Henryk M. Broder / 14.07.2009 / 00:44 / 0 / Seite ausdrucken

Das Orakel an Erlangen

Es gibt Nierchen an Reisrand, Pate an Ravioli und Reibekuchen an Apfelmus. Und in Erlangen gibt es das “Institut für Medienverantwortung an der Universität Erlangen”. So steht es zumindest auf der Homepage LINKE ZEITUNG. http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=7027&Itemid=1 Das hört sich gut an und gibt einem privaten Projekt die höhere Weihe, das so akademisch ist wie Analogkäse echter Käse sein kann. Eine einfache Anfrage bei der Pressestelle der Uni Erlangen stellt Klarheit her:

=Das Institut für Medienverantwortung ist kein An-Institut der
Universität Erlangen-Nürnberg und hat mit dieser nichts zu tun.
Mit freundlichen Grüßen
Ute Missel M.A.
Universität Erlangen-Nürnberg
Leitung Kommunikation und Presse=

Nun kann Dr. Sabine Schiffer sicher nichts dafür, dass sie in Verbindung mit der Uni Erlangen gebracht wird, so wie “Prof. Dr.” Reuven Moskovitz nichts dafür konnte, dass er überall dort, wo er auftrat, promoviert und gelegentlich auch habilitiert wurde. Sicher, sie könnte widersprechen und um Richtigstellung bitten, aber sie kommt nicht dazu, weil sie 24/7 damit beschäftigt ist, Islamophobie zu bekämpfen. Oder Kampfreden zu halten, wie zuletzt bei der Osterdemo der Friedensfreunde in Bremen: “Stellt Euch vor, es ist Krieg und keiner will es bemerken!”

Ja, das ist praxisorientierte Wissenschaft, couragiert, engagiert und garantiert naturtrüb, wie die Erklärung von Frau Dr. Schiffer, warum es richtig war, dass bei der Naturkatastrophe in Birma/Myanmar “westliche Hilfsorganisationen keinen Zugang erhielten und die Menschen durch östliche versorgt wurden” - weil “mit den Organisationen” auch “die Agenten des Neoliberalismus” ins Land kamen. (http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/om09-147.htm)

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