Henryk M. Broder / 29.05.2021 / 13:00 / Foto: Acgut.com / 34 / Seite ausdrucken

Das hat uns noch gefehlt: Bundesrabbiner

Falls Sie am 21. Juni noch nichts vorhaben, dann halten Sie sich bitte den Tag für einen wichtigen Termin frei. Um 15 Uhr – Einlass ab 14 Uhr – findet in der Leipziger Synagoge in der Keilstraße Nr. 4 die "feierliche Amtseinführung des neuen Militärbundesrabbiners" statt. Dazu teilt der Zentralrat der Juden in einer Aussendung mit:

Erstmals seit rund 100 Jahren wird es in Deutschland wieder jüdische Militärseelsorge geben. Nach der Unterzeichnung des Militärseelsorgestaatsvertrags durch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, im Dezember 2019 hat der Bundestag im Mai 2020 der Berufung von Militärrabbinern zugestimmt. Der neue Militärbundesrabbiner Zsolt Balla wird am Montag, 21. Juni 2021, in sein Amt eingeführt. Weitere Militärrabbiner werden sukzessive ihren Dienst antreten.

Käme heute jemand auf die Idee, seine Briefe wie vor 100 Jahren auf einer alten Continental zu schreiben, würde man ihn für gaga erklären. Geht es aber um jüdische Militärseelsorge und die Ernennung eines Militärbundesrabbiners, meldet sich der Zentralrat geschlossen zum Dienst an der Gulaschkanone.

Das Verteidigungsministerium behauptet, es gebe in der Bu-We 300 Soldaten jüdischen Glaubens. Wie die taz herausgefunden hat, sind es allenfalls 50, vermutlich noch weniger. Für diese über das ganze Land verteilte judäische Volksfront bzw. die Volksfront von Judäa soll in Berlin eine eigene Behörde entstehen, die zwischen vier und fünf Millionen Euro jährlich kosten wird. Eine ABM-Maßnahme und eine Geldverbrennungsanlage gigantischen Ausmaßes, finanziert vom Steuerzahler, um das naturtrübe Image der Bundeswehr aufzupolieren – albern, dumm und überflüssig.

Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster der Erste, sieht das naturgemäß anders: Mit der Berufung von Militärrabbinern knüpfen wir an eine alte Tradition an und schlagen zugleich ein neues Kapitel auf. Das Wirken der Rabbiner wird für die Bundeswehrsoldaten eine Bereicherung sein. Die Amtseinführung des Militärbundesrabbiners ist ein historischer Tag für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland.

Der Hauptmann von Köpenick hätte es nicht schöner sagen können.

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Karla Kuhn / 29.05.2021

“Für diese über das ganze Land verteilte judäische Volksfront bzw. die Volksfront von Judäa soll in Berlin eine eigene Behörde entstehen, die zwischen vier und fünf Millionen Euro jährlich kosten wird. Eine ABM-Maßnahme und eine Geldverbrennungsanlage gigantischen Ausmaßes, finanziert vom Steuerzahler, um das naturtrübe Image der Bundeswehr aufzupolieren – albern, dumm und überflüssig.”  Soll jetzt von den ca. FÜNFZIG Soldaten jeder einen eigenen Rabbiner erhalten ? Wenn ja, dann aber bitte die Quote einhalten und zur Hälfte Rabbinerinnen einstellen. Aber das ist erst der Anfang, ZUERST RABBINER, danach IMAME !! Andersherum hätte es ein “Geschmäckle.” Gestern konnte ich auf der Frontseite der AZ lesen. “KOLUMBUSPLATZ” in MÜNCHEN soll UMBENANNT werden, wegen Kolonialismus. Na ja dann sollte der Platz WIKINGER PLATZ heißen, denn ein Wikinger hatte lange vor Kolumbus Amerika entdeckt und damals gab es noch keine KOLONIALHERREN. WIR sind in D. mit allem am LIMIT und da gibt es Typen, die sich um die “Kolonialzeit” Gedanken machen ?? Wie sagte doch Dieter Bohlen so treffend ?? Tja Herr Broder, ob Rabbbiner für ca. 50 Soldaten oder der arme Kolumbus, solange die SOZIALISTEN (für mich KOMMUNISTEN) das Geld ANDERER ausgeben können (oder drucken?) solange müssen wir mit dem Wahnsinn leben, denn eine WAHL (siehe Amerika) wird wahrscheinlich nicht in die richtig Richtung laufen (dürfen)!

Peter Krämer / 29.05.2021

Der in diesem Artikel verlinkte Ausschnitt verweist auf den Film “das Leben des Brian”. Ein Kunstwerk, das heute als Dokumentarfilm zu betrachten ist. Die Satire findet nunmehr in der Realität diese Landes statt.

Claudius Pappe / 29.05.2021

Herr Lindht könnte doch beide Funktionen ( Rabbiner und Imame ) zusammen ausüben…........gibt bestimmt irgendwo ( London oder Timbuktu ) einen Kurs der einen in 3 Monaten gegen viel Geld zum Sonderfunktionär Bundeswehrreligionsbeauftragter mit Privatuni-Abschluß macht…................... Master of Desaster

Jürgen Fischer / 29.05.2021

Staatsalimentierte Alibi-Katzbuckler. Klar, nachdem die Produktion darniederliegt und die Zahl der Steuerzahler sinkt*), muss man neue Schwätzerjobs schaffen. Es ist ähnlich wie bei den Elektroautos: immer mehr dieser Kisten, für die dann immer weniger Strom erzeugt wird. *) Selbst wenn das nicht ausschlaggebend ist, so sinkt doch die Höhe der Steuereinnahmen drastisch; das lässt sich mit noch so ausgeklügelten Steuernovitäten nicht kaschieren.

Mathias Bieler / 29.05.2021

Herr Broder, da geht noch was. Pro Kaserne ein Frauenhaus und Militärärzte bieten Geschlechtsumwandlungen an.

Hans Reinhardt / 29.05.2021

Da können wir nur hoffen, dass in der Gulaschkanone kein Schweinefleisch vor sich hin brutzelte.

Claudius Pappe / 29.05.2021

Rabbiner statt Karabiner….............................Imame statt Leoparde

Wilhelm Rommel / 29.05.2021

Wenn man’s zu Ende denkt, sieht man am Horizont schon den jeweiligen Bundes-Imam bzw. Bundes-Mullah aufmarschieren (wir wollen doch die schiitischen Rechtgläubigen nicht gegen ihre sunnitischen Brüder im Ungeiste ausspielen). Was mir allerdings Sorge bereitet, ist der Sachverhalt, dass man die Installation je eines Bundes-Schamanen, Bundes-Shinto-Priesters, Bundes-Lamas, Bundes-Brahmanen, Bundes-Woodoo-Priesters und Bundes-Druiden offenbar noch nicht ins Auge gefasst hat. Und apropos Gulaschkanone, verehrter Herr Broder: Sind Sie sicher, dass am 21. Juni nicht eher eine Tscholent-Haubitze aufgefahren wird?

Ilona Grimm / 29.05.2021

Wo ein Rabbiner ist, muss auch eine Rabbinerin hin.

Andreas Rochow / 29.05.2021

Die Zeichensetzer hören auf, den Merkelismus zur finalen Haltungsblase aufzusimulieren. Das ist erbärmlich wie lächerlich.

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