Der Kernkraftausstieg ist nur einer der vielen nicht zu erklärenden Teile der Energiewende. Wenn es um CO2-Einsparungen gegangen wäre, hätte man die CO2-freie Kernkraft weiter betreiben müssen. In Deutschland drohen keine Tsunamis. Es wurden in Deutschland auch keine russischen RBMK-Reaktoren ohne Schutzeinrichtungen wie Containments betrieben. Es wurde einfach knallhart ideologisch begründet ausgestiegen. Herr Trittin wollte sich sein Lebenswerk doch nicht kaputtmachen lassen. Es wurde ausgestiegen, mitten in einer Energiekrise. Ein bisschen grüner Lug und Trug von Habeck, dessen Leute die Expertisen der Fachabteilungen einfach ins Gegenteil umlogen. Der CDU/CSU war die Brandmauer wichtiger als die Energieversorgung, der SPD sowieso.
Deutschland stieg aus der Kernenergie aus, gegen den Rat unzähliger Fachleute. Die wurden entweder nicht gehört, verhöhnt oder verunglimpft. Und leider gab und gibt es ein paar „Wissenschaftler“, die noch jede Lüge zur Wahrheit verleimen. Und leider gibt es auch genügend Journalisten mit der feuchten Hand, die jedes Ungereimte reimen. (frei nach Biermann: „Die hab ich satt“. Ach Wolf, wie brandaktuell ist dein Lied heute wieder).
Politiker haben in der Regel bestenfalls ein generalistisches Qualifikationsprofil und sind keinesfalls Energie-Experten. Dagegen ist nichts zu sagen. Allerdings haben auch einige Politiker gar keine Qualifikation. Dass ihnen das Fachwissen abgeht, ist ihnen aber leider nicht in jedem Fall klar. So konnte ein Jens Spahn, von Beruf Bankkaufmann und fernstudierter Politikwissenschaftler, erst Gesundheitsminister werden und danach energiepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion. Bei den Grünen hat Michael Kellner, ein Politikwissenschaftler, diese Funktion inne. Die Grünen hatten aber auch schon mit Ingrid Nestle eine Theaterwissenschaftlerin in dieser Funktion. Bei der SPD macht es eine Juristin. Bei den Linken ist es ein Ethnologe. Nur bei der AfD ist Steffen Kortré ein Ingenieur.
Altmaiers „historische Aufgabe“
In den Ethik-Kommissionen, die die bestellten Begründungen zum Kernkraft- und Kohleausstieg lieferten, fehlten Fachleute ganz und gar, es wimmelte von Bischöfen, Gewerkschaftsfunktionären und Politikwissenschaftlern. Wobei sich mir noch nicht erschlossen hat, was für eine Wissenschaft Politik eigentlich sein soll. Die fehlenden Fachleute waren Absicht. Ihre Expertise sollte die politischen Pläne nicht stören.
Denn die Energiewende wurde mitnichten von Fachleuten erdacht. Sie war von Anfang an ein rein politisches Konstrukt. Die Energiewende wurde zusammengebastelt aus den verschiedensten politischen Versatzstücken. Zuerst war da die Idee des Atomausstiegs. Der Atomausstieg ist eine urlinke Idee, um den Sozialismus durch die Hintertür der typisch deutschen Atomangst einzuführen. Der ursprünglich kommunistische Maoist Jürgen Trittin, von der Ausbildung her ein „Sozialwissenschaftler“, trieb den Atomausstieg geduldig und systematisch beim Marsch durch die Institutionen voran. Dazu verbündete er sich mit Hans-Josef Fell, einem Gymnasiallehrer. Trittin und Fell gelten als Väter des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), welches dafür sorgt, dass bis heute das Industrieland Deutschland auf eine Energieversorgung des Mittelalters setzt und hunderte Milliarden Euro von unten nach oben umverteilt wurden.
Die Architektin des Deutschen Kohleausstiegs heißt Barbara Prätorius. Sie ist Volkswirtin und Politikwissenschaftlerin. Angela Merkel sorgte dafür, dass sie mit Leuten wie Roland Pofalla (CDU/ Sozialpädagoge und Jurist) und anderen Fachfremden einen Kohleausstiegsplan erstellten. Sie taten dabei so, als gäbe es nicht schon einen beschlossenen Atomausstiegsplan. Deutschland war im Jahre 2018 in einer Situation, wo hier ein Stück Energiewende, dort ein Stück Energiewende zu einer Energiepolitik zusammengeleimt worden war. Das Ergebnis: Das Industrieland Deutschland begann aus zwei der drei weltweit nutzbaren Energiequellen auszusteigen.
Am 3. Juli 2020 sagte der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, CDU, im Deutschen Bundestag: „Wir sind das einzige Industrieland dieser Größe, das gleichzeitig aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie und dann aus der Nutzung der Kohleverstromung aussteigt. Das sind die historischen Aufgaben und die Leistung, die wir zu vollbringen haben.“ Altmaier ist Jurist. Es ist anzuzweifeln, dass er sich der Tragweite seiner Äußerung überhaupt bewusst war. Und es ist auch nicht klar, von welcher höheren Kraft den Deutschen diese völlig irre Aufgabe gestellt worden war.
Eine Dauerbaustelle in Gesetzesform
Die Energiewende wurde im Wesentlichen konstruiert von Leuten, die weder Naturwissenschaften studiert haben noch technische Sachkompetenz vorweisen konnten. Und wen wundert es – herausgekommen ist eine totale Fehlkonstruktion. Die Konstruktionsprinzipien der Energiewende beruhen auf Ausbau-Träumen, Wasserstoff-Delirien, Speicher-Illusionen, Gaskraftwerks-Fata-Morganas und Netzausbau-Größenwahn. Da helfen auch die getürkten Erfolgsstatistiken mit all ihren Mittelwerten nicht.
Die unheilbaren Konstruktionsfehler der Energiewende sind: mangelnde Energiedichte, nichtsteuerbare Volatilität und eine Ökonomie des Grauens. Alle Projektziele der Energiewende – außer dem unfassbar teuren Ausbau der Solar- und Windenergie – werden regelmäßig verfehlt. Keines der Ziele wie Strompreise, Netzausbau, Zubau der Backup-Kraftwerke und das Monitoring der Umweltwirkungen wurde je erreicht. Deutschlands Stromproduktion ist im europäischen Vergleich auf dem vorletzten Platz bei der CO2-Erzeugung pro Kilowattstunde. Die Industriearbeitsplätze fliehen in Scharen vor den hohen Energiepreisen, eine massive Deindustrialisierung hat eingesetzt.
Weil die Energiewende so eine Fehlkonstruktion ist, ist sie auch eine ungeheuerliche Dauerbaustelle. Immer wieder muss die Konstruktion geändert werden, weil es sonst kracht. Das EEG zum Beispiel ist das am häufigsten novellierte Gesetz Deutschlands. Es wurde seit seinem Inkrafttreten im Jahr 2000 über 100-mal geändert, davon mindestens 12 große Reformen, die das System substanziell umgebaut haben. Die substanziellen EEG-Novellen waren:
- EEG 2000 – Originalgesetz
- EEG 2004 – erste große Überarbeitung
- EEG 2009 – Einspeisevergütung neu strukturiert
- EEG 2012 – Degression, Marktprämie
- EEG 2014 – Beginn der Ausschreibungen
- EEG 2017 – vollständiger Übergang zu Ausschreibungen
- EEG 2021 – Klimaziele, neue Vergütungslogik
- EEG 2023 – „Osterpaket“ der Ampel, massive Beschleunigung
- EEG 2024 – weitere Anpassungen für PV-Zubau
- EEG 2025 – laufende Anpassungen (z.B. EU-Beihilferecht)
- EEG 2026 – aktuelle Änderungen (z. B. Netzanschluss, Ausschreibungen)
Dazu kommen zahlreiche Zwischenänderungen, oft drei bis acht pro Jahr. Aber jede Änderung gebiert neue Ungereimtheiten, die dann ihrerseits wieder mühsam behandelt werden müssen. Das EEG ist eine unheilbare Fehlkonstruktion wie die Energiewende, und beide siechen vor sich hin. Und die Politiker? Einsehen und Umsteuern? Auf die Fachleute hören? Sehen, was andere Länder besser machen?
Deutschsein heißt durchhalten und kämpfen bis zum Schluss. Deutschsein heißt, es besser zu wissen und den Anderen zu sagen, wo’s langgeht. Deutschsein heißt, den einmal eingeschlagenen Weg wider besseres Wissen und auch um den Preis des eigenen Untergangs beizubehalten.
Windeln und Politiker müssen regelmäßig gewechselt werden – sagt der Volksmund. Ähnlichkeiten bei den Gründen dafür sind vom Autor unbeabsichtigt und rein zufälliger Art.
Beitragsbild: Oliver Raupach — Travail personnel, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

Es ging um Ideologie? Nonsens, es ging und geht um die Bodenrente der vergammelten altdeutschen Rittergutsbesitzer und all die anderen piefigen kleinen Grundbesitzer von Piefkeland. Die Netzmonopole ergänzen diesen Chor. Und, worauf es vor allem ankommt, die mit dieser Bagage versippte oder in Personalunion agierende Ministerialbürokratie mitsamt ihrem ausgedehnten Parteien/Behörden/NGO-Anhang sieht hier schlicht Pfründe: Planstellen und künstlich geschaffenen Regulierungsbedarf, auf Jahrzehnte hinaus. Das reinste Piefkeparadies. Mit Deutschsein hat das nur insoweit zu tun, als die ganze fake deutschnationale Mythologie von 1800 die Deutschen fest darauf programmiert hat, als Bücklinge vor dem Goldenen Kalb dieser Kohorten, dem Hegelschen Staatsgötzen, ihre kümmerliche Existenz zu fristen. Die GKV funktioniert nach demselben Prinzip, auch wenn es sich dabei, wie bei allem Sozialen, nur noch um die Ministerialbürokratie und ihren Parteien/Behörden/NGO-Anhang dreht. In der Sache liegt Haferburg sonst natürlich völlig richtig, wie immer.
Ich denke immer an den erzgebirgischen Volksdichter im Dienst der SDAG Wismut, Arthur Schramm. Von ihm stammen die denkenswerten Zeilen:
>>Rumpeldipumpel, weg war’n die Kumpel! Schippe drauf, Glück auf.<<
oder
>>Was leuchtet aus dem Wald heraus? Das Bergarbeiter-Krankenhaus.<<
Ist nur eben einfach auf der Seite des Wertschöpfungsprozesses, den wir erfolgreich zu den Wüsten- und Steppenvölkern ge-autgesurßt haben. Und im Kongo haben sie wieder Ebola. Die lernens nicht.
Und dann denke ich an die Bäuerinnen, die mir westlich von Moskau im Spätsommer ’86 Kartotschki Tschernobilui angeboten haben und dabei die Augen ganz weit aufgerissen, wie die Deutschen bei dem Wort „Tod“, und mit den Händen haben sie einen größeren Radius beschrieben. Sie verstanden nicht, was der Deutsche wollte. Dann die erleichternde Stimme aus dem Off: On dal usche.
Unsinn. Das passt alles so. Die Industrie baut Arbeitsplätze ab. Aus Arbeitslose nehmen jeden Job, also auch die Bundeswehr. Und die soll die stärkste Armee Europas werden.
Ergo: damit die Menschen nicht lieber zur Industrie gehen, macht man diese kaputt und gewinnt Rekruten.
50 Jahre Gehirnwäsche…. was soll da schon rauskommen? Mehr als 70% glauben kritiklos alles, was ihnen erzählt wird. Wie sonst war und ist es möglich, das erfolg- und erfindungsreichste Industrieland der Welt in den technischen und wirtschaftlichen Untergang zu treiben?
Ändern wird sich erst was, wenn die Millionen, die im Winter in kalten Wohnungen und Häusern frieren, die kriminelle Politiker- und Medienbande zum Teufel gejagt hat.
Trotz Kosten von 500 Mrd – 1 Bio Euro in 25 Jahren ist Deutschland beim spezifischen CO2 Ausstoss in Westeuropa Schlusslicht. Weil halt im Mittel 40% des Stroms aus Kohlekraftwerken kommt, die immer dann einspringen müssen, wenn es Nacht, Winter oder einfach nur bewölkt ist und grad der Wind zu schwach oder zu stark weht.
Doch eine Debatte wird durch die irreführenden Jubelmeldungen der Systemmedien unterdrückt, weil die, ganz im Stil der Planwirtschaft, immer neue Rekorde bei der Einspeisung von Strom aus Solar und Wind verkünden.
„An welche beiden Seiten hatten Sie denn gedacht?“
In dem Leserkommentar sind doch nur zwei Seiten benannt. Ein Mensch hätte das erkannt. Lassen Sie mal den Kubernetes-Knoten neu starten, auf dem sie laufen. Mir scheint, Sie glitchen.
Aus der Höhle der Blöden die einen Magneten als Rostschreck feiern, so als wenn jeder rostiges Geschirr nutzt, ist in der Wirtschaft angekommen.
Und nun sitzen diese „Fachleute“ die auf der KPMG „Endlose Treppe“ dauerhaft hochlaufen und wollen ihre Investition schützen. Das passt bestens zum Thema Maschmeyer.
„Die Verbindung zwischen dem Investor Carsten Maschmeyer und KPMG besteht vor allem in strategischen Kollaborationen und Partnerschaften im Startup-Ökosystem. Beispielsweise arbeiten Maschmeyers Beteiligungsgesellschaft Alstin Capital und KPMG Venture Services.“
In Deutschland gabs ein großen Chemie Unfall. Gasförmiges Idiotikum trat aus.