unvergessen ist viktoria waltz’ auftritt auf der “stop the wall”-konferenz in köln im juni 2004, an der auch norbert blüm teilnahm, obwohl er den eigenen worten zufolge “kein fachmann” zum thema nahost sei. auch die dortmunder raumplanerin vermittelte in ihrem vortrag über die “apartheids-mauer” neuigkeiten, die das wort “fachfrau” in einem ganz besonderen licht erscheinen lassen: zum einen erklärte sie wahrheitsgemäß, dass die “mauer” ja eigentlich keine mauer sei, sondern zu über 90 prozent eine stacheldrahtabsperrung, zum anderen brandmarkte sie diese tatsache als noch viel größeres übel, weil: “da können die israelis ja durchschauen und sehen, was auf der anderen seite passiert”. verona feldbusch hätte es nicht schöner erklären können. zuvor hatte frau waltz, die übrigens mal einen nebenjob als beraterin der palästinensischen automoniebehörde in sachen raum- und städteplanung hatte, viel wissenswertes von sich gegeben. weniger über den nahostkonflikt, als über sich selbst und ihren wissensstand, der zwar faktenfrei ist, dafür aber ordentlich mit ressentiments gefüllt ist. so schrieb sie, dass israelische spezialtruppen “sich mit UN- und palästinensischen ambulanzen ‘bewaffnen’, um unerkannt in die flüchtlingslager zu gelangen und dort wahllos zu töten - auch ärzte, helfer, verletzte”. natürlich stecken die amis, jüdische lobby etc. dahinter, denn “fast die hälfte der amerikanischen regierungsmitglieder sind doppelstaatler, israelis und amerikaner…”. dortmund mutiert also nicht nur aufgrund eines superkünstlers zum kompetenzcenter in sachen nahostkonflikt…