Wenn Jesus 5.000 Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen speisen konnte, dann wird es Svenja Schulze bestimmt schaffen, mit 170 Millionen Euro die Klimakatastrophe in Afrika aufzuhalten. Zum Vergleich: Beim Bau einer 2,2 Kilometer langen U-Bahnstrecke in Berlin lag der Kilometerpreis bei 265 Millionen Euro.
Sie haben es vielleicht schon vergessen, weil inzwischen so viel passiert ist: Anfang des Jahres 2019, also vor Corona, machte sich Claudia Roth, MdB und Vizepräsidentin des Bundestages, auf eine lange und anstrengende Reise zu den Fidschi-Inseln im Südpazifik, mit ausgiebigen Zwischenstopps in Bangladesch, Brisbane, auf den Salomonen, Nauru und Kiribati. Hin und zurück über 41.000 Kilometer. So eine Reise macht man/frau natürlich nicht zum Vergnügen, wie nach Malle oder nach Bayreuth. Frau Roth wollte sich ein eigenes Bild von der Lage vor Ort machen und sich informieren lassen, wie sehr die Inseln und Atolle vom Klimawandel bedroht seien.
Anders als in solchen Fällen üblich, erschien ein „Bericht" über diese Reise auf Frau Roths eigener Seite erst, nachdem BILD über den Trip berichtet hatte. Mit ihren eigenen Worrten teilte sie ihren Followern Folgendes mit: Die Reise hat deutlich gezeigt: Die Realität vor Ort lässt es nicht zu, die Klimakrise weiterhin kleinzureden, geschweige denn zu leugnen, oder die Hände in den Schoß zu legen. Die Menschen vor Ort haben große Erwartungen an die Industriestaaten und an Deutschland: Sie erwarten hohe Anstrengungen zur Eindämmung der Klimakrise und tatkräftige Unterstützung bei bestehenden Schäden durch die Hauptverursacher dieser menschgemachten Krise.
Um solche Erkenntnisse zu generieren, musste Frau Roth natürlich vor Ort gewesen sein, eine der vielen Dokus, die man auf 3sat und arte sehen kann, wäre nicht genug gewesen. Dafür nahm sie eine 41.000 Kilometer lange Strapaze auf sich, ohne über die Öko-Bilanz der Erdumrundung nachzudenken. Über die Kosten der Reise verweigerte die grüne Fraktion alle Angaben.
Mit einem Geschenk im Handgepäck
„Die Folgen des Klimawandels" sind auch das alles überragende Thema der 27. UN-Klima-Konferenz in Sharm el-Sheikh am Roten Meer mit über 30.000 „Delegierten", darunter auch das deutsche Klima-Girl Luisa Neubauer, das klimaschonend fünf Tage unterwegs war, meist mit Bahn und Bus. Anders dagegen die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze, die sich einfliegen ließ, mit einem Supergeschenk im Handgepäck, einem „globalen finanziellen Schutzschirm für besonders bedrohte Staaten". Dazu sagte die Ministerin in der Tagesschau, das Neue an diesem Mechanismus sei, „dass es Geld gibt, dass es vorrätig ist, bevor die Katastrophe eintritt, und dann eben, wenn die Menschen es brauchen, unmittelbar ausgezahlt wird". (Hier ab 10:00)
Das ist in der Tat neu und geradezu revolutionär. Das Geld liegt da und wartet auf die Katastrophe. Das war im Ahrtal nicht der Fall, da warten nach über einem Jahr noch immer etliche Opfer der Flutkatastrophe, dass ihnen, wie versprochen, „schnell und unbürokratisch" geholfen werde. Aber da ist die Lage eine ganz andere als im Globalen Süden. Dort, sagt die Ministerin, habe Deutschland „mit zu den Klimaveränderungen auf der Welt beigetragen, und der afrikanische Kontinent ist jetzt schon am stärksten von den Veränderungen betroffen, und deswegen müssen wir helfen...“ (Hier ab 9:30)
Für den „globalen finanziellen Schutzschirm für besonders bedrohte Staaten“ will Schulze 170 Millionen Euro bereitstellen. Sie hofft, dass andere Staaten, die ebenfalls zu den Klimaveränderungen auf der Welt beigetragen haben, etwas dazugeben werden. Und wenn nicht, dann wird Deutschland es eben allein stemmen, schnell und unbürokratisch. Wie einst Jesus bei der Speisung der 5.000.
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Beitragsbild: Pixabay

@Sabine Schön-fel-der: Den Polen darf man in diesem Fall keine Vorwürfe machen, sie haben von der Geschichte um den deutschen Sender Gleiwitz nie gehört, der heute auf polnischem Gebiet steht. Wichtig allein ist: es muss nun endlich zurückgeschossen werden, und das nicht erst morgen ab 5:45 Uhr, sondern jetzt sofort, unverzüglich.
Afrikanische Diktatoren rangeln schon um die 170 Millionen „Klimahilfe“ seitens der linksradikalen Frau Schulze. Lustiger wird das heute nicht mehr, außer Frau Carla Rochel von FFF kriegt wieder eine Bühne bei ARD oder ZDF für ihre „Milliarden Tote“……..
Lieber Herr Broder, WELT und BILD werden von Selenskyj mit Preisen NUR SO ÜBERSCHÜTTET ! Hier auf der Achse, kein Kommentar, keine Gratulation, keine Anerkennung. Diese fundamentalen Ereignisse, diese Höhepunkte der Hofberichterstattung wäre doch jetzt wirklich eine Anmerkung wert ! Ausstaffiert mit echter Broder-Rhetorik. Hätte auch vermutet, daß für die Achse, die treu transatlantischen Kurs hält, wenigstens ein kleiner TROSTPREIS rausspringt. Kommt da noch was ? Stattdessen berichten Sie über alte Kamellen. Über zentnerweise grüne „Kultur“ und deren uninteressante Urlaubserlebnisse. Mittlerweile sind MILLIARDEN auf Palau am Klimatod dahin gerafft, im Meer versunken. Noch nicht gehört ? Sagt eine Klimaklebist: innen, im Beisein von Tritt-ihn bei Lanz. Also muß es stimmen. Insgesamt gibt es zwar nur 19000 Einwohner, aber wahrscheinlich wurden Ameisen und ähnliches Getier mitgezählt. Auch wenn Achgut keinen Preis von Selenskyj bekommen sollte, ich finde IHR HABT IHN EUCH verdient. Wie er sich gerade wieder aus dem russischen Bombenangriff auf Polen windet. Bemerkenswert und vertrauenseinflößend. Hoffe, ich habe niemanden niedernetiquettiert und darf meine Meinung mitteilen…..
Man nimmt das Geld derer, die damit umgehen können, und gibt es denen, die nicht damit umgehen können.
Wenn sich Größenwahn und Inferioritätskomplexe paaren, zeitigt das immer besonders unterhaltsame Wirkungen. Jedenfalls von außen betrachtet. Als Insasse äh Einwohner Deutschlands findet man das nicht mehr witzig.
Es hat schon seine Bewandnis, warum der Tatbestand der Amtsuntreue in Deutschland nicht existiert.
Was Broder mit seinen Kommentatoren erreicht, davon haben haben selbst kommunistische Staatsführer nicht mal geträumt. Zwischenergebnis Stand bei 14 Uhr, 110% Zustimmung. Dank an alle Schreiber!