Die Zahl der Corona-Infektionen steigt zusehends schneller. Weit über 15.000 zählt die Statistik unterdessen, dazu 44 Todesfälle. Wer weiß, wie viele es morgen sein werden. Die Lage könnte bedrohlicher kaum sein. Da gibt es nichts zu relativieren. Daran ist nicht zu deuteln. Zu sehen ist aber ebenso: Das deutsche Gesundheitswesen steht keineswegs so großartig da, wie es uns die Kanzlerin in ihrem Geschwafel an die Nation glauben machen wollte.
Rund 83 Millionen Frauen, Männer und Kinder leben derzeit in Deutschland. Ins Verhältnis dazu gesetzt, machen etwa 18.000 Infizierte nicht einmal 0,03 Prozent aus. Das ist gewiss kein Grund, die Gefahr auf die leichte Schulter zu nehmen, mitnichten. Ganz im Gegenteil, gibt es Anlass, sich noch viel weitreichendere Sorgen zu machen. Zeigen die Zahlen doch, wie schnell die Möglichkeiten medizinischer Versorgung hierzulande erschöpft sind. Obwohl sich die Deutschen rühmen, in einem der reichsten Länder der Welt zu wohnen, reichen die medizinischen Kapazitäten nicht aus, um wenigstens den Bruchteil eines Prozents der Bevölkerung hinlänglich zu behandeln, die Betroffen schlimmstenfalls vor dem Tod zu bewahren.
Plötzlich wird offenbar, was in der Vergangenheit versäumt und vernachlässigt wurde, was schiefgelaufen ist. Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Apotheker müssen bis zur Erschöpfung schuften. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser fehlt es an Betten. Beatmungsgeräte sind Mangelware. Um den Notstand halbwegs zu steuern, spielt die Politik auf Zeit. Spekuliert wird auf eine Verzögerung der Ansteckungsgefahr, ohne zu wissen, ob man der Krankheit in Wochen, in Monaten oder erst übers Jahr Herr werden kann.
Der Pleite überlassen
Der Forschung ist das so wenig vorzuwerfen wie dem medizinischen Personal, wohl aber einer Gesundheitspolitik, für die ökonomische Prämissen entscheidender waren als das humanitär vorausschauende Denken. Wie viele Kliniken wurden gerade in der jüngsten Vergangenheit geschlossen, wie viele Arztpraxen, zumal im ländlichen Raum, der Pleite überlassen. Am fehlenden Geld lag das nicht. Selbst staatlich betriebene Krankenhäuser verfügen heute oftmals über schönheitschirurgische Abteilungen.
Verloren ging vielmehr das Bewusstsein für die unverhofft drohende Gefahr. Im Taumel des Wohlstands haben wir die Vorsorge für den Notfall schleifen lassen, nicht nur im Gesundheitswesen und nicht bloß seitens der politisch Verantwortlichen. Die Gesellschaft überhaupt wähnte sich in einer trügerischen Sicherheit, solange die Regale der Supermärkte überquollen und die Ferienflieger abhoben. Krisen boten allenfalls willkommene Abwechslung. Als „Willkommenskultur“ zelebriert, mutierte die unkontrollierte Grenzöffnung 2015 ebenso zum Event wie die Fridays-for-Future-Demonstrationen nachher, ein großartiges Massenerlebnis für viel zu viele.
Nur wer diese Vorgeschichte ausblendet, kann sich jetzt ernsthaft über die „Corona-Partys“ zum Mega-Event entsetzen. Mag sein, dass sich wenigstens dieser perverse Unsinn mit den angedrohten Ausgangssperren unterbinden lässt. Ob das ausreicht, jeden und jede wieder zur Vernunft zu bringen, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlich scheint es nicht, nicht in einer Gesellschaft, die daran gewöhnt wurde, das Vergnügen über alles zu setzen.
Die Bundeswehr rückt aus
Die Ablenkung vor der Gefahr hat dazu geführt, vieles abzubauen, worauf wir jetzt dringend angewiesen wären, im Bewusstsein des Einzelnen sowie in den Institutionen und Einrichtungen, die seine Sicherheit im Ernstfall garantieren sollten. Vor wenigen Tagen hat die französische Armee ein medizintechnisch hoch ausgerüstetes Feldlazarett aus dem Arsenal geholt, um es kurzfristig im Elsass, einer von Corona besonders betroffen Region, einzurichten. Die Bundeswehr indessen ist mit Gulaschkanonen ausgerückt, um die wartenden LKW-Fahrer an der Grenze zu Polen mit warmer Suppe zu versorgen. Jeder tut, was er kann.
Wo die medizinischen Ressourcen erschöpft sind, schon bevor die Epidemie ihren Höhepunkt erreicht, bleibt nur der staatliche Durchgriff. An seiner Notwendigkeit besteht kein Zweifel. Auch wenn darum noch scheinheilig gefeilscht wird, die einen wollen, die anderen nicht, ist die Ausgangssperre längst unausweichlich, die Ultima Ratio eines Staates, der verschlafen hat, was er vorausschauend hätte tun sollen.
Schwindel in der Not
Dass das nicht allen einleuchten will, dafür sind die trotzig gefeierten „Corona-Partys“ erste Anzeichen. Auch ist der Handel bereits dabei, private Sicherheitsdienste zu verpflichten, weil er Übergriffe der Kunden bei der Plünderung der Klopapier-Regale, wenn nicht gar die Erstürmung der Supermärkte befürchtet.
Viel zu lange wurde das Volk mit dem Eiapopeia vom Wohlstand eingelullt, als dass die Politik jetzt durchweg auf die Vernunft der Bürger zählen dürfte. Wo das Vertrauen in die medizinische Versorgung schwindet, erweist sich auch die beschwörende Behauptung der Kanzlerin, wir verfügten über eines der besten Gesundheitswesen der Welt, als ein hilfloser Schwindel in der Not. Hinter ihrem Appell, jeder habe das seine zur Bewältigung der Krise zu tun, steckt nicht mehr als die Aufforderung „Rette sich, wer kann“.
Natürlich wird die Corona-Epidemie wie jede andere vorher irgendwann abebben. Wie lange dagegen die gesellschaftliche Krise andauern wird, ist noch längst nicht abzusehen. Momentan jedenfalls spricht alles dafür, dass noch viel mehr Menschen von dem wirtschaftlichen Desaster danach betroffen sein werden als die Infizierten, die schon jetzt zunehmend ihrem Schicksal überlassen sind. Beschwichtigende Ansprachen hin oder her.

Der jetzt schon legendäre Satz von Peterle Altmaier , "Kein einziger soll wegen Corona seine Arbeit verlieren", erinnert doch stark an, "Wenn ein Flieger des Feindes deutschen Boden erreicht , will ich Meier heißen"...….
Glauben der Autor das selbst? Hatte er Besuch von den Schlägern des SPIEGEL? Wurde er durch eine SPIEGEL-konformen Klon ersetzt? Hofft der Autor auf eine frei Stelle beim SPIEGEL, wegen wegsterbender Journalisten? Hat der SPIEGEL die Kontrolle über die Achse übernommen? So liest sich das nämlich. Suggestive Behauptung und Übertreibungen in einem meinungsgeschwängerte Duktus. Beispiel gefällig? "Die Zahl der Corona-Infektionen steigt zusehends schneller" -Reine Behauptung! Wo zusehen? Im Fernsehen? Steigt sie tatsächlich schneller, oder sehen wir nur ein Testphämomen. Je mehr getestet wir um so mehr, Hits ergeben sich. Wo ist die Darstellung der Anzahl und der Quote. Usw. "Die Lage könnte bedrohlicher kaum sein. Da gibt es nichts zu relativieren. Daran ist nicht zu deuteln." Klar könnte die Lage bedrohlicher sein. Viel bedrohlicher sogar. Klar gibt es da etwas zu relativieren. Spricht der Autor ein Deutelverbot aus? "Der Forschung ist das so wenig vorzuwerfen wie dem medizinischen Personal" Die Forschung ist ein Wortgebilde für ein abstraktes Konzept. Sie ist nirgendwo präsent, noch hat sie eine Adresse. Allefalls könnte man einzelnen Forschern was vorwerfen, Dem Kommunistmus war auch nichts vorzuwerfen, aber Leuten die in Berufung auf den Kommunismus gemordet haben schon. Warum stellt der Autor allen Forschern und jedem Personal pauschal Persilscheine aus? Er kann gar nicht wissen, ob jemanden etwas Konkretes vorzuwerfen ist? Usw.Usw.Usw.Usw. SPIEGEL eben
Dem Gebot der Wirtschaftlichkeit zu folgen, kann grundsätzlich kein Fehler sein. Warum sollte man in Krankenhäusern Kapazität vorhalten, die nur alle Jubeljahre, möglicherweise nie, in Anspruch genommen wird? Dafür, einem medizinischen Gau Paroli bieten zu können, gibt es das THW und die Bundeswehr. Ausgerüstet mit transportablen Lazaretten, die die Möglichkeit bieten, in kürzester Zeit tausenden von Schwerstinfizierten intensivmedizinische Betreuung zu bieten. Aber: Die deutsche Bundeswehr ist ja keine kämpfende Truppe mehr. Insofern wird sie auch über keinerlei einsetzbare Lazarette verfügen. ++ Die Anzahl der weltweiten "Kollateral-Opfer" dieses Covid-Wahnsinns wird die Anzahl der am Virus verstorbenen bei weitem übertreffen. Insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern, die noch über kein ausgeprägtes Sozialsystem verfügen. "Der Shutdown" der wohlhabenden Staaten bringt die Wirtschaft der Schwellenländer an den Rand des Ruins. In Thailand z.B., mit z.Zt. 300 Infizierten, sollen bereits 2 Millionen von 4 Millionen in der Touristikbranche Tätige ohne Arbeit und ohne Einkommen sein. Wenn ich da die Familienangehörigen und die ambulanten Garküchen hinzurechne, dürften ca. 10 Millionen Menschen betroffen sein - eher mehr als weniger und einkommenslos eine Not leiden, die wir uns nicht vostellen können. Ein Zustand, der nicht nur einige Wochen, sondern viele Monate, möglicherweise sogar Jahre anhalten wird. Hier werden Existenzen vernichtet, von deren Größenordnung kaum Jemand eine Vorstellung hat. Alldieweil die Gutmenschen in Deutschland weiterhin "Flüchtlinge" aufnehmen, die sich deren Flucht 10.000 oder so € kosten lassen können. ++ Es gibt die UNO, es gibt die WHO und Niemand hat einen Netzplan, der die weltweiten Auswirkungen halbwegs zutreffend beschreiben kann. Und in Deutschland laufen Politiker rum die für sich in Anspruch nehmen, Dinge vom Ende her betrachten zu können. "Dusslige Schwafler" wäre noch ein Kosename hierfür.
Vielleicht sollte man noch ergänzend zu „Rette sich, wer kann“ hinzufügen: „Rette uns, wer kann, vor dieser Regierung“.
In der Ruhe liegt die Kraft. Wir sind nicht nur „bedingt abwehrbereit“, wir schießen mit den paar Patronen die wir haben, auch noch übers Ziel hinaus. In England versucht man die Älteren in Sicherheit zu bringen und der Rest wird diese Pandemie überstehen wie jedes Jahr und dabei noch die Wirtschaft am Laufen halten. Bei uns versucht man aber die Jugend an die Kette zu legen und die Wirtschaft abzuwürgen um die Alten zu schützen, gegen die man genau diese Jugend in Stellung gebracht hatte. Das geht schief denn jetzt besteht die Chance Gesicht zu zeigen und die Alten ins Jenseits zu schicken. Die lieben Kinderlein sollten nicht vergessen im Kanzleramt und beim BuhPrä Frank Spalter Schlaumeier vorbeizuschauen. Verrücktes Land.
Man sagt ja, dass in (echten) Krisen sich der jeweilige Charakter nicht ändert, sondern im Guten wie im Schlechten verstärkt hervortritt. Das gilt auch für eine weit verbreitete und medial verstärkte deutsche Arroganz bei gleichzeitiger Semikompetenz. Alle doof außer wir ..... Wie es mich anwidert!