“[...] Und dabei ist es geblieben; den Vertretungen und Dienststellen der amerikanischen Regierung wird nahegelegt, den Gegner mit nebulösen Begriffen wie «Todeskult», «kultähnlich», «sektiererischer Kult» oder «gewalttätige Kultanhänger» zu umschreiben.
Tatsächlich aber hat der Gegner einen präzisen und konzisen Namen: Islamismus. Die Kader dieser radikal utopischen Variante des Islam, die Islamisten, zielen auf die Schaffung einer globalen islamischen Ordnung ab, in der die Scharia, das islamische Strafrecht, zur vollumfänglichen Anwendung kommen soll. Sie bewerkstelligen dies, indem sie einen persönlichen Glauben in eine totalitäre Ideologie transformieren.
[...]
Im Kampf gegen den Islamismus wird man vermutlich auf dieses doppelte Erbe zurückgreifen und seine Ingredienzien zu einer neuen Kombination aus konventioneller Kriegsführung, Terrorismusbekämpfung, Propaganda und zahlreichen anderen Strategien mischen müssen. Einerseits hat ein klassischer Angriffskrieg dem Taliban-Regime in Afghanistan ein Ende gesetzt; anderseits müssen die Islamisten zurückgedrängt werden, die sich ohne Verletzung des rechtlichen Rahmens in Bereichen wie Erziehung, Religion, Medien, Rechtsprechung und Politik betätigen.
Bei diesen Bemühungen müssen auch Lehren aus den in Afghanistan und im Irak begangenen Fehlern gezogen werden. Insbesondere dürfen wir uns nicht mehr vom Glauben leiten lassen, dass ein militärischer Sieg auch das Ende des Konflikts bedeutet; vielmehr ist offensichtlich geworden, dass er lediglich die Vorbedingungen für ein wohl ungleich längeres politisches Ringen schafft.
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In letzter Konsequenz konfrontiert der Islamismus die westliche Welt mit zwei Herausforderungen: sich klar und deutlich auszudrücken und auf Sieg zu spielen. Keins von beiden fällt dem modernen Menschen leicht, der politische Korrektheit und Konfliktlösung, ja sogar Appeasement vorzieht. Aber sind diese Hürden erst einmal überwunden, dann bedeutet die objektive Schwäche des islamistischen Feindes in puncto Bewaffnung, wirtschaftlicher Verhältnisse und Ressourcen, dass er ohne weiteres besiegt werden kann.”
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