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>>Wer Juden Jerusalem abspricht, muss Muslimen Mekka und Katholiken den Vatikan absprechen.<< Nö. Man muß nur unterschiedliche Maßstäbe anlegen, dann klappt das schon. Ernsthaft: Ich hoffe sehr, daß ich eines Tages diese hochinteressante Stadt mit ihrer langen und tiefen Geschichte besuchen werde können. Yerushalayim chel zahav! So wie auch Israel. Und ich würde hoffen, mit ganz vielen Leuten dort ins Gespräch zu kommen, die mir etwas von ihrer Geschichte und ihren Geschichten erzählen können!
Diese auf die Bibel gestützte Logik, die Jahrtausende zurück geht, ist - bei genauerem Hinsehen - doch arg fragil. Warum zählt die Eroberung Jerusalems durch David vor 3000 Jahren bis heute, während wiederholte spätere Verluste dieser Stadt (für die Juden, durch Babylonier, Perser etc.) nicht zählen? Unbestritten ist ja, daß Jerusalem keine jüdische Gründung ist. Sie war also demnach einige Jahrhunderte Hauptstadt jüdischer Staaten. Dann wurde sie römisch, und seit damals leben dort Christen, deren Religion - anders als das Judentum dort begründet wurde. Später war sie über 1000 Jahre in muslimischer Hand, unterbrochen durch die Episode christlicher Herrschaft während der Kreuzzüge. Die folgende Geschichte seit 1918 kann ich als bekannt voraussetzen. Zum Glück sind die Parteien aus der Zeit vor Davids Eroberung heute nicht mehr aktiv, das Durcheinander reicht so schon. - Ich schreibe das nicht, um den historisch begründeten Streit zu befördern, sondern um zu zeigen, wohin solch Begründungen führen müssen, die es ja analog auch auf dem Balkan oder aktuell im Ukrainekonflikt gibt: Zu endlosem Streit. Jahrhunderte oder Jahrtausende alte Ansprüche mögen wesentlich für das Selbstverständnis von Völkern sein, Rechtsansprüche können daraus nicht abgeleitet werden. Aus denselben Gründen, weshalb es auch im zivilen Recht die Verjährung gibt: um endlosen Streit zu vermeiden. Auch wenn in der Vergangenheit Unrecht geschehen ist, so haben sich danach zwangsläufig Menschen auf die dadurch geschaffenen Umstände eingerichtet. Dies rückgängig zu machen, führt notwendigerweise zu neuem Leid und Unrecht. Wie es ja auch an der Geschichte Israels seit 1948 zu sehen ist. Welche aber aus ebendiesen Gründen als Fakt zu akzeptieren ist und Ausgangspunkt aller zukünftigen Lösungen sein muß, die allen dort lebenden Menschen gerecht würden. Welches da als Hauptstadt gilt, ist Nebensache.
Das australische Vorgehen sollte angesichts der australischen politischen Tendenzen zum woken linksradikalismus wenig verwundern. Linke Australier ticken da nicht anders als Deutsche, amerikanische Linke oder eben arabische rechte ;D. “Israelkritik” darf man ja wohl noch tätigen können. Faszinierend ist, dass Linke tollwurtartig auf “ich bin kein Rassist, aber die Araber….” reagieren, aber auf “Ich bin kein Antisemit, aber die Juden in Jerusalem….” nichts folgt. Je eher die Israelis mit der Besiedelung demografische Tatsachen schaffen, desto besser für den dauerhaften Frieden in der gesamten Region. Die bisherigen demografischen und militärische Tatsachen haben momentan zumindest zu einer Annäherung der relevanten Parteien in der Region geführt. Weitere Tatsachen sollten zur weiteren Annäherung führen. Westliche Ideologen werden die verbale Gangart gegenüber Israel verschärfen müssen, wenn sie weiter Israel Schaden zufügen und an einer Zweistaatenlösung festhalten wollen. Für die Deutsche Regierung ist offener Antisemitismus kaum möglich, weswegen Deutschland seitens Israels eher als eine nerviger Einflussfaktor auf dem Internationalen Spielfeld wahrgenommen wird anstatt als wirklich ernstzunehmende Bredrohung. Mit einem weiteren wirtschaftlichen Abschwung Deutschlands dürfte sich auch die Finanzierung der dortigen Terrororganisationen reduzieren. Und Australien verzwergt sich dank seiner Politik schließlich auch.
Da könnte ich genausogut sagen: ‘Australien ist ein großer englischer Knast’.
Penny Wong… ist das noch so ein Ausbund “feministischer Außenpolitik”? Israel könnte ja mal anregen, Canberra an die Aborigines zurück zu geben. Aber die Juden haben es ja nicht so mit der feministischen Außenpolitik, zum Glück.
Jerusalem IST die Hauptstadt Israels (auch wenn das linksrotgrüne Pack das nicht versteht). Warum wird jetzt von Australien dies eigentlich Rückgängig gemacht, haben die eine neue Regierung bekommen?
Standing Ovation für diesen leidenschaftlichen, durch und durch richtigen Text, Herr Buurmann! Und danke für den köstlichen Witz!
Tja, Herr Buurmann - das ist “der Westen” des 21. Jahrhunderts: Ehrlos und verlogen bis zum Geht-nicht-mehr.
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