Fundstück / 29.06.2011 / 00:17 / 0 / Seite ausdrucken

Da hat Frau Käßmann wohl nicht genug gebetet

Die Taliban meldeten sich nur eine halbe Stunde nach dem Beginn der Kämpfe per Telefon bei mehreren Journalisten. Ihr Sprecher Sahibullah Mudschahed berichtete, eine Gruppe von Kämpfern sei in das Hotel eingedrungen und halte die Anlage besetzt. Der Sprecher, der regelmäßig das Ausmaß von Anschlägen der Guerilla-Armee übertreibt, sagte, die Kämpfer hätten alle sechs Etagen besetzt und würden nun von Raum zu Raum gehen und sämtliche ausländischen Gäste töten. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,771205,00.html#ref=rss

Die Aufständischen torpedieren eine neue afghanische Ordnung. Diese entpuppt sich als Illusion. Im Moment wird das “neue Afghanistan” noch durch internationale Finanzspritzen und ausländische Besatzungstruppen sowie Geheimagenten gesichert. Doch der jüngste Anschlag zeigte einmal mehr die Brüchigkeit dieser Illusion: Die acht Angreifer, die mit Gewehren, Sprengstoffwesten und Raketenwerfern ausgerüstet waren, konnten trotz Checkpoints und zahlreicher bewaffneter Sicherheitsleute das Hotel passieren und sich für Stunden darin verschanzen. http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-06/afghanistan-hotel-kabul

Die Nato in Kabul betont derweil, dass man Schlimmeres verhindert habe: “Es hat sich gezeigt, wie schnell wir bei solchen Angriffen reagieren”, sagt ein Sprecher der Allianz zu sueddeutsche.de. http://www.sueddeutsche.de/politik/angriff-auf-hotel-das-toedliche-kalkuel-der-gotteskrieger-1.1113753

Als sich das achtjährige Mädchen der Polizeistation in der südafghanischen Provinz Urusgan näherte, schöpfte niemand Verdacht. Sie hatte von Extremisten den Auftrag erhalten, dort eine Tasche abzuliefern. Dass sich darin eine Bombe befand, habe das Mädchen nicht gewusst, so das Innenministerium am Sonntag. Als sie sich einem Polizeiauto näherte, liessen die Extremisten die Bombe per Fernzünder hochgehen. Das Mädchen starb, andere Leute wurden nicht verletzt. Hinter der Tat werden die Taliban vermutet, auch wenn sie in der Vergangenheit abgestritten haben, Kinder als Selbstmordattentäter zu missbrauchen.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Ein-paar-Tausender-fuer-eine-8jaehrige-Selbstmordattentaeterin-/story/18574012

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