Max Roland, Gastautor / 20.12.2019 / 16:00 / Foto: Pixabay / 21 / Seite ausdrucken

Das „dritte Geschlecht“ gibt es in Bremen genauso häufig wie Alpakas

Als ich am Mittwochmorgen die Titelseite der Lokalzeitung „Weser-Kurier“ überflog, fiel mir diese Überschrift ins Auge: „Wenige Bremer als divers eingetragen“. Tatsächlich, so der Artikel, haben in dem einen Jahr, in dem die Angabe eines „dritten Geschlechts“ möglich ist, ganze drei Personen diese Option in Anspruch genommen. Zur Veranschaulichung: Das ist eine drei mit null Nullen. Statistisch – und das habe ich nachgeprüft – sind „Diverse“ in Bremen also so häufig wie Alpakas. 

Woran liegt das? Natürlich an Diskriminierung, woran sonst. Konstanze Plett ist emeritierte Jura-Professorin an der Universität Bremen und war federführend an der Verfassungsbeschwerde beteiligt, die 2017 zur rechtlichen Anerkennung eines dritten Geschlechts geführt hat. Für die Feministin ist es ein Ding der Unmöglichkeit, dass man zum Beispiel noch tatsächlich ein ärztliches Gutachten vorlegen muss, um als „divers“ anerkannt zu werden. Immer diese verdammte Evidenzbasiertheit bei staatlichem Handeln, das ist ja auch so überholt. „Ich würde mir wünschen, dass eine glaubhafte Versicherung des Menschen, den es betrifft, genügt“, sagt Plett stattdessen. Eine Forderung, die sich mittlerweile sogar FDP-Politiker zu eigen machen. Denn es kommt ja auf’s „Gefühl“ an. Ich versichere dann mal glaubhaft, dass Papas Diesel in Wirklichkeit ein Elektroauto ist und fahre damit durch die Umweltzone zum Zoo, die drei Alpakas streicheln.

Max Roland ist 18 Jahre alt, Student aus Bremen und stellvertretender Chefredakteur des Jugend-Blogs Apollo-News, wo dieser Beitrag ebenfalls erschien. 

Foto: Pixabay

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Marcel Seiler / 20.12.2019

Ich finde auch, dass jeder selbst bestimmen darf, welches Geschlecht er hat. Frauenquoten wären dadurch erheblich leichter zu erfüllen. Die Frauen-Leichtathletik-Bestleistungen würden sich rasant verbessern, ja, die der Männer in kurzer Zeit einholen: endlich auch hier keine Diskriminierung mehr!

Detlef Dechant / 20.12.2019

Wie wäre es denn, wenn mann bei den Toiletten den genau umgekehrten Weg geht : Da Geschlecht nur ein soziales Konstrukt ist und nicht für jedes Konstrukt eine eigene Toilette eingerichtet werden kann, spart man viel Geld und richtet nur eine einzige für alle ein. Hilft auch vielen kleinen Betrieben, die dann auch andere Geschlechter beschäftigen können ohne große Umbauten. Also los geht es mit der entsprechenden Gesetzesinitiative!

Olaf Manns / 20.12.2019

..nichtmal auf der Seite der Antifa bietet sich die Chance,im Ideeforum den wirklich wahren Wunschnamen preiszugeben beim einschmoggen..

Alexander Schilling / 20.12.2019

Hähä—“eine drei mit null Nullen”!—Danke, sehr geehrter Herr Roland, für Ihre kleine Zymelie: Bremens Stadtmusik (unter einer allzu eifrigen Gastdirigentin) besetzt mit dergleichen Schildbürgerstreichen ja wohl eindeutig fremdes Territorium…

Andreas Goertz / 20.12.2019

Die 3 Alpakas sind doch eindeutige Fake News. Wenn man die mit gefühlter Gattungsidentität mitzählt - und wer würde das heute noch missbilligen? - sind es mindestens 5.

Karla Kuhn / 20.12.2019

“Statistisch – und das habe ich nachgeprüft – sind „Diverse“ in Bremen also so häufig wie Alpakas. ”  Einfach köstlich Herr Roland. “Ich versichere dann mal glaubhaft, dass Papas Diesel in Wirklichkeit ein Elektroauto ist und fahre damit durch die Umweltzone zum Zoo, die drei Alpakas streicheln.”  Gott sei Dank am Abend noch diese herrliche Satire. Wenn viele Jugendliche genau so denken würden wie Sie, DANN wäre Deutschland noch im Gleichgewicht ! Ja Georg Dobler, so ist es . Nebenbei, haben viele Migranten, die keine Syrer sind 2015 (oder auch später ) ebenfalls glaubhaft versichert, daß sie Syrer seinen ??  Hat Relotius seine Artikel ebenso veröffentlicht ? Für mich ist so eine Aussage nicht naiv, sondern DREIST. JEDER Rentner der GRUNDSICHERUNG beantragt muß sich völlig “NACKT” machen. Die Aussage der emeritierten Jura Professorin ist ERNÜCHTERND. EINE JURISTIN verweigert sich dem Recht ?? Für mich ist ihre Aussage nichts anderes. Wenn sie ihren Studenten auch so eine unsägliche Vorlesung über das Recht hält, dann muß ich mich über das BUCH von dem Richter THORSTEN SCHLEIF nicht wundern ! Da stelle ich mir gerade vor,  ein Mörder der “glaubhaft versichert” er sei kein Mörder, obwohl seine DNA eine andere Sprach spricht,  wäre dann die Professorin ebenso empört über die DNA, die er abgeben mußte ??

S. Miller / 20.12.2019

Mittlerweile glaube ich an eine natürliche Selektion von Nationen, die den Grad des höchstmöglichen Irrsinns erreichen. Dann wird auch bald abgeerntet und verlesen. Die Doofen in’s Näpfchen, den Deppen ein Zäpfchen! Erstaunlich wie dieses Land sich in wenigen Jahrzehnten im Turbo-Modus entgeistert hat. Das schaffen außer uns nur noch die Schweden. Wir müssen aber auch in allen Bereichen die erste Geige spielen. Big Räschpekt, hallo!

J.G.R. Benthien / 20.12.2019

Das Land ist krank. Sonst gibt es keine weiteren Erkenntnisse oder Feststellungen. Dank an den Autor, ich werde in Zukunft intensiv Ausschau nach Alpakas halten, wenn ich durch Bremen fahren sollte. Ach so, ist der Bürgermeister einer von den »Diversen«, oder muss der noch dazu addiert werden?

Frank Stricker / 20.12.2019

Lieber Max , bei Alpakas ist eine Freilauffläche von mindestens 1000 Quadratmeter bei ordnungsgemäßer Haltung vorgeschrieben. Ich denke , auf 1000 Quadratmeter könnte man die ganzen “Diversen” von RTL 2 und Pro 7 plus die von Bremen problemlos und Artgerecht unterbringen……….

Sven-Uwe Urban / 20.12.2019

Ergänzung: Eigentlich würde es mir vollkommen genügen, wenn der Staat mich für einen Teil des Souveräns hält und behandelt !

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