Die Rezension selbst ist dabei noch nichts, was man in Bezug auf die Thematik nicht ohnehin von dieser Zeitung kennt und gewohnt ist: »Welchen Charakter hat dieses Israel heute, für dessen Bestand die Bundesrepublik seit mehr als einem halben Jahrhundert Milliardensummen ausgibt?«, fragt Flottau vor allem rhetorisch, bevor er den amerikanischen Politikwissenschaftler Beinart und den früheren ARD-Korrespondenten Sonne genau jene Antworten geben lässt, die der gemeine SZ-Leser erwartet: An die Stelle »jüdischer Ohnmacht« sei »jüdische Macht« und vor allem deren »Missbrauch« getreten, weshalb die Juden mit sich »ins Gericht gehen« sollten, statt weiterhin eine »großisraelische Versuchung« zu unterstützen und dafür auch noch Hilfe aus Deutschland in Anspruch zu nehmen. »Wie im Verhältnis amerikanischer Juden zu Israel könnte auch im Verhältnis der Bundesrepublik zu Israel etwas ›falsch laufen‹«, beschließt Flottau in eigenen Worten seinen Text – und dass dieser Satz nicht nur die Forderung nach einem Ende der finanziellen und militärischen Unterstützung Israels einschließt, sondern ein Plädoyer für noch drastischere Maßnahmen ist, ist bereits zuvor so klar geworden, dass es nun gar nicht mehr ausgesprochen werden muss. http://lizaswelt.net/2013/07/03/das-arschgeweih-des-feuilletons/
Siehe auch:
Doch wie tief verwurzelt antisemitische Ressentiments bei den Redakteuren der Süddeutschen Zeitung sind, zeigt sich in der heutigen Printausgabe auf Seite 15. “Das politische Buch”. In “Der Niedergang des liberalen Zionismus” bejubelt Heiko Flottau Peter Beinarts und Werner Sohnes Bücher, die mit ihrer “Kritik” so sehr nach seinem Geschmack sind. Doch darauf will ich gar nicht näher eingehen, auch nicht auf das zwischen den Zeilen stehende Grasssche “Was gesagt werden muss” - das hier nur andere Worte findet. Nein, es ist das Bild, mit dem die Buchvorstellung “garniert” wird: http://www.suedwatch.de/blog/?p=10854
Dazu auch:
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14415
http://www.calvin.edu/academic/cas/gpa/images/sturmer/DS-1936-41.jpg
http://blogs.jpost.com/content/dumb-and-dumber-about-antisemitism-germany
http://www.timesofisrael.com/german-daily-slammed-for-depicting-israel-as-moloch/
http://tapferimnirgendwo.com/2013/07/03/sz-nennt-jakob-augstein-indirekt-einen-feind-israels/