Interview / 10.11.2022 / 12:00 / Foto: Roland Wiesendanger / 58 / Seite ausdrucken

Corona-Virus: Neue Studien stützen These vom Laborunfall

Neue Erkenntnisse stützen die These Professor Roland Wiesendangers vom Ursprung des SARS-CoV-2-Virus durch einen Laborunfall im chinesischen Wuhan. Stefan Frank sprach mit ihm über die aktuellen Veröffentlichungen und die Reaktionen in den USA und China. Achgut.com berichtete wiederholt.

Stefan Frank: In den letzten Wochen gab es neue Studien, die den in Ihrer Studie vom Februar 2021 geäußerten Verdacht erhärten, dass das SARS-CoV-2-Virus aus einem Labor stammt. Was ist das Wichtigste, das man über die jüngsten Ergebnisse wissen muss?

Roland Wiesendanger: Es gab Ende Oktober zwei wesentliche wissenschaftliche Veröffentlichungen. Einerseits die Veröffentlichung von Dr. Valentin Bruttel von der Universität Würzburg, in der er überzeugend dargelegt hat, dass seine Analysen der Gensequenz des SARS-CoV-2-Virus eindeutig einen synthetischen Ursprung dieses Virus belegen. Er hat dies nachgewiesen, indem er „Fingerabdrücke“ in der Gensequenz gefunden hat, die typisch für eine Labormanipulation von Viren sind und damit für synthetisch erzeugte Viren. Zu dieser Einsicht kam er durch sehr umfangreiche und detaillierte Analysen in Zusammenarbeit mit zwei US-amerikanischen Kollegen. Dies ist in den Medien entsprechend gewürdigt worden. Es wurden jedoch von zwei, drei Virologen auch Kritikpunkte vorgebracht, die nicht nachvollziehbar sind. 

Was werfen diese Virologen Herrn Dr. Bruttel vor?

Etwa, dass man Viren auch genetisch manipulieren könne, ohne dabei Spuren zu hinterlassen. Dies spreche angeblich gegen das Argument von Herrn Dr. Bruttel, dass diese „Fingerabdrücke“ auf einen synthetischen Ursprung hindeuten. Das ist allerdings eine absurde Argumentation. Man kann dies vergleichen mit einem dringend Tatverdächtigen, der am Tatort Fingerabdrücke hinterlassen hat, die ihn überführen. Dann würde man vor Gericht auch nicht argumentieren können, dass er die Tat ja auch hätte verüben können, ohne Fingerabdrücke zu hinterlassen. Natürlich ist das prinzipiell korrekt; aber wenn er nun einmal Fingerabdrücke hinterlassen hat, dann ist das eben ein eindeutiger Beweis für seine Anwesenheit am Tatort.

Wenn das Virus durch einen Unfall freigesetzt wurde und nicht etwa mutwillig, dann hätte der Verantwortliche ja auch gar keinen Grund gehabt, Spuren zu verwischen. Es ist ja nicht so, als würde derjenige, dem ein Unfall passiert, damit rechnen und diesen planen.

Das ist vollkommen richtig: Spuren verwischen würde man nur dann, wenn man von Anfang an vorhätte, ein solches Virus mit der Absicht zu erzeugen, damit große Teile der Bevölkerung zu infizieren. Dies war bei der Freisetzung von SARS-CoV-2 nicht der Fall und dies hat auch in den letzten drei Jahren niemand ernsthaft behauptet. Es handelt sich um einen Laborunfall, und dies erklärt auch, warum nicht versucht wurde, irgendwelche Spuren in der Gensequenz dieses Virus zu verwischen. Der Unfall war die Folge hochrisikoreicher Forschung, welche in Laboren mit unzureichenden Sicherheitsstandards durchgeführt wurde.

Welches ist die zweite wichtige Veröffentlichung?

Zeitgleich mit der Studie von Herrn Dr. Bruttel ist auf der Publikationsplattform Zenodo die Studie eines US-amerikanischen Molekularbiologen erschienen, Dr. Steven Quay, der schon sehr lange den Ursprung der COVID-19 Pandemie erforscht. Er hat nun seine Arbeit veröffentlicht mit dem Titel „Restriction Site Analysis of SARS-CoV-2 Demonstrates the Signature of a Synthetic Virus“. Darin kommt er basierend auf ähnlichen Analysen zu den gleichen Schlussfolgerungen wie Herr Dr. Bruttel. Steven Quay hat in seinem Dokument notiert, dass er diese Erkenntnis schon seit dem 14. November 2021 erarbeitet hatte, seine Arbeit aber fast ein Jahr zurückhielt. Erst als er sah, dass Herr Bruttel seine Arbeit auf der Basis seiner eigenen Analysen veröffentlichte, ist auch Herr Quay mit seiner Analyse an die Öffentlichkeit gegangen. Es haben also zwei Wissenschaftler auf verschiedenen Kontinenten vollkommen unabhängig voneinander diese Analysen betrieben und sind zu identischen Schlussfolgerungen gekommen. Das scheint mir extrem wichtig zu sein und zeigt, dass die oberflächlichen und voreiligen Kritikpunkte bezogen auf die Arbeit von Herrn Dr. Bruttel haltlos sind.

Ein Virologe, der immer wieder dazu zitiert wird, ist Kristian Andersen vom Scripps Research Institute in Kalifornien. 

Dr. Andersen war einer der ersten Virologen, die starke Hinweise auf einen synthetischen Ursprung von SARS-CoV-2 gefunden hatten – basierend auf der sogenannten Furinspaltstelle, die es dem Virus besonders leicht macht, in menschliche Zellen einzudringen. Kristian Andersen hat bereits Ende Januar 2020 Alarm geschlagen, daraufhin kam ja diese ominöse Telefonkonferenz am 1. Februar 2020 zustande, die von Jeremy Farrar, Anthony Fauci und Francis Collins einberufen wurde, an der auch zahlreiche internationale Virologen teilgenommen haben. Wenige Tage später hieß es dann, dass die Labortheorie eine „Verschwörungstheorie“ sei. Seit diesem Zeitpunkt haben genau diese Virologen, die an der Telefonkonferenz teilgenommen hatten, immer wieder versucht, die Labortheorie mit vollkommen haltlosen und zum Teil beleidigenden Kommentaren gegenüber anderen Wissenschaftlern zu diskreditieren. So auch gegenüber Herrn Bruttel, dem Andersen auf Twitter vorwarf, dass seine Analyse dem Niveau eines „molekularbiologischen Kindergartens“ entspreche. Einen solchen Umgangsstil – basierend auf offensichtlich fehlenden wissenschaftlichen Gegenargumenten – können wir in der Wissenschaft nicht dulden und zeigt einmal mehr, dass es Herrn Andersen nicht um Wissenschaft geht, sondern darum, das im Februar 2020 in die Welt gesetzte Narrativ einer Zoonose aufrechtzuerhalten – den immer zahlreicheren und stärkeren Belegen eines synthetischen Ursprungs zum Trotz. 

Man kann über die Entwicklung der letzten knapp drei Jahre sagen, dass eigentlich alle Virologen, Molekularbiologen, Genetiker, Immunologen, die sich detailliert mit dem Ursprung von SARS-CoV-2 befasst haben, zu der gleichen Schlussfolgerung gekommen sind: dass aufgrund von Besonderheiten in der Gensequenz von SARS-CoV-2 dieses Virus aus einem Labor stammen muss. Es gab Molekularbiologen wie Herrn Bruttel, die dies der Öffentlichkeit bekannt gemacht haben, dazu gehören auch Nobelpreisträger wie Luc Montagnier aus Frankreich und David Baltimore aus USA. Letzterer sprach im Hinblick auf die Furinspaltstelle von einer smoking gun, einem ganz klaren Hinweis auf einen synthetischen Ursprung des SARS-CoV-2 Virus. Auf der anderen Seite gab es Kollegen und Kolleginnen, die mit der im Zuge jener Telefonkonferenz gegebenen Begründung, man müsse die „internationale Harmonie“ erhalten, einen Laborursprung ausgeschlossen und als „Verschwörungstheorie“ gebrandmarkt haben. Sie haben es geschafft, dass die meisten Medien diesem Narrativ gefolgt sind. Und die Mehrheit der Virologen, Molekularbiologen, Genetiker und Immunologen hüllt sich bis zum heutigen Tag in Schweigen und verweigert sich gegenüber einer offenen wissenschaftlichen Auseinandersetzung, beispielsweise im Rahmen von öffentlichen Diskussionsforen. 

Warum?

Das kann zwei Ursachen haben: entweder, weil sie sich mit dieser Thematik des Virusursprungs nicht genügend intensiv beschäftigt haben und sich deshalb nicht äußern möchten. Es gibt aber auch sehr viele Virologen, die wissen, dass die Argumentation von drei Nobelpreisträgern und Kollegen wie Herrn Bruttel oder Herrn Quay absolut überzeugend ist, die sich aber aufgrund der Reaktionen in den Medien nicht positionieren und das Gleiche erleben möchten wie diejenigen Kollegen, die sich dazu bekannt haben, der wahrheitsgemäßen Information der Öffentlichkeit verpflichtet zu fühlen.

Es gab im Oktober auch noch den Bericht der republikanischen Minderheit im US-Senats-Ausschuss für Gesundheitsaufklärung, der ebenfalls zu dem Schluss gekommen ist, dass das Virus wahrscheinlich aus einem Labor stammt.

Richtig. Dies ist das dritte wichtige Ereignis der jüngsten Zeit im Zusammenhang mit der Ursprungsfrage des SARS-CoV-2 Virus. Schon in der Einleitung dieses Berichts steht, dass die Entstehung und Verbreitung von SARS-CoV-2 „höchstwahrscheinlich das Ergebnis eines laborbedingten Vorfalls“ sei. Der Bericht liefert – komplementär zur Analyse der Gensequenz von SARS-CoV-2 – vor allem nichtvirologische starke Hinweise darauf, dass es am Wuhan Institut für Virologie (WIV) aufgrund von erheblichen Sicherheitsproblemen zu „operationellen Fehlern“ gekommen ist, die eine Infektion von Labormitarbeitern ermöglichten. Der Bericht zitiert aus einem internen Dokument des Wuhan Instituts für Virologie vom 12. November 2019, in dem solche Fehler explizit zugegeben wurden. Kurz danach wurden am WIV umfangreiche Schulungen zum Thema Laborsicherheit durchgeführt, die von den chinesischen Behörden veranlasst wurden, damit das Personal die Sicherheitsbestimmungen zukünftig einhält.

Der US-amerikanische Bericht erwähnt auch, dass bereits Mitte September 2019 vom Wuhan Institut für Virologie Anträge auf Verbesserung der Laborsicherheitstechnik gestellt wurden. Dies belegt zusätzlich, dass es technische Probleme an diesem Institut gab. Wir wissen ja auch schon lange – dies war auch Teil meiner Studie vom Februar 2021 –, dass es in der ersten Oktoberhälfte 2019 zu einer Untersuchung des Instituts durch die chinesischen Behörden kam. Dies ist mittlerweile auch durch Zeugenaussagen bestätigt worden. Allerdings hat die Weltöffentlichkeit bis heute nichts von den Ergebnissen jener Untersuchung erfahren.

Der amerikanische Bericht behauptet gleich am Anfang, dass es bei chinesischen Suchmaschinen im November 2019 in der Gegend um das Wuhan-Institut für Virologie zu einem auffälligen Anstieg der Internetsuchen nach Grippesymptomen gekommen sein soll. Was ist von dieser Anekdote zu halten?

Das ist schon längere Zeit bekannt. Es wurde schon im Herbst 2019 verstärkt in China nach Begriffen wie „Lungenentzündung“ und Symptomen, die in Zusammenhang mit COVID-19 stehen, im Internet gesucht. Damals gab es noch Zugang zu den Informationen chinesischer Internetsuchmaschinen, sodass man den Anstieg solcher Internetanfragen noch analysieren konnte. Wir wissen auch, dass es in Wuhan schon im Spätherbst 2019 zu einem erheblichen Anstieg von Todesfällen kam. Man muss davon ausgehen, dass COVID-19 bereits im November 2019 in der Stadt Wuhan stark verbreitet war und auch schon vereinzelt in Europa angekommen ist. Es gibt ja bestätigte COVID-19-Fälle aus Italien und Frankreich aus jener Zeit. Das ist nicht überraschend, denn wir wissen, dass den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Wuhan-Institut für Virologie spätestens am 12. September 2019 bewusst geworden ist, dass es zu einem Unfall gekommen war, weil an diesem Tag zahlreiche Maßnahmen ergriffen wurde, etwa auch die Abschaltung der umfangreichen Coronaviren-Datenbank des Instituts, was zur Folge hatte, dass Wissenschaftler keinen Zugang mehr zu wichtigen Informationen hatten, beispielsweise, welche Arten von Coronaviren zuletzt am WIV untersucht und gentechnisch manipuliert wurden.

Am Dienstag finden in den USA wichtige Wahlen statt (Anmerkung: Das Interview wurde vier Tage vor den Wahlen geführt; S.F.). Erwarten Sie von veränderten Mehrheitsverhältnissen im US-Kongress Impulse für mehr Aufklärung?

Die Republikaner haben im Wahlkampf deutlich gemacht, dass die Aufarbeitung der Corona-Pandemie – und dazu gehört auch die Frage des Pandemie-Ursprungs – zu einem der drei Topthemen gehören wird, denen sie sich im Fall eines Wahlsiegs widmen werden. Dies soll insbesondere durch umfangreiche Anhörungen im US-Kongress geschehen. Es ist zu hoffen, dass dann wichtige Dokumente öffentlich werden – nicht, wie bislang, mit vielen geschwärzten Stellen, sondern vollständig – und Vorgänge innerhalb der National Institutes of Health, insbesondere der Unterabteilung von Dr. Fauci, aufgearbeitet und analysiert werden, auch unter Anhörung von weiteren Beteiligten wie Peter Daszak, dem Präsidenten der EcoHealth Alliance, jener Organisation, die amerikanische Steuergelder nach Wuhan geleitet hat, wo diese hochrisikoreiche Forschung an Coronaviren betrieben wurde. Ich stehe mit vielen Kolleginnen und Kollegen in den USA in Kontakt. Die meisten von ihnen haben in der Vergangenheit die Demokraten gewählt. Viele von ihnen sagen, dass sie im Kontext der Aufarbeitung der Hintergründe und insbesondere des Ursprungs der Corona-Pandemie hoffen, dass die Republikaner bei diesen Wahlen nun die Mehrheit gewinnen.

Ein Punkt, der Ihnen wichtig ist, ist das Verbot der risikoreichen gain-of-function-Forschung, bei der Viren so verändert werden, dass sie ansteckender und/oder gefährlicher werden. Nun gibt es Medienberichte über Experimente in Boston und Rotterdam, wo im Labor neue gefährliche und hochansteckende Viren geschaffen wurden.

Das sind hochproblematische Experimente, die einmal mehr deutlich machen, dass es keine Kontrolle dieser Art von Forschung gibt, insbesondere nicht von Seiten der Förderorganisationen, die sie finanzieren. Sämtliche Organisationen, die in der Danksagung der entsprechenden Veröffentlichungen erwähnt wurden, wollten plötzlich nichts davon gewusst haben, dass sie diese Forschungsarbeiten mitfinanziert haben. In der Arbeit der Universität Boston wurden u.a. auch das Bundesforschungsministerium und die Deutsche Forschungsgemeinschaft als Förderer erwähnt. Inwieweit Zusammenhänge zwischen Projektbewilligungen und tatsächlich durchgeführten, hochrisikoreichen Forschungsarbeiten existieren, wird man nun dringend aufarbeiten müssen. Tatsache ist, dass die ganze Reaktion auf diese Veröffentlichungen gezeigt hat, dass im Moment niemand diese hochrisikoreiche Forschung überblickt oder gar kontrolliert. Dies ist genau die Forderung, die wir vor kurzem wiederholt haben: Wir hatten ja schon Anfang des Jahres die Hamburger Erklärung 2022 herausgegeben, in der wir fordern, diese hochrisikoreiche Forschung an gefährlichen Krankheitserregern mit weltweitem Pandemiepotenzial zu beenden. Wir haben zusätzlich jüngst die Forderung gestellt, eine internationale Aufsichtsbehörde zu schaffen – ähnlich der Internationalen Atomaufsichtsbehörde –, die überwacht und kontrolliert, was es weltweit an hoch risikoreicher Forschung an potenziell pandemiefähigen Krankheitserregern gibt und einschreitet, wenn nicht verantwortbare Risiken für die Menschheit aus solchen Forschungsarbeiten resultieren.

Es hilft nicht, diese Forschung zu bagatellisieren. Auch in diesem Fall gab es Virologen, die gesagt haben, dass die Arbeiten an der Universität Boston gar keine gain-of-function-Forschung sei. Hochkarätige Persönlichkeiten, die sich seit langem mit den Gefahren dieser gain-of-function-Forschung beschäftigen, wie Professor Richard Ebright von der Rutgers University, haben die Forschung in Boston in zutreffender Weise kommentiert. Eine Umetikettierung risikoreicher Forschung ist nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht bedenklich, sondern birgt neue Gefahrenpotenziale für die Zukunft. Die Forschungsarbeit an der Universität Boston gehörte allerdings nicht zu den schlimmsten Beispielen. Es gibt noch viel risikoreichere Forschung mit tödlicheren Viren wie Ebola-, Nipah- oder Marburg-Viren. Diese Experimente sind teilweise viel gefährlicher und setzen die ganze Weltbevölkerung unglaublichen Gefahren aus. Was der Fall Boston aber gezeigt hat: Niemand, auch nicht die Förderorganisationen, die namentlich erwähnt sind – wie das Bundesforschungsministerium und die Deutsche Forschungsgemeinschaft – hat einen Überblick, was da überhaupt an gefährlicher Forschung weltweit mitfinanziert wird.

Bei Ihren Bemühungen zur Aufklärung über diese Risiken befinden Sie sich sicherlich in Kontakt mit politischen Verantwortungsträgern in Deutschland und der EU. Sind die inzwischen sensibilisiert?

Wir haben sehr umfangreiche Bemühungen gestartet. Wir haben Briefe geschrieben an die EU-Kommission, an Vertreter und Vertreterinnen des Europaparlaments, an Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Bis jetzt ist keinerlei Reaktion erfolgt. Es gibt sicherlich dort interne Diskussionen, wie man darauf reagieren soll, aber ähnlich wie bei dem Zustandekommen und den Inhalten des Vertrags zwischen der EU-Kommission und dem Pharmakonzern Pfizer zu der Impfstoffbeschaffung, wo sehr viele Informationen zurückgehalten werden und es kaum eine offene Diskussion gibt, so ist dies auch bei der Frage des Ursprungs der Pandemie. Es wird nicht offen und ehrlich über diese Fragen diskutiert, leider; da müssen noch sehr viele Bemühungen erfolgen, um diese wichtigen Themen voranzubringen und kritisch aufzuarbeiten. 

Wie agiert die VR China auf internationaler Bühne bei diesem Thema?

Die leider nicht vorhandene Bereitschaft Chinas, die internationale Gemeinschaft über Probleme zu informieren, welche die weltweite Gesundheit betreffen, ist nicht neu. Bereits bei SARS-1 – das kann jeder recherchieren – gab es einen erheblichen Zeitverzug, bis China überhaupt den SARS-1-Ausbruch an die WHO gemeldet hat. Bei der jetzigen Pandemie, bei der wir wissen, dass sie auf einen Laborunfall zurückzuführen ist, war die Bereitschaft, etwas öffentlich zu machen, offensichtlich noch geringer. Die chinesische Seite versucht bis heute, Informationen bezüglich der Frühphase der Pandemie zurückzuhalten. Trotzdem gelingt es immer wieder, über Internetrecherchen und persönliche Beziehungen, mehr zu erfahren, was sich ja auch in dem US-Senatsbericht niedergeschlagen hat. Man muss jedoch auch sagen – und dies ist mir wichtig –, dass es ja nicht allein die chinesische Seite ist, die bestrebt war, die Hintergründe der Pandemie vor der Öffentlichkeit geheimzuhalten. Durch US-amerikanische Initiativgruppen wie US Right to Know ist bekannt geworden, dass auch US-amerikanische Institutionen wie die National Institutes of Health, insbesondere die Unterabteilung von Dr. Anthony Fauci, sowie Institutionen wie die EcoHealth-Alliance eben nicht mit offenen Karten spielen. Es wurde bekannt, dass Peter Daszak, der Präsident der EcoHealth-Alliance, mehrfach die Unwahrheit gesagt hat über die Kooperation mit dem Wuhan Institut für Virologie.

Und dies wird von US-amerikanischer Seite ja leider nach wie vor gedeckt – nicht nur von Seiten der US-amerikanischen Politik, sondern leider auch von Wissenschaftsorganisationen wie der Academy of Medicine, die gerade jüngst einen Antrag auf Aussetzen der Mitgliedschaft von Peter Daszak in dieser Akademie abgelehnt hat. Jeffrey Sachs, der Vorsitzende der Lancet-Kommission zu COVID-19 und selbst US-Amerikaner, hat mehrfach betont, dass gerade auch die US-amerikanische Seite sehr viel mehr zur Aufklärung des Ursprungs der COVID-19 Pandemie beitragen könnte. Die relevanten Dokumente liegen auch in den USA vor, und es ist eine moralische Verpflichtung der USA, zu zeigen, dass in einem demokratischen Rechtsstaat diese wichtigen Dinge anders gehandhabt werden als in China. Das ist jedoch leider bis heute nicht der Fall. Deshalb sind wir auf mutige Einzelpersonen in den USA angewiesen, die in den vergangenen Monaten wichtige Zeugenaussagen getätigt haben. Hierzu gehören beispielsweise der frühere Direktor der US-amerikanischen CDC (Centers for Disease Control and Prevention) und Virologe Dr. Robert Redfield sowie der frühere leitende Wissenschaftler und Vizepräsident der EcoHealth-Alliance, Dr. Andrew Huff, dessen Zeugnis in seinem Buch „The Truth about Wuhan – how I uncovered the biggest lie in history“ nachzulesen ist.

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Foto: Roland Wiesendanger CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

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Arne Ausländer / 10.11.2022

PS zu meiner Antwort @Franz Klar: Das eigentlich gefährlich sind natürlich die Injektionen. Um die herum wurden sämtliche “Pandemie”-Szenarien der letzten Jahre entwickelt - während Medikamente nicht von Interesse waren. Aktuell bei “Corona” wurde ja sogar die vorhandenen wirksamen und billigen Medikamente verteufelt und verbannt. Das Konzept, die Menschen erst medial zu erschrecken, um dann per angeblicher Schutzimpfung die wirklich gefährliche Krankheit kontrolliert zu verbreiten, war schon 2008 Thema des Anime-Films “Vexille”. Der Gedanke zumindest war also schon länger nachweisbar in der Welt. Das reale Sterben hat erst begonnen. Aber vielleicht wirkt ja auch das injizierte Gift weit weniger schädlich als vorgesehen (analog zur Enttäuschung von Bill und Melinda Gates über den von der Menschheit nicht hinreichend ernstgenommenen Virus im Frühsommer 2020: “But the next virus…!”). Wir werden es ja bald sehen.

Sam Lowry / 10.11.2022

@Ulla Schneider: Als ich die armen Kinder am Anfang sah, kamen mir schon nach 25 Sekunden die Tränen… Danke.

Tuvia Deuczman / 10.11.2022

Dass man in einem Labor eine erziehend lang an Viren herum basteln, um sie gefährlicher zu machen, als sie sowieso schon sind, ist der Skandal genug. Jetzt sollen wir aber glauben, dass – rein zufällig – in der selben Stadt, in der auch dieses ominöse Labor steht, oder sonst irgendwo ein Kontakt zwischen Tier und Mensch eine Virusmutation ausgelöst haben soll. Ich frage mich ein bisschen, was da mit den Leuten los ist, die sind doch sonst nicht so blöd.

Ulla Schneider / 10.11.2022

Teil 2:  IhrHabtMitgemacht - Episode 2 - Ein Akt der Liebe - von Mad in Germany—-seit 3 Stunden auf youtube.

Markus Viktor / 10.11.2022

@ Dr. Klaus Schmid: Die Regel verwende ich ähnlich, abgeändert auf 50:50, indem ich die Mitläufer auf die 10% Gangsta und die 10 % OK’s verteile. Dumm nur, wenn die Gangsta die Oberhand gewinnen, wonach es in diesem Jahrhundert aussieht, während das in 5 vorangegangen Jahrzehnten im Westen umgekehrt war. “Nie wieder Auschwitz” ist in “Hamas Hamas Juden ins Gas”-Land Vergangenheit.

Gerald Schwetlik / 10.11.2022

Wenn ein “Wissenschaftler” auf Twitter “veröffentlicht” und wie in diesem Fall Andersen Gegenrede zu Bruttel startet, indem er ihn diskreditiert und stante pede ad hominem geht, dann weiß doch jeder klar denkende Mensch, wer der Schuft ist und wer die Wahrheit verbreitet. Oder nicht?!

W. Renner / 10.11.2022

Die Uguren haben es von den Dächern gepfiffen. Für eine Zoonose gibt es bis heute nicht den geringsten Beweis. Bei letzteren wurde bisher immer sehr schnell der Zwischenwirt gefunden. So war es Ebola, bei SARS 1, wie auch bei MERS. Und wieso ausgerechnet eine Zoonose in genau dem Ort, wo sich genau das WIV mit der Gain of Function Forschung befindet (welche ja niemand bestreitet) auftreten sollte? Und Wiesendanger hat auch Recht, dass dieses Teil nicht absichtlich losgelassen wurde. Da wurden SARS Viren mit anderen Grippeviren gekreuzt, um heraus zu finden, was bei hoher Letalität (SARS) mit extrem hoher Übertragbarkeit (saisonale Grippeviren) heraus kommen könnte. Der Beweis ist nun erbracht.

Wolfgang Richter / 10.11.2022

Wenn man die weltweiten Förderer dieser sog. “Forschung” liest, -Murxel war ja Herbst 2019 auf ihrer China-Rundreise auch in besagtem Institut und soll einen Scheck über fraglich 80 000 Euronen dort gelassen haben- so könnte dies die maßlose Überraktion der Staaten zur versuchten Eindämmung der “Pandemie” erklären. Einfach weil sie wußten, mit “was für einem Scheiß dort herum gebastelt wurde” und welche gesundheitlichen Gefahren von den frei gesetzten Stoffen ausgehen können. Daß es am Ende nicht so kam, könnte pures Glück gewesen sein. Und was haben diese Ganoven draus gelernt ? Nix. Es wird munter weiter mit Krankheitserregern rum experimentiert. Erinnert sei diesbezüglich auch an die von den “Amis” zugegebenen 46 Bio-Laboren in der Ukraine, an denen das US-Verteidigungsministerium munter mit “organisiert”. Entsprechende Einrichtungen sind über die ganze Welt verteilt, wurden teilweise von der Ukraine nach “Afrika” ausgelagert. Der Herr Kohn “, aus dem Hause Seehofer geschasst, ist möglicherweise nur ein “kleines Licht”. Vielleicht traut sich ja doch mal einer, die Geheimdokumente, auf deren Basis die staatlichen Corona-Maßnahmen diktatorisch durchgesetzt wurden, durchzustechen. Dann hat auch die geforderte politische Aufarbeitung eine argumentative Basis.

Bernd Schreller / 10.11.2022

Auch dies nur eine Ablenkungsthese, um vom bösen Plan der Massenvernichtung abzulenken. Weshalb dann wurde, wenn es sich um ein angebliches ‘Versehen’ gehandelt hat, von der ersten Sekunde an gelogen? Diese ‘These ist ähnlich verlogen, wie der kürzliche Versuch mittels “gegenseitigem Verzeihen” zu ‘versöhnen’ (darf man dieses Wort heut noch benutzen?), da man ja angeblich nicht wissen konnte, was die richtige Taktik bei der ‘Bekämpfung’ der ‘Pandemie’ (die es nie gab) hätte sein müssen. Alles verlogene Verschleierungsversuche des Menschheitsverbrechens, an der Multimillionen beteiligt waren und Multimilliarden verdient haben.

Arne Ausländer / 10.11.2022

@Franz Klar: Wie paßt gefährliche Labormanipulation mit weitgehender Harmlosigkeit des Virus zusammen? - So interpretiere ich Ihren Einwand. In der Tat sind da die Kritiker meistens inkonsistent. Wie sehr medial mit falschen Bildern und Zahlen die Gefährlichkeit von “Corona” übertrieben wurde, dazu die Umdeutung traditioneller Grippeformen - all das sollte längst bekannt sein. Schon länger weiß man aber auch von Gain-of-Function-Experimenten in US-Laboren und von deren Verlagerung nach China nach dem Verbot durch Obama 2014. Ebenfalls alt sind die Pandemieszenarien, natürlich als Abwehr deklariert, aber mit einer verdächtigen Konzentration auf einige wenige Krankheiten. Wie geht alles zusammen? Die Natur ist weit komplizierter, als die Wissenschaft eigentlich wahr haben möchte. Das behindert Krebstherapiefortschritte ebenso wie die Biowaffenforschung. Möchte man sich nicht (zumindest eventuell) selbst mit umbringen, sind die Möglichkeiten recht begrenzt. Also stützte sich das große Corona-Pandämonium zu ca. 95% auf Theaterdonner, aber eben doch wohl punktuell ergänzt durch gezielten Einsatz der wenigen kostbaren halbwegs grausligen Laborprodukte. Das würde die wenigen doch wohl echten Berichte von wirklich ungewöhnlichen Symptomen erklären, vielleicht auch manche “plötzliche” Todesfälle, wie den des tansanischen Präsidenten. Ein paar gut dokumentierte und demonstrierbare Beispielfälle dürften auch sehr hilfreich dabei gewesen sein, weitere störrische Politiker auf den “rechten Weg” zu bringen. - Zugegeben, den Laboranteil vermute ich nur, belegen kann ich ihn nicht. Möglich wäre all das auch mit 100% Theater. Die Krankheitsstatistik blieb schließlich im Normalbereich, und gruselige medizinische Einzelfälle gab es schon immer weit mehr, als man wissen möchte. Die atmare Abschreckung funktioniert ja auch seit September 1945 ohne jede praktische Anwendung der Produkte.

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