
Kontakte nach Ost-Berlin sind also schlimmer als die Jagd auf die bis dahin unbehelligten Brunner, Barbie, Lischka—Frau Lengsfeld pflegt ein merkwürdiges Geschichtsbild.
Mit Verlaub, Frau Lengsfeld, aber für jemanden, der aus einem Lande stammt, in dem es eine wahre Ordensflut gab und diese Orden unter anderem Namen wie “Held der DDR” trugen, und in dem Wissen, wer da so alles zu Recht und Unrecht mit diesem Metall behängt wurde, haben Sie immer noch sehr romantische Vorstellungen von staatlichen Auszeichnungen.
@ Cora Stephan: bei Tanta Wiki steht “MfS-intern HV A”, also ist “HVA”-Schreiben schon OK.
Wenn Frau Klarsfeld in die DRR reiste um Einsicht in die Akten von NS-Verbrechern zu bekommen war das nur logisch, schliesslich musste sie an den Ort reisen wo diese Akten lagerten. Das der Aufenthaltsort des ehem. Pariser Gestapochef Kurt Lischka und anderer NS-Verbrecher den BRD-Behörden bekannt war, ist unbestritten. Jedoch hatten BRD-Beamte aus bekannten Gründen kein Interesse daran, ihre “Alten Kemeraden” der Justiz zu überstellen um sie für ihre Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. Das dies im Falle von Kurt Lischka dennoch gelang, ist mit das Verdienst von Frau Klarsfeld und dafür gebührt ihr Dank und Anerkennung! Dr. Dean Grunwald Israel Nachrichten Ltd. Jerusalem, Israel
Sehr geehrte Frau Lengsfeld, wenn Sie Frau Klarsfeld als “so genannte Nazijägerin” bezeichnen, dann tun Sie ihr und ihrem Lebenswerk Unrecht. Trotz der von Ihnen berechtigten Kritik an Frau Klarsfeld. Das wäre, als wenn man Sie, verehrte Frau Lengsfeld “so genannte Stasijägerin” nennen würde. Denn damit täte man Ihnen Unrecht.
Die HV A heißt “a”, wie “b”, dachte ich? Ansonsten. Gauck ist wirklich eine Enttäuschung.
Das Naheliegendste wäre meiner Ansicht nach: das eigene Bundesverdienstkreuz aus Protest gegen diese Entscheidung zurückgeben. Und andere Träger darum ersuchen, es ebenfalls zu tun. Aus Protest gegen die Haftentlassung von Christian Klar hatte damals Jürgen Vietor, der Copilot der “Landshut”, sein Bundesverdienstkreuz zurückgegeben. In jedem löst es zumindest eine öffentliche Debatte aus.
Beate Klarsfeld und Günter Wallraff sind 2 Beispiele von mutigen Menschen, die sicherlich gute Aktionen gegen Nazis (Klaus Barbie) und Faschisten (griechische Militärdiktatur) vollbracht haben. Aber sie haben sich weiche Ziele ausgesucht, wo das Risiko nicht besonders groß war. Vor dem Kommunismus und antisemitischen Linksextremismus, vor dem Islamofaschismus haben sie Respekt. Die eine ließ sich von der SED instrumentalisieren, der andere fürchtete den Islam. Das ist alt so, wenn man nur den einen Totalitarismus bekämpft und die andern Totalitarismen nicht sehen will. Das ist Zynismus gegenüber den Opfern.
Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.