Die Revolution hat begonnen. Sie hat die Universitäten erfasst, wo die Jungen erstmals laut und offen offiziell verkündete Wahrheiten in Frage stellen. Sie erschüttert die Parteiversammlungen, wo altgediente Kader öffentlich ihre Zweifel an der Weisheit der wirtschaftspolitischen Entscheidungen äußern. Sie ist in den Fabrikhöfen zu spüren, wo die Arbeiter die niedrigen Löhne und das absurde Belohnungssystem in Frage stellen. Und sie hat das Internet infiziert, wo Blogger vor einem Millionenpublikum ihrem Frust über die Zustände in der sozialistischen Republik Kuba Luft machen.
Eines unterscheidet die Revolution des Jahres 2008 jedoch von der Revolution der Castros und Ché Guevaras, die vor fast 50 Jahren die Welt erschütterte: Sie ist friedlich, und sie gibt keine Antworten, sondern stellt Fragen.
