht. - Über sowas klönen die dann da, es braucht nur den Treueeid auf den Feudalfunk und ein Schüttelabitur.
Na, wenn es das Klima rettet, warum nicht. Es bietet sich auch an mehrere Leerstühle für Pferdehaltung zu etablieren. Dann würde sich mancher einen Gaul halten und wir könnten endlich dieses ungeliebte "Kilowatt" abschaffen und das "PS" wieder einführen. Viele von uns haben den Umrechnungsfaktor ja noch im Kopf. Sozusagen als Zweitfahrzeug. Oder Leerstühle "wie koche ich in der Wohnung auf offenem Holzfeuer" (nicht mit Kohle wg. dem Klima!), da dürfte noch erheblicher Forschungsbedarf bestehen. Wie fahre ich richtig "per Anhalter", jetzt nicht ans Auto denken, d.h. wie halte ich einen Fahrradfahrer oder Reiter an, wüsste ich aus dem Stegreif auch nicht. Könnte sich dem jemand annehmen?
Es wäre schön, wenn man schreiben könnte: „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“ Aber der fehlt eben nicht, sondern vielmehr ist er der Gewißheit gewichen, daß sich dieses Land in kollektivem Irrsinn befindet. Doch, anders betrachtet: kann es etwas Unterhaltsameres geben, als einem solch exhibitionistischen Tanz auf dem Vulkan zuzusehen… Gut, die Teile sind obszön, aber es hat Unterhaltungswert, besonders wenn sie so treffend beleuchtet werden.