Der Bundesregierung fehlt es nicht nur an Geld, sondern auch an Ideen, Ausgaben zu kürzen, ohne dass noch mehr gepeinigte Bürger diese eine böse Oppositionspartei wählen. Dabei gibt es da so viele Möglichkeiten.
Da hatte ich doch bei dieser Regierung gedacht, schon wegen der ursprünglich angekündigten Schuldenbremse, es würde sich – zumindest bei überflüssigen Ausgaben – etwas ändern. Aber so wie keine Einsparungen, sondern noch mehr Schuldenberge kommen, wird auch weiter geprasst. Am Dienstag zu lesen in welt.de:
„Den Regierungsangaben zufolge fielen im Kanzleramt seit seinem Amtsantritt Kosten in Höhe von 12.501,30 Euro für ‚Visagisten/ Kosmetiker/ Friseure‘ an.“
Das ist nur einer von vielen Posten, die unsere derzeitige Regierung für ihr Aussehen ausgibt. Sicher möchte ich den Bundeskanzler im Sommerinterview nicht mit Wildwuchs auf dem Kopf sehen, aber bei seiner Substanz tut es auch ein Scherer vom Drogeriediscounter, so wie der Gatte ihn benutzt. Das kann er selbst tun. Ich weiß schon, in diesen Kreisen gibt es nur noch wenig, was „man selbst tut“. Aber ich kann dieses Spargeschrei nicht mehr hören. Auf der einen Seite heißt es, die Töpfe sind leer, auf der anderen Seite wird ein solcher Luxus finanziert, das ist doch unglaublich. Allein für o.g. Posten 12.501,30 Euro könnte man die Grundschule in Machern malern, wie Stephan Kloss neulich erwähnte, dass dies dringend nötig wäre. Für die Ausgaben, die Frau Baerbock für ihr Aussehen ausgegeben hat, könnte man wahrscheinlich einen Neubau hinstellen. Ist das zu fassen? Sicher wünsche ich mir auch von meiner Bäckereiverkäuferin ein adrettes Aussehen. Was sagt wohl der Bäcker, wenn sie von ihm Friseur-/Kosmetikausgaben zusätzlich zum Lohn verlangt? Ich glaube, der zeigt ihr einen Vogel.
Also ich könnte locker den Elon für unsere Regierung geben, auch wenn ich keine kaufmännische Ausbildung habe. Wieso leisten wir noch Entwicklungshilfe nach Afghanistan? Nach Syrien? Nach China??? – Nein, sorry, nach China leisten wir keine Entwicklungshilfe mehr, sondern Klimahilfe. Entwicklungsministerium gestrichen, ergibt einige neue Carolabrücken oder andere gerade zu erneuernde Verkehrsbauten.
Dieses sogenannte Bürgergespräch des sächsischen Ministerpräsidenten, von dem Stephan Kloss hier berichtete, hat mir auch wieder die Sprache verschlagen. Wieso muss man sich dafür registrieren? Sind doch eh genug Beschützer da, dem gewählten Volksvertreter kann doch gar nichts passieren. Und wieso muss zu einem Bürgergespräch ein Buffet angeboten werden? Ich denke, das hat von den Bürgern niemand erwartet. Sicher hätte man alkoholfreie Getränke anbieten können, in diesem Jahrhunderthitzesommer eine wahrlich gute Idee. Aber Alkohol und Häppchen? Das hätte ein paar hundert Meter weiter der Schule auch einen neuen Anstrich gebracht. Mir fallen da unglaublich viele Sachen ein, die wir uns sparen sollten. Da muss man nicht „Reichensteuern“ einführen oder andere Steuererhöhungen fordern.
Substanzlosigkeit auf vielen Seiten
Jeder Minister schaut mal in seinem Ministerium, welche Mitarbeiter unter welcher Regierung eingestellt wurden und was sie heute tun. Und nimmt mal die lange Liste der sogenannten externen Berater her. Ich wette, da könnten alle Beraterfirmen eingespart werden, wenn man auf die „alten Hasen“ und deren echtes Fachwissen hört, die ganz oldschool erklären können, wie einfach manche Dinge zu regeln sind. Ohne Powerpointpräsentation und ohne 1.000 Seiten Papiere, die mit viel bunter Luft gefüllt sind, wie ich sie aus meinem Arbeitsleben kannte. Wo mir jedes Mal die Luft wegblieb, wie viel – nein, wie wenig Substanz man auf 10 und mehr Seiten verstecken kann.
Da schweife ich schon wieder weit ab zum Thema Führungskräfte. Das ist – meines Erachtens – eines unserer größten Probleme inzwischen. Einmal Führungskraft – immer Führungskraft. Einmal irgendwo CEO, immer CEO, wenn man nicht so blöd ist und sich auf einem öffentlichen Konzert mit der/dem Geliebten zeigt. Wobei – wenn das ein CEO ist, der meine Firma so dermaßen im Griff hat und auf Vordermann gebracht hat, dass die schwarzen Zahlen nur so wachsen, würde mich dann sein Liebesleben wirklich interessieren?
Nächste Sparidee hätte ich beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Eigentlich ganz einfach, Strukturen wieder verschlanken, wie vor ca. 20 Jahren, Tarifvertrag reicht, da kann man schon sehr gut verdienen, und alle Außertarifler gehen sukzessive in den Ruhestand. Davor werden die Verträge aber nochmal überarbeitet, und diese ganzen schönen Klauseln und Zusätze lassen wir weg. Die Rente, die allein der MDR Frau Wille bezahlt, ist unanständig, nicht nur jedem Mitarbeiter gegenüber in Gehaltsklassen 12 bis 10! Ich weiß, wovon ich spreche. Dann hätten wir wieder ein gesundes Verhältnis zwischen Häutplingen und I…, ähm Untergebenen. Und: Das Geld könnte wieder ins Programm fließen und würde nicht für noch mehr Führungskräfte, ohne echte Qualifikation dazu, benötigt. Ich weiß schon, dass heute vieles anders gehandhabt wird als noch vor 20 Jahren und manches auch sinnvoll ist. Aber zum Beispiel bei einer Sendeleitung oder Rechercheteams Personalkosten oder Personal einzusparen, halte ich für nicht sinnvoll. Bei einer Hauptabteilung Intendanz eher schon. Und da reden wir über signifikante finanzielle Unterschiede.
Ha, da kommt mir schon die nächste Idee: Kanzlerbüros der Ehemaligen? Weg. Ein Mitarbeiter, der bei vielleicht noch nötiger Korrespondenz hilft. Ausreichend. Wenn wirklich mal ein offizieller Termin im Interesse des Landes stattfindet, dann darf auch der Fuhrpark bemüht werden. Aber kein eigenes Auto mit eigenen Fahrern, keine Visagistin usw. usf. Da ist wohl genug Geld über all‘ die Ämter hinweg zusammengekommen, dass man für sich selbst sorgt. Genauso wie meine Bäckereiverkäuferin das tun muss.
Mehr Beschützer als Teilnehmer?
Und schon habe ich die nächste Idee. Der ganze NGO-Sumpf kann auch weg. Leider können die nicht in die Produktion umgeleitet werden, da die ja schrumpft und dank der völlig unnützen Transformations-Idee im Moment eher zu viele als zu wenige Arbeitskräfte hat. Aber die Pflege – ja, genau. Gut, da dauert die Umschulung ein wenig, aber bei so viel Realität verschwinden dann vielleicht auch gleich die ganzen woken Ideen. Gute Idee. Macht einige hundert Millionen Steuergeld. Allein die „Omas gegen Rechts“ – wie viele von denen dürfen sich wohl wirklich Oma nennen? Die werden aus Steuergeldern finanziert und bekommen noch aus Steuergeldern irgendwelche Preise, weil sie aus Sicht irgendeines Politikers etwas richtig gemacht haben, letztlich für seine Agenda? Manche von denen sah ich auf dem Bautzener Bahnhof ankommen, als ich vor dem CSD dort flüchtete. Da muss frau sich schon wundern, wo die überall auftreten und warum. Das war lustig, wir kommen freitags in Bautzen an und fragen das schwule Pärchen, das die nette Pension dort führte, wie das am Sonntag mit dem CSD wird. Wie wir da herauskommen aus der Stadt. Und die so: Hä? CSD? In Bautzen? Bitte? Tja, da kommt mir doch gleich die nächste Sparidee. CSD – feine Sache, aber bitte nur privat organisiert und finanziert. Ohne Steuergeld!
Unsere Fluchtroute ging mit der Bahn. Dort stand, saß und lief so dermaßen viel Steuergeld herum, wenn nicht letztlich die Beschützer mehr waren als die Teilnehmer, ich bin mir nicht sicher. Jedenfalls der Zug, aus Dresden kommend, war so dermaßen rappelvoll, dass man auf die Idee kommen konnte, Teile der „Teilnehmenden“ bekommen Geld dafür.
Und wenn bei solchen Bürgerdialogen die Fragen der Bürger wirklich beantwortet würden und echter Dialog stattfände und im Nachhinein an den Problemlösungen auch gearbeitet würde, könnte Ministerpräsident Kretschmer vielleicht ohne Beschützer und Entourage auskommen. Macht natürlich nicht so viel her, wäre aber effizient für alle Beteiligten.
Fortsetzung folgt sicher.
Clara Hagen, lebt und arbeitet in Leipzig. Das Pseudonym bräuchte sie nicht mehr, aber sie hat sich daran gewöhnt.
RTL+ und TV überhaupt kann man sich ebenfalls sparen. Mal kurz 200 Filme durchgescrollt, nur und ausschließlich Müll… wer so dumm ist, der darf gerne…
Es heißt, das das Grab vom Aldi-Gründer und Sparlegende Theo Albrecht erst dann geschmückt wird, wenn auch Grabschmuck im Angebot ist. Ein Denkmal für die 21 Toten der Loveparade können wir uns sparen. Mit der Anteilnahme bei Gewaltopfern sparen wir gut und gerne, damit das Niemand instrumentalisiert. Die Übernahme von Verantwortung spart man sich dabei, folglich wurden alle Berichte aus dem Ahrtal mit 135 Toten eingespart. Man spart sich auch die Namen, spart an Gedenken und Mitleid, denn das Volk ist ein Konstrukt und besonders als Deutsches eine komplexe Bedrohung. Indem wir Leute, Du und Euch die Meldestelle benutzen, und überflüssigen Grabschmuck melden, können sich die knapp 8000 Mitarbeiter des Verfassungsschutzes sich weniger traumatisierenden Aufgaben zuwenden und so endlich den Personalmangel durch Burnout in den Abteilungen Feinstaubleugner oder Reichsbürgerverharmloser kompensieren .
50 Milliarden für Kriegslüstling Selensky, wofür wir sparen am Souverän, ist das nichts? Die Nimmer satte EU die ständig trotz unserer wirtschaftlichen Schieflage Geld fordert, ist das nichts? USW:
Habe den Zeitraum seit dem Amtsantritt von Hr. Merz miterlebt. Meine Haare sind in der Zeit auch gewachsen. Deshalb habe ich in diesem Zeitraum 3 x meine Boder (Friseur) mit Meisterprüfung als Handwerker aufgesucht und insgesamt weniger als 70 € incl Trinkgeld bezahlt. Gut – sollen in Großstädten die Kosten um 100 % höher liegen, so sind doch noch immer deutliche Unterschiede zu den Ausgaben von bzw. für Hr. Merz festzustellen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich keine Kosmetiker oder Visagisten notwendig habe, bei mir, in meinem Umfeld, reicht das natürliche, menschliche Gesicht.
Ich vermisse den „Ehrensold“ für x gewesene Bundespräsidenten.
Jeder weiß in der Regel, was die Anforderungen von Äußerlichkeiten im entsprechenden Job sind. Die Frage, die sich hier einem stellt, wie Politiker auf die Idee kommen, ihr Äußerliches müßte vom Steuerzahler finanziert werden? Diese Scheißhausnummer erfüllt schlicht des Tatbestand des schweren Raubs.
Blödsinn. Wichtiger ist es, diese seit Jahren konstant oder > 37% SPDLIGR-Wähler zu expatriieren. Und schon ist Schluss mit Wokeness, bedingungslosem Grundeinkommen, wohligem Asylantentum und der 1 Billion Euro zusätzlichen Schulden usw. Gut man wird ja noch träumen dürfen !