Jochen Ziegler / 12.12.2020 / 10:38 / Foto: EPP / 129 / Seite ausdrucken

Corona-Stellungnahme: Der Lieferservice der Leopoldina

Von Jochen Ziegler.

Die pünktlich zur Generaldebatte zum Corona-Haushalt im Bundestag abgelieferte Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften „Leopoldina“ ist schwer ins Gerede gekommen. Unter der Überschrift "Das „Leopoldina Desaster“ berichtete „Welt Online gestern: „Sie glaube an die Fakten – so Angela Merkel, als sie den harten Lockdown forderte. Doch das Leopoldina-Papier, auf das sie sich berief, genügt selbst einfachsten Standards nicht. Der Schaden, den die Wissenschaftsfunktionäre anrichten, ist immens.“ 

Und weiter heißt es in dem Beitrag:

„Die sogenannte Ad-hoc-Stellungnahme der Leopoldina ist aber alles andere als ein wissenschaftliches Dokument, sie ist auch keine wissenschaftliche Zusammenfassung eines Forschungsstandes. Sie ist ein Sammelsurium von sorgenvollen Aussagen über die aktuelle Situation, kombiniert mit einigen drastischen Vorschlägen, die ihre Autorität daraus ziehen sollen, dass die Autoren nun einmal in leitenden Funktionen im Forschungsbetrieb tätig sind.“

Wer sich die Empfehlung der Leopoldina als Wissenschaftler genauer anschaut kommt tatsächlich aus dem Staunen nicht heraus. Es ist fast unglaublich wie sich eine derart traditionsreiche Institution in den Dienst von tagespolitischen Interessen stellt. Die Leopoldina wurde 1652 gegründet. Sie ist ein Verband von Naturwissenschaftlern und Ärzten und die älteste deutsche Gelehrtengesellschaft. Seit 2008 ist sie Nationale Akademie der Wissenschaften. Sie ist eine der deutschen Gralshüterinnen der Wissenschaft und Wissenschaftlichkeit. Zu ihren Aufgaben gehört die Politikberatung. Im Rahmen dieses Mandats hat die Leopoldina nun am 8.12. einen harten Lockdown gefordert, man sollte angesichts der Mitglieder und Funktion dieses Verbands davon ausgehen, dass dies auf Basis von Wissenschaft geschehen ist.

Was ist Wissenschaft? Wissenschaften sind die Theorien, mit deren Hilfe wir den Teil der Welt umfassend zu erklären versuchen, den wir mit unserem Alltagsverstand, der Primärtheorie, nicht bewältigen können. Primärtheorie ist die gemeinsame überlebensnotwendige Sicht der Realität aller Kulturen des Homo sapiens. Dass Wasser fließen, frieren und verdampfen kann, verstehen wir mit der Primärtheorie. Doch warum das so ist, erklärt die Wissenschaft, wobei ihr eine Aussage als wahr gilt, die mit den Tatsachen der Realität in Übereinstimmung ist (Korrespondenztheorie der Wahrheit). Des weiteren sind mehrere Aussagen zusammen dann wahr, wenn sie widerspruchsfrei sind (Konsistenztheorie der Wahrheit). Der einzigartige Charakter des im Abendland entwickelten Wissenschaftsbegriffs ist es, dass hier das Falsifikationsverfahren erfunden wurde, mit dessen Hilfe wissenschaftliche Theorien geprüft und verworfen werden können, wenn sie mit Beobachtungen der Realität oder mit Experimenten (Beobachtungen in einem Rahmen, der die Verifizierung und Falsifikation von Hypothesen erleichtert) nicht übereinstimmen.

Schauen wir uns die Stellungnahme der Leopoldina vom 8.12. (“Coronavirus-Pandemie: Die Feiertage und den Jahreswechsel für einen harten Lockdown nutzen”) nach diesen Kriterien an.

Die Evidenz der Leopoldina zur Lageerfassung

Wer der Politik eine wissenschaftlich fundierte Empfehlung geben will, muss die Lage wissenschaftlich erfassen. Zur Lageerfassung sagt uns die Leopoldina folgendes. Erstens: “In den letzten 7 Tagen starben mehr Menschen mit dem Coronavirus als 2019 im Straßenverkehr.” Das scheint selbstverständlich eine wahre Aussage zu sein, denn es starben im letzten Jahr etwas mehr als 3000 Menschen bei Straßenunfällen, und in der ersten Dezemberwoche starben an COVID-20 etwas mehr. Hier finden wir eine erste Ungenauigkeit.

Endemische Viren wie Coronaviridae werden nach Grippesaisons gezählt. Die letzte Saison mit SARS-Cov-2 und COVID-19 war im Winter 2019/2020. Nun haben wir den Winter 2020/21. SARS-Cov-2 gibt es aufgrund der viralen Evolution nicht mehr, sondern seine verschiedenen genetischen Nachfolger. Daher sind die Menschen, die jetzt sterben, nicht an “Corona”, sondern an COVID-20 gestorben und man kann die Sterbegipfel von März/April und den momentanen nicht einfach addieren, da sonst ein Vergleich mit anderen durch Viren verursachten Toten nicht möglich ist, weil diese nach Saison getrennt berechnet werden.

Insbesondere setzt die Leopoldina die Anzahl der Toten nicht in ein Verhältnis zur Anzahl der Toten während anderer Grippeepidemien. Bei der letzten wichtigen Influenzawelle starben ca. 30.000 Menschen an Viruspeneumonie – in 4 Monaten (Winter 2017/18). Diese Zahl werden wir mit COVID wahrscheinlich nur erreichen, wenn wir die Saison 2019/20 und 2020/21 aufaddieren. COVID ist nach allem, was wir heute wissen, etwa halb so gefährlich wie der Influenzastamm vom 2017/18. Doch diese wissenschaftliche Tatsache verschweigt die Leopoldina, doch kann man die Zahlen ohne Vergleich nicht verstehen.

Zweitens: “Die Krankenhäuser und insbesondere das medizinische Personal sind bereits jetzt an der Grenze des Leistbaren.” Auch dieser Satz ist scheinbar richtig, doch sind Krankenhäuser und Intensivstationen jedes Jahr überlastet, die jetzige Situation bewegt sich im Rahmen der Vorjahre. Sicherlich werden derzeit zahlreiche Menschen hospitalisiert, die im Krankenhaus nichts zu suchen haben, sondern normalerweise im Altersheim im Kreise ihrer Angehörigen friedlich eines natürlichen Todes sterben würden. Ein 87jähriger Parkinsonpatient im Endstadium sollte nicht wegen einer Viruspneumonie auf einer Intensivstation behandelt werden, das zu tun, steigert sogar die Letalität. Doch ist das nicht der Grund für die Belastung der Krankenhäuser, wie der oben zitierte Artikel zeigt, sondern die Begrenztheit der Kapazitäten im Allgemeinen. Daher ist die Aussage der Leopoldina zwar wahr, hat aber nichts mit COVID zu tun.

Drittens spricht die Leopoldina in der Abbildung auf Seite 2 von “täglichen Neuinfektionen”. Das ist wissenschaftlich unwahr. Denn die dargestellten Zahlen sind PCR-Testergebnisse. Ersten ist der PCR-Test, der verwendet wird, nicht valide. Zweitens sind die damit diagnostizierten Personen nur dann "neu infizierte", wenn sie Symptome haben und somit andere anstecken können. Doch die meisten haben keine Symptome, viele dürften gleichzeitig immun oder kreuzimmun gegen SARS-Cov-X sein (Antikörper-positiv), wie es bei einem endemischen Erreger normal ist.

Mehr hat die Leopoldina zur Lage nicht zu sagen. Das Entscheidende, die Einordnung des Geschehens in den historischen Zusammenhang der Grippeerkrankungen durch Vergleich COVIDs mit der Inzidenz und Prävalenz des Todes durch Viruspneumonie an anderen Erregern, leistet sie nicht. Das ist unwissenschaftlich, weil wissenschaftliche Theorien ihr Gebiet umfassend und widerspruchsfrei beschreiben müssen. Durch Weglassen bekannter Tatsachen entsteht keine Wissenschaft. Wenn man derzeit für andere virale Erreger grippaler Infekte Massentests durchführen würde wie bei SARS-Cov-X, bekäme man ähnliche Ergebnisse. Insgesamt dürften derzeit wie üblich pro Tag ca. 1000 Menschen an grippalen Infekten sterben – an COVID und anderen. COVID hat lediglich die anderen Erreger als Todesursache verdrängt, doch die derzeitige leichte Übersterblichkeit wird sich 6 bis 8 Wochen nach dem Ende der Welle wieder normalisieren, da die Menschen bis dahin sowieso gestorben wären. Viruspneumonien sind im Winter eine der häufigsten Todesursachen. Was wir beobachten, bewegt sich im Rahmen des ganz Normalen.

Die Forderungen der Leopoldina

Die Leopoldina stellt fest, eine “effektive Kontaktnachverfolgung ist vielfach nicht mehr möglich.” Dieser Satz ist unwahr, da die Verfolgung nicht "nicht mehr", sondern nie möglich war. Denn bei einem Erreger wie SARS-Cov-X, der nur bei etwa 5 bis 10 Prozent der Infizierten überhaupt zu nenneswerten Symtpomen führt,  ist eine Kontaktnachverfolgung nur für diese kleine Gruppe möglich, das Gros der Überträger kennt man gar nicht. Daher kann man COVID nicht tracken.

Die Leopoldina sagt: “Quarantäne-Maßnahmen werden oft nicht mehr umgesetzt.” Das stimmt. Doch sind sie, wie schon zu Beginn der Corona-Panik klar war, auch sinnlos, da der Erreger meist von kaum symptomatischen Infizierten, die gar nicht wissen, dass sie SARS-Cov haben, übertragen wird und man ihn durch Quarantäne nicht eindämmen kann.

Die Leopoldina stellt weiterhin fest, der “aktuelle Teil-Lockdown” bliebe “in der Effektivität stark hinter dem ersten Lockdown zurück.” Dieser Satz ist unwahr. Denn der erste Lockdown war gar nicht effektiv, der Erkrankungsgipfel war schon vorbei, als die Maßnahmen umgesetzt wurden. Bei einem endemischen Virus kann auch nur ein totaler Lockdown helfen, doch verbreitet sich das Virus wieder, wenn man ihn aussetzt. Das epidemiologische Modell, das die Leopoldina zum Thema Kontaktreduktion auf Seite 4 zeigt, wurde wissenschaftlich bereits falsifiziert. Es ist also ebenfalls unwahr, die darin gemachten Aussagen sind Fantasiezahlen, die mit der Realität nichts zu tun haben.

Die Leopoldina sagt: “Die wirkungsvollsten Mittel im Umgang mit dem Virus sind Mund-Nasen-Schutz, Abstand, Hygiene und Lüften.” Auch dieser Satz ist nicht korrekt. Denn es ist wissenschaftlich gut belegt, dass die Masken keine Wirkung auf die Ausbreitung des Virus haben. Sicherlich kann Isolation die Ausbreitung des Virus stoppen. Doch dann hätten wir uns jedes Jahr im Winter seit eh und je alle isolieren müssen. Doch wir Menschen und unsere Vorläufer leben wie alle Säugetiere seit Millionen Jahren mit Viren, die Pneumonien erregen können und werden es weiterhin tun müssen.

Schließlich fordert die Leopoldina eine Senkung der Reproduktionszahl in den “Bereich 0,7-0,8”. Erstens ist eine solche Senkung de facto nicht valide zu messen, da die Testverfahren nicht valide sind und daher die Datenbasis fehlt. Zweitens wird die Reproduktionszahl, wenn sie nicht durch Durchseuchung oder (unnötige und gefährliche) Massenimpfung gesenkt wird, sofort nach Beendigung des Lockdowns wieder steigen, solange es keine Immunität gibt, gibt es keinen dauerhaften Wert unter 1.

Der beste Weg zur Beendigung der derzeitigen Krise ist es, endlich die Durchseuchung zuzulassen wie Schweden. Das skandinavische Land ist ein Erfolgsgeschichte. Die Durchseuchung wird sich aber sowieso  auch hierzulande einstellen, da die Menschen angesichts der fehlenden massenhaften Toten die Maßnahmen schon heute kollektiv nicht mehr einhalten. Zwar tragen alle brav Masken, aber sie treffen sich und leben miteinander wie gewohnt. Da die Masken praktisch wirkungslos sind, sind wir auf gutem Weg zur Durchseuchung, falls jetzt kein totaler Lockdown kommt. Er wäre genau der falsche Weg, so wird die Panik nie enden, da wir keine Durchseuchung erreichen und eine Impfung bei dieser Art von Virus viel schwächer immunogen ist als eine Infektion.

Zusammengefasst: Die Leopoldina betreibt in ihrer Stellungnahme keine Wissenschaft. Der Bericht enthält teilweise Unwahrheiten und ist voller Unvollständigkeiten und Inkonsistenzen. Die dafür verantwortlichen Wissenschaftler dienen nicht der wissenschaftlichen Wahrheit, sondern der Politik. Damit befindet sich die Leopoldoina in einer existentiellen Krise, denn sie arbeitet entgegen ihres Auftrags und erstellt keine wissenschaftlichen Expertise, sondern eine politische Ergebenheitsadresse. 

Nachtrag:

Das Papier der Leopoldina scheint auch intern Kontroversen auszulösen. Ein aufmerksamer Achgut.com Leser hat uns beispielsweise auf eine Stellungnahme von Prof. Dr. Michael Esfeld aufmerksam gemacht, in der Esfeld, selbst Mitglied der Leopoldina diese auffordert ihre Autorität nicht dazu verwenden, einseitige Stellungnahmen zu verfassen, die vorgeben, eine bestimmte politische Position wissenschaftlich zu untermauern.

Dr. Jochen Ziegler ist Arzt und Biochemiker. Er arbeitet als Berater für private Anbieter des Gesundheitssystems und lebt mit seiner Familie in Hamburg.

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Michael G. Ott / 12.12.2020

Hervorragender Beitrag. Das “Wissenschafts-Dilemma” ist in erster Linie ein Wissens- und damit auch ein Verständnisproblem bei den “Usern” “wissenschaftlicher Ergebnisse”. Über “wissenschaftliche Zusammenhänge” läßt sich nicht plaudern. Sie sind, wie sie sind, ober eben nicht. “Kausale” Erklärungen müssen daher mit sehr viel sprachlicher Vorsicht (wording!) “behandelt” werden, damit sie kein größeres “Unheil” (Vernichtung von Eigentum und Vertrauen in die politische Führung) anrichten. Damit entzieht sich dieser Gegenstandbereich des Wissens und des Verstehens aber fast komplett der “Welt” der meisten Politiker. Weshalb schnell öffentliche Panik und ad-hoc Verhalten effektives und effizientes Krisenhandeln ersetzt. Ist das nur schade oder bereits die Fortsetzung der Normalität politischer Hilflosigkeit? Wer es genauer nachlesen will, sei auf die Autoren Stober / Fischer , “Das allmähliche Verschwinden der Gelassenheit!”, Hamburg 2020 (Vlg tredition; ISBN 978-3-347-02280-5), und “Unter Coronabedingungen…”, Hamburg 2020 (ISBN 978-3-347-16171-9), verwiesen.

K. Berkmann / 12.12.2020

Warum sollte sich die Leopoldina in einer existentiellen Krise befinden, wie der Autor behauptet? Offensichtlich liefert sie den Corona-Panikern genau die Aussagen, welche sie brauchen, um den Ausnahmezustand endlos weiter aufrecht zu halten. Anscheinend, um damit ihre eigenen Ziele zu verfolgen - das Volk weiter im Panikzustand zu halten und nebenher noch mehr Steuermilliarden verteilen und dabei ihre eigene Macht weiter auszubauen -  ohne Rücksicht auf die Folgen und Kollateralschäden. Die Leopoldina macht aus Sicht der Politik einen super Job. Ich hoffe, dass der Autor mit der Durchseuchung recht bekommt, aber Söder und Co. wollen das ja um jeden Preis verhindern.

E. Albert / 12.12.2020

Machen wir uns nichts vor: es geht nicht um “Wissenschaft”. In Davos kündigte Merkel die “Transformationen gigantischen Ausmaßes” an, Klaus Schwab “prophezeite”: “In zehn Jahren werden Sie nichts mehr be­sit­zen, und Sie werden sich da­rüber freuen.” Was er, seine Institution und seine Jünger (und “Kriegsgewinnler”, wie u.a. Bill Gates) sonst noch so vorhaben, beschreibt er in seinem Machwerk “Covid 19 - The great Reset” oder auch zu besichtigen in einem offiziellen Video des WEF “8 predictions for the world in 2030” (u.a. “werden Sie weniger Fleisch essen” - Gates hat schonmal entsprechend vorgesorgt u. macht in Sachen Impfstoffe und “Fleischalternativen”). “Predictions” von solchen Leuten machen mich grundsätzlich mißtrauisch, denn diese Strippenzieher aus dem Off tun alles dafür, dass es genau so kommt. Auffällig auch das Wort “Sie”, statt des sonst omnipräsenten “WIR”.) Was als “menschenfreundlich” daherkommt, ist bei näherer Betrachtung absolut menschenverachtend und faschistoid! Letztendlich will eine selbsternannte “Elite”, die niemand gewählt hat, über unser aller Leben bestimmen, uns zu Sklaven machen. So sollen z.B. alle Schulden der Einzelpersonen vom Staat “übernommen” werden, dafür gibt sich das Individuum aber völlig auf - kein Eigentum, keine Rechte, keine Freiheit mehr. Regelmäßige (!) Zwangsimpfung und Social Scoring inklusive. Das Schlimmste ist, dass weltweit sämtliche Regierungen mitmachen. Ich erkläre mir so auch den Umschwung manchen Politikers hierzulande und das gegenseitige Überbieten in Sachen “Zwangsmaßnahmen” - hier soll sich für die künftige “Weltregierung” empfohlen werden. (Spahn als “Young Global Leader” ist schon gesetzt.) Ansonsten gehört man möglicherweise zu den “Equal”... Die Masken werden wir übrigens nicht mehr los. Die sind das Symbol der neuen Kaste. - Alles Unfug und “Verschwörungstheorie”? Recherchieren Sie selbst. Die scheuen sich nicht einmal mehr, ihre Absichten geheim zu halten. Halten Sie in jedem Fall Riechsalz bereit

T. Weidner / 12.12.2020

So eine Institution - die sich selbst als “wissenschaftlich” versteht und als solche offiziell geführt wird - und muss sofort von allen finanziellen Zuwendungen der öffentlichen Hand (Bund, Land, Kommune, etc.; tatsächlich 80% Bund, 20 % Sachsen-Anhalt) sowie von ggf. gewährten steuerlichen Vergünstigungen ausgeschlossen werden. Privat kann jeder im Rahmen der Gesetze machen, was er will - aber nicht auf Kosten der Gemeinschaft. Dass aber eine Supermarkt-Kassiererin (um nur ein krasses Beispiel zu nennen) mit ihren Steuerzahlungen (es gibt ja neben den direkten Steuern auch die indirekten Steuern) derartigen Mist finanzieren MUSS erinnert mich dramatisch an Parasitismus.

Jürgen Fischer / 12.12.2020

Eine Anmerkung sei mir noch gestattet: ich hatte in einem früheren Kommentar, zu einem anderen Thema freilich, die unheilvolle Rolle des IWF erwähnt. Heute stoße ich darauf, dass der IWF schon länger Lockdowns fordert - natürlich völlig uneigennützig, weil sie schon mit gezücktem Kredit-Scheckbuch bereitstehen. Dass sie an ihre Kredite aber schon immer Bedingungen geknüpft haben, wird gerne unter den Tisch gekehrt. Man sollte die Augen nicht davor verschließen, dass die Ganovenorganisation IWF einer der großen Coronagewinnler sein wird. Und noch eins fällt mir auf: die ganzen “Entscheider” hocken in versorgungsgesicherten Positionen, häufig unkündbar, da fällt es leicht, Panik mit Lockdowns und dergleichen zu verbreiten. Ihnen kann ja nichts passieren. Sollte man meinen. Aber ob ihnen das gefällt oder nicht: sie hängen von ihren Untergebenen ab, die finanzieren den Kram nämlich, und/oder sie wählen sie. Nur, sie werden sich das nicht endlos gefallen lassen. Die Frage ist, wie lange lässt sich das weiterführen? Man weiß es nicht. Fest steht allerdings, irgendwann wird es deutlichen Gegenwind geben. Und fest steht auch, dieser Gegenwind wird nicht von Deutschland ausgehen.

Dieter Zorn / 12.12.2020

So ist es, Herr Ziegler. Da jedoch die Mehrzahl der Bevölkerung keine Ahnung vom Wissenschaftsprozess hat und täglich von den Medien, als willfährige Handlanger der Politik, mit schiefen Bildern, Zahlen und Statistiken zugemüllt wird, ist sie in Angst. Und Angst ist das beste Mittel gegen Vernunft. Die Ignoranten und Ängstlichen machen in Deutschland 72 % aus. Das sind diejenigen, die mit den Maßnahmen der Regierung voll zufrieden sind. So ist es halt in einer Massengesellschaft: Der Klügere gibt nach. Und ist damit der Dumme.

Stefan Töns / 12.12.2020

Es ist zum verzweifeln: Selbst ein offizielles Gremium aus hoch renommierten Wissenschaftler - in der Mehrzahl Ärzte und Naturwissenschaftler - interpretieren die Zahlen und Fakten nicht anders, als es Politik und Mainstream haben wollen. Wer sich die Mühe macht und die wöchentlichen Sterbefallzahlen in Deutschland der vergangenen Jahre vergleicht, stellt schnell fest, dass es im “Corona-Jahr 2020” bis heute keine außergewöhnliche Sterblichkeit gegeben hat. Weder in der Gesamtschau noch bei einem wöchentlichen Vergleich gibt es irgendwelche besonderen Abweichungen, im Gegenteil. Gestern titelten die Mainstream-Medien, dass es in Deutschland eine “erhöhte Sterblichkeit” gebe und verglichen die Kalenderwoche 46 mit den Vorjahren um dann scheinbar schockiert festzustellen, dass die diesjährigen 19.161 Toten deutlich mehr seien, als z.B. die 17.594 Toten des Jahres 2017, nämlich in etwa die Anzahl mehr, die wir jetzt als “COVID-19-Tote” feststellen können. Das man die Anzahl der Verstorbenen nicht auf Wochenbasis vergleichen kann, sollte man aber schon wissen. Und man sollte wissen, dass eine solche Anzahl von wöchentlichen Toten nichts Besonderes darstellt. Im Frühjahr 2018 gab es in Deutschland während einer Grippe-Epidemie über einen Zeitraum von über 2 Monaten mehr als 20.000 Tote pro Woche, in der Kalenderwoche 10 sogar 26.777! Auch die Gesamtzahl der Verstorbenen liegt dieses Jahr absolut in normalen Rahmen, und das obwohl die Anzahl der über 80-Jährigen in diesem Land stetig zunimmt.

Karola Sunck / 12.12.2020

Wen wunderts? Die heutige Leopoldina ist politisch total unterwandert. Ein hochrangiges Mitglied in diesem Verein heißt Joachim Sauer, ist auch ein Mensch mit Professur aus der ehemaligen Stasi- Republik und zur Zeit der Ehemann von der Staatsratsvorsitzenden, deren Namen ich mir hier verkneife. Politische Inzucht eben!!

Tobias Kramer / 12.12.2020

Wenn schon das Bundesverfassungsgericht nur noch politische (Gefälligkeits-)Urteile fällt, dann braucht man sich weiter unten nicht mehr zu wundern. Man hat essentielle Bereiche unserer Gesellschaft unterlaufen und kann sich seitens der Politik immer einer positiven Bestätigung gewiss sein. Und machen wir uns nichts vor: Die Wissenschaft in Deutschland ist tot. Wer als Wissenschaftler noch etwas auf sich hält, verschwindet aus diesem Land oder gleich aus ganz Europa.

Gudrun Dietzel / 12.12.2020

Chapeau, Herr Dr. Ziegler! Sie nehmen die Leopoldina-Apparatschiks wissenschaftlich fundiert auseinander. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft zum Biß. Eigentlich hätte der Satz, „In den letzten 7 Tagen starben mehr Menschen mit dem Coronavirus als 2019 im Straßenverkehr.“, schon gereicht, um die Stümper gar nicht mehr ernst zu nehmen. Ich sag‘s Ihnen, sozusagen zur versuchten Entschuldigung dieser sogenannten Wissenschaftler der Leopoldina: Diesen Satz mit dem Straßenverkehr hat ein PR-Fuzzi (oder die Apparatschiks dort sind selber welche) geschrieben. Das ganze Papier, das ich mir gestern schon in Welt online zu Gemüte führte. Und auf einer solch lachhaften Nummer schwingt sich Merkel im Bundestag zur Aufklärerin und Wissenschaftlerin auf. Eine Schande ist das! Ich denke, sie hat es nicht mal gelesen.

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