Die neue liberal-Ausgabe ist da. Schwerpunkt des Heftes 1.2015: Die Liberalismus-Lücke. In der Politik bestimmen derzeit diejenigen, für die Freiheit an zweiter oder dritter Stelle in der Rangfolge politischer Prinzipien steht. Das sei im Kern sozialdemokratische Politik, sagt Christian Lindner in unserem Interview. Wo früher freiheitliche Politik war, da sei jetzt im Parlament “eine große geistige Lücke”. Was das genau ist, diese Liberalismus-Lücke, und wo sie sich zeigt, beleuchten wir aus verschiedenen Perspektiven:
Da ist die Sichtweise der Demoskopie, die interessante Aufschlüsse darüber erlaubt, ob und – wenn ja – wie tief der Liberalismus in Deutschland verwurzelt ist. Der Blick in die Geschichte erlaubt uns zu erkennen, wie sehr uns unsere Freiheit heute als selbstverständlich erscheint – und doch nicht ist. Einen der beständigsten Feinde der Freiheit, die Bürokratie, nehmen wir im Interview mit Spiegel-Autor Alexander Neubacher unter die Lupe. Die Freiheitspreisverleihung an Helen Zille zeigt: „In diesen unübersichtlichen Zeiten brauchen wir Menschen, die uns Anschauung dafür geben, was Freiheit ist und was sie kein kann,” wie es Altbundespräsident Horst Köhler als Laudator ausdrückte. Für den afrikanischen Kontinent engagiert sich auch ein Lehrer aus Erlangen. Er entwickelte eine Ein-Dollar-Brille. Damit schenkt er tausenden Mittellosen das Sehen – und sichert anderen eine berufliche Existenz. liberal stellt sein Projekt vor.
Die neue liberal-Ausgabe befasst sich außerdem mit dem Versuch der Grünen, einen Freiheitskurs einzuschlagen, mit den Chancen qualifizierter Zuwanderung und der Gleichmacherei im Bildungswesen. Autoren dieser Ausgabe sind unter anderem der Meinungsforscher Thomas Petersen, der Kabarettist Vince Ebert, der Schriftsteller Gideon Böss, der Medienwissenschaftler Norbert Bolz sowie liberal-Herausgeber Wolfgang Gerhardt.
liberal ist im gut sortierten Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel erhältlich.
Sie sehen erstmals an dieser Ausgabe: Wir haben den Heftumfang um die Hälfte reduziert und die Auflage deutlich erhöht. Die gute Nachricht dabei ist: Sie erhalten liberal künftig im Bahnhofsbuchhandel für 2,90 Euro, im Abonnement bis auf Weiteres sogar kostenlos. Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil wir in Zeiten, in denen kaum noch liberale Politik gemacht wird, mehr Menschen für die Idee der Freiheit gewinnen wollen. Sie als liberal-Leserinnen und -Leser werden das gut verstehen. Wenn Sie also noch nicht abonniert haben – tun Sie‘s jetzt.

Ein ausgewiesener Reaktionär wie dieser Professor Bolz, der in seinem Artikel über Bildungspolitik "konfessionsgebundene Schulen", die ihr Geld vom Staat kassieren, aber ihre Mitarbeiter und Schüler indoktrinieren dürfen, empfiehlt, vertritt also liberale Positionen? Wenn seine Erkenntnissen in solche Sätze wie diesen ("Die Schule ist heute einerseits Schmelztiegel für Immigranten, andererseits Dienstleister für eine Art Outsourcing des Familiären.") münden, dann bedeutet Bildung nach seinem Verständnis nicht eine Möglichkeit für jeden, sein Wissen zu erweitern und seinen sozialen Status zu verbessern, sondern dient vor allem der Abschottung der Arrivierten und ihres Nachwuchses.
Sehr geehrter Herr Harnasch, natürlich haben wir hierzulande diese "Liberalismus-Lücke", aber wer tritt in der Praxis an diese zu schließen?! Die F.D.P.? Hahaha... In der letzten Wahlperiode wurden bei jeder sich bietenden Gelegenheit - statt offen zu widersprechen - die "Hacken zusammengeknallt" und jeder Schwachsinn abgenickt, von Atomausstieg über ESM bis EEG. Wo der Liberalismus wohl verwurzelt ist? In "D" vermutlich nicht... Herzliche Grüße! MW
Was hat denn ein Christian Lindner in einem Magazin mit dem Titel "liberal" verloren? Jahrelang mit der CDU/CSU in sozialistischen Projekten kollaboriert und sich dann beschweren, wenn die Menschen eine Alternative suchen, wenn der Wahlauftrag verraten wird?