Anno 1920, in Deutschland scheiterte der Kapp-Putsch, machte sich das schon damals mächtigste Land des Westens daran, einem Laster Einhalt zu gebieten, das von vielen als epidemisch empfunden wurde. Der Volstead-Act, 1919 beschlossen durch eine Mehrheit der Bundesstaaten, trat im Jahr darauf in Kraft. Das Gesetz war das gigantischste Trockenlegungsprojekt der Geschichte.
Verboten waren fortan Verkauf, Produktion und Transport von Getränken mit einem höheren Alkoholgehalt als 0,5 Prozent. „Die Herrschaft der Tränen ist vorbei“, jubelte ein Aktivist der Prohibitionsbewegung, der prominente Evangelist John Barleycorn. „Die Slums werden bald nur noch Erinnerung sein.“ Denn als Hauptursache von Kriminalität, häuslicher Gewalt, Armut, Krankheit oder gar Selbstmord galt vor allem den protestantischen Christenmenschen der Suff. Um ihn auszurotten, hatte man das Noble Experiment beschlossen – so wurde das Vorhaben mit heiligem Ernst getauft.
Das Experiment lief nicht sehr lange. Es erwies sich als nicht wirklich durchführbar. Das Gesetz wurde auf vielfältige Weise umgangen, ignoriert, hintertrieben. Es war schreiend ungerecht, es hatte katastrophale Nebenwirkungen. Daher wurde es immer unpopulärer. Erst recht in der Wirtschaftskrise nach 1929, als klar wurde, dass Amerika wichtigere Probleme hatte als den gemeinen Rausch.
Nach Volksabstimmungen in den Bundesstaaten wurde die Prohibition 1933 landesweit abgeschafft. Das Lager der „Wets“ feierte den Sieg über die „Drys“ unter Absingen des Liedes „Happy Days Are Here Again“, so etwas wie die Parteihymne der Demokratischen Partei (in Deutschland von den „Comedian Harmonists“ als „Wochenend und Sonnenschein“ gecovert). Allerdings bestand die Prohibition in einigen Staaten abgeschwächt fort, in Mississippi bis 1966.
Eine religiös unterfütterte Bewegung
War das Verbot prinzipiell eine vernünftige Idee? Tatsächlich war Alkoholmissbrauch vor allem in städtischen Unterschicht-Milieus („Salooning“) während des 19. Jahrhunderts ein Problem. Allerdings kein derart gravierendes wie in England hundert Jahre zuvor, Stichwort Gin Lane. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als die Abstinenzbewegung immer stärker wurde, war die kollektive Betäubungswelle in Amerika bereits abgeflacht.
Über den langjährigen Kampf der Alkoholgegner und ihre Motive ist emsig geforscht worden. Es handelte sich wohl hauptsächlich um eine religiös unterfütterte Bewegung, welche das weiße, evangelikal-protestantische, puritanische Amerika gegen die seit etwa 1850 millionenfach einwandernden trinkfreudigen, katholischen Fremdlinge verteidigen wollte, zum Beispiel gegen Osteuropäer, Deutsche, Italiener, Iren. Ein Sitten- und Kulturkampf mit teils rassistischen Untertönen. Auch der Ku-Klux-Klan mischte mit.
Und natürlich war einer der Ikonen des entwickelten Kapitalismus, der Autokönig Henry Ford, glühender Anhänger der Prohibition. Trunkene Arbeiter mussten ihm ein Gräuel sein. Er selber behauptete freilich, seine Abneigung rühre daher, dass „ich meine Autos nicht in die Hände einer Generation geben will, die vom Alkohol durchweicht ist.“
Der Durchbruch für die Trockenheitsapostel kam 1917, mit dem Kriegseintritt der Amerikaner. Ab jetzt, hieß es, durften keine Agrarprodukte mehr für Alkoholika wie Bier verschwendet werden. Die antideutsche Stimmung bereitete den Boden für die Zerschlagung der Großbrauereien, fast ausnahmslos von Deutsch-Amerikanern betrieben. Der aufstrebenden Coca-Cola-Company kam das gelegen. Kurz, hinter der Prohibition stand ein kunterbunter Strauß von Interessen.
In Europa verbindet man die Prohibition vor allem mit dem Aufkommen der Mafia. Was damit zu tun hat, dass ungezählte Filme furiose Bandenkriege zum Thema hatten, die sich Polizisten und Mafiosi lieferten oder die italienische, irische und jüdische Mobster untereinander ausfochten. Schon die 1930er Jahre brachten großes Gangsterkino. Als taffe Mafiabosse wurden Schauspieler wie Edward G. Robinson oder James Cagney zu Leinwandstars.
Bekanntlich wurde Amerika die Mafia nie mehr los
Kevin Costner glänzte noch 1987 als Mafiaschreck Eliot Ness in „Die Unbestechlichen“. Der Topos Chicago als Synonym für Mord & Totschlag hat seinen Ursprung in diesen realen Mythen. Die großkalibrige „Tommy Gun“, eine formschöne, für den 1. Weltkrieg entwickelte Maschinenpistole, fand in ihrer Version mit dem großzügig munitionierten Rundmagazin bei diversen Massakern Verwendung und ging folgerichtig auch in die fiktiven Kintopp-Schlächtereien ein. Clyde Barrow alias Warren Beatty ballert damit im legendären Killerepos „Bonnie und Clyde“ um sich, das kurz nach der Prohibitionszeit spielt.
Bekanntlich wurde Amerika die Mafia nie mehr los. Als nach dem Ende der Prohibition nicht länger Geld durch Alkoholschmuggel zu holen war, verlegte sich die organisierte Kriminalität auf andere Geschäftsfelder, vor allem auf Drogen. Weniger bekannt ist, was die Trockenzeit sonst noch anrichtete.
Zu den physischen Folgen gehörten massenhafte Schäden an Lebern und anderen Organen, die gepanschtem oder gar toxischem Gesöff ausgesetzt waren. „Jake Foot“, eine Lähmung von Fuß- und Handmuskeln durch synthetischen Sprit, befiel allein im Jahr 1930 schätzungsweise 15.000 Personen.
Selbstredend waren davon nur weniger Betuchte betroffen. Wer genug Geld hatte, ließ sich erstklassigen Stoff kommen, der aus Kanada oder Mexiko stammte. Überhaupt musste während der Prohibitionszeit niemand darben, der zu den besseren Kreisen gehörte. Im Gegenteil, die Zwanziger röhrten auch und vor allem in Amerika, wie es F. Scott Fitzgerald in „Der große Gatsby“ opulent ausgemalt hat.
Was sich fundamental änderte: Die meisten Leute, die während der Prohibitionszeit ausgingen, ließen sich nunmehr vorsätzlich volllaufen. Im Speakeasy, der verbotenen, aber allgegenwärtigen Flüsterkneipe, suchte man Dröhnung, nicht Genuss. Es wurde kaum noch Bier oder Wein, dafür hartes Zeug gekippt. Schwachprozentiges anzubieten, lohnte sich für die meisten Schwarzbrauer und Transporteure nicht.
Ausdrücklich zur Denunziation ermuntert
Auch Frauen gewöhnten sich nun ans Trinken. „1910 war dies noch Männersache“, besagte eine US-Studie über die Trinkgewohnheiten jener Zeit. „Ab 1920 änderte sich das.“ In dem Jahr wurde in Amerika flächendeckend das Frauenwahlrecht etabliert. Eine Ironie bestand darin, dass die 1873 gegründete Prohibitionsbewegung „Womans Christian Temperance Union“ letztlich dafür sorgte, dass später auch Frauen die verruchten, irgendwie hippen Speakeasys frequentierten.
Doch das war längst nicht alles. Das ehrenwerte Experiment erzeugte neben gewaltigen Löchern im Steuersäckel auch heftige moralische Kollateralschäden, in puncto Gesetzestreue geradezu eine Erosion.
Denn die enormen Profite, welche Hersteller, Verteiler und Kaschemmenwirte illegal generierten, flossen notwendigerweise zum Teil in die Korruption. Politiker, Beamte und kleine Polizisten mussten bestochen werden, denn das Treiben der schwarzen Alkoholwirtschaft war oftmals nicht zu übersehen. Es gibt Kulturkritiker, die das bis auf den heutigen Tag miserable Ansehen der Cops bei Teilen der Bevölkerung auch als eine Spätfolge der Prohibitionszeit deuten.
Natürlich waren nicht alle Offiziellen geschmiert. Das Finanzministerium beschäftigte gegen Ende der 1920er 4.000 Fahnder und Undercover-Agenten, die den Teufel Alkohol austreiben sollten. Als Aktionsbelege geknipste Fotos von Razzien, ausgehobenen Destillen und zerschlagenen Schnapsfässern finden sich zuhauf in Archiven.
Für die Aktionen benötigte man auch die Mithilfe der nichttrinkenden Bevölkerung. Sie wurde ausdrücklich zur Denunziation ermuntert. Nach Hinweisen fiel die Polizei schon mal mit der Tür ins Haus:
„Wer Pech hatte, konnte für den Kauf einer Flasche Whiskey ins Gefängnis wandern. Bürgerrechtler beklagten, dass sich die Strafverfolgungsbehörden immer mehr Befugnisse anmaßten. Willkürliche Verhaftungen und Hausdurchsuchungen ohne richterliche Genehmigung, die Beschlagnahme von Privateigentum, Bespitzelung, das Abhören von Telefonen – im Kampf gegen den Alkohol war vieles erlaubt, was in krassem Widerspruch zu den freiheitlichen Traditionen des Landes stand“, so die „Zeit“ zum 100. Jahrestag des ehrenwerten Experiments.
Foltern, auspeitschen, tätowieren
Die Aufforderung eines Blattes an seine Leser, Vorschläge für die Behandlung von Prohibitions-Brechern zu machen, gestattete Einblicke in die Abgründe von Abstinenzlerseelen:
An der Zunge unter ein Flugzeug hängen und über die Vereinigten Staaten fliegen.
Vergifteten Schnaps durch Schwarzhändler verteilen lassen.
Trinkern die Ehe verbieten.
Trinker in flaschenförmigen Käfigen auf öffentlichen Plätzen ausstellen.
Foltern, auspeitschen, tätowieren, mit Brandzeichen versehen oder sterilisieren.
Soweit gehen nicht mal bestimmte Inspirationen, die auf „Taz“-Foren aufpoppen, wenn es etwa um das schändliche Treiben von Klimaleugnern geht. Oder um den alltäglichen Rassismus, um die Nazis in der Mitte der Gesellschaft. Obwohl, einige Vorstellungen im Kinderstürmer sind auch nicht ohne. More to come!
Gibt es im Jahr 2020 etwas zu lernen von anno 1920? Nicht auf den ersten Blick. Ein Virus ist ja keine gesellschaftliche, sondern eine biologische Entwicklung. Aber es geht leider auch in die Oberstübchen. Notorischen Weltrettern läuft angesichts der aktuellen, angeblich alternativlosen Notstandsmaßnahmen das Wasser im Mund zusammen. Sie sehen schon herrliche Zeiten aufziehen:
Die Coronakrise hat innerhalb weniger Tage alles verändert. Das zeigt: Rasche politische Maßnahmen sind sehr wohl möglich, wenn es notwendig ist. Muss das nicht auch in der Klimakrise gelten, die ein noch viel größeres Risiko darstellt?
Wetten dass: Sobald die medizinische Krise vorbei ist, beginnt ein Kulturkampf um Verbote. Hoffentlich geht er so aus wie damals in Amerika.
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Interessant, was Sie da schreiben, liebe Frau@Gudrun Dietzel. Ich wusste gar nicht, dass unser aller treu sorgende Muddi ihre Einkäufe selbst tätigt. Hat sie, die sich doch mit einem ganzen Stab von Lakaien umgibt, denn niemanden, der diese banale, ihrer völlig unwürdige Tätigkeit für sie übernimmt? Oder haben Sie die Göttliche vielleicht en flagrant délit erwischt, als sie klammheimlich ihre Seelentrösterchen mit in die Kasernierung nehmen wollte. Dumm gelaufen für AM. Aber auch ohne die Flaschen im Körbchen sieht man ihr an, dass sie kein abstinentes Leben führt. Ihr aufgedunsenes Gesicht spricht Bände. Liebe Mitforistin, hatten Sie allen Ernstes erwartet, dass diese Frau etwas von ordentlicher Haushaltsführung versteht und weiß, bei wieviel Grad Masken oder - oh Schreck - Windeln gewaschen werden müssen und wie heiß das Bügeleisen sein muss. Is doch allns unter Muddis Würde. Sie verfolgt ganz andere, viel höhere Ziele. Und da ist es schon unerlässlich - sozusagen alternativlos - den MPs das Heft für eigene Entscheidungen aus der Hand zu nehmen und autoritär par l'ordre de muddi zu handeln. Sie wissen doch: Wer nicht spurt, fliegt und verliert sein lukratives Pöstchen. Da kann Kubicki soviel mosern, wie er nur will.
Es geht hier einzig und allein um die Unterwerfung der Nationalstaaten und ihrer Menschen unter die herrschenden Eliten. Auch ein etwaiges Alkoholverbot dient nur dazu, die Menschen zu quälen und ihnen jede Freiheit zu nehmen. In Windeseile wurde über die Hysterie zu einem zwar gefährlichen Virus,aber eben Influenza Virus wie es ihn auch schon früher gab, sämtliche Grundrechte abgeschafft, Dahinter dürfte auch stecken, dass man dann den unausweichlichen Finanzcrash auf das Virus schieben kann und die Bevölkerung vorher schon einmal außer Gefecht gesetzt hat. WEitere Milliarden werden gerade über die EU in das Finazsystem geflutet, welches die Reichen abschöpfen. Außerdem droht ungeheuerlicherweise die Zwangsinfung von Menschen. Wer sich wehrt wird aus der Gesellschaft ausgeschlossen oder mehr. Es verdienen die üblichen Verdächtigen, die den Anlauf über vorherige angebliche Pandemien bis dato nicht durchsetzen konnten. Die unglaubliche Lügenrede von Frau Merkel. auf die nicht einmal mehr jemand offen kritisch reagiert, offenbart, dass sie das gesamte deutsche Volk für ihren Eine-Welt-Wahn und der entsprechenden Karriere bei den üblichen Verdächtigen aus UNO, der chinesischen KP, sozialistisch-zentralistischen Kreisen aus den USA samt der Besitzer und Förderer von NHO und anderen Einrichtungen aufopfert. Die meisten Mittäter ihrer Entourage sind Karrieristen und wollen ums Verrecken im System bleiben, andere bösartige Mitlenker. Wir wissen nicht, ob wir uns dagegen noch wehren können. Ich vertraue einzig und allein auf Jesus. Es gnade denen Gott.
Dieser Artikel, Herr Röhl, hat mich besonders gefreut! Bietet er doch dem aufmerksamen Leser eine Menge Anregungen, die Untiefen der amerikanischen Kulturgeschichte und ihrer modernen Wurzeln zu ergründen ( Für den musikalischen Nostalgiker : diese Zeit ist auch die Geburtsstunde jener Musikgattung mit den vielen schnellen Noten, die der " Schwarze " zum Laufen brachte, um den "Blues" mit dem Blues zu verjagen ) . - Die Zeit der Prohibition war die bisher folgenschwerste puritanische Massenhysterie, die von einem demokratischen Staat dazu genutzt wurde, ein Wirtschaftsdesaster allergrössten Ausmaßes flach zu halten , - die Nachkriegszeit mit ihren innenpolitisch ökonomischen Folgen. ( der Alaska -Goldrausch war ja bereits " Geschichte" ). Sie wurde von F.D. Roosevelt 1933 beendet durch den " New Deal" , der die USA in die " Depression" gestürzt hat , aus der sie durch den Kriegseintritt 41 " gerettet" und endgültig zur Weltmacht und - Konzernmacht wurde , mit wirtschaftlichen Konsequenzen für alle Staaten dieser Welt. Seitdem führt an der mafiösen Machtaufstellung der globaloperierenden Konzerne nach amerikanischem Muster kein Weg mehr vorbei und alle demokratischen Gesellschaften mit ihrer " Politik " tanzen nach der Pfeife der Interessen des " Grossen Geldes ". Neu ist nur, daß die aus den " Sozialistischen Bruderländern " Neu-und Emporgekommenen" es jetzt auch tun und den Ruin des Westens auf zweierlei Weise vorantreiben : durch ihr ideologisches Erbe und durch ihren Eifer, dem Konzept der Machtkonzentration zu dienen. Zu behaupten, man würde von dieser Gewissenlosigkeit regiert, die ganze Völker und deren Nationen glatt verschachert, ist keine Schmeichelei , sondern eben "grenzenlose" Dummheit, ganz gleich mit welcher Ausrede sie auftritt. Die Vereinigung totalitärer Unterdrückung mit der Vollstreckung der Wünsche von grössenwahnsinnigen Wirtschaftsinteressen wird tatsächlich das Ende der Alten Welt einleiten, fürchte ich.
Hier werden zum Teil wirklich schwachsinnige Vergleiche angestellt. Ich bin überhaupt kein Freund von Merkel und ihren Vasallen, nicht von Grünen und Linken. Trotzdem finde ich in Ordnung, daß ein Staat in Krisenzeiten bestimmte Regeln aufstellt und diese auch durchsetzt. Dabei geht es nicht um Gehorsam sondern um Verantwortung. Und die fehlt einigen in diesem Land, nicht zuletzt Merkels jungen Männern. Aber nicht Corona sondern Klimawandel und Massenmigration sind Deutschlands größtes Problem. Wer angesichts anhaltender Dürre noch nicht bemerkt hat, daß es den Klimawandel gibt, dem ist Corona wohl nicht nur auf die Lunge geschlagen.
" ... beginnt ein Kulturkampf um Verbote. Hoffentlich geht er so aus wie damals in Amerika." Nein, Deutschland ist heute schon sehr viel weiter als es die USA je waren, unheilbare systemische Fehler zerstören das Land. Die anglo-amerikanische Aufklärung ist im deutschen Obrigkeitsstaat nie wirklich angekommen. Deutschland ist gerade dabei vom Soft-Sozialismus zum harten Sozialismus überzugehen. Der logisch nächste Schritt wäre eigentlich der Stalinismus. Ich glaube jedoch, dass der Islam schneller ist. Das wird dann richtig spannend für Beobachter im sicheren Ausland: Sozialismus trifft Islam. Auf jeden Fall wird der Islam den Gender-Gaga und ähnlichen Schwachsinn beenden. Ehrlich, so langsam empfinde ich die Machtübernahme durch den Islam gar nicht mehr so negativ (ok, als Rentner ist das für mich eher akademisch).
Kleine Korrektur/Anmerkung: Wenn in Deutschland von "den Protestanten" gesprochen wird, assoziiert man unsere Evangelische Kirche, also die Lutherische. Es waren aber gerade auch die beiden europäischen, historischen protestantischen Kirchen in den USA, wie die Anglikaner in den USA und die Lutheraner in den USA, die sich gegen die Prohibition aussprachen. Gerade weil die USA auch kirchlich sich abspalteten und ihre eigenen Sekten gründeten, wie die Baptisten, Methodisten etc. , passierte dort soviel Merkwürdiges, ja Schreckliches wie die Sklaverei. Also bitte nicht von Protestanten schreiben, sondern von Evangelikalen, von christlichen Sekten.
In den USA leiden wir immer noch an der Prohibition: wenn man einen Schalldaempfer oder eine kurzlaeufige Waffe kaufen will, muss man eine Steuer dafuer bezahlen und eine Genehmigung von der ATF erhalten. Das dauert 4 bis 12 Monate und kostet 200 USD. Die Summe ist seit den 30er Jahren die gleiche, weil die Tommy-Gun so viel kostete. Mehr als ein Auto damals. In Europa kann man einen Schalldaempfer einfach erwerben oder sich selbst basteln. Das Regularium war damals wie heute komplett schwachsinnig, denn der Schalldaempfer (entwickelt fuer Autos!) macht den Schuss ja nur ein wenig leiser (nur bei 22 und 300BLK gehts wirklich unter 100DB) und kurzlaeufige Gewehre werden einfach als Pistolen mit Armstuetze (anstatt Schaft) tituliert und das wars. Einfach mal die neue Heckler & Koch SP5 duckduckgoen. Die ATF selbst ist gegen die Huerde und die Republikaner wollten per Hearing Protection Act das Gesetz abschaffen, aber dann hat der Bekloppte in Las Vegas und die Bekloppten von der Demokratischen Partei dem ein Ende gemacht. Vorerst.