Ein schnippischer Tweet gegen Trump mag bei Grünwählern ankommen, mit Diplomatie hat es nichts zu tun.
Nachdem Donald Trump in der Debatte gegen Kamala Harris unter anderem über die Energiepolitik sprach und Deutschland als schlechtes Vorbild nannte, kam als Antwort vom Außenministerium ein flapsiger Tweet: „Ob’s gefällt oder nicht: Deutschlands Energiesystem ist voll einsatzfähig, mit mehr als 50 Prozent Erneuerbaren. Und wir schließen – und bauen nicht – Kohle- und Atomkraftwerke. Kohle wird bis spätestens 2038 vom Netz sein. P.S. Wir essen auch keine Hunde und Katzen."
Wohl in der Erwartung, Trump würde dies lesen und betroffen oder beleidigt schauen, war der Tweet in Englisch abgefasst. Trump, der mit über 90,5 Millionen Followern übrigens mehr als hundertmal so viele Anhänger auf X (bzw. Twitter) hat wie das deutsche Außenministerium (etwa 913.000) oder dessen oberste Dienstherrin Annalena Baerbock (etwa 711.000), wird Besseres zu tun haben, als dem AA zu folgen. Allerdings dürften Trumps Mitarbeiter Notiz von dem forsch-frechen Tweet nehmen und es für zukünftige Referenzen abspeichern. Ein Trump-Vertrauter, Richard Grenell, ehemaliger Botschafter in Berlin und möglicherweise Außenminister unter Trump, zeigte sich bereits verärgert ob der Wahlbeeinflussung.
Kurz danach entlarvten einige Medien wie Welt die Behauptung des AA-Tweets als falsch: Nicht über 50 Prozent seiner Energie erzeuge Deutschland aus erneuerbaren Quellen, sondern nur seines Stromes. Beim Primärenergieverbrauch und Endenergieverbrauch deckt Deutschland jedoch nur rund 20 Prozent mit Erneuerbaren. Das dies zu den höchsten Strompreisen der Welt führt, wurde auch erwähnt. Energieexpertin Annalena Baerbock wird sich gedacht haben: Strom, Energie, ist doch irgendwie das Gleiche. Vielleicht hat ihr Claudia Kemfert dies auch zugeflüstert. Wie so oft, wenn man zu übermütig war und dann zurechtgewiesen wurde, folgte dann später kleinlaut eine „Klarstellung“.
Der Nachsatz mit dem Hunden und Katzen war gänzlich auf Schulzeitungsniveau, aber lieber ein paar Lacher bei der eigenen Klientel, als international ernst genommen zu werden. Es mag in den führenden Kreisen Deutschlands zum guten Ton zu gehören, über Trump zu lästern und sich über den angeblichen Trampel in oft arroganter Art lustig zu machen, aber als Außenministerin oder Beschäftigter im Außenministerium sollte man wissen, dass Trump nicht nur Ex-Präsident, sondern auch potenzieller nächster Präsident der USA ist.
Auch in großen Teilen der deutschen Öffentlichkeit kam der Tweet nicht gut an. Die Opposition kritisierte: "So verlockend es auch erscheinen mag, nicht alles muss kommentiert werden. Zumal es fraglich ist, ob eine oberste Bundesbehörde wie das Auswärtige Amt einen Gag auf Kosten des eventuell nächsten Präsidenten unseres wichtigsten Verbündeten machen sollte. Ich persönlich finde, diesen Gag hätte sich das Amt sparen können", sagte beispielsweise der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt. Vielleicht hat man bei Baerbock und Co, trunken von Trumps suboptimaler Debattenleistung gegen die demokratische Widersacherin Kamala Harris, deren Wahl bereits als Tatsache verbucht.
Schon einmal war ein deutscher Außenminister, für das Amt ähnlich unqualifiziert wie die heutige Inhaberin, unangenehm aufgefallen, als er in der Pose des überlegenen Schulhofprimus über den „Clown“ Trump lachte. Auch damals ging es um die Energiepolitik. Trump hatte gesagt, Deutschland sei bei seiner Energieversorgung abhängig von Russland. Wie der weitere Verlauf längst bewiesen hat, hatte Trump recht. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall, und während Trump, selbst wenn er nicht noch mal Präsident wird, bereits Geschichte geschrieben und ein erstaunliches Comeback geliefert hat, kann man dergleichen von Ex-Außenminister Heiko Maas nicht sagen. Der ist völlig von der Bildfläche verschwunden, niemand braucht ihn als „elder statesman“, nicht mal in Talkshows wird er eingeladen, und wenn die Macht zur Tür hinausgeht, folgt die Liebe oft hinterher. Auch Baerbock, höchstens noch ein Jahr Außenministerin, wird schnell in Vergessenheit geraten und bestenfalls in der Welt der Memes noch eine Weile Bestand haben, auch dank ihrer Tweets, die zur Parodie förmlich einladen.
Sebastian Biehl, Jahrgang 1974, arbeitet als Nachrichtenredakteur für die Achse des Guten und lebt, nach vielen Jahren im Ausland, seit 2019 mit seiner Familie in Berlin.
Beitragsbild: Michael Brandtner Link

Annalena Baerbock ist nicht die oberste Dienstherrin des Außenministeriums. Nach deutschem Recht können natürliche Personen keine Dienstherren sein. Oberste Duenstherrin der im Auswärtigen Amt tätigen Beamten ist vielmehr die Bundesrepublik Deutschland selbst.
Hallo, mein Bockbier-Mäuschen, bis 2038 wird’s euch Grünehinterdenohren nicht mehr geben, aber dank eurer grandiosen Energiewende auch keine nennenswerte Industrie in diesem unserem Lande. Vielleicht werden wir dann hier Hunde und Katzen essen – müssen, vielleicht importiert aus den USA.
Herr Schleif, bestgekleidete Außenministerin? Ich kann mich erinnern, als Sie bei einer ihrer ersten Auslandsaufenthalte in New York, wo Sie vermutlich zum Befehlsempfang weilte, so ein merkwürdiges blaßblaues Mäntelchen trug. Irgendjemand kommentierte passenderweise, „So einen Bademantel hatte ich auch mal.“ Kann ich die eigentlich mal beim Reichssicherheitshauptamt melden? Mehr Delegitimierung „unserer demokratischen“ Institutionen geht doch kaum. Was sagen übrigens juristische Kreise zur Blitzeinbürgerung ihrer US-Aufpasserin? Nach meiner Auffassung müßte das doch ein glatter Gesetzesbruch, mithin ein krimineller Akt gewesen sein. Oder stehen unsere Superdemokraten über dem Gesetz? In Erinnerung wird die beispiellose Pannenserie ihres Ferienfliegers bleiben. Zwei mögliche Erklärungen; 1. Also ich als Hydraulikpumpe oder Dichtungsring mit etwas Selbstachtung würde auch den Dienst verweigern. Oder 2. In ihrem feministischem Gefolge befindet sich eine Defekthexe. Ach ja, Heiko Maaß hatte schon seine Qualitäten. Schließlich wurde er von der deutschen Krawattenindustrie zum Kleiderständer des Jahres gekürt. Nebst dem dümmlichsten Lachen in einer UN-Vollversammlung.
Das kleine Lenchen, wieder mal der Riesensprung mit beiden Füßen in den mit Fett gefüllten Bottich. Abe, ihr sei der neuerliche Fehltritt verziehen, sie ist eben ein dummes Gör, ein Teenager der glaubt, er sei der Nabel der Welt und könne hochtrabende aber schnippische Reden schwingen (ich war mit 13 – 14 Jahren genau so). Sie ist halt geistig in den Teenie-Jahren stecken geblieben. Kann vorkommen bei einem „Bacon of Hope“. Vielleicht bekommen wir als nächsten Außenminister ,zur Abwechslung mal einen Erwachsenen. Nicht die Hoffnung aufgeben (du lieber Himmel, was rede ich da, die ist ja GRÜN!)!
Nun wird wohl der Account gesperrt . Da hat Kumpel Elon ein Auge drauf …
@Wilfried Cremer : „Als Blondine wäre sie authentischer…“ Trump ist blond und authentisch !
Vielleicht hat Tausendschön ja wieder im Drogenrausch gewittert. Man sollte ihr nahelegen, weniger von diesem, diesem Zeug, äh KOBOLD zu rauchen. Eben(d)!