Es ist eine seltsame Vorstellung, die dem verängstigten Publikum in Deutschland geboten wird. Da sind auf der einen Seite wild gewordene Regierende und Parteikader, die sich quasi stündlich neue Corona-Verbote einfallen lassen. So wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs heute über eine Verlängerung der Kontakt-Beschränkungen entscheiden. Und da sind auf der anderen Seite zahlreiche hochdekorierte Ärzte und Wissenschaftler, die dieses Treiben kopfschüttelnd verfolgen und sich mittlerweile auch an die Öffentlichkeit trauen. Sie führen unter anderem reale Krankenhauszahlen und Klinik-Statistiken an, aus denen hervorgeht, dass die willkürlichen Maßnahmen der Regierung schlicht keine rationale, evidenzbasierte Grundlage haben.
Die schlichten Fakten gelten deshalb inzwischen als Provokation. Dr. Gunter Frank berichtete beispielsweise gestern auf Achgut.com in seinem Bericht zur Corona-Lage vom 24.11.2020 über eine Studie der Initiative für Qualitätsmedizin, einem Zusammenschluss von 421 deutschen und schweizerischen Kliniken. Das Ergebnis will so gar nicht zum von der Bundeskanzlerin ausgerufenen Notstand passen: Es gab 2020 weniger stationär behandelte schwere Atemwegsinfektionen als 2019 und zwar inklusive Covid-19. Auch Francesco De Meo, CEO der Helios-Kliniken, bezieht sich in seinem persönlichen Blog auf diese IQM-Studie und darüber hinaus auf die Erkenntnisse aus dem eigenen Klinikbetrieb.
Inzwischen gibt es eine ganze Reihe weiterer Untersuchungen und Stellungnahme von anerkannten Experten, die in die gleiche Richtung weisen. Und – das kann man gar nicht hoch genug bewerten – diese Stimmen finden mittlerweile auch in den großen etablierten Medien Verbreitung, öffentlich-rechtlichen Sender mitunter eingeschlossen.
Dazu nur zwei aktuelle Beispiele. So berichtet der NDR über eine Gruppe von Experten und Ärzten, zu der auch der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel gehört und die sich offen gegen die aktuelle Corona-Politik stellt. Achgut.com hatte schon im Oktober über die Gruppe berichtet, die sich mit verschiedenen Thesenpapieren an die Öffentlichkeit gewandt hat. Soeben ist ein neuerliche Stellungnahme veröffentlicht worden, die vom NDR in vollem Wortlaut hier als PDF „Thesenpapier 6.1“ zur Verfügung gestellt wird. Die elementaren Kritikpunkte sind unverändert, und sie sind vor dem Hintergrund der sogenannten Infektionszahlen von ganz besonderer Bedeutung. Die Verfasser schreiben dazu:
„Im Kern zeigt sich deutlich, dass die derzeit zur Steuerung verwendeten Zahlen weder valide noch reliabel zu bestimmen sind und auch fernab aller Erreichbarkeit (Umsetzbarkeit) liegen. Das derzeitige Umgehen mit der Thematik widerspricht daher den Erkenntnissen einer erfolgversprechenden Risikokommunikation“.
Zusammengefasst lauten ihre Hauptkritikpunkte:
1. Die verwendeten Grenzwerte (Wochen-Inzidenz von 50 je 100.000) sind kompletter wissenschaftlicher Humbug und als Zielgröße völlig ungeeignet und auch nicht erreichbar.
2. Der asymptomatische Infektionsweg in Verbindung mit der sporadischen Ausbreitung macht eine Kontrolle der Infektion allein durch Kontaktvermeidung und -nachverfolgung unmöglich. An der zentralen Forderung eines Strategiewechsels in Richtung spezifischer Präventionsangebote für die verletzlichen Gruppen der Bevölkerung führt daher kein Weg vorbei.
3. Angesichts der extrem hohen Dunkelziffer läuft die Epidemie insbesondere in den nicht getesteten Populationen, so dass eine Eindämmung allein durch Kontaktbeschränkung und Kontaktnachverfolgung der Infizierten praktisch ausgeschlossen ist.
4. Insbesondere in städtischen Zentren muss bereits vor Aufnahme der Impfprogramme mit einer hohen Durchseuchung und damit natürlichen Immunität gerechnet werden.
5. Die Corona-Sterblichkeit nimmt seit dem Frühjahr deutlich ab. Es wird auch aus wissenschaftlicher Sicht daher immer plausibler, sich auf den Schutz der Risikogruppen und der Hochbetagten zu konzentrieren.
Leiter des interdisziplinären Teams, das das Thesenpapier verfasste, ist Medizin-Professor Matthias Schrappe (65), von 2007 bis 2011 Vize-Chef des von der Bundesregierung berufenen Sachverständigenrats für Gesundheit. Er kam unter anderem bei zdf-heute zu Wort. Auch In der Bild-Zeitung lässt er auf der Titelseite kein gutes Wort an der Corona-Politik der Bundesregierung. Die Bundesregierung verfolge mit einem sogenannten Inzidenzwert von unter 50 pro 100.000 Einwohner ein „völlig irrationales Ziel“.
"Wir werden das in den Wintermonaten nicht erreichen“, erklärt der Mediziner. Und ein nicht erreichbares Ziel auszugeben, sei keine gute Politik, so Schrappe in Bild. „Die Bevölkerung wird in einen Dauer-Schockzustand versetzt.“ Er hält auch das Bild einer „zweiten Corona-Welle“ für falsch. „Es ist keine Welle, die man brechen kann, es ist ein kontinuierliches Anwachsen“, so Schrappe. Deshalb sei auch ein Wellenbrecher-Lockdown wirkungslos. „Der Lockdown bewirkt nur ein vorübergehendes Abflachen. Aber sobald wieder gelockert wird, setzt sich der Anstieg fort.“ Statt irrationalen Vorgaben und Zielen hinterherzulaufen, solle man sich endlich auf einen konsequenten Schutz der Risikogruppen konzentrieren.
Die Bundesregierung hält es offenbar nicht für nötig, sich mit der zunehmenden und immer offenkundigeren Kritik auseinanderzusetzen. Auf die Frage eines Journalisten in der Bundespressekonferenz, ob man denn evidenzbasierte Daten für die Begründung des Lockdowns vorweisen könne, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums: „Eine evidenzbasierte kausale Zuschreibung, wie Sie es beschrieben haben, ist aufgrund der Komplexität des Infektionsgeschehens nur ganz eingeschränkt möglich“.
Die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung bewegen sich damit zügig von einer faktenbasierten Politik hin zu einer politisch erwünschten Endlosschleife von Angst- und Panikmache, viele Medien agieren dabei wie die funktionelle Hintergrundmusik im Kaufhaus zwecks Verkaufssteigerung. Die offene Frage ist, wie lange und ob es den Verantwortlichen noch gelingt, die Lufthoheit über die öffentliche Meinug zu verteidigen.
Wie groß die Angst ist, die Deutungshoheit zu verlieren, zeigt beispielsweise ein Aufgebot, das gestern Abend in der ARD-Tagesschau in Stellung gebracht wurde. Der Beitrag und die ehemals der Stasi verpflichtete Anetta Kahane von der Amadeo Antonio Stiftung lud zu folgender gedankliche Kette ein: Skepsis gegen Corona-Massnahmen ist gleich Verschwörungstheorie. Verschwörungstheorie ist gleich Antisemitismus. Skepsis gegen Corona Massnahmen ist somit gleich Anti-Semitismus. Siehe hier tagesschau.de ab Minute 3:39. Wie groß muss die argumentative Verzweiflung sein, um so etwas am Vorabend des Treffens von Angela Merkel mit den Länderchefs in der Hauptnachrichtensendung des Landes laufen zu lassen? Was hat das noch mit Corona und Gesundheitsbelangen der Bevölkerung zu tun?
Der Nachschub an virologischer Beunruhigung dürfte übrigens über viele Jahre nicht ausgehen. Der Chefvirologe der Berliner Charité Christian Drosten plant laut der Zeitschrift „Capital“ seine Rückkehr ins Labor, wenn die aktuelle Corona-Pandemie unter Kontrolle sei. „Wenn der Rummel jetzt vorbei ist, dann werde ich mit einer kleinen Arbeitsgruppe ein neues Thema aufbauen“, kündigte Drosten im Gespräch mit Capital (Ausgabe 12.2020) an. Die Zeitschrift schreibt: Ins Zentrum seiner Forschung will der Wissenschaftler dann nicht mehr das aktuelle Coronavirus (SARS-CoV-2) stellen, sondern die MERS-Viren". MERS sei der nächste Pandemie-Kandidat, sagte Drosten laut Capital...
Beitragsbild: Anthony Letmon Flickr CC BY 2.0 via Wikimedia Commons

@Hannes Krautner: "Bald haben wir Ruhe vor diesem Drosten. 2037 hat er seine berufliche Altersgrenze erreicht, dann geht geht er in Ruhestand." Woher nehmen Sie diese Gewissheit? Und 2037 ist noch ziemlich weit entfernt, in dieser Zeit kann er noch viel Unsinn (harmlos ausgedrückt) verbreiten! Leider ist es in d so, dass seriöse Wissenschaft wenig populär ist. hat was damit zu tun, dass jeder "Experte" seinen Saft ungeprüft in Internet, in Büchern und diversen Fernsehsendungen verbreiten kann. Da ist ein erheblicher Mangel auch bei unseren "Qualitätsmedien", die ungeprüft (auch sogenannte "Fachzeitschriften" haben kaum noch fachlich kompetente Mitarbeiter) zu verzeichnen. Alles, was zum Mainstream passt, wird veröffentlicht. Und gerade öffentlich zugängliche Medien (TV, Fachpresse) ist gefordert, sich nicht nur auf politisch genehme Berichte zu fokussieren, sondern auch sachliche Kritik zu veröffentlichen. Leider werden aber solche Veröffentlichungen vom Großteil der Bevölkerung nicht gelesen und noch weniger verstanden! Weil einfach der notwendige Bildungshintergrund und das Verstehenwollen fehlen. Das will also das "Volk der Dichter und Denker" sein? Ein Witzfigurenkabinett ersten Güte! Mehr ist davon nicht mehr übrig geblieben. Von daher haben auch diverse Verschwörungstheoretiker, Panikmacher und Querdenker leichtes Spiel. In der Vergangenheit gab es viele Epidemien (oder meinetwegen Pandemien - der Unterschied ist für mich marginal) - aber noch nie herrschte solch ein Chaos, wie derzeit mit SARS-2! Und es wird immer grassierende Krankheiten geben; durch die heilige Globalisierung immens begünstigt. Bei allem Fortschritt: es sind in den letzten Jahrtausenden viele Hochkulturen an ihren eigenen Fehlern zugrunde gegangen. Warum sollte sich da etwas ändern? Die Menschen machen immer (!) die gleichen Fehler und hoffen auf ein anderes Ergebnis! Wahnsinn und Selbstüberschätzung.
Guten Morgen Herr Maxeiner, der Satz: ......."wenn der Rummel vorbei ist .......", zeigt doch wes Geistes Kind dieser Emsländer ist. Das mit " Rummel" zu bezeichnen ist menschenverachtend und niederträchtig. Er muß aufpassen. Wenn das Reptiliengehirn in seiner Erstarrung anfängt sich zu wehren, kann er gar nicht so schnell laufen wie er möchte. Der Wind dreht sich und ich hoffe zu einem Wirbelsturm. Sie haben uns ein ganzes Jahr geklaut. Dies ist besonders schlimm für Ältere, welche jeden Tag zählen, von den massiven Kollateralschäden abgesehen. Kinderabteilungen in der Psychiatrie bezügl. Suizidgefahr sollen Zulauf haben. Ich bitte die Autoren darum, diese Seite im allgemeinen und im besonderen die anderen Schäden u.a. Insovenzen etc. weiter näher zu beleuchten. "Rummel" nennt er das!!! - Ich fasse es nicht.
Wie klug ist dieses Volk eigentlich? Die Inzidenz der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner ist doch nur geeignet um Fälle (was immer das auch ist) zwischen den Ländern (mit Millionen Einwohner) vergleichen zu können. Es sollte doch jedem klar sein, wende ich diese Kennzahl für eine Schwarzwaldgemeinde mit 143 Einwohnern an, bei der sich 4 Schafkopfspieler einen Schnupfen geholt haben, komme ich auf eine Inzidenz von 2.797 (der Schwellwert ist 50). In einem solchen Fall wird sofort der nationale Notstand ausgerufen (Ich denke dabei an ET.). Das ist doch einfach nur noch lächerlich. Unter solch einem Schwachsinn haben unsere Kinder zu leiden. Schmeißt die Hohlköpfe (auch mit Professortitel), die das zu verantworten haben, endlich raus. Sie sollen einer ordentlichen Arbeit nachgehen. Propaganda haben die Menschen dieses Landes schon zu lange ertragen. Sorgt endlich dafür, dass das Leben für alle Kinder wieder lebenswert ist. Ich bin für ein öffentlich-rechtliches Fernsehen, in dem NUR der normale Bürger zu Wort kommt (Jetzt red i.). Übrigens: Die Teamintelligenz ist größer als die Summe der Einzelintelligenzquotienten.
NACH DER PANDEMIE IST VOR DER PANDEMIE! Redaktionen wie die der WELT, graben ständig irgendwelche Leute aus, mit scheinbar respektabler Expertise, wie den "Philosophen" Jörg Phil (!) Friedrich, die dann hemmungslos ihre wirren, apokalyptischen und links-zeitgeistigen Fantasien ausbreiten dürfen. Die zu dem passen, das die hauseigenen Schreiberlinge nicht zu schreiben wagen. Dieser weitgehend unbekannte Jörg Phil Friedrich durfte sich schon mehrfach austoben. Und ankündigen, dass Corona nur der Anfang einer Epoche von Pandemien sei. Da unser "Umgang mit der Natur" nun irgendwie solche Rache-Reaktionen von Mutter Natur hervor riefe. Wie das funktioniert muss nicht näher belegt werden. Aber wenn in Afrika Busch-Fleisch gegessen wird, und somit Ebola oder HIV auf die Menschen übertragen, ist das sicher kein Phänomen der Moderne, oder des alten, weißen Mannes. Wenn Chinesen traditionell alles verzehren was kreucht und fleucht, ebenso wenig... Aber der alte, weiße Mann habe eben NICHTS unternommen die Natur zu schützen, Rassismus zu bekämpfen, usw., und daher irgendwie schuld an allem, und wohl zu Recht ein Opfer, das sich nicht zu beklagen habe. Erschreckend was derzeit an salonfähigem Irrsinn kursiert. Formale Intelligenz, erkannte ich, funktioniert dabei nicht als Regulativ, sondern befähigt im Gegenteil dazu diesen Irrsinn scheinbar schlüssig zu begründen.
In den virenfreundlich, kühleren Jahreszeiten die Virenlast per Arbeits- und Beschäftigungsverbot, Schulschliessungen, Kontaktverboten und Silvesterböllerverbot niedrig zu halten, hat schon religiös-sektiererischen Charakter. Der Umgang mit Corona hat den Pfad der Vernunft und des Verstandes verlassen und ist in eine aberwitzige Gesundheitsdiktatur abgebogen, die sich bei näherer Betrachtung mit Inzidenz und Kontaktnachverfolgung komplett verrannt hat. Aber aus dieser Nummer müssen alle Regierungen der ersten und zweiten Welt raus. Und das halte ich für ausgeschlossen.
Naja, Gewinner der Krise ist auf jeden Fall Spahn !!! Er konnte sich eine Millonen-Villa in Berlin kaufen ! Angst und Panik verbreiten zahlt sich doch aus in der politischen Lobby-Welt.........wenn man auf der richtigen Seite steht. In diesen Fall die Pillendreher !
Man hört gar nichts mehr von der im Winter üblichen Grippen und allen anderen Erkältungskrankheiten. Gibt es keine Grippeviren mehr? Sind die alle vor Corona geflohen? Ich kann mit den ständig verbreiteten Corona "Wassenstandsmeldungen" nach wie vor nichts anfangen. Welche Altersgruppen sind infiziert, gibt es Vorerkrankungen, wie sind die Krankheitsverläufe bei welchen Gruppen, usw. Ich bin für Vorsicht und ziehe mich bei Krankheit zurück. Aber das, was in Deutschland verbreitet wird, ist ein Zustand von Dauerpanik. Wenn jetzt noch Leute wie Frau Kahane in diese Branche einsteigen, "medizinisch qualifiziert", wie sie ja ist, dann geht es nicht mehr um Gesundheitsvorsorge, sondern um Panikmache als Geschöftsmodell. Vorsicht ja, Panik nein!