Der größte Geheimdienst-Leak in den USA seit Edward Snowden gewährt intime Einblicke in den Ukraine-Krieg. Entgegen der offiziösen Darstellung des Kremls soll der FSB von mehr als 110.000 ausgefallenen Soldaten ausgehen. Wladimir Putin hat derweil ein Gesetz zur elektronischen Einberufung neuer Rekruten unterzeichnet.
Die jüngste Enthüllung höchst vertraulicher Regierungsdokumente stellt nicht nur für Washington eine Belastungsprobe dar. Auch für Moskau erweisen sich die durchgestochenen Informationen als Problem. Das gilt vor allem für die Frage der eigenen Verluste in der Ukraine. Das Thema ist in Russland brisant. Bis heute hält sich der Kreml bedeckt. Zuletzt hat er sich am 21. September 2022 geäußert. Damals wollte er lediglich 5.937 Mann verloren haben. Eine maßlose Untertreibung, wie die BBC feststellte. Bereits in 19.688 Fällen konnte der Sender schon den Tod russischer Soldaten belegen.
Wie sich nun zeigt, schätzt man die Lage im FSB offenbar weitaus gravierender ein. Gemäß einem veröffentlichten Geheimdienstdokument soll der russische Auslandsgeheimdienst von 110.000 Gefallenen und Verletzen ausgehen. Die New York Times vermutet, dass diese Information aus abgefangenen elektronischen Nachrichten stammt. Ebenso brisant ist ein weiteres Detail: Der FSB soll das russische Verteidigungsministerium beschuldigt haben, das Ausmaß der eigenen Verluste systematisch zu verschleiern.
Das betreffe vor allem die Ausfälle in den Reihen der Nationalgarde, der Gruppe Wagner und der Kämpfer Ramsan Kadyrows. Die US-Dienste kommen zu dem Schluss, dass das russische Militär nicht bereit sei, schlechte Nachrichten in der Befehlskette weiterzugeben. Dabei handelt es sich um ein Phänomen, das Experten als Ursache für Putins Entscheidung zur Invasion ansehen. In offenkundiger Unkenntnis der tatsächlichen Verteidigungsfähigkeit der Ukraine war der russische Präsident davon ausgegangen, den Feldzug innerhalb weniger Wochen beenden zu können. Ein fataler Irrtum, der uns bis heute beschäftigt.
Ein neues Gesetz, das die Einberufung von Rekruten erleichtert
In den enthüllten Dokumenten wird auch geschildert, wie Wladimir Putin versuchte, den Konflikt zwischen Jewgenij Prigoschin und Verteidigungsminister Sergej Schoigu durch eine persönliche Intervention zu lösen. Hierzu habe er die Kontrahenten am 22. Februar 2023 zu einer gemeinsamen Sitzung eingeladen. Prigoschin soll hier an seiner Kritik festgehalten haben. Seit Monaten schon wirft er dem Verteidigungsministerium akuten Munitionsmangel vor. Darin will er einen Boykott erkennen. Wiederholt hat er dafür Schoigu Generalstabschef Walerij Gerassimow die Schuld gegeben.
Die hohen Verluste in der Ukraine bedeuten für den Kreml nichts Gutes. Trotz der Teilmobilmachung vom 21. September 2022, die den Streitkräften sukzessive bis zu 300.000 Reservisten zugeführt hat, ist es nicht gelungen, die militärische Oberhand zu gewinnen. Stattdessen hat sich erwiesen, dass sich die russische Winteroffensive totgelaufen hat. Der Kreml kennt darauf nur eine Antwort: mehr Soldaten. Aus diesem Grund hat er ein neues Gesetz auf den Weg gebracht, das die Einberufung neuer Rekruten enorm erleichtert. Doch was ist passiert?
Am 11. April 2023 hat die Staatsduma in zweiter und dritter Lesung ein Paket von Änderungen des „Föderalen Gesetzes über die Wehrpflicht und den Wehrdienst“ verabschiedet. Das Wichtigste an dieser Novellierung ist, dass die militärischen Melde- und Rekrutierungsbüros ihre Vorladungen jetzt nicht mehr persönlich aushändigen müssen. Stattdessen ist es ausreichend, die Adressaten elektronisch zu kontaktieren. Für jene russischen Männer, denen es bislang gelungen war, sich der Einberufung zu entziehen, ist damit eine lebensbedrohliche Situation eingetreten. Den meisten von ihnen bleibt nur noch die Flucht außer Landes.
Tatsächlich jedoch ist der betreffende Gesetzentwurf gar nicht neu. Bereits zwei Tage vor Kriegsbeginn war er am 22. Februar 2022 in zweiter Lesung verabschiedet worden. Allerdings hatte er es damals nicht in die dritte Lesung geschafft. Wahrscheinlich war das auch besser so. Denn sein Inhalt ist hochbrisant. So wird es den militärischen Melde- und Einberufungsstellen gestattet, Vorladungen per Einschreiben mit Benachrichtigung zu verschicken und sie grundsätzlich auch dann als zugestellt zu betrachten, wenn ein Wehrpflichtiger sich entschlossen hat, das Schreiben nicht zu erhalten oder gar nichts davon wusste. Das Regime sichert sich damit den Zugriff auf seine wehrfähigen Bürger.
Soldat ohne bei der Rekrutierung anwesend zu sein
Am 30. März 2023 beschlossen die Abgeordneten der Staatsduma, den Gesetzentwurf in die zweite Lesung zu überweisen. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Andrej Kartapolow, begründete diese Entscheidung damit, dass man im Dokument das Datum des Inkrafttretens korrigieren müsse. Bei der Abstimmung in der dritten Lesung kann der Gesetzesentwurf nicht mehr verändern werden.
Wenige Stunden vor der Abstimmung wurde auf der Website der Duma plötzlich ein neues, überaus umfangreiches Dokument veröffentlicht. Es umfasst Dutzende Seiten und enthält tiefreichende Änderungen. Diese tangieren zahlreiche Bundesgesetze und führen in Russland ein neues System der Wehrpflicht ein.
Die wichtigste Neuerung besteht darin, dass Russland ein digitales Register der militärischen Registrierung aufbauen will, das von den Militärkommissariaten geführt wird. Dieses Register wird direkt mit dem staatlichen Portal „Gosuslugi“ (dt.: Staatliche Dienstleistungen) verbunden sein. Das Ministerium für digitale Entwicklung soll ein solches Register im Auftrag des Verteidigungsministeriums erstellen. Wann es an den Start gehen wird, ist noch nicht bekannt; fest steht lediglich, dass die Regierung den Zeitpunkt festlegen wird. Und dieser dürfte in nicht allzu ferner Zukunft liegen.
Für die betroffenen Personen könnten die Auswirkungen gravierender kaum sein. In Zukunft wird es möglich sein, eine Person auch dann in das Register aufzunehmen, wenn sie nicht persönlich bei der militärischen Registrierung und Rekrutierung anwesend ist. Das könnte etwa für das Jahr gelten, in dem eine Person 17 Jahre alt wird oder die russische Staatsbürgerschaft erhält; in solchen Fällen würde sie automatisch in das Militärregister aufgenommen – und wären mit dem Erreichen des 19. Lebensjahrs oder aber sofort wehrpflichtig.
Das Ende der Freiheit ist erreicht
Auch kann jeder Wehrpflichtige aus der Ferne in die Reserve aufgenommen werden. Hierzu müssen lediglich gute Gründe vorliegen. Das ist z. B. bei Frauen der Fall, die eine militärische Registrierungsspezialität erhalten haben, oder bei Männern, die den Pflichtdienst ohne rechtliche Gründe nicht abgeleistet und das 27. Lebensjahr vollendet haben. Wer in der Reserve ist, kann während der Mobilisierung einberufen werden.
Eine postalisch versandte Vorladung gilt als zugestellt, wenn ein Postbeamter die Zustellung des Briefes auf dem Zettel vermerkt. Die russische Post erklärt auf ihrer Website, dass Einschreibebriefe dem Empfänger persönlich gegen Unterschrift oder dem Vertreter des Empfängers per Vollmacht zugestellt werden. Bislang konnte man sich der Zustellung entziehen. Das ist jetzt vorbei. Sieben Tage nach der Versendung des Einschreibens gilt die Vorladung künftig als zugestellt – egal, ob man unterschreibt oder nicht. Das Gesetz besagt, dass die Vorladung lediglich im Vorladungsregister erscheinen muss.
Das Register wird im Gesetzentwurf als „öffentlich zugänglich“ bezeichnet. Dabei ist völlig unklar, ob das bedeutet, dass die Informationen über Personen für jedermann zugänglich sind. Auf jeden Fall soll jede wehrpflichtige Person in der Lage sein, das Register zu nutzen, um Informationen über sich selbst zu erhalten. Das gilt auch für Kopien von Vorladungen mit Informationen über das Kommissariat, das sie verschickt hat, sowie für elektronische Vorladungen. Wie Transparent der Dienst tatsächlich ist, wird sich noch zeigen müssen.
Der Kreml weist darauf hin, dass weitere Angaben obligatorisch sind. Ebenfalls angegeben sein müssen das Datum, an dem die Vorladung versandt wurde und das Datum, an dem sie als zugestellt gilt; Gleiches gilt für das Datum, an dem die Person verpflichtet ist, sich im Rekrutierungszentrum einzufinden. Hinzu kommen Name, Geburtsdatum, Reisepassdaten und Wohnort eines Rekruten. Ist ein russischer Mann erst einmal in dieser Weise erfasst, gibt es kein Entkommen mehr.
Sobald die Vorladung als zugestellt gilt, ist es dem Wehrpflichtigen untersagt, das Land zu verlassen. Zumindest in der Theorie haben die Behörden damit die Möglichkeit, Millionen von Männern innerhalb von Sekunden die Ausreise zu verbieten. Was es dazu braucht, ist ein einziger E-Mailverteiler. Dieses Verbot gilt mindestens so lange, bis die Person bei der Einberufungsstelle erscheint. Dabei spielt es keine Rolle, um welche Art von Vorladung es sich handelt. Reisebeschränkungen können aus jedem Grund verhängt werden, auch wenn ein Wehrpflichtiger nicht erscheint, um beispielsweise seine Dokumente zu überprüfen. Das Ende der Freiheit ist erreicht.
Kein Auto mehr fahren, keinen Kredit aufnehmen...
Die Entscheidung über das Einreiseverbot wird vom zuständigen Militärkommissar getroffen, der diese Informationen in das Militärregister eintragen und mit einer digitalen Unterschrift bestätigen muss. Wer nachvollziehen will, wie es aktuell um die Rechtsstaatlichkeit in Russland bestellt ist, vergegenwärtige sich das Folgende: Ein Gerichtsbeschluss ist für das Ausreiseverbot nicht mehr erforderlich. Die Möglichkeit, ein solches Verbot vor Gericht anzufechten, ist dabei nur theoretischer Natur. Es bleibt nämlich in Kraft bleibt, solange der Rechtsstreit geprüft wird. Und das kann dauern.
Personen, die sich nicht innerhalb von 20 Tagen nach dem in der Vorladung angegebenen Datum bei der Meldebehörde melden, unterliegen einer Reihe weiterer tiefreichender Einschränkungen: Sie dürfen kein Auto mehr fahren, keinen Kredit aufnehmen und keine Immobilien verkaufen. Mit anderen Worten werden sie zu entrechteten Subjekten degradiert, ihre Bürgerrechte massiv eingeschränkt. Hinzu kommt eine Verwaltungsstrafe in Höhe von 500 bis 3.000 Rubel. Ignoriert ein Wehrpflichtiger hingegen systematisch seine Vorladungen, kann er strafrechtlich verfolgt und mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden. Leistet er dann noch Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, kann der Delinquent rasch für 10 Jahre hinter Gittern verschwinden.
Viele Betroffene trösten sich mit der Erkenntnis, wonach der Artikel des Strafgesetzbuchs, der sich der Strafverfolgung entziehende Wehrpflichtige bedroht, nicht auf mobilisierte Soldaten anwendbar ist. Das zumindest hatte das Plenum des Obersten Gerichtshofs 2008 erklärt. Noch im vergangenen Jahr hatte die Staatsanwaltschaft auf dieser Grundlage eine Entscheidung aufgehoben, ein Strafverfahren nach Artikel 328 gegen einen Einwohner des Gebiets Pensa einzuleiten, der einen Mobilisierungsbescheid erhalten hatte, aber nicht zum Einberufungsbüro gegangen war.
Nichtsdestoweniger muss man davon ausgehen, dass die Gerichte die bisherige Rechtsprechung aufgeben, sobald das Regime dies verlangt. Hinzu kommt, dass der russische Gesetzgeber problemlos immer neue Strafen festlegen kann. In Russland zu leben heißt vor allem, den Dingen ins Auge zu sehen. Und dazu gehört anzuerkennen, dass sich die Bürger heute mehr denn je staatlicher Willkür ausgesetzt sehen. Geltendes Recht kann beliebig ignoriert oder für ungültig erklärt werden.
Damoklesschwert über den Köpfen russischer Männer
Nachdem das neue Gesetz am 12. April 2023 vom Föderationsrat genehmigt wurde, hat es Wladimir Putin am 14. April 2023 unterzeichnet. Der Kreml weist darauf hin, dass es mit dem Datum seiner amtlichen Veröffentlichung in Kraft tritt, wobei die im Föderalgesetz vorgesehenen Tätigkeiten bis zur Aufnahme des Betriebs staatlicher Informationsressourcen und -systeme ohne die Nutzung dieser Ressourcen und Systeme durchgeführt würden. Die Würfel sind damit gefallen. Wer das Land jetzt nicht verlässt, droht mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Fänge der Rekrutierungsmaschinerie zu geraten. Seit Kriegsbeginn hat es kein solches Damoklesschwert über den Köpfen russischer Männer gegeben.
Man kann feststellen, dass das Regime die neuen Regelungen zur Zustellung der Einberufungsbescheide als probates Mittel betrachtet, um weitere Rekruten ohne neue Mobilisierung einzuziehen. Daran wiederum wird deutlich, dass das russische Militär tatsächlich nicht über genug Soldaten verfügt, um die vom Kreml vorgegebenen Ziele zu erreichen. Der Kreml wiederum will den Krieg unbedingt fortsetzen; und er will vermeiden, dass die Bürger seinen Staatsapparat als repressiv wahrnehmen und womöglich gegen ihn aufbegehren.
Inwieweit dieses Kalkül aufgeht, kann niemand mit Gewissheit sagen. Auch wenn eine neue Mobilisierung zunächst vermieden werden konnte, kommt das neue Gesetz doch einem politischen Offenbarungseid gleich. Eine Regierung, welche die verfassungsmäßigen Rechte der eigenen Bevölkerung in solch drastischer Weise einschränkt, wie es der Kreml gerade getan hat, delegitimiert sich selbst. Sollte es in Zukunft zu massenhaften Verhaftungen an den Außengrenzen kommen, wäre die Chance auf forcierten zivilen Widerstand größer denn je.
Das Regime indes hat keine andere Wahl, als dieses Risiko einzugehen. Und bereits vielsagende Vorkehrungen für die Zukunft getroffen. So hat die Staatsduma neben der beschriebenen Novelle gleich noch ein weiteres Gesetz auf den Weg gebracht, das viele Wehrpflichtige nicht minder beunruhigen dürfte. Es betrifft die Gefallenen und soll die Regeln für den Erhalt ihrer Sterbeurkunden vereinfachen. Glaubt man dem russischen Volksmund, besteht allerdings kein Grund zur Sorge. So lautet ein altes russisches Sprichwort: „Was fürchtest Du den Tod, Väterchen? Es hat ja noch niemand erlebt, dass er gestorben ist.“
Beitragsbild: Pixabay
Interessanter Artikel, die jungen Russen tun mir leid. Genauso übrigens wie die Ukrainer zwischen 16 und 60, die, so liest man, ad hoc von der Strasse weg einkassiert werden.
Die üblichen Verdächtigen ( z.B. Hr.Kuhn) wissen es natürlich besser. Man müßte sie einfach ignorieren.
Aber wer hier auf der falschen Seite steht, macht sich mitschuldig an einem Krieg, der Europa an den Rand des Untergangs bringen kann. Das kann oder muß man zwar t r o l l i g finden, aber es ist schlicht
zum ko……..en .
@Hans-Peter Kimmerle :„… Weiß jemand im “Wertewesten„ noch, dass die Europäische Union am 10.12.2012 den Friedensnobelpreis als Anerkennung für Frieden, Versöhnung und Demokratie erhalten hat?“ Und damit sieht man wieder mal, wie bedeutungslos so etwas ist – genau wie der neuste Orden für Merkel oder ihre hinterher geworfenen „Ehrendoktortitel“! MfG
Derartige „leaks“ sind immer mit Vorsicht zu geniessen. Schon allein, weil die Stellen, die die Dokumente produzieren, nicht gerade als Horte der Unfehlbarkeit bekannt sind. Was man hier zu sehen bekommt ist letztlich genauso wenig die „Wahrheit“ wie der Quatsch in den täglichen Endsiegbulletins der jeweiligen Propagandamaschinerien. Mit ein wenig Glück bekommt man vielleicht das zu sehen, was das Pentagon etc. zu einem bestimmen Zeitpunkt als „Wahrheit“ erachtet hat. Dass Autor Osthoff leaks, die die Ukraine nicht gerade in einem vorteilhaften Licht zeigen, ausgerechnet dazu nutzt, um wieder einmal auf seinem „Russlandsuntergangstehtkurzbevor“-Narrativ herumzureiten, kann man unter diesem Aspekt eher als Treppenwitz bezeichnen. Beide Seiten zeichnen sich in diesem Krieg durch gravierende Fehleinschätzungen aus, und wie es scheint ist das Bedürfnis gerade in Deutschland gross, sich auch weiterhin in Wunschvorstellungen zu verbeissen. Nicht weiter überraschend in einem Land, das gerade einen Kreuzzug gegen die Wirklichkeit führt, die Stromproduktion herunter- und den Stromverbrauch hochfährt, und davon ausgeht, dass die blosse Strahlkraft teutonischer Willenskraft ausreicht, das Land irgendwie über die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit hinweg zu tragen. Letztlich also nichts weiter als eine von vielen deutschen Phantasmagorien.
@A. Ostrovsky:„… @giesemann : Ich muss Sie doch korrigieren…….“ …muss es richtig heißen: „Где Венк?“ ….. Ort seines Aufenthalts, wäre „Где находится Венк“ richtiger, „ …. Genau so hat man es uns früher auch gelehrt! ….. und man erkennt sofort, dass da wohl nur ein Übersetzungsprogramm dilettantisch benutzt worden ist….. nicht zum ersten Mal übrigens – aber es soll ja womöglich nur etwas Eindruck schinden …… MfG
Zur USA: Deren größte Bedrohung der Sicherheit ist (in dieser Konstellation) 1.: Die Käuflichkeit der US Machtelite, die sich an jeden verscherbelt, der genug Geld auf den Tisch legt, und sei es der Feind im Ausland 2.: Die völlig unkontrollierbare Datensammelwut ihrer Geheimdienste. Daten, die man nicht sammelt, können nicht geleakt werden. Informationen sammeln und auf Halde legen, kann einen selbst den Kopf kosten, denn wenn man diese Daten alle auf Halde liegen hat, wird es ab einem gewissen Punkt unglaublich schwer, diese Datenmengen nicht nur sinnvoll auszuwerten, sondern sie auch vor unkontrolliertem Abfluss und damit vor dem Missbrauch durch den Feind zu schützen. Wenn ich ein Feind der USA bin, muss ich diesen ganzen Aufwand der Informationsgewinnung gar nicht treiben, sondern einfach einen Mitarbeiter der NSA schmieren, einen dort einschleusen, oder noch einfacher: deren Server hacken, und ich habe Zugriff auf all die schönen Daten, die die USA eigentlich nur für sich gesammelt haben. Außerdem: Informationen kann man in ihrem Gehalt vortäuschen. Wenn ich überwacht werde und weiß das, dann täusche ich ein Leben vor, das nicht echt ist, und die NSA hält mich für integer. Absolut blödsinniger Ansatz, denn jeder gute Agent ist Meister im Vortäuschen falscher Identitäten. Erst recht dann, wenn er den ganzen Tag überwacht wird. Ein erheblicher Teil der gesammelten Daten der NSA sind also FakeNews, die dem US Sicherheitsapparat eine Welt vortäuschen, die gar nicht existiert. Zu Russland: Was bitte ist an Wehrpflicht „Das Ende der Freiheit“? Deutschland hatte seit 1871 bis 2011 effektiv Wehrpflicht, Die Schweiz, Estland, Litauen, Norwegen, Griechenland und viele andere haben sie jetzt noch. Sind diese Länder unfrei? Nein. Wer so leben will wie er möchte, das ist ja der Inbegriff von Freiheit, der muss das auch verteidigen. Wer sich dem entzieht, ist nicht frei, sondern wird vom Feind überrant und ist DANN unfrei. Gilt natürlich auch für Russland. Und Deutschland.
Über die Verluste an russischen Soldaten setzt uns der Autor in Kenntnis. Die gefallen Ukrainer sind ihm allerdings keine Zeile wert.
Wir wissen jetzt auch, wie Russland neues Kanonenfutter zu rekrutieren gedenkt. Wie die Ukraine dabei vorgeht erfährt nur der, der die Nachrichtensendungen des ungarischen Fernsehens verfolgt.
So ist in dem von Ungarn besiedelten Karpatenunterland, bis zum Schandfrieden von Trianon Teil der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn, kein Mann zwischen 18 und 60 mehr sicher, nicht gewaltsam von Selenskys Häschern in den Krieg deportiert zu werden. Auf der Straße ebenso wie im Supermarkt oder der Arbeitsstelle und in der eigenen Wohnung ohnehin , erscheinen plötzlich Maskierte in Uniform und ergreifen gewaltsam jeden, den sie für Kriegstauglich halten. Es sind schreckliche , unerträgliche Bilder zu sehen.
Es ist anzunehmen, dass auch anderswo in der Ukraine auf diese Weise rekrutiert wird.
Ich schließe für mich nicht aus gelegentlich auch der russischen Propaganda auf den Leim zu gehen.
Kann der Autor für sich ausschließen, die Propaganda Washingtons zu durchschauen?
Wenn Russland der Feind sein soll , so ist deshalb die Ukraine noch lange nicht der Freund.
Wenn Moskau die Lüge als wirkmächtige Waffe im Krieg einsetzt, hat Kiew keinen Grund dies nicht zu tun.