„Gegen die Interessen der oberen Zehntausend!“
Dipl.-Ing. arch Rocco Burggraf, Jahrgang 1963, ist freier Architekt und Stadtplaner. Er lebt und arbeitet in Dresden. Diesen Beitrag veröffentlichte er zuerst auf seinem Facebook-Account.
Dipl.-Ing. arch Rocco Burggraf, Jahrgang 1963, ist freier Architekt und Stadtplaner. Er lebt und arbeitet in Dresden. Diesen Beitrag veröffentlichte er zuerst auf seinem Facebook-Account.
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Jaja, und heute war der „heißeste Tag“. Seit gestern… immhin unerträgliche 18 Grad. Leude, sucht Schatten, sonst werdet ihr verbrennen!
Für manche ist der Nationalsozialismus Sozialismus. Dieser hatte zwar gewisse sozialistische Elemente – sonst hätte er ja auch nicht das Wort Sozialismus im Namen geführt -, aber andere Elemente, die sehr wesentlich für den Sozialismus sind, hatte er nicht: Der Sozialismus ist international ausgerichtet, der Nationalsozialismus war national ausgerichtet, Neudeutsch ausgedrückt: Germany first!!! Im Nationalsozialismus war das Wirtschaftssystem der Kapitalismus. Im Sozialismus ist der Kapitalismus gerade nicht das Wirtschaftssystem. Der Elitegedanke ist dem Sozialismus ebenfalls fremd, denn da geht es in Richtung Einheitsbrei, Fabrikware Mensch. Der Sozialismus kennt auch keine minderwertigen Menschen. Für geistig Behinderte etwa hat er vollstes Verständnis. Kann man so nicht unbedingt 1:1 auf den Nationalsozialismus übertragen. Es gibt noch andere Sachen, die den Unterschied ausmachen. PS: Der Nationalsozialismus ist auch kein Faschismus. Die Nationalsozialisten verachteten die Faschisten in Italien, die ein enges Bündnis mit der traditionellen Oberschicht und der katholischen Kirche hatten, während die Nationalsozialisten gerade diese Kreise überhaupt nicht ertragen konnten. Bei aller Wertschätzung zwischen Mussolini und Hitler: Das Bündnis zwischen Italien und Deutschland war kein ideologisches Bündnis, sondern ein machtpolitisches Bündnis. Eigentlich war das Bündnis mit England gewünscht. Und da sagt nur deshalb heutzutage keiner, dass die englische Demokratie praktisch das Gleiche ist wie der deutsche Nationalsozialismus, weil wir heute auch Demokratie haben. Wenn es damals zum Bündnis zwischen England und Deutschland gekommen wäre und nicht zum Bündnis mit Italien und wenn wir heute Faschismus in Deutschland hätten, würde man in deutschen Schulen lehren, dass Demokratie dasselbe sei wie Nationalsozialismus.
Mir hilft dieser Sarkasmus leider immer weniger. Er signalisiert nur noch Hilflosigkeit angesichts von Regierenden (von einer Regierung mag ich nicht mehr sprechen), die den Verstand verloren haben, aber unangreifbar sind.
Leben wir in einer Diktatur? Verfassungsrechtlich: Ja! Trotzdem kommt die Frage immer wieder auf den Tisch und dann soll man sich die selbst beantworten.
Diktaturen haben die üble Gewohnheit, den Bürger zum Selbstverrat zu zwingen, indem sie sie zu absurden und ethischen Überzeugungen widersprechende Prinzipien auffordern. Meinungsfreiheit und grundlegende Menschenrechte werden verächtlich gemacht, oft kriminalisiert und unter Strafe gestellt.
Caligula ernannte nach Überlieferung von Sueton und Cassius Dio sein Lieblingspferd zum Konsul und verlangte von den Senatoren, es mit „Herr Senator“ anzusprechen. Das Unterwerfungszeugnis wird mit Existenzverlust flankiert. Wer das nicht tat, bekam eine Freikarte für den Cirkus.
Caligula wird nachgesagt, er sei wahnsinnig gewesen, aber technisch arbeitete er ganz rational und höchst effektiv. Wer kein Gewissen hat wie der Psychopath, der formt sich seine Untertanen, er zwingt sie zum Selbstverrat und verhindert damit, daß sich jemand aus dem Fenster lehnt.
Wer sagt, das ist Schwachsinn, sorgt morgen für Gaudi in der Löwenarena.
Wenn man einen – übrigens ein Dankeschön an Herrn Burggraf – Bericht wie den obigen liest, muss man entweder so abgebrüht sein, dass man sich sich schulterzuckend abwendet kann oder einer der Regierenden*Innen sein, die diesen Schei* verzapfen. Und was soll der „Normalbürger“ tun? Verzweifeln oder in diesem riesigen Irrenhaus, das sich Deutschland nennt, ruhig sitzenbleiben und auf den Arzt warten. Falls dann überhaupt noch einer konnt, denn den Ärzten wollen unsere Helden in Berlin ja auch am Honorar knapsen und die Kliniken sowieso schließen. Alles einfach nur zu teuer!
@Kleinophorst: „Burggraf ist eine echte Bereicherung.“
Das sehe ich auch so. --- Rocco Burggraf versöhnt mich mit dem „Verlust“ von Claudio Casula.
Der Wal hat die Fluke gehoben, der Wal hat das Maul geöffnet, der Wal hat geatmet, der Wal hat sich bewegt, der Wal hat sich gedreht, der Wal hat gesungen, der Wal hier, der Wal da – ich kann es nicht mehr hören!!!