Henryk M. Broder / 11.02.2014 / 10:48 / 12 / Seite ausdrucken

Das letzte Staatsgeheimnis: Bekommt Alice Schwarzer das Bundesverdienstkreuz aberkannt?

5.2.14: an die pressestelle beim bundespräsidialamt
sehr geehrte damen und herren,
ich würde gerne wissen, ob ihrerseits überlegungen angestellt werden,
frau schwarzer das BVK abzuerkennen.
mit besten grüßen
b.

9.2.14
sehr geehrte damen und herren,
ich habe vor einigen tagen bei ihnen an angefragt, ob in ihrem amt daran gedacht wird, frau schwarzer das BVK abzuerkennen, nachdem bekannt wurde, in welchem ausmaß sie steuern hintergezogen hat. ich habe von ihnen keine antwort bekommen.
das ist zum einen unhöflich gegenüber einem steuerzahler, der auch den bundespräsidenten finanziert (und den ehrensold für fünf ehemalige bundespräsidenten dazu), zum anderen zeugt es von einer gewissen undankbarkeit, nachdem sie eine idee von mir übernommen und dem bundespräsidenten in den mund gelegt haben. schauen sie bitte hier: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/inder_statt_kinder
also, geben sie sich bitte einen ruck und beantworten sie meine anfrage.
und grüßen sie joachim gauck herzlich von mir.
viele grüße aus bayern
ihr hb

10.2.14
Sehr geehrter Herr Broder,
vielen Dank für Ihre E-Mail und entschuldigen Sie bitte die Verzögerung. Ihre Anfrage erreicht uns erst jetzt mit Ihrer Mail unten. Wären Sie oder ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin für die Beantwortung auch telefonisch zu erreichen?
Mit vielem Dank und besten Grüßen
Esther Uleer
Stellv. Sprecherin des Bundespräsidenten

10.2.14
Sehr geehrte Frau Uleer,
danke für Ihre Antwort. Ich bin auf Reisen und telefonisch schwer zu erreichen. Für eine schriftliche Antwort auf meine Anfrage wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Gruß aus Klothen
B

11.2.14
Sehr geehrter Herr Broder,
auch mündlich hätte ich letztlich nur um Ihr Verständnis bitten können, dass wir mit Blick auf den im Ordenswesen durchgängig geltenden Grundsatz der Vertraulichkeit und mit Blick auf die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen keine öffentliche Auskunft über Ordensrückgaben erteilen können. Das gilt selbstverständlich für alle Betroffenen gleichermaßen.
Mit freundlichen Grüßen
Esther Uleer

11.2.14
sehe geehrte frau uleer,
in der bundesrepublik wurde das postgeheimnis aufgehoben, das bankgeheimnis sowieso. das einzige geheimnis, das noch im umgang zwischen behörden und bürgern (”... den menschen da draußen”) gilt, ist offenbar das ordensgeheimnis, der kern eines demokratischen staatswesens. frau schwarzer dürfte nicht der einzige missgriff sein, den der jetzige bundespräsident zwar nicht zu verantworten hat, den er aber korrigieren könnte, wenn er wollte. einer seiner vorgänger hat sogar eine kommunistische antisemitin mit dem BVK erster klasse geehrt, die vorher bereits von einem verein ehemaliger stasi-offiziere für ihr “humanitäres engagement” ausgezeichnet wurde. so kommt zusammen, was zusammen gehört.
und falls sie wieder mal eine idee für eine rede des bundespräsidenten brauchen, geben sie bitte bescheid, ich helfe gerne aus. vorausgesetzt, es bleibt unter uns.
gruss aus kuala-lumpur (bitte nicht weiter sagen, bin incognito hier.)
ihr hb


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Leserpost

netiquette:

Gregor Althaus / 13.02.2014

Volltreffer von Broder! Herrlich zu lesen, ein Könner!

Stephan Profittlich / 12.02.2014

Hallo Herr Broder, darf man seinen Karnevalsorden behalten, auch wenn man in Düsseldorf einmal “alaaf” gerufen hat? Danke, einfach genial. Liebe Grüße aus dem Rheinland

Karl Ammann / 12.02.2014

Herrlich unfreiwillige Situationskomik. Danke

Waldemar Undig / 11.02.2014

Ich finde nicht, dass man einen Orden zurückgeben muss. Schließlich hat man ihn für erbrachte Leistungen erhalten und nicht dafür, dass man für alle Zeiten ein braver Staatsbürger ist.

Bernd Ufen / 11.02.2014

Da gab es noch mehr bundespräsidiale Experten, die die ehrenwerten Orden des demokratischen Staates Bundesrepublik Deutschland an halbseidene Figuren verteilt haben. Hier ein besonderes Exemplar: 1971 bekam der Menschenfreund und Steinzeitkommunist, Diktator von Rumänien und linker Massenmörder, unser allseits beliebter Nicolae Ceausescu, das große Bundesverdienstkreuz! Tja, lieber Heinemannn von der SPD, hast Du wirklich gewußt, was Du damals getan hast?

Alexander Geilhaupt / 11.02.2014

Hallo Herr Broder, einfach gemeinsam mit 8.500 anderen Menschen Frau Schwarzer dazu bringen, es freiwillig herauszurücken. Wozu gibt es schließlich Petitionen?

Ronald Sändig / 11.02.2014

Ein Konto in der Schweiz sollte man als Notwehr gegen die Gier des deutschen Fiskus gelten lassen. Jedoch könnte A.S. Erwägung, dauerhaft in die Schweiz zu ziehen, durchaus die aus EU - Sicht negativen Ergebnisse des Volksentscheids verursacht haben.

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