Vor allem das klare Bekenntnis zum Existenzrecht Israels stört einige Westlinke. So fordert der Kreisverband Kassel-Stadt in seinem Änderungsantrag die ersatzlose Streichung des gesamten Absatzes. Eine grundsätzliche Absage an Antisemitismus und Rassismus erfolge bereits an anderer Stelle im Programm, so die Begründung. Die neue Formulierung sei offenbar ein Versuch, “die Kritik an der Politik des Staates Israel in die Nähe von Antisemitismus” zu rücken. Auch die Formulierung von der Zwei-Staaten-Lösung lehnt der Kreisverband ab: “Auf Basis des Kapitalismus ist keine solche denkbar, die zu wirklicher Unabhängigkeit für die PalästinenserInnen, zu Frieden und wirtschaftlicher Entwicklung führen könnte.” Gerade der Nahost-Konflikt brauche eine “sozialistische Perspektive”.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13661395/Schuld-sind-die-Nazis-und-das-Kapital.html